Der erste Vizepräsident zieht Bilanz

FU-Dozentinnen und FU-Dozenten sind auswärts sehr begehrt


In den letzten vier Jahren (1.1.1992-1.10.1995) haben nicht weniger als 140 Privatdozenten/innen und akademische Mitarbeiter /innen der Freien Universität, unter ihnen 26 Frauen, ihren ersten auswärtigen Ruf erhalten und angenommen. Mehr als die Hälfte von ihnen lehrt und forscht inzwischen an einer Universität der alten Bundesländer. Jede/r dritte hat eine Professur in den neuen Bundesländern inne. 13 der Neuberufenen sind im Ausland tätig.

Zwei Drittel der aus der Freien Universität hervorgegangenen Professorinnen und Professoren vertreten ein geistes- oder sozialwissenschaftliches Fach; hier ist auch der Anteil der Frauen mit über 20% am höchsten. Die Medizin stellt 20%, die Fächergruppe der Naturwissenschaften immerhin 15% der Neuberufenen. Die Berufenen stammen aus fast allen Fachbereichen und Zentralinstituten der Freien Universität. Zu den erfolgreichsten Fachbereichen zählen Humanmedizin (22 Rufe), Philosophie und Sozialwissenschaften I (20), ferner Wirtschaftswissenschaft (14), Erziehungswissenschaft, Psychologie und Sportwissenschaft (13) sowie Neuere Fremdsprachliche Philologien (10) und Physik (9), aus denen insgesamt zwei Drittel der nach auswärts berufenen Nachwuchswissenschaftler/innen kommen.

Fächergruppen Anzahl der Berufenen davon Frauen Bundesländer alt Bundesländer neu Ausland
Medizin 27(3) 5 (0) 14 (3) 8 (0) 2 (0)
Geistes- und Sozialwissenschaften 89 (32) 20 (4) 51 (14) 30 (16) 8 (1)
Naturwissenschaften 24 (10) 1 (1) 12 (6) 9 (5) 3 (0)
Summe 140 (45) 26 (5) 77 (23) 47 (21) 13 (1)
Bilanz der Berufungen an auswärtige Hochschulen von 1992 bis 1995: Die Angaben in Klammern beziehen sich auf die Professoren und Professorinnen. In der Fächergruppe Medizin sind nicht alle Rufe bekannt.

Diese eindrucksvollen Zahlen dokumentieren den anhaltenden Erfolg der Freien Universität in der Ausbildung, Förderung und Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Im gleichen Zeitraum folgten 40 Professoren und 5 Professorinnen der Freien Universität einem Ruf an eine auswärtige Universität, sei es in den alten (23), sei es in den neuen Bundesländern (21) oder im Ausland (1). 70% der Wegberufenen vertraten hier ein geistes- oder sozialwissenschaftliches Fach, gut 20% ein naturwissenschafliches, nur drei sind Mediziner. Den höchsten Anteil stellen die vier Fachbereiche Erziehungswissenschaft, Psychologie und Sportwissenschaft (6 Rufe), Politische Wissenschaft und Wirtschaftswissenschaft (je 5) sowie Germanistik (4). Auch aus jedem anderen Fachbereich wurde mindestens ein/e Hochschullehrer/in wegberufen. Nur in dreizehn Fällen konnte die Freie Universität Bleibeangebote machen, da die übrigen Rufe entweder auf höher dotierte (C4-) Professuren oder an Universitäten der neuen Bundesländer ergingen.

Die große Zahl von insgesamt 185 auswärtigen Rufen weitere 30 konnten durch erfolgreiche Bleibeverhandlungen abgewehrt werden , die Hochschullehrer und akademische Mitarbeiter der Freien Universität in den letzten vier Jahren erhielten, belegt den hohen Standard der Freien Universität in Forschung und Lehre und das Ansehen, das sie auswärts genießt.

Prof. Dr. Klaus Dietz

Erster Vizepräsident der FU Berlin


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