Na, super – nachdem ich nun leider einen negativen Bescheid von der sogenannten Agentur für Arbeit bekommen habe ist klar, dass ich nicht den Luxus einer angemessenen sich jedenfalls minimal auskennenden Behandlung erfahren werde. Mit der Agentur für Arbeit war abgesprochen, dass ich einfach in der Woche bevor ich auf eine der von mir noch zu besuchenden Konferenzen fahre anrufe und Bescheid sage. (Es herrscht ja Anwesenheitspflicht, dass heisst ich muss immer schön daheim sitzen und warten, denn es kann ja sein das mir von heute auf morgen eine super Arbeitsstelle zugewiesen wird.) Nun ja, da aber nicht mehr die Agentur für Arbeit für mich zuständig ist, sondern eines der zu Recht berüchtigten JobCenter, gilt diese Abmachung nicht mehr. So wurde mir bei meinem heutigen Anruf erfreulicherweise mitgeteilt, dass ich doch bitte am Montag vorstellig werden solle. Da darf ich mich dafür rechtfertigen, dass ich Himmel und Erde in Bewegung gesetzt habe damit jemand den Flug und die Konferenzgebühr für mich bezahlt, dass ich ein Stipendium von der Kanadischen Soziogischen Gesellschaft ergattert und einen großzügigen Doktorvater habe, der mir auch aushilft. Ist ja nicht so, dass der deutsche Arbeitsmarkt mit Stellen reich gesegnet wär und das eine der wenigen Möglichkeiten, die einem bleiben darin besteht, die in Deutschland teuer bezahlte Ausbildung woanders zur Verfügung zu stellen.
So lohnt die wunderbar repressive Gesetzgebung Engagement und Initiative und so werden Arbeitplätze geschaffen. Woanders. Bleibt allgemein nur zu sagen: Vielen Dank liebe Sozial- und Christdemokraten. Ach ja, die Grünen haben ja auch mitregiert. Auch vielen Dank.
Und mir geht es noch gut, das sollte man nicht vergessen – wenn ich sehe (und vor allem höre, denn es ist ja nicht so, dass die Privatsphäre der Vorsprechenden im JobCenter in irgendeiner Weise gewahrt werden würde), wie andere Leute im JobCenter behandelt werden…
Archive for May, 2006
Mission: Impossible III – Mission failed because of mediocrity.
Monday, May 15th, 2006To my regret I haven’t been to the cinema often lately. Not enough time and a certain scarcity of funds, I guess. One movie that I saw was Mission: Impossible III, the night it started. I cannot say that the cinema was filled with excited and anxious people, quite to the contrary. I also cannot say that Tom Cruise put on a great act. Neither can I say that the story was gripping. The effects? Neither as stunning nor as exciting as the ones we could see in the second Mission:Impossible movie. I can say though that I was not bored to death. Hence me writing this review. Being still alive and all. But I better not watch this movie again, and you should save your action movie funds for something else, perhaps the upcoming X-Men: The Last Stand?
IMDb entry | Trailers
Fußball-WM und Soziologie.
Sunday, May 7th, 2006Auf www.stadiumworlds.de gibt es Informationen zur spannenden, von Sybille Frank und Silke Steets organisierten Ringvorlesung unter dem Titel stadionwelten. Wer Mittwochs in der Umgebung von Darmstadt ist, sollte den Abend im großen Hörsaal des Residenzschlosses verbringen – Ohren spitzen und Augen schärfen. (Freunde der Schriftsetzung können eine schöne ſs Ligatur genießen.)
How would you like your arrival in Berlin to be?
Thursday, May 4th, 2006Think about it…
My arrival two days ago was perfect. Entering the plane in Oslo in cold and cloudy weather, rising above the clouds to fly while the sun is sinking down. Then, landing in Berlin. Evening sky, warm breeze. Not a lot of people around. Walking to my platform at Schönefeld station, I was asked by a somewhat drunk mid-forties working style man: Wo jehtsn ſzur S-Bahn hier?
And I gave the correct, easily-followed answer. Good deed.
After waiting for fifteen minutes enjoying the pleasant weather, the S-Bahn arrived and transported me graciously and rockingly down to Alexanderplatz, where I changed to the U-Bahn line 2. Leaving the U-Bahn at Senefelder Platz, I wandered over to Kleopatra, bought myself a decent Döner Kebab for € 2.30, and walked over to my apartment, passing people who sit outside of cafés and bars. Entering my apartment, letting down the book-heavy traveling backpack, opening the balcony door and sinking down into the comfortable camping chair, watching people pass by below, munching away at the Döner, and sighing happily from time to time.
That’s how I like my arrivals in Berlin.