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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2005/06

(WS 2002/03) (SoSe 2003) (WS 2003/04) (SoSe 2004) (SoSe 2005)

 

 

12 101- S - Bildung und Erziehung

Mo 10.00-12.00
Habelschwerdter Allee 45, JK 25/130
(17.10.)

Bei diesem Seminar handelt es sich um eine grundlegende Veranstaltung zur Einführung in die wichtigsten
erziehungs- und bildungstheoretischen Konzepte, die die Lektüre von exemplarischen Texten mit der Rekon-struktion
der Problemlagen und Bedingungen von Erziehungs- und Bildungsverhältnissen in der modernen
Gesellschaft verbindet. Ziel ist es:
a) zeittypische pädagogische Denkfiguren zu identifizieren und
b) die impliziten Rückgriffe auf klassische Theorietraditionen in aktuellen bildungs- und erziehungs-
theoretischen Debatten deutlich zu machen.
Gearbeitet wird mit den "Pädagogischen Grundbegriffen" und dem Reader "Erziehungs- und Bildungstheo-rien"
(einer kommentierten Textsammlung).


Lit.:
Baumgart, Franzjörg (Hg.): Erziehungs- und Bildungstheorien. Erläuterungen, Texte, Arbeitsaufgaben. Bad
Heilbrunn 2001.
Lenzen, Dieter (Hg.): Pädagogische Grundbegriffe, Bd. 1/Bd. 2, 6. Aufl., Reinbek 2001.


12 325 - HS - Wissensmanagement und Evaluation in Organisationen der Professionals

Di 14-tägl. 18.00-21.00
Habelschwerdter Allee 45, JK 25/132
(18.10.)

Vor dem Hintergrund neuerer organisationssoziologischer und professionssoziologischer Theorien wird die
These entwickelt, dass professionelles Wissensmanagement der entscheidende Ansatzpunkt für Qualitätssicherung
in pädagogischen Organisationen ist. Es sollen Evaluationsinstrumente vorgestellt und ggf. konstruiert
werden, die Druckpunkte der Qualitätssicherung durch Wissensmanagement fokussieren und damit
Daten für Entwicklungsvorhaben in pädagogischen Organisationen bieten.


12 145 - PS - Kulturkritik und Bildungsmission

Di 12.00-14.00 Habelschwerdter Allee 45, JK 26/201
(18.10.)

Ausgangspunkt des Seminars ist die Rekonstruktion der kulturkritischen Haltung, mit der große Teile des deutschen Bildungsbürgertums um 1900 in der Auseinandersetzung mit den Modernisierungsfolgen ihr Selbstverständnis definierten. Bildung war der positive Bezugspunkt, der vor dem Hintergrund der kulturkritischen Klagen eine missionarische Leuchtkraft gewann. Die großen pädagogischen Debatten um eine psychologische Fundierung der pädagogischen Intervention um die Modernisierung des Kanons und um die Professionalisierung der Lehrer müssen auch vor dem Hintergrund sozialgeschichtlicher Verwerfungen interpretiert werden. Diese Debatten werden der zentrale Gegenstand
des Seminars sein. Quellen - wie die Protokolle der großen Schulkonferenzen seit 1890, Debatten in zentralen Lehrerzeitschriften und programmatische Entwürfe - werden Gegenstand der Analyse sein. Die Bereitschaft zum intensiven Quellenstudium wird vorausgesetzt!

 

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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2005

12104 V - Konzepte von Bildung und Erziehung I
Felicitas Thiel und Yvonne Ehrenspeck

Mo 12.00-14.00
JK 25/130
(11.04.)



12336 OS - Definition und Begründung von Qualitätskriterien in der Evaluation von Bildungs- und Erziehungsprozessen

Felicitas Thiel

Di 18.00-20.00
KL 23/140 (12.4.)

Im Seminar soll die - teilweise sehr kontroverse - Debatte um die bildungs- bzw. lerntheoretische Begründung von Qualitätskriterien und entsprechender Verfahren ihrer Definition und Operationalisierung aufgearbeitet werden.
Im Rahmen aktueller Evaluationsprojekte (Schulevaluation, Medienevaluation) bzw. eigenen Forschungsvorhaben erhalten die Studierenden die Möglichkeit, Begründung, Definition und Operationalisierung im Spannungsfeld von Aufraggebern (z.B. Politik, Verwaltung, Wirtschaft ...), Evaluierten (z.B. Lehrer, Schüler, Schulleiter ...) und Wissenschaft selbst zu erproben.


12125 PS - Reformpädagogische Erziehungs-, Bildungs- und Unterrichtskonzepte

Felicitas Thiel

Di 12.00-14.00
JK 25/130 (12.4.)

Die bis heute populären Grundbegriffe der an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert entstandenen reformpädagogischen Konzepte (Erziehung vom Kinde aus, Pädagogik des Wachsenlassens, Erziehung durch Gemeinschaft, Arbeitsschule, Lebensschule ...) werden in ihrem historischen Entstehungskontext analysiert und auf gesellschaftliche Modernisierungsprozesse und Ausdifferenzierungsbewegungen des Bildungssystems bezogen.

 

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Sommersemester 2004

 

12142 PS - Voraussetzungen und Bedingungen pädagogischer Professionalität
Felicitas Thiel

Fr 14.00-17.00
K 23/27
(16.4.)

(begleitend zur Vorlesung: Philosophie der Erziehung "Erziehungswissenschaftliche Reflexion und pädagogische Praxis")
Im Anschluss an die Vorlesung sollen Bedingungen und Voraussetzungen pädagogischer Professionalität aus soziologischer und psychologischer Perspektive erarbeitet werden: etwa Probleme des Technologiedefizits, der pädagogischen Kasuistik, die besondere Form des klinischen und dogmatischen Wissens oder Fragen des professionellen Ethos.
Besonderes Gewicht wird der Frage eingeräumt, wie die pädagogische Kernkompetenz für unterschiedliche pädagogische Berufe definiert werden kann.
Das Seminar findet im Format des Problem-based-Learning statt. Dieses didaktische Arrangement ist durch die Verwendung von "Problemen" als Lernanker gekennzeichnet. Ausgehend von diesen Problemen erschließen sich die Lernenden in kooperativen Arbeitsformen die entsprechenden Inhalte.
Für dieses Seminar ist eine telef. Anmeldung unbedingt erforderlich, im Sekratariat - Frau Bösche - unter Tel.-Nr. 838-55295.


12201 HS - Bildungssemantik und Bildungssystem

Felicitas Thiel

Di 12.00-14.00
KL 26/130 (13.4.)

Vor dem Hintergrund der Ausdifferenzierung des Bildungssystems werden zentrale bildungs- und erziehungstheoretische Texte diskutiert. Im Zentrum steht die deutsche Modernisierungsgeschichte im Zeitraum von 1780 bis 1933. Methodische Grundlagen sind Ansätze der Begriffsgeschichte und systemtheoretische Ansätze zu Semantik und Gesellschaftsstruktur.


12303 HS - Forschungsseminar: Modelle und Methoden erziehungswissenschaftlicher Evaluationsforschung

Felicitas Thiel

Di 18.00-21.00
K 23/27 (13.4.)

Dieses Forschungsseminar richtet sich an Studierende in höheren Semestern und setzt das im Wintersemester begonnene Forschungsseminar fort. Neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind willkommen.

Im Zusammenhang mit Qualitätssicherungsmaßnahmen im Bildungssystem spielt Evaluation eine entscheidende Rolle. In verschiedenen Schulgesetzen etwa ist die Verpflichtung zu interner und externer Evaluation bereits verankert.

Am Beispiel von Evaluationsprojekten aus den Bereichen Schule und Medien sollen Voraussetzungen und Modelle der Evaluationsforschung diskutiert und sowohl quantitative als auch qualitative Methoden vorgestellt und erprobt werden.

 

Wintersemester 2003/04:

12234 HS - Pädagogische Professionalität (Seminar im "Problem-based Learning"-Format)
Felicitas Thiel

Fr wö. 14.15-17.15
JK 25/132 (24.10.)


Ausgehend von einer sozialwissenschaftlichen Perspektive soll die spezifische Handlungsgrammatik der durch ein Technologiedefizit gekennzeichneten professionellen Arbeit herausgearbeitet werden. In einem weiteren Schritt steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich für verschiedene pädagogische Handlungsfelder die pädagogische Kernkompetenz definieren lässt und welche Paradoxien im Lehrerhandeln, in der Erwachsenenbildung und in der sozialpädagogischen Arbeit jeweils eingelagert sind. Auf der Basis einer Einführungsphase mit Vorträgen und Übungen wird das Seminar im didaktischen Setting des "Problem-based Learning" stattfinden. Diese durch die neuere Lehr-Lernforschung inspirierte Methode der Gestaltung einer Lernumgebung verwendet Probleme als Anker für den Wissenserwerb und hat sich im internationalen Hochschulbereich zunehmend etabliert. In kooperativen, selbstgesteuerten Arbeitsformen und nach dem Modell des "7-Jump" werden die Inhalte des Themengebietes "Pädagogische Professionalität" bearbeitet.


HS: Bildungs- und Kulturreformbewegungen in Deutschland um 1900 (2.2.1.2)
Felicitas Thiel

Di. 12-14 Uhr KL 24/122d

Vor dem Hintergrund einer breiten Kulturkritik formierten sich in Deutschland um 1900 verschiedene soziale Bewegungen, in deren Krisendiagnosen sich Kultur-, Lebensreform und Bildungsmotive überlagerten. Einig waren sich die modernisierungskritischen Bewegungen hinsichtlich einer grundsätzlichen Reformbedürftigkeit der Gesellschaft des Kaiserreichs, die – so die Hoffnung – die Erziehung des neuen Menschen zwingend erforderlich mache.

Im Seminar sollen diese pädagogischen Erneuerungshoffnungen am Beispiel verschiedener Bewegungen herausgearbeitet werden.

Literatur zur Einführung: Kerbs, Diethart u.a. (Hg.): Handbuch der deutschen Reformbewegungen 1880-1933. Wuppertal 1998


Forschungsseminar: Modelle und Methoden erziehungswissenschaftlicher Evaluationsforschung am Beispiel der Schulevaluation und der Evaluation von Medien (2.2.1.3.)
Felicitas Thiel

Di: 18-21 Uhr (21.10.2003)

 

Dieses Forschungsseminar richtet sich an Studierende in höheren Semestern.

Im Zusammenhang mit Qualitätssicherungsmaßnahmen im Bildungssystem spielt Evaluation eine entscheidende Rolle. In verschiedenen Schulgesetzen etwa ist die Verpflichtung zu interner und externer Evaluation bereits verankert.

Am Beispiel von Evaluationsprojekten aus den Bereichen Schule und Medien sollen Voraussetzungen und Modelle der Evaluationsforschung diskutiert und sowohl quantitative als auch qualitative Methoden vorgestellt und erprobt werden.


Sommersemester 2003

12012PS - Selbstgesteuertes Lernen
Felicitas Thiel

Fr wö. 14.00-18.00 25.04.-27.06.2003
K 23/11 (25.04)

Mit dem Begriff des selbstgesteuerten Lernens verbindet sich ein viel diskutierter Perspektivenwechsel in der Lehr-Lernforschung, nach dem Lernen vor allem als Prozess der aktiven Wissenskonstruktion der Lernenden verstanden wird. Auf der Basis des vorhandenen fachspezifischen Vorwissens erfolgt der Aufbau von Wissen und Können im komplexen Zusammenspiel von motivationalen und kognitiven Komponenten.
In der Didaktik wurden vor der Hintergrund der Theorien selbstgesteuerten Lernens inzwischen unterschiedliche Modelle zur Gestaltung von Lernumgebungen entwickelt. Problem-based learning ist ein Ansatz, der vor allem an Universitäten in den letzten Jahren Verbreitung findet.
In diesem Seminar wird beides zusammengebunden: Inhalt sind die motivationalen und kognitiven Voraussetzungen selbstgesteuerten Lernens. Das methodische Design des Seminars orientiert sich am Problem-based-learning (PBL). Die Studierenden werden hier mit "Problemen" konfrontiert, die als Lernanker für die Aneignung von Wissen zum selbstgesteuerten Lernen fungieren.
Die Veranstaltung wird vierstündig durchgeführt, die Zahl der Sitzungen verkürzt sich entsprechend auf acht.
Die regelmäßige Anwesenheit und die aktive Mitarbeit sind unabdingbare Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar!!
Interessenten sollten sich bitte im Sekretariat des Arbeitsbereichs Philosophie der Erziehung (Frau Bösche, Tel. 83855295) anmelden.


12214 HS - Bewegungsprotest, Risikokommunikation und pädagogische Interventionen
Felicitas Thiel


Di wö. 12.00-14.00

JK 25/138
(15.04)

Die neuere systemtheoretisch inspirierte Bewegungsforschung sieht eine spezifische Funktion neuer sozialer Bewegungen in der Kommunikation von Risiken, die ausdifferenzierte Funktionssysteme zwar (mit-)produzieren, aufgrund ihrer operationalen Schließung selbst aber gar nicht wahrzunehmen imstande sind.
Diese Bewegungen sind oft begleitet von pädagogischen Initiativen oder Reformprojekten. Vor dem Hintergrund theoretischer, historischer und empirischer Studien zu neuen sozialen Bewegungen sollen Motive und Auslöser für die Pädagogisierung von Bewegungsprotest rekonstruiert werden.


WS 2002/03

12007 PS - Selbstgesteuertes Lernen als
Gegenstand der Lehr-Lern-Forschung (Seminar im "Problem-based learning-Format)

Fr, wö. 14.00-17.45
K 23/27 (25.10)



Seminarleitung:
Dr. Felicitas Thiel:
Tel. Di/Fr: 83875423,
Tel. priv.: 78913875
fthiel@zedat.fu-berlin.de

Diemut Ophardt
:
Tel. Di/Fr.: 83875418,
Tel. priv.: 3136870
ophardt@zedat.fu-berlin.de

Mit dem Begriff des selbstgesteuerten Lernens verbindet sich ein viel diskutierter Perspektivwechsel in der Lehr-Lern-Forschung. Lernen ist demnach vor allem als Prozess der aktiven, von außen nur bedingt steuerbaren Wissenskonstruktion der Lernenden zu verstehen, bei dem auf der Basis des vorhandenen fachspezifischen Vorwissens ein komplexes Zusammenspiel von motivationalen und kognitiven Komponenten dem Aufbau von Wissen zugrunde liegt.
Ausgehend von diesen Annahmen wurden in der pädagogischen Praxis inzwischen verschiedene didaktische Modelle zur Gestaltung von Lernumgebungen entwickelt und erprobt. Problem-based learning (PBL) ist ein Ansatz, der vor allem im Hochschulbereich seit einigen Jahren zunehmend Verbreitung findet: Die Lernenden arbeiten gemeinsam und im Selbststudium an speziell für den Gegenstandsbereich und das Seminar zugeschnittenen "Problemen" nach einem bestimmten didaktischen Modell ("7-Jump"). Das vorliegende Seminar fokussiert diese beiden Schwerpunkte: Zum einen wird in die aktuelle Debatte um den Begriff des selbstgesteuerten Lernens eingeführt, und es werden zwei Komponenten (Lernmotivation und Lernstrategien) vorgestellt. Zum anderen werden die SeminarteilnehmerInnen mit praktischen Übungen auf die Methode des problem-based learning vorbereitet, so dass insgesamt vier Themen im klassischen PBL-Format erarbeitet werden. Insbesondere für diesen Seminarteil sind aktive Mitarbeit, verbindliche Vorbereitung und Teilnahme der TeilnehmerInnen eine wichtige Voraussetzung!

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© Arbeitsbereich Philosophie der Erziehung, FU Berlin, Stand: 24.03.2006