Logo FU Berlin
Logo FU-Nachrichten
 
TitelAktuellSeite DreiInnenansichtenDahlem DigitalWissenschaftLeuteStudierendeDie Letzte
FU-Nachrichten HomeVolltextsucheLeserbrief schreiben...ImpressumPressestelle der FU

   

[Diebe an der FU]

Felicitas von Aretin

[Foto]

Computerklau an der FU:
Die Polizei hält Ausschau nach Verdächtigen

Foto: Paul Glaser

Um halb acht klingelt es. Ein Labormitarbeiter, der noch bis in die Abendstunden an seinem Projekt arbeitet, geht zur Tür, macht das Licht an und sieht zwei Autos mit aufheulendem Motor in der Ferne verschwinden. „Ein typischer Fall”, meint Hellmut-Johannes Lange, Leiter des Rechtsamts der Freien Universität, der im Moment wieder eine Reihe von Diebstählen in Gebäuden der FU zu verzeichnen hat. „Dies ist in der dunklen Jahreszeit nichts Besonderes”, fügt er hinzu, denn Diebesbanden liebten schon immer das Dunkle, um ungesehen an das Werk zu gehen.

Eingebrochen wurde in den vergangenen Wochen unter anderem bei der ZE Studienberatung, dem Institut für Tierernährung und bei den Erziehungswissenschaftlern. Das Muster ist immer gleich: Mal wird ein Zaun durchschnitten, ein Lampe umgeworfen, mal eine Tür aus dem Rahmen gerissen. „Früher kamen die Diebe durch die Tür, heute durchs Kellerfenster”, erzählt eine langjährige Mitarbeiterin im Fachbereich Erziehungswissenschaften und Psychologie. Nur ihr alter Drucker stünde noch hier. Ansonsten haben die Diebe alle Computer mitgehen lassen. Im Institut für Tierernährung wurden die Computer aus einer Versuchsanlage montiert. Auch in der Studienberatung waren die Diebe vor allem an Computern interessiert. „Gehen Sie doch zur ComBär Computermesse, da finden Sie die Computer wieder”, habe die Polizei ihm geraten, erzählt Hans-Werner Rückert von der Studienberatung. Und tatsächlich: Mehrere Mitarbeiter konnten auf der Computermesse die Geräte identifizieren. Einige Tatverdächtige nahm die Polizei fest. Sicherheitshalber aber hat die Studienberatung eine Alarmanlage eingebaut.

„Das müssen fachmännische Diebe gewesen sein”, wertet der Verwaltungsleiter der Veterinärmedizin, Hans-Dieter Platow, die Einbrüche. Andernorts verschwinden Videokameras oder kleine Barbeträge aus Schreibtischschubladen. „Die Diebe sind ungewöhnlich geschickt”, meint die Mitarbeiterin der Erziehungswissenschaftler, häufig kämen sie am Vortag vorbei, schauten sich im Institut um. Eine Kollegin geht deshalb heute nachmittag zur Polizei, um sich dort die Verbrecherkartei durchzusehen.

Auch wenn die Kriminalpolizei Gebäude als gesichert bezeichnet, rät das Rechtsamt zu größerer Vorsicht. „Auffällige Beobachtungen sollten am besten gleich der Polizei gemeldet werden”, sagt Lange. Und: Der Letzte macht nicht nur das Licht in einem Gebäude aus, sondern muss sich auch versichern, ob niemand mehr darin ist, damit er abschließen kann. Denn, so Lange, bei nachgewiesener grober Fahrlässigkeit kann die Universität den Mitarbeiter, die Mitarbeiterin in Regress nehmen, und das will ja nun wirklich niemand.

 
 
Nach oben...