MachtDas Wort auf den folgenden zehn Seiten haben vor allem Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler. Am Anfang aber steht dennoch der Artikel eines Politikwissenschaftlers: "Das Lebenselixier demokratischer Herrschaft", so schreibt Wolf-Dieter Narr, "ist eine vieldimensionale sprachliche Angelegenheit", und deshalb könne demokratisch Schweigen nie Gold sein, "darum zählt jedes Wort". Schön wäre, wenn sich Politiker und Politikerinnen dessen jederzeit bewußt wären, so daß Politik nicht zur Talkshow verkommt.

Daß gewandte Redner sich eben nicht nur durch ihre Sprache, sondern auch durch ein gelungenes Zusammenspiel von Sprache und Gestik auszeichnen, beschreibt die Linguistin Cornelia Müller. Inwieweit politische Veränderungen nämlich die Wiedervereinigung Deutschlands zu einer Veränderung des Sprachverhaltens führen können, das untersuchen Norbert Dittmar und Ursula Bredel. Sie haben ehemaligen DDR-Bürgern auf den Mund geschaut und beobachtet, daß diese "unter sozialem Anpassungsdruck an den westlichen Stil syntaktische Planungsmuster übernehmen": Sprache

WissenWie es aber überhaupt zur Sprache zur Muttersprache kommt, welchen Einfluß Vater und Mutter auf die Sprachentwicklung ihres Kindes haben, darüber forscht Gisela Klann-Delius: "Vom ersten Schrei zur Muttersprache". Wenn der erste Schrei längst verstummt, das Kind herangewachsen ist, lernt es meistens eine Fremdsprache. Englisch, Französisch stehen in Deutschlands Schulen nach wie vor an erster Stelle. Zu den Erwartungen an die Sprachfähigkeit von StudienanfängerInnen und zu deren Möglichkeiten, ihre fremdsprachliche Qualifikation an der Universität zu verbessern, äußern sich der Dekan des Fachbereichs Neuere Fremsprachliche Philologien, Ekkehard König, sowie Harald Preuss, Geschäftsführender Leiter der Zentraleinrichtung Sprachlabor.




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