DEFO am FB Jura - Vorlesungskommentierung - SS 05 | ||||||||||||||||||||
In dieser Wahlfach- nunmehr Schwerpunktvorlesung - wird das Vertragsrecht der verschiedenen europäischen Rechtsordnungen verglichen. Hauptsächlich sind dies England, Frankreich und auch das Wiener Kaufrecht, auch bekannt als UN-Kaufrecht oder CISG. Viele interessante kleine Fälle warten auf Euch. Zur Vorbereitung empfiehlt sich Zweigert/Kötz "Einführung in die Rechtsvergleichung", Kötz/Flessner "Europarecht" oder Schlechtriem "UN-Kaufrecht". Aber es reicht eigentlich, gut zuzuhören, denn Grothe teilt viele Fälle aus.
Das Internationale Privatrecht beantwortet die Frage, nach welchem Recht der Richter einen Fall zu entscheiden hat. Auch im IPR gibt es allgemeine und besondere Lehren und letztere sind Thema dieser Veranstaltung. Es geht um die besonderen Regeln des Internationalen Vertrags-, Delikts-, Sachen-, Gesellschafts-, Familien- und Erbrechts. Wer bereits im letzten Semester IPR I gehört, dem werden Materie und Dozent bereits gut bekannt sein. Die Veranstaltung eignet sich aber auch für Neueinsteiger, die IPR I nicht gehört haben. Den Neulingen sei gesagt, dass Prof. Grothe im IPR eine ansprechende und interessante Vorlesung bietet. Nebenbei verlangt und fördert das Studium des IPR eine (wiederholende?) eingehendere Beschäftigung mit dem eigenen Recht, auch mit Nebengebieten wie Gesellschaftsrecht etc. Vielleicht fallen auch deshalb die Examensnoten der IPR-Studenten häufig so gut aus ...
Was nützt all das theoretische Wissen um die internationalen Sachverhalte und deren Anknüpfung, nunmehr ist auch die Anwendung gefragt! Im Repetitorium wird anhand von aktuellen Fällen der Stoff des Wahlfachs wiederholt. Eine Veranstaltung, die jedem Wahlfachstudenten gewiß nicht schadet. Prof. Grothe wird Euch die examensrelevanten Fragestellungen verdeutlichen.
Hier darf es Dir ruhig "spanisch vorkommen"! (Sollte dies allerdings am Semesterende noch immer nicht der Fall sein, so warst Du mit Sicherheit in der falschen Veranstaltung.) Das Seminar soll insbesondere rechtsvergleichend sein und als gemeinsamen Anknüpfungspunkt europarechtliche Einwirkungen in das jeweilige nationale Recht haben. Als zeitlicher Anfangspunkt ist das Inkrafttreten der neuen spanischen Verfassung im Jahr 1978 gewählt. Der emeritierte und dennoch am Fachbereich lehrende Dozent kann hier nicht nur mit Wissen aus dem - regelmäßig trüben - Berlin aufwarten, sondern auch mit Erfahrungen aus dem - regelmäßig sonnigen - Spanien brillieren. Prof. Adomeit verbringt mehrere Monate auf der iberischen Halbinsel und hat dort Kontakt zu mehreren juristischen Fakultäten. Fragen und Anmeldungen zum Seminar sollten am besten per Fachpost an den Dozenten gehen. Ebenso ist es möglich, diesen regelmäßig im Raum 1116 in der Boltzmannstraße 3 anzutreffen (also nur zwei Türen links unseres Raumes und der Auslage, aus der Du dieses DEFO-INFO entnommen hast).
Das sog. Westfälische System souveräner Staaten, die auf völkerrechtlicher Ebene genosssencschaftlich miteinander verkehren, ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend modifiziert worden. Im Völkerrecht haben sich in materieller wie in institutioneller Hinsicht Strukturen entwickelt, die über die bloße Genossenschaft der Staaten hinausgehen: Universelle Menschenrechte, Gemeinschaftsgüter, Pflichten erga omnes etwa oder das Völkerstrafrecht und seine Durchsetzung relativieren den Stellenwert der einzelstaatlichen Souveränität im jeweiligen Kontext. In institutioneller Hinsicht ist hier vor allem der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu nennen, dem in zunehmendem Maße Funktionen einer "Weltexekutive" zugeschrieben werden, aber auch der Ausbau internationaler Gerichtsbarkeit. Wird hier in Umrissen eine Völkerrechtsgemeinschaft erkennbar, die sich in einem Konstitutionalisierungsprozess befindet? Das Seminar soll untersuchen, wie weit dieser Prozess fortgeschritten ist und ob sich bereits von den Grundzügen einer "Völkerrechtsverfassung" sprechen lässt. Die Teilnahme setzt den Besuch der Vorlesung Völkerrecht I (oder entsprechende Kenntnisse) voraus. Englische Sprachkenntnisse dürften für die Auswertung der einschlägigen Literatur unerlässlich sein...
In der Vorlesung Völkerrecht III geht es um Wirtschafts- und Umweltvölkerrecht, deren Grundlagen, Besonderheiten und den Ausgleich zwischen Wirtschaft und Umwelt. Ganz wesentlich für das Wirtschaftsvölkerrecht ist die WTO, auf dessen Strukturen und Streitbeilegungsmechanismen in der Veranstaltung ausführlich eingangen wird. Im Umweltvölkerrecht wird es um Klima- und Artenschutz gehen und die für das Umweltvölkerrecht bedeutenden Verursacher- und Vorsorgeprinzipien. Allen Völkerrechtlern wünsche ich viel Spaß bei dieser Veranstaltung.
Alle 14 Tage kommt Herr Bartsch extra aus Straßbourg angereist um die Vorlesung Internationaler Menschenrechtsschutz I zu lesen. Er wird in dieser Veranstaltung insbesondere auf die UN und EMRK eingehen und diese auch an realen Fällen erläutern. Seine Vorlesung ist sehr aktuell und auch interessant gestaltet, so dass es sich auf jeden Fall lohnt hinzugehen - auch ganz ohne Vorkenntnisse, so wie ich eben. Eine EMRK ist zwingend mitzubringen. Ein Schein kann jedoch nur von Erasmus- und LL.M.-Studenten erworben werden durch Abgabe einer Hausarbeit. Die Themen werden nach Nachfrage vergeben.w
Das sog. Westfälische System souveräner Staaten, die auf völkerrechtlicher Ebene genossenschaftlich miteinander verkehren, ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend modifiziert worden. Im Völkerrecht haben sich in materieller wie in institutioneller Hinsicht Strukturen entwickelt, die über die bloße Genossenschaft der Staaten hinausgehen: Universelle Menschenrechte, Gemeinschaftsgüter, Pflichten erga omnes etwa oder das Völkerstrafrecht und seine Durchsetzung relativieren den Stellenwert der einzelstaatlichen Souveränität im jeweiligen Kontext. In institutioneller Hinsicht ist hier vor allem der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu nennen, dem in zunehmendem Maße Funktionen einer "Weltexekutive" zugeschrieben werden, aber auch der Ausbau internationaler Gerichtsbarkeit. Wird hier in Umrissen eine Völkerrechtsgemeinschaft erkennbar, die sich in einem Konstitutionalisierungsprozess befindet? Das Seminar soll untersuchen, wie weit dieser Prozess fortgeschritten ist und ob sich bereits von den Grundzügen einer "Völkerrechtsverfassung" sprechen lässt. Die Teilnahme setzt den Besuch der Vorlesung Völkerrecht I (oder entsprechende Kenntnisse) voraus. Englische Sprachkenntnisse dürften für die Auswertung der einschlägigen Literatur unerlässlich sein...
Viel zu erklären gibt es zu dieser Veranstaltung wohl nicht: Der examensrelevante Stoff des Völkerrechts soll im Rahmen des Repetitoriums wiederholt werden. Das Lösen großer wie kleiner völkerrechtlicher Fälle wird geübt; durch kleinere Referate (freiwillig!) soll die eigenständige Wiederholung des Stoffes gefördert werden. Gegen Ende der Veranstaltung besteht die Möglichkeit zur Simulation einer mündlichen Examensprüfung.
Für Richtigkeit und Vollständigkeit kann nicht garantiert werden. Die Daten geben regelmäßig den Stand vorm Beginn des Semesters wieder. Die Benutzung der Daten geschieht auf eigene Gefahr. |
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