{"id":12073,"date":"2022-10-22T00:08:57","date_gmt":"2022-10-21T22:08:57","guid":{"rendered":"http:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/?p=12073"},"modified":"2022-10-22T00:08:57","modified_gmt":"2022-10-21T22:08:57","slug":"aufwachsen-zwischen-clankriminalitaet-und-idylle-das-leben-im-bezirk-der-vielen-nationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/?p=12073","title":{"rendered":"Aufwachsen zwischen Clankriminalit\u00e4t und Idylle: Das Leben im Bezirk der vielen Nationen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Es ist Sommer. Der warme Wind weht \u00fcber die Sonnenallee in Berlin Neuk\u00f6lln und l\u00e4sst den Asphalt der Stra\u00dfe glitzern. Hinter dem Sonnencenter befindet sich die High-Deck-Siedlung, eine Gemeinschaftssiedlung mit etwa 6000 BewohnerInnen. Die baulich-funktionale Trennung von Fu\u00dfg\u00e4ngerInnen und dem Autoverkehr erm\u00f6glicht eine hochgelagerte, begr\u00fcnte Fl\u00e4che, dem sogenannten High-Deck. In der Joseph-Schmidt-Stra\u00dfe, eine der Stra\u00dfen, die auf das High-Deck f\u00fchren, wohnt die 19-j\u00e4hrige Ebru mit ihrer Familie.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em>von Acelya T\u00fcney<\/em><\/p>\n<h3>Heimat Neuk\u00f6lln<\/h3>\n<p>\u201eIch lebe schon seit meiner Geburt hier und f\u00fchle mich sehr wohl\u201c sagt Ebru zu mir, als wir auf einer Parkbank neben dem Sonnencenter sitzen. Ihre ganze Kindheit verbindet sie mit diesem Ort. Der Ort, der durch seine hohe Zahl an Personen mit Migrationshintergrund bekannt ist. Allein in Neuk\u00f6lln leben 155 verschiedene Nationen zusammen. Das sind fast so viele Nationen, wie sie auf der ganzen Welt verteilt sind. \u201eHier leben zwar so viele unterschiedliche Nationen zusammen, aber sie haben keine Vorurteile gegen\u00fcber Moslems oder Christen, wie es in den Nachrichten dargestellt wird\u201c betont Ebru, w\u00e4hrend sie an ihrem Kratzeis spielt. \u201eDie Menschen hier sind alle sehr offen, was andere Kulturen und Nationalit\u00e4ten angeht.\u201c Nicht umsonst tr\u00e4gt Neuk\u00f6lln den Europapreis f\u00fcr das au\u00dfergew\u00f6hnliche Engagement zugunsten der europ\u00e4ischen Integration. Der interkulturelle, Multikulti-Bezirk, wie einige ihn nennen, zeichnet sich aber nicht nur durch seine Offenheit aus, vielmehr ist es ein Bezirk voller Leben. Egal ob die D\u00f6nerbude um die Ecke, dem Britzer Garten oder dem Schloss Britz \u2013 Neuk\u00f6llns Flair ist berlinweit bekannt.<\/p>\n<div id=\"attachment_12182\" style=\"width: 264px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-12182\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-12182\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/park-neben-dem-sonnencenter-e1664343653569-254x300.jpg?resize=254%2C300\" alt=\"\" width=\"254\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/park-neben-dem-sonnencenter-e1664343653569.jpg?resize=200%2C236&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/park-neben-dem-sonnencenter-e1664343653569.jpg?resize=254%2C300&amp;ssl=1 254w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/park-neben-dem-sonnencenter-e1664343653569.jpg?resize=400%2C472&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/park-neben-dem-sonnencenter-e1664343653569.jpg?resize=600%2C709&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/park-neben-dem-sonnencenter-e1664343653569.jpg?resize=800%2C945&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/park-neben-dem-sonnencenter-e1664343653569.jpg?fit=856%2C1011&amp;ssl=1 856w\" sizes=\"(max-width: 254px) 100vw, 254px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-12182\" class=\"wp-caption-text\">Neben dem Sonnencenter befindet sich ein kleiner Parkbereich, umgeben von gr\u00fcnen B\u00e4umen. | Foto: Acelya T\u00fcney<\/p><\/div>\n<h3>Angstbezirk Neuk\u00f6lln<\/h3>\n<p>\u201eFr\u00fcher habe ich mich hier wohler gef\u00fchlt, je \u00e4lter ich werde, desto unsicherer f\u00fchle ich mich manchmal\u201c offenbart Ebru, wobei sie einen Tropfen Wasser von ihrer Hose wischt. \u201eManchmal sind die Blicke von den Jugendlichen komisch und man f\u00fchlt sich dann als Frau sehr unwohl.\u201c Vor allem die Gegend vom Herrmannplatz zum S-K\u00f6llnische Heide versucht sie m\u00f6glichst zu vermeiden. \u201eIch fahre dann meistens mit dem Auto durch die Sonnenallee runter zum Herrmannplatz, da bin ich auch froh, endlich einen F\u00fchrerschein zu haben.\u201c Trotzdem betont sie, dass sie sich rund um die High-Deck-Siedlung wohlf\u00fchlt. \u201eIch hatte letztens erst ein Gespr\u00e4ch mit den M\u00e4dels aus meiner Klasse, die aus Brandenburg kommen. Die denken alle gef\u00e4hrlich \u00fcber Neuk\u00f6lln, aber das kommt auf die bestimmten Gegenden an. Hier wo ich wohne, ist es nicht so schlimm\u201c.<\/p>\n<h3>\u201eIch hatte danach jeden Tag Angst, dort zu arbeiten\u201c<\/h3>\n<p>Im Februar 2021 ging Ebru wie gew\u00f6hnlich zur Arbeit, ohne davon zu ahnen, dass sp\u00e4ter ein \u00dcberfall stattfinden w\u00fcrde. Sie arbeitete zu der Zeit in einem Supermarkt im Sonnencenter, direkt bei sich um die Ecke. \u201eIch war hinten im B\u00fcro mit meinen KollegInnen und habe die Kassen gez\u00e4hlt, als am Eingang die Schiebet\u00fcren des Ladens aufgebrochen wurden\u201c erz\u00e4hlt Ebru angespannt, als w\u00fcrde sie den Vorfall nochmals erleben. Sie berichtet, dass die Einbrecher zwei junge M\u00e4nner gewesen waren und sich durch den Laden bis zum B\u00fcro Zugang verschafften. \u201eDer eine hatte eine Machete in der Hand und der andere ein gro\u00dfes Pfefferspray\u201c. \u201cH\u00e4nde hoch auf den Boden\u201c schrien die T\u00e4ter, woraufhin Ebru und ihre KollegInnen den Anweisungen nachkamen, da sie Angst hatten, verletzt zu werden. Anschlie\u00dfend nahmen sie eine Kasse, sowie 8000\u20ac Bargeld mit und spr\u00fchten das ganze B\u00fcro voller Pfefferspray. \u201eWir konnten am Ende nicht mehr atmen\u201c sagte Ebru und betonte \u201ees waren zwei \u00e4ltere Personen mit im B\u00fcro und denen ging es danach sehr schlecht\u201c. Die T\u00e4ter fl\u00fcchteten w\u00e4hrenddessen wieder aus dem Laden und verschwanden, als w\u00e4re nichts gewesen. \u201eHier in der Umgebung gibt es viele Verstecke, wo man schnell verschwinden kann vor der Polizei. Das ist der Nachteil von hier\u201c, \u00e4u\u00dfert Ebru, derweil sie mir den Eingangsbereich des Supermarkts zeigt. In ihrer Stimme erkennt man Verzweiflung und Wut, die dabei zum Ausdruck kommt. \u201eIch hatte danach jeden Tag Angst, dort zu arbeiten\u201c bekennt Ebru und erz\u00e4hlt mir, dass sie im Sommer ihre K\u00fcndigung einreichte.<\/p>\n<div id=\"attachment_12181\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-12181\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-12181\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/supermarkt-eingang-225x300.jpg?resize=225%2C300\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/supermarkt-eingang.jpg?resize=200%2C267&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/supermarkt-eingang.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/supermarkt-eingang.jpg?resize=400%2C533&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/supermarkt-eingang.jpg?resize=600%2C800&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/supermarkt-eingang.jpg?fit=768%2C1024&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-12181\" class=\"wp-caption-text\">Der Eingangsbereich des Supermarkts, an dem der \u00dcberfall passierte | Bild: Acelya T\u00fcney<\/p><\/div>\n<h3>Versagen der Polizei<\/h3>\n<p>Einer der gefl\u00fcchteten T\u00e4ter war Ebru bekannt. Sie erz\u00e4hlte der Polizei den Namen und gab somit seine Identit\u00e4t preis. \u201eSie glaubten mir einfach nicht\u201c, sagte Ebru traurig. Obwohl sie den BeamtInnen ein vielleicht entscheidendes Indiz \u00fcbergab, wurde ihre Aussage nicht akzeptiert. Den Grund wei\u00df sie bis heute nicht. \u201eIch habe mehrmals versucht mich zu erkl\u00e4ren und den Vorfall geschildert, aber ich wurde nicht ernst genommen.\u201c Auch beteuert sie, dass der Vorfall bereits geplant war und sogar die Security mit involviert war. \u201eDer Chef von der Bande ist der Security-Mann von dem Laden direkt nebenan gewesen, da er genau wusste, wann wer wo arbeitet.\u201c Somit fiel es den T\u00e4tern nicht schwer, den \u00dcberfall genaustens zu planen und zu vollstrecken. Immer noch sind die T\u00e4ter auf der Flucht. \u201eIch habe mehrmals gesagt, wer der eine T\u00e4ter ist, aber wenn sie mir nicht zuh\u00f6ren, dann ist das deren Pech\u201c gibt Ebru sp\u00f6ttisch von sich.<\/p>\n<h3>Vorurteile gerechtfertigt?<\/h3>\n<div id=\"attachment_12183\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-12183\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-12183\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/sonnenallee-mit-wohnkomplex.jpg?resize=225%2C300\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/sonnenallee-mit-wohnkomplex.jpg?resize=200%2C267&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/sonnenallee-mit-wohnkomplex.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/sonnenallee-mit-wohnkomplex.jpg?resize=400%2C533&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/sonnenallee-mit-wohnkomplex.jpg?resize=600%2C800&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/sonnenallee-mit-wohnkomplex.jpg?fit=768%2C1024&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-12183\" class=\"wp-caption-text\">Die Sonnenallee mit einem gro\u00dfen Wohnkomplex. An der Hauswand ist ein Schild zu erkennen, dass links auf das Sonnencenter verweist. | Foto: Acelya T\u00fcney<\/p><\/div>\n<p>\u201eEs gibt auch in anderen Bezirken \u00dcberfalle. Man kann sich jetzt nicht nur auf Neuk\u00f6lln fixieren\u201c sagt Ebru selbstbewusst. \u201eEs leben hier halt viele Clanfamilien und die Medien heben das so stark hervor, dass viele deshalb direkt Vorurteile bilden\u201c. Laut Statista wurden f\u00fcr das Jahr 2020 etwa 42.870 Straftaten in Neuk\u00f6lln registriert, jedoch gab es fast doppelt so viele F\u00e4lle in Berlin Mitte. \u201eEinerseits verstehe ich die Vorurteile der Menschen, weil hier in dem Bezirk so oft etwas passiert und man viel mitbekommt, aber andererseits kann genauso etwas in anderen Stadtbezirken passieren.\u201c Als wir mit Ebru die Sonnenallee Richtung S-K\u00f6llnische Heide runterlaufen, treffen wir den 82-j\u00e4hrigen Herrn Linn. Ich frage ihn, wieso Neuk\u00f6lln seiner Meinung nach einen schlechten Ruf hat. \u201eNeuk\u00f6lln war ja immer ein Arbeiterbezirk und hier war Armut schon immer vorhanden. Durch den Wandel kamen auch immer mehr arabisch- und t\u00fcrkischst\u00e4mmige Familien her und damit verbunden viele Kinder und das stellt ein Problem dar\u201c erz\u00e4hlt er uns, w\u00e4hrend er sich an einer Laterne festh\u00e4lt, da er eine Gangst\u00f6rung hat. \u201eIch komme urspr\u00fcnglich aus D\u00fcsseldorf, aber lebe mittlerweile seit \u00fcber 50 Jahren in Berlin und denke nicht negativ \u00fcber Neuk\u00f6lln.\u201c Er f\u00e4hrt fort: \u201eEs mag sein, dass der schlechte Ruf daherkommt, weil hier so viele Ausl\u00e4nder leben, aber es ist eben eine Entwicklung, die muss man mitmachen und ich finde die Menschen hier sehr nett.\u201c Auch die 18-j\u00e4hrige Anise ist der Meinung, dass man nur schlechtes \u00fcber Neuk\u00f6lln zu h\u00f6ren bekommt. \u201eJa da leben ja so viele Ausl\u00e4nder, da gibt es immer Schl\u00e4gereien, da ist es so laut und da passiert immer etwas\u201c. Sie wohnt erst seit kurzem in Neuk\u00f6lln, davor hat sie in Charlottenburg gelebt. \u201eEs ist ganz okay hier\u201c sagt sie zu mir, auch wenn sie ihren alten Bezirk vermisst.<\/p>\n<div id=\"attachment_12184\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-12184\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-12184\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/strassenschild.jpg?resize=225%2C300\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/strassenschild.jpg?resize=200%2C267&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/strassenschild.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/strassenschild.jpg?resize=400%2C533&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/strassenschild.jpg?resize=600%2C800&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/strassenschild.jpg?fit=768%2C1024&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-12184\" class=\"wp-caption-text\">Die Kreuzung Sonnenalle Ecke Josep-Schmidt-Stra\u00dfe | Foto: Acelya T\u00fcney<\/p><\/div>\n<h3>Einmal Neuk\u00f6llner, immer Neuk\u00f6llner!<\/h3>\n<p>Neuk\u00f6lln ist zwar ein Bezirk, in dem immer was los ist, aber woanders leben w\u00fcrde Ebru nicht gerne. \u201eEs gibt zwar Zeiten, wo ich sage, ich will hier nicht mehr leben, aber mir gef\u00e4llt es in Neuk\u00f6lln, weil ich auch hier gro\u00df geworden bin.\u201c Ihr w\u00fcrde es schwerfallen, in einem anderen Bezirk zu leben, da sie sich bestens in ihrer Gegend auskennt und ihr jeder Winkel bekannt ist. \u201eNach einer Zeit interessieren mich die Blicke von den anderen Personen auch nicht mehr, ich versuche sie dann meistens einfach zu ignorieren\u201c bezieht sich Ebru nochmals auf die Situation rund um den Sonnenkiez. Alles was mit ihrer Kindheit zu tun hat, verbindet sie mit dem Bezirk und vor allem mit dem High-Deck, wo sie als kleines M\u00e4dchen gerne mit ihren FreundInnen gespielt hat.<\/p>\n<hr>\n<p><span style=\"color: #003366;\"><strong> <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-12080\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/acelya-tueney-e1661004991667-150x150.jpeg?resize=150%2C150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/acelya-tueney-e1661004991667.jpeg?resize=66%2C66&amp;ssl=1 66w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/acelya-tueney-e1661004991667.jpeg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/acelya-tueney-e1661004991667.jpeg?resize=200%2C200&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/acelya-tueney-e1661004991667.jpeg?fit=240%2C240&amp;ssl=1 240w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" data-recalc-dims=\"1\" \/>Acelya T\u00fcney<\/strong>&nbsp;studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universit\u00e4t in Berlin. Ihre Leidenschaft zum Schreiben hatte sie schon ihr ganzes Leben. Bereits im Kindergarten erz\u00e4hlte sie ihre Geschichten anhand von selbstgemalten Bildern.<\/span><\/p>\n<hr>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist Sommer. Der warme Wind weht \u00fcber die Sonnenallee in Berlin Neuk\u00f6lln und l\u00e4sst den Asphalt der Stra\u00dfe glitzern. Hinter dem Sonnencenter befindet sich die High-Deck-Siedlung, eine Gemeinschaftssiedlung mit etwa 6000 BewohnerInnen. Die baulich-funktionale Trennung von Fu\u00dfg\u00e4ngerInnen und dem Autoverkehr erm\u00f6glicht eine hochgelagerte, begr\u00fcnte Fl\u00e4che, dem sogenannten High-Deck. 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