Innovation in Produktionsnetzwerken
Wie machen Netzwerke etwas Neues? Diese Grundfrage steht im Zentrum dieses neuen
Kapitels, das weniger einen Überblick über die aktuelle Forschung zur Innovation
in Netzwerken geben will, als die Schnittstelle zwischen Innovation und
Produktion zu thematisieren. Bei dem Neuen kann es sich um Innovationen sowohl
im Leistungsprogramm, also um Produkt- oder Dienstleistungsinnovationen (bzw.
entsprechende Leistungsbündel), aber auch um Neuerungen im
Leistungserstellungsprozess handeln; in letzterem Fall spricht man auch von
Prozess-, Verfahrens- oder Technologieinnovationen. Oftmals - allemal in der
Automobilindustrie - treten Produkt- und Prozessinnovationen gemeinsam auf.
Nicht selten wird beispielsweise die Einführung einer neuen Baureihe genutzt, um
die Endfertigung weiter zu flexibilisieren und zu automatisieren. Für eine
Produktion in Netzwerken ist offensichtlich, dass sich Produkt- wie
Prozessinnovation in der Regel nicht allein auf eine (Netzwerk-) Unternehmung
beschränken. Vielmehr sind mehr oder weniger alle Netzwerkpartner tangiert.
Lernfragen
1. Innovation ist nicht gleich Innovation. Wie können Innovationen systematisch voneinander unterschieden werden?
2. Wo liegen die Chancen und Gefahren der Öffnung von Innovationsprozessen gegenüber Kunden und Lieferanten?
3. Wie unterscheiden sich stabile von dynamischen Netzwerken (nach Miles/Snow) und welche Vorteile haben diese beiden Netzwerktypen jeweils für die Innovation in Netzwerken?
4. "Bei Innovationen geht es um etwas Neues. Das kann man nicht managen - schon gar nicht im Netzwerk." Nehmen Sie zu dieser Aussage Stellung!
5. Was versteht man unter einem Gateway-Konzept im Anlaufmanagement und warum ist die sorgfältige Implementierung von Innovationen so wichtig?
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