{"id":12018,"date":"2022-10-21T23:58:13","date_gmt":"2022-10-21T21:58:13","guid":{"rendered":"http:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/?p=12018"},"modified":"2022-10-21T23:58:13","modified_gmt":"2022-10-21T21:58:13","slug":"jung-erfolgreich-gefluechtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/?p=12018","title":{"rendered":"Jung, erfolgreich, gefl\u00fcchtet"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mit 15 Jahren kam Huda Abdul Razzak nach Deutschland. Jetzt ist sie 22, hat \u00fcber 90.000 Instagram-Follower, betreibt drei erfolgreiche Unternehmen, studiert Wirtschaftsrecht \u2013 und ist noch lange nicht am Ziel.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em>von Lukas Seel<\/em><\/p>\n<h3>Immer gro\u00df getr\u00e4umt<\/h3>\n<p>Neun Jahre alt war Huda, als sie sich zum ersten Mal ein gro\u00dfes Ziel setzte: \u201eMeine Eltern hatte eine Freundin, die Ingenieurin war. Wenn es in unserer Nachbarschaft ein Problem gab, rief man sie an. Dann verschwand das Problem.\u201c, erinnert sie sich. \u201eAlso beschloss ich, auch Ingenieurin zu werden.\u201c Das war in Jarmuk, einem \u00fcberwiegend von pal\u00e4stinensischen Gefl\u00fcchteten bewohntem Bezirk von Damaskus. Wenige Jahre sp\u00e4ter hatte sich die politische Lage in Syrien so weit zugespitzt, dass ihre Eltern 2011 beschlossen, mit ihr und ihrem \u00e4lteren Bruder Khaled nach Sidon im Libanon zu ziehen.<\/p>\n<p>Zwar hatte Hudas Familie in Syrien keine Staatsb\u00fcrgerschaft besessen, aber dennoch konnte ihr Vater Nidal dort seinen Beruf als Anwalt aus\u00fcben. Im Libanon hingegen erhielt er keine Zulassung. Stattdessen machte er seine Leidenschaft f\u00fcr Blumen zum Beruf und begann, als Florist zu arbeiten. Als sich 2015 \u00fcber einen Onkel die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnete, in Deutschland ein neues Leben zu beginnen, z\u00f6gerte die Familie nicht lang.<\/p>\n<h3>Neubeginn in Deutschland<\/h3>\n<p>\u201eZwei Monate haben wir bei meinem Onkel in Neuk\u00f6lln gewohnt.\u201c, erz\u00e4hlt Huda. \u201eGanz am Anfang war meine Erwartung von Deutschland, dass sich unser Leben hier schlagartig ver\u00e4ndern wird. Ich dachte sogar, wir w\u00fcrden hier ein Haus bekommen, ein Auto \u2013 und Geld!\u201c, lacht sie. Stattdessen ging es vom Onkel zun\u00e4chst in eine bescheidene Wohnung in Marienfelde. Wie schon im Libanon zeigten sich auch die deutschen Beh\u00f6rden unbeeindruckt von den Qualifikationen des Vaters. Deshalb versuchte Huda, die innerhalb eines Jahres flie\u00dfend Deutsch lernte und bei den G\u00e4ngen zum Jobcenter f\u00fcr die Familie \u00fcbersetzte, dem Vater wenigstens Arbeit in einem B\u00fcro zu verschaffen. Die Angebote blieben aber immer die gleichen: Aushilfsjobs, zumeist bei Zulieferern wie DHL.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit ihrem Bruder schaffte Huda schnell den \u00dcbergang von einer \u201eWillkommens\u201c- in die Regelklasse der Johanna-Eck Schule-Schule in Sch\u00f6neberg. Es war um diese Zeit, dass der Traumberuf Ingenieurin einem anderen wich: \u201eIch wollte Angela Merkel werden.\u201c, grinst Huda. So kam es auch, dass sie nach dem erfolgreichen MSA an ein Gymnasium wollte. Das Politikstudium war ihr Ziel, um sp\u00e4ter die deutsche Politik von ganz oben mitgestalten zu k\u00f6nnen. Daf\u00fcr wechselte sie an eine Schule in Marzahn. \u201eDas schlimmste Erlebnis meines Lebens.\u201c, wie sie es beschreibt.<\/p>\n<p>Von Beginn an wurde sie gemeinsam mit vier Mitsch\u00fclerinnen, die mit ihr auf die neue Schule gewechselt und ebenfalls neu in Deutschland waren, massiv gemobbt. Was mit \u201eIhr schafft das nie\u201c und \u201elernt erstmal richtig Deutsch\u201c begann, eskalierte in der Androhung k\u00f6rperlicher Gewalt. Am Ende schaltete eine Lehrerin die Polizei ein, nachdem sie die Nachrichten in einer WhatsApp-Gruppe gelesen hatte. Nach Ende des Schuljahres verlie\u00dfen alle f\u00fcnf die Schule und wechselten auf das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium, einer Schule mit traditionell hohem Anteil von Sch\u00fcler*innen mit Migrationshintergrund. Alle f\u00fcnf schafften das Abitur und studieren nun Medizin, Physik, Biologie, Wirtschaftsingenieurwesen und in Hudas Fall Wirtschaftsrecht \u2013 obwohl sie sich noch nicht sicher ist, ob es dabei bleiben wird. Business Management war ihr eigentliches Wunschfach, aber sie verpasste eine Bewerbungsfrist. Das ist kaum verwunderlich, denn mittlerweile betreibt Huda mit 22 Jahren drei erfolgreiche Unternehmen und unterh\u00e4lt einen Instagram-Account, auf dem ihr \u00fcber 90.000 Menschen folgen. 90 Prozent davon sind Frauen zwischen 18 und 24 Jahren, die ebenfalls aus arabischen L\u00e4ndern nach Deutschland gezogen sind.<\/p>\n<div id=\"attachment_12021\" style=\"width: 604px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-12021\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-12021 \" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-mit-vater-mutter-und-bruder.jpeg?resize=594%2C445\" alt=\"\" width=\"594\" height=\"445\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-mit-vater-mutter-und-bruder.jpeg?resize=200%2C150&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-mit-vater-mutter-und-bruder.jpeg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-mit-vater-mutter-und-bruder.jpeg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-mit-vater-mutter-und-bruder.jpeg?resize=600%2C450&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-mit-vater-mutter-und-bruder.jpeg?resize=800%2C600&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-mit-vater-mutter-und-bruder.jpeg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-mit-vater-mutter-und-bruder.jpeg?resize=1200%2C900&amp;ssl=1 1200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-mit-vater-mutter-und-bruder.jpeg?w=2200 2200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-mit-vater-mutter-und-bruder.jpeg?w=3300 3300w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-mit-vater-mutter-und-bruder.jpeg?fit=4032%2C3024&amp;ssl=1 4032w\" sizes=\"(max-width: 594px) 100vw, 594px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-12021\" class=\"wp-caption-text\">Huda mit Mutter Maha, Bruder Khaled und Vater Nidal bei Khaleds Abitursverleihung | Foto:&nbsp;Huda Abdul Razzak<\/p><\/div>\n<h3>Influencerin statt Kanzlerin<\/h3>\n<p>Schon mit 17 hatte Huda angefangen, w\u00e4hrend der Schulferien zu arbeiten \u2013 mit dem Ziel, von dem Ersparten auf Reisen zu gehen. Als sie das Einkommen dem Jobcenter anzeigte, erfuhr sie zu ihrem Entsetzen, dass sie die gr\u00f6\u00dften Teile ihre Verdienste nicht behalten durfte. \u201eIch war so traurig, ich habe einfach nur geweint.\u201c, sagt Huda. \u201eMeine ganzen Ferien hatte ich geopfert, und dann durfte ich das Geld nicht behalten.\u201c Neben der Schulzeit begann sie einen Job in einer Shisha-Bar, wo sie unter der Hand f\u00fcr f\u00fcnf Euro pro Stunde arbeitete. Die Schule ging bis 15 Uhr, ihre Schicht von 17 bis 23 Uhr und manchmal bis Mitternacht. Auf dem Weg direkt von der Schule zur Arbeit und nach Hause erledigte sie ihre Hausaufgaben. Um diese Zeit wurden ihre politischen Ambitionen von einem neuen Ziel abgel\u00f6st: der Influencer-Welt von Social Media, YouTube und Instagram. Kurz darauf begann sie, eigene Inhalte zu produzieren und diese auf der Foto-Plattform zu posten.<\/p>\n<p>Vor allem \u00fcber ihre zug\u00e4ngliche Art \u2013 auch heute beantwortet sie noch jeden Tag hunderte von Nachrichten und organisiert Ausfl\u00fcge mit ihren Fans \u2013 und durch praktische Tipps baute sie sich langsam ein Publikum auf: von sch\u00f6nen Orten in Deutschland \u00fcber kleine Klamottenl\u00e4den bis hin zu Anleitungen, wie der Antrag auf die deutsche Staatsb\u00fcrgerschaft funktioniert oder man am besten g\u00fcnstige Flugtickets findet, versorgte Huda ihr Publikum mit einer Vielfalt von praktischen Hinweisen aller Art. In einem Beitrag erkl\u00e4rte sie sogar, wie man eine Gartenlaube pachtet. Manchmal begleitete sie wildfremde Menschen zu Amtsterminen. \u201eIch bin eine Art arabisches Google!\u201c, lacht sie. Denn viele dieser Informationen bleiben anderen Gefl\u00fcchteten zwischen dem Wirrwarr einer neuen Sprache und un\u00fcbersichtlichen Webseiten verborgen. \u201eIch wollte einfach etwas machen, das Menschen hilft, die neu in Deutschland angekommen wie ich.\u201c Ihr hatte damals niemand geholfen, umso wichtiger fand Huda es, ihr gesammeltes Wissen und die Ergebnisse ihrer Recherchen zu teilen.<\/p>\n<p>Viele ihrer Freunde waren skeptisch, hielten ihre Ideen f\u00fcr \u201eKindertr\u00e4ume\u201c. Aber das motivierte Huda nur. Ihre Familie hingegen unterst\u00fctzte sie bei dem Unterfangen von Anfang an, warf sich f\u00fcr Fotos in Pose oder half bei ihren Shoots aus. Umso stolzer sind ihre Eltern jetzt, wenn sie selbst ohne Huda im Schlepptau auf der Stra\u00dfe erkannt werden.<\/p>\n<p>Die letzte Motivation, mit Instagram endlich Geld zu verdienen, kam vom letzten Job, in dem Huda noch nicht ihr eigener Chef war: Nach einer kurzen Anstellung in einer B\u00e4ckerei, bei der ihr Vater w\u00e4hrend der ruhigen Sonntagsschichten vorbeikommen musste, um die M\u00e4use zu verscheuchen, fand sie sich im hinteren Teilen einer kleinen Eisdiele als Tellerw\u00e4scherin wieder. Nach neun Stunden, Huda konnte kaum noch stehen, dr\u00fcckte ihr der Besitzer 40 Euro in die Hand. Schon damals hatte sie \u00fcber Instagram f\u00fcr kleine lokale Unternehmen Werbung im Austausch f\u00fcr Produkte gemacht. Auf dem Nachhauseweg beschloss sie, ab jetzt Geld zu verlangen. Huda war 19.<\/p>\n<h3>Der Durchbruch<\/h3>\n<div id=\"attachment_12019\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-12019\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-12019\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-auf-instagram.jpeg?resize=200%2C300\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-auf-instagram.jpeg?resize=200%2C301&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-auf-instagram.jpeg?resize=400%2C601&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-auf-instagram.jpeg?resize=600%2C902&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-auf-instagram.jpeg?resize=681%2C1024&amp;ssl=1 681w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-auf-instagram.jpeg?resize=800%2C1202&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-auf-instagram.jpeg?resize=1200%2C1803&amp;ssl=1 1200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-auf-instagram.jpeg?w=2200 2200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/huda-auf-instagram.jpeg?fit=2683%2C4032&amp;ssl=1 2683w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-12019\" class=\"wp-caption-text\">Auf Instagram folgen Huda mittlerweile \u00fcber 90.000 Menschen. | Foto:&nbsp;Huda Abdul Razzak<\/p><\/div>\n<p>Von da an \u201ehat es einfach geklappt\u201c. F\u00fcr ihre erste bezahlte Werbung erhielt Huda 25 Euro, die zweite wurde mit 40 Euro entlohnt. Danach wurde es immer mehr. \u201eBald werde ich mit Instagram mehr verdienen als ein Arzt.\u201c, sagt Huda. Und daf\u00fcr muss sie sich nicht verstellen und antwortet nur sich selbst. \u201eIch mache das, was ich mag. Ich kenne meine Follower und habe eine starke Verbindung zu ihnen, wei\u00df genau, was sie m\u00f6gen. Und ich muss ihnen nichts vorspielen, ich bin einfach ich.\u201c Trotz Geld, das sie mittlerweile verdient, haben sich ihre Inhalte nicht besonders ver\u00e4ndert. Weiterhin verbringt sie viel Zeit mit der Recherche neuer Themen, vermittelt Wissen, beantwortet Nachfragen in den privaten Nachrichten.<\/p>\n<p>Selbst die Idee f\u00fcr ihr erstes Unternehmen entstand aus solch einer Erkundigung. Eine Frau aus Nordrhein-Westphalen fragte Huda Anfang 2020, ob sie wisse, wo sie eine Shisha kaufen k\u00f6nne. Huda witterte eine Marktl\u00fccke und gr\u00fcndete kurzerhand gemeinsam mit ihrem Bruder einen Versandhandel f\u00fcr Shishas. Die Bestellungen h\u00e4uften sich. Kurz darauf beschloss Huda, auch mit ihrem Vater ein Gewerbe anzumelden und ihm einen Weg aus den befristeten Aushilfejobs zu erm\u00f6glichen. Kurz vor dem Valentinstag er\u00f6ffneten sie gemeinsam einen Blumenhandel.<\/p>\n<div id=\"attachment_12023\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-12023\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-12023\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/meisterin-des-multitaskings.jpeg?resize=200%2C300\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/meisterin-des-multitaskings.jpeg?resize=200%2C300&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/meisterin-des-multitaskings.jpeg?resize=400%2C601&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/meisterin-des-multitaskings.jpeg?resize=600%2C901&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/meisterin-des-multitaskings.jpeg?resize=682%2C1024&amp;ssl=1 682w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/meisterin-des-multitaskings.jpeg?resize=800%2C1202&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/meisterin-des-multitaskings.jpeg?resize=1200%2C1803&amp;ssl=1 1200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/meisterin-des-multitaskings.jpeg?fit=1342%2C2016&amp;ssl=1 1342w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-12023\" class=\"wp-caption-text\">Meisterin des Multi-Tasking: Huda gr\u00fcndete zwei Unternehmen mitten in der Pr\u00fcfungsphase ihres Abiturs. | Foto:&nbsp;Huda Abdul Razzak<\/p><\/div>\n<p>Beide Unternehmen gr\u00fcndete Huda mitten im Abiturstress. Aber in einer der drei Unternehmungen k\u00fcrzer zu treten, kam f\u00fcr sie nicht in Frage. Zu gro\u00df war der Wunsch, endlich ihr eigener Chef zu sein. Zu gro\u00df auch das Verlangen, ihrem Instagram-Publikum zu zeigen, dass man viel erreichen kann, sogar gleichzeitig, sogar, wenn man in ein neues Land zieht, dessen Sprache man anfangs nicht spricht. \u201eIch wollte es einfach alles durchziehen.\u201c<\/p>\n<p>Heute z\u00e4hlt der Laden mit ihrem Vater dank ihrer guten Verbindungen zur Community zu den gr\u00f6\u00dften arabisch gef\u00fchrten Floristen in Berlin. Der Shisha-Handel l\u00e4uft weiterhin gut. Dazu kommt eine weitere Leidenschaft, aus der Huda ein Gesch\u00e4ft gemacht hat: Mittlerweile betreibt sie ein Kleidungsgesch\u00e4ft mit einer perfekt auf ihre Zielgruppe zugeschnitten Auswahl. Sogar eine eigene Waffel hat sie in Zusammenarbeit mit einem Berliner Caf\u00e9 kreiert.<\/p>\n<p>Bei all dem Trubel hat Huda vor allem eines nie vergessen: woher sie kommt. \u201eEs ist mir total peinlich, aber ich muss jetzt los zu meiner Mutter. Sie fliegt morgen zu Verwandten nach Schweden und ich habe ihr versprochen, vorher etwas mit ihr zu machen.\u201c, sagt sie und verabschiedet sich. Als n\u00e4chstes hat sich Huda vorgenommen, eine Management-Agentur zu gr\u00fcnden, um die Karrieren arabischsprachiger \u201eCreators\u201c in Deutschland zu f\u00f6rdern. Und, na klar: nebenbei will sie noch die 250.000 Follower-Marke knacken.<\/p>\n<hr>\n<p><span style=\"color: #003366;\"><strong><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-12175\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/lukas-seel-neu-e1664338903959-150x150.jpg?resize=150%2C150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/lukas-seel-neu-e1664338903959.jpg?resize=66%2C66&amp;ssl=1 66w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/lukas-seel-neu-e1664338903959.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/lukas-seel-neu-e1664338903959.jpg?resize=200%2C200&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/lukas-seel-neu-e1664338903959.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/lukas-seel-neu-e1664338903959.jpg?resize=400%2C400&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/lukas-seel-neu-e1664338903959.jpg?fit=570%2C570&amp;ssl=1 570w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" data-recalc-dims=\"1\" \/>Lukas Seel&nbsp;<\/strong>verwirklicht seit 2015 mit der Organisation PluralArts&nbsp;International Projekte mit gefl\u00fcchteten Kindern und Jugendlichen. Er lebt&nbsp;und arbeitet in Berlin und New York.<\/span><\/p>\n<hr>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit 15 Jahren kam Huda Abdul Razzak nach Deutschland. 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