Ein Jura-Absolvent aus Tansania

"Das Heimweh war immer groß"


Als Kabudi 1989 in die Bundesrepublik kam, wußte er wenig über das Land. Innerhalb von sechs Monaten lernte er die fremde Sprache und studierte dann die Grundlagen des deutschen Rechtssystems. Kabudi redet ungern über "die Probleme mit den Behörden", w enngleich er manchmal sogar daran gedacht hat, alles hinzuschmeißen. Ohne die Unterstützung durch Kunig und verschiedene Assistenten hätte er wohl seine Koffer vorzeitig gepackt. Nun wartet er damit noch bis Jahresende, wenn auch seine Frau ihre Dissertat ion an der Humboldt Universität abgeschlossen haben wird. Und obwohl er die Zeit in Berlin nicht missen möchte, kann er die Vorfreude auf die Rückkehr kaum verbergen. "Das Heimweh war immer groß", gesteht er denn auch .

Zurück in Tansania wird er als Dozent an der University of Dar es Salaam und für weitere Rechtsreformen in seinem Heimatland arbeiten. Aus der Bundesrepublik bringt er nicht nur das "Verständnis für das Funktionieren einer stabilen Demokratie" mit nach Hause, sondern auch die Liebe zur klassischen Musik. Kein Wunder, sind es doch von Kabudis Lieblingsplatz, der Stabi, zur Philharmonie nur wenige Schritte.

Holger Heimann


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