{"id":11862,"date":"2022-10-21T22:33:47","date_gmt":"2022-10-21T20:33:47","guid":{"rendered":"http:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/?p=11862"},"modified":"2022-11-22T17:43:52","modified_gmt":"2022-11-22T15:43:52","slug":"quer-durch-den-tag-queer-durch-die-nacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/?p=11862","title":{"rendered":"Quer durch den Tag, queer durch die Nacht?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das queere Mitmenschen im Alltag ein Doppelleben f\u00fchren m\u00fcssen, wird keinem ein Geheimnis sein. Doch wie verh\u00e4lt es sich in der Nacht in der Hauptstadt, die ber\u00fchmtber\u00fcchtigt ist f\u00fcr ihr Nachtleben? <\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em>Damun Bastani<\/em><\/p>\n<h3>Von A nach B, aber mit C und ohne D<\/h3>\n<p>Zweites Outfit in die Tasche packen, das Uber bestellen, die Alibi-M\u00fctze auf und raus dem Gesch\u00e4ft.&nbsp;\u201eHoffentlich komme ich heute unbemerkt durch, ich bin so m\u00fcde\u201c, sagt Jesper Lindgren, der auf dem Weg zu seinem Zweitjob ist: Drag.&nbsp;Von seiner Vollzeitbesch\u00e4ftigung als Kosmetik Experte im Salon Schwarzkopf in Berlin-Mitte geht es abends im Dunklen direkt weiter zur Tipsy Bear Bar in den hippen Bezirk Prenzlauer Berg.&nbsp;Zeit f\u00fcr das Auftragen des aufwendigen Drag Make-Ups in der schlecht belichteten Bar gibt es nicht, also schminkt sich Jesper bereits im Kosmetik Salon, zieht sich dann das Basecap auf und hofft auf einen sicheren und stressfreien Transport mit seinem Uber.<br \/>\nErst im Sicheren angekommen, in der Tipsy Bear Bar die als \u201eSafe Space\u201c f\u00fcr die queere Community gilt, findet die restliche Transformation in das Drag-Alter-Ego noch statt.&nbsp;Sicherheit durch ein Transportgesch\u00e4ft:&nbsp;Das ist nicht immer eine Gegebenheit, denn es kommt immer wieder zu homo- und queerphoben \u00dcbergriffen in den Bef\u00f6rderungsmitteln, wie der Nachrichtendienst \u201equeer.de\u201c die dpa zitiert.&nbsp;Die Angst vor \u00dcbergriffen mit PMK Hintergrund, als politisch motivierte Kriminalit\u00e4t, sitzt tief in den Herzen der queeren Szene, in der \u201eQueermunity\u201c.&nbsp;Doch ist es sicher f\u00fcr offen queere Personen quer durch die Stadt zu fahren, insbesondere im Dunkeln und bei Nacht, und ist eine Angst berechtigt?<\/p>\n<div id=\"attachment_11873\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-11873\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-11873\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/jesper-lindgren-01.jpg?resize=200%2C300\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/jesper-lindgren-01.jpg?resize=200%2C300&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/jesper-lindgren-01.jpg?resize=400%2C600&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/jesper-lindgren-01.jpg?resize=600%2C900&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/jesper-lindgren-01.jpg?resize=683%2C1024&amp;ssl=1 683w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/jesper-lindgren-01.jpg?resize=800%2C1200&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/jesper-lindgren-01.jpg?resize=1200%2C1800&amp;ssl=1 1200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/jesper-lindgren-01.jpg?w=2200 2200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/jesper-lindgren-01.jpg?w=3300 3300w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/jesper-lindgren-01.jpg?fit=4000%2C6000&amp;ssl=1 4000w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-11873\" class=\"wp-caption-text\">Veranstaltung \u201eHouse of Sexmachine\u201c im Tipsy Bear Berlin, 01. Juli 2022 | Foto: Damun Bastani<\/p><\/div>\n<h3>Was sagen die Zahlen, k\u00f6nnen sie ein besseres Bild malen?<\/h3>\n<p>Im Zuge der Vergabe des \u201eRespekt Preises\u201c 2021 hat Dr. Barbara Slowik, Polizeipr\u00e4sidentin Berlins, die Kriminalstatistik zu queerfeindlichen \u00dcbergriffen in Berlin ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\nEvaluiert man die Fallzahlen der letzten 4 Jahre, so wird ein offensichtlicher Trend klar: Die Zahlen steigen von Jahr zu Jahr drastisch an.&nbsp;Wo im Jahre 2017 die Berliner Polizei Delikte in der Kategorie \u201eHasskriminalit\u00e4t gegen die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identit\u00e4t\u201c auf 171 gez\u00e4hlt hat, waren es 2018 bereits 225 F\u00e4lle.&nbsp;Vor drei Jahren noch, im Jahr 2019, wurden dann bereits 559 F\u00e4lle bei Maneo* registriert. Es handelt sich hierbei um einen Anstieg von 32 Prozent, verglichen zum Vorjahr.<\/p>\n<p>*Das im Jahre 1990 gegr\u00fcndete \u201eSchwule Anti-Gewalt-Projekt Berlin\u201c, Maneo, ist das \u00e4lteste und bekannteste Projekt seiner Art.&nbsp;Hier k\u00f6nnen Opfer und Zeugen von Gewaltakten und Hasskriminalit\u00e4t gegen Mitglieder der queeren Community Rat suchen und \u00fcber Folgema\u00dfnahmen informiert werden.&nbsp;Auch kann mithilfe von Maneo eine anonyme Anzeige gegen die Straft\u00e4ter erstellt werden und auch die therapeutische Unterst\u00fctzung ist eine angebotene Dienstleistung.<\/p>\n<p>Die Statistik von Maneo zum Jahr 2020 erfasste 510 Delikte.&nbsp;Laut des Berliner Innensenators wurden in der Hauptstadt Berlin hingegen \u201enur\u201c 341 F\u00e4lle registriert, die in die Kategorie PMK gegen die LGBTQIA+ Community fallen \u2013 unter dem Vorbehalt, dass diese Zahl stimmt, liegt Berlin dennoch mit 60 % der bundesweit erfassten F\u00e4lle weit vorne in der Statistik.&nbsp;F\u00fcr das Jahr 2021 gibt es einen bundesweiten Anstieg der \u00dcbergriffe von 36 %.<\/p>\n<div id=\"attachment_11870\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-11870\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-11870\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/tempImage3VhRMV.jpg?resize=300%2C204\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"204\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/tempImage3VhRMV.jpg?resize=200%2C136&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/tempImage3VhRMV.jpg?resize=300%2C204&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/tempImage3VhRMV.jpg?resize=400%2C272&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/tempImage3VhRMV.jpg?resize=600%2C408&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/tempImage3VhRMV.jpg?resize=800%2C544&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/tempImage3VhRMV.jpg?resize=1024%2C696&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/tempImage3VhRMV.jpg?resize=1200%2C816&amp;ssl=1 1200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/tempImage3VhRMV.jpg?w=2200 2200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/tempImage3VhRMV.jpg?w=3300 3300w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/tempImage3VhRMV.jpg?fit=3858%2C2622&amp;ssl=1 3858w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-11870\" class=\"wp-caption-text\">Drag Karaoke in der Monster Ronson\u2019s Bar in Berlin, abgesonderter Raucherbereich mit Security nebendran &#8211; 12. Juli 2022 | Foto: Damun Bastani<\/p><\/div>\n<p>Doch nicht jeder Akt, jede Beleidigung, jeder \u00dcbergriff und Zurschaustellung von Trans \u2013 und Homophobie wird gemeldet, die Dunkelziffer liegt in einem ganz anderen Spektrum, denn sch\u00e4tzungsweise 80 \u2013 90 % der Taten werden nicht gemeldet, so der MANEO-Leiter Bastian Finke.&nbsp;Doch die \u201eRegenbogenhauptstadt Berlin\u201c, wie sie der Senator Dr. Dirk Behrendt in einer Pressemitteilung vom 15. Mai 2018 nannte, liegt in vielerlei Aspekten weit vor anderen deutschen St\u00e4dten.&nbsp;Schon im Jahre 1992, vor \u00fcber 20 Jahren, schaffte die Berliner Polizei als erste in ganz Deutschland eigenst\u00e4ndig die Abteilung f\u00fcr die LGBT Bev\u00f6lkerung unter dem Namen \u201eAnsprechpersonen f\u00fcr die LSBTI bei der Berliner Polizei\u201c die zudem an das Berliner Landeskriminalamt angebunden ist, um somit der Strafverfolgung LGBT-bezogener Straftaten schneller und effizienter nachgehen zu k\u00f6nnen.&nbsp;Und all dies geschah zu einer Zeit, in der der 120 Jahre alte \u00a7 175StGB noch in Kraft war.&nbsp;Zwei Jahre, bevor der Paragraf gestrichen wurde, der sexuelle Handlungen zwischen Personen m\u00e4nnlichen Geschlechts unter Strafe stellte und selbst die Verfolgung Homosexueller erm\u00f6glichte.&nbsp;Ein weiterer Grund f\u00fcr die Schaffung der Abteilung ist und war das Z\u00f6gern und die Ber\u00fchrungsangst mit der Polizei, die viele queere Menschen, die in homophoben Attacken involviert waren, stets in sich tragen.&nbsp;Auch wurde seit je her aktiv auf die Einstellung von Polizeibeamten mit LGBT Hintergrund geachtet, sodass eine Diversit\u00e4t auch in den eigenen Reihen herrschen sollte, wie zum Beispiel die Polizeihauptkommisarin Anne von Knoblauch.&nbsp;Einen weiteren Meilenstein setze die Berliner Staatsanwaltschaft, die dem Beispiel der Polizei folgte und im Jahre 2012 als europaweit einzige Strafverfolgungsbeh\u00f6rde \u201eeine Sonderzust\u00e4ndigkeit f\u00fcr die spezialisierte, konzentrierte und opferorientierte Verfolgung homophober und transphober Hasskriminalit\u00e4t\u201c schuf.&nbsp;Auch sind die Abteilungsleiter, Frau Oberstaatsanw\u00e4ltin Karl und Herr Staatsanwalt Oswald im Dienst als Ansprechpartner f\u00fcr LSBTI, also Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Intersexuelle.<\/p>\n<h3>Das Interview<\/h3>\n<p>Die Zahlen und Statistiken sind aber nur ein Aspekt dieser tiefergehenden Thematik.&nbsp;Als erster Bezirk in Berlin hat Tempelhof-Sch\u00f6neberg Beauftragte f\u00fcr queere Lebensweisen im Rathaus Sch\u00f6neberg im Auftrag.&nbsp;Frau Svetlana Linberg ist hierbei die Ansprechpartnerin f\u00fcr Anfragen zu diesem Fragenkomplex, in ihrer Abwesenheit kann Dr. Ann-Kathrin Biewener, die stellvertretende Ansprechperson, f\u00fcr Fragen zur Verf\u00fcgung stehen.&nbsp;Kaum hingesetzt geht es auch schon los.&nbsp;<\/p>\n<p>Besonders im Pride Monat scheinen die Angriffe auf Mitglieder der queeren Community zu steigen &#8211; insbesondere f\u00fcr Berufst\u00e4tige, die in der Nacht arbeiten, z.B. Sexarbeiter, Performer etc., wie es den Tagesbl\u00e4ttern zu entnehmen ist.&nbsp;<\/p>\n<p>Dr. Biewener entgegnet, dass Sie erst vor Kurzem ein Interview zum Thema \u201eQueere Stadtentwicklung\u201c gef\u00fchrt hat und da einen Satz erw\u00e4hnt, der Ihrer Meinung auch hier zutreffen w\u00fcrde: \u201eUnd zwar akkumulieren sich die Angriffe und Gewalttaten besonders in Bezirken, wo die Repr\u00e4sentanz der queeren Szene besonders hoch ist. Damit gemeint sind Menschen, die der Heteronormativit\u00e4t nicht entsprechen, z.B. Trans-Personen.\u201c&nbsp;<\/p>\n<p>Sie f\u00fchrt fort, dass dies auch auf den Regenbogenkiez, also dem B\u00fclowkiez in Sch\u00f6neberg, zutrifft.<\/p>\n<p>Erleichterung bringt ihr jedoch, dass es hier keinen Gewaltschwerpunkt gibt, weil hier viel Pr\u00e4ventionsarbeit geleistet und viel Arbeit investiert wird, sodass solche Angriffe nicht mehr in der Mehrheit sind und tendenziell zu den Ausnahmen geh\u00f6ren, selbst wenn es dann genau diese sind, die es in die Zeitungen schaffen, wie jetzt im Pride Monat.<\/p>\n<p>Von der Dichte der queeren Szene abgesehen, sind auch die Randbezirke vermehrt betroffen von fehlender Akzeptanz, f\u00fchrt Dr. Biewener fort. Angstr\u00e4umen entgegen zu wirken, sei nun wichtig, denn davon betroffen ist nicht nur die queere Szene, sondern auch Frauen und auch Fl\u00fcchtlinge.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chsten Punkt bringt sie die Stigmatisierung ins Spiel: \u201eWir haben Personen, die mehrfach stigmatisiert werden, z.B. Trans-Sexarbeiter, die im besten Fall dann auch aus dem Ausland sind und auch noch Fluchterfahrung haben und eventuell auch noch eine Behinderung &#8211; dann merkt man nat\u00fcrlich auch die immense Vulnerabilit\u00e4t der Gruppen.\u201c<\/p>\n<p>Eigene Erfahrungen, die man hier als Repr\u00e4sentantin f\u00fcr eine der verletzlichsten sozialen Gruppen unserer Gesellschaft hat, helfen Perspektive zu schaffen. Dr. Biewener selbst wird auch zum Opfer von Cat-Calling, was sie zur\u00fcckf\u00fchrt auf ihre Kleidung, ihre Aufmachung, ihr Geschlecht.&nbsp;Ab einem gewissen Punkt, so Dr. Biewener, \u201ereimt man sich die Intentionen der Aggressoren nat\u00fcrlich selbst zusammen.\u201c<\/p>\n<p>In einem Punkt sind sich die Beauftrage und Opfer von Hasstaten einig: \u201eWichtig ist zu erw\u00e4hnen, dass die Problematiken meist von einer einzigen Gruppe ausgehen, n\u00e4mlich M\u00e4nnern, die der cis-Norm entsprechen und sich in ihrem Wesen angegriffen f\u00fchlen.\u201c<\/p>\n<p>Ans\u00e4tze zur D\u00e4mmung solch eines Gedankenguts sieht sie in der Jugendarbeit. Hier kann man den Fokus auf das Lehren von Toleranz legen und Diskriminierung von Anfang an nicht entstehen lassen.<\/p>\n<p>\u201eIch glaube leider, die wenigsten Frauen und Mitglieder der queeren Szene k\u00f6nnen von sich behaupten, noch nie eine solche Erfahrung gemacht zu haben.\u201c, wahre Worte, wie auch unser Drag K\u00fcnstler und auch der Verfasser dieses Berichtes best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Der Weg zur Polizei wird nicht oft aufgesucht von Opfern von Gewalttaten. L\u00f6sungsans\u00e4tze hat man mit Tr\u00e4gern in der Tr\u00e4gerlandschaft vorgenommen, die Beratungen vornehmen. \u201eWenn ich z.B. nach dem K\u00fcssen meines Partners aufgrund meiner Homosexualit\u00e4t angegriffen werde, melden sich viele beim Manometer und geben dies dort an (&#8230;)\u201c. Angeboten werden auch psychologische Beratungen, auch bei \u00dcbergriffen auf lesbische Mitmenschen durch \u201eL-Support\u201c und bei \u201eTrick\u201c, wenn es um transfeindliche \u00dcbergriffe geht.<\/p>\n<p>Der Kriminalit\u00e4tsschwerpunkt wird nur dadurch ermittelt, dass dort viele F\u00e4lle gemeldet werden und die F\u00e4lle m\u00fcssen bei der Polizei registriert sein \u2013 ein Schritt, der laut MANEO-Leiter Bastian Finke, von vielen nicht gegangen wird.<\/p>\n<p>Es gibt zudem LGBTQIA+ Beauftragte bei der Polizei, die polizeilichem Fehlverhalten direkt nachgehen und es untersuchen.&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eWir haben zudem auch Pr\u00e4ventionsteams im Regenbogenkiez, die darauf geschult sind f\u00fcr die Community Schutzr\u00e4ume zu schaffen und in zivil dann patroulieren.\u201c, eine Dienstleistung, die speziell f\u00fcr die Nacht geschaffen wurde, um ein normales Leben f\u00fcr die Zugeh\u00f6rigen der LGBTQIA+ Gemeinschaft anvisieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Zuge all dieser Informationen fragt man sich, wie ein perfektes Szenario f\u00fcr ein friedliches und auch sicheres Miteinander aussehen k\u00f6nnte. Die Tageszeit muss nicht ausschlaggebend sein hierbei, die Indifferenz von (gewissen) Menschen am Tage erlebt in der Nacht lediglich eine Fortsetzung, jedoch dann auch in Gruppen, gegebenenfalls auch unter alkoholischem Einfluss.<\/p>\n<p>Zwischen zwei Punkten m\u00fcsse man unterscheiden, so die Biewener. Zum einen muss man Schutzr\u00e4ume schaffen, zum anderen muss man den Ansatz f\u00fcr die Pr\u00e4vention solcher Situationen bereits in der Stadtgesellschaft setzen. \u201eDa geht es darum, dass wir schon bei den Kindern anfangen m\u00fcssen in der Schule aufzukl\u00e4ren. Auch bei der ganz klassischen Aufkl\u00e4rung \u00fcber die Sexualit\u00e4t von Anfang an zu sagen: \u00dcbrigens, es gibt neben Mann und Frau auch Mann und Mann und Frau und Frau, sodass man es gleich von Anfang an richtig macht, denn Kinder sind v\u00f6llig vorurteilsfrei. Da hat man auch die Chance auf ein Umdenken in der Gesellschaft, was bei Jugendlichen und Erwachsenen leider zu sp\u00e4t ist.<\/p>\n<p>Mein anderer Punkt ist, was ich direkt vor Ort machen kann.&nbsp;Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht mit den Nachtlichtern im B\u00fclowkiez, Konfliktl\u00f6ser ganz in wei\u00df gekleidet greifen hier pr\u00e4ventiv und niederschwellig in Situationen ein, die hitzig werden k\u00f6nnen.&nbsp;Dann gibt es noch den Nachtb\u00fcrgermeister, von denen ich gerne noch mehr im Einsatz h\u00e4tte, jedoch mangelt es da am Geld.&nbsp;Richtig tolle Ansprechpersonen f\u00fcr Informationssuchende bei Nacht, zum Beispiel Touristen oder Menschen, die potentiell gef\u00e4hrliche Erfahrungen gesammelt haben und nun Rat suchen.<\/p>\n<p>Was wir uns schon lange w\u00fcnschen, wobei leider die R\u00e4umlichkeiten arg fehlen, sind Nacht-Caf\u00e9s. Die sind daf\u00fcr gedacht, dass man bei Nacht dort einfach hinkommen kann, ob es nun f\u00fcr einen Kaffee ist oder eine Beratung, die dann auch nachts angeboten wird.\u201c&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Lichter gehen aus, die Show geht los!<\/h3>\n<div id=\"attachment_11869\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-11869\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-11869\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/santana-sexmachine.jpg?resize=200%2C300\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/santana-sexmachine.jpg?resize=200%2C300&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/santana-sexmachine.jpg?resize=400%2C600&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/santana-sexmachine.jpg?resize=600%2C900&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/santana-sexmachine.jpg?resize=683%2C1024&amp;ssl=1 683w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/santana-sexmachine.jpg?resize=800%2C1200&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/santana-sexmachine.jpg?resize=1200%2C1800&amp;ssl=1 1200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/santana-sexmachine.jpg?w=2200 2200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/santana-sexmachine.jpg?w=3300 3300w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/santana-sexmachine.jpg?fit=4000%2C6000&amp;ssl=1 4000w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-11869\" class=\"wp-caption-text\">Er\u00f6ffnung der Show durch die Drag Queen Santana Sexmachine, 01. Juli 2022 | Foto: Damun Bastani<\/p><\/div>\n<p>So, die Per\u00fccke auf, das Kleidchen an. \u201eFunktionieren die Lichter wie geplant?\u201c, fragt Jesper den Lightjokey und wird geflutet von rotem, einnehmendem Licht des Scheinwerfers. Passend zu den roten Netz-Strumpfhosen und dem grau-karierten Blazer.&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_11868\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-11868\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-11868\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/trinkgeldtanz.jpg?resize=200%2C300\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/trinkgeldtanz.jpg?resize=200%2C300&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/trinkgeldtanz.jpg?resize=400%2C600&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/trinkgeldtanz.jpg?resize=600%2C900&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/trinkgeldtanz.jpg?resize=683%2C1024&amp;ssl=1 683w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/trinkgeldtanz.jpg?resize=800%2C1200&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/trinkgeldtanz.jpg?resize=1200%2C1800&amp;ssl=1 1200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/trinkgeldtanz.jpg?w=2200 2200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/trinkgeldtanz.jpg?w=3300 3300w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/trinkgeldtanz.jpg?fit=4000%2C6000&amp;ssl=1 4000w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-11868\" class=\"wp-caption-text\">Der Trinkgeldtanz am Ende der Show, Drag Queen Santana Sexmachine und Mia Onacid, 01. Juli 2022 | Foto: Damun Bastani<\/p><\/div>\n<p>Die Bar f\u00fcllt sich, es wird noch einmal mit einem Sekt auf Eis angesto\u00dfen und mit einem Grinsen zieht es Jesper &#8230; oder in diesem Fall, Santana Sexmachine, das Alter-Ego des Drag-K\u00fcnstlers, auf die B\u00fchne.&nbsp;Geschlossene Eingangst\u00fcr, verschlossene Jalousie, Sicherheit: die Show kann losgehen!&nbsp;Und der Heimweg, mit offensichtlichen \u00dcberbleibseln der Travestieaufmachung wird gemeistert, indem die Zuschauer allesamt am Ende der Show Trinkgelder in einen Trinkgeld-Eimer werfen, beim \u201eTrinkgeld-Tanz\u201c, der daf\u00fcr dient die Performer sicher mit einem Taxi nach Hause zu bringen.<\/p>\n<p>Ist nun die Angst von Queers bei Nacht unterwegs zu sein eine legitime?&nbsp;Keine Zahlen oder Statistiken k\u00f6nnen diese These Uhrzeit-spezifisch eindeutig best\u00e4tigen.&nbsp;Doch scheint es klar, dass der Schutz der Dunkelheit nicht nur den verletzlichen Minderheiten unserer Gesellschaft dient, sondern auch den J\u00e4gern, die sich bei der D\u00e4mmerung, im Gruppendrang und unter alkoholischem Einfluss, mobilisieren und sich an ihre Beutetiere heranpirschen.<\/p>\n<hr>\n<p><span style=\"color: #003366;\"><strong><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-11872\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/damun-bastani.jpg?resize=150%2C150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/damun-bastani.jpg?resize=66%2C66&amp;ssl=1 66w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/damun-bastani.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/damun-bastani.jpg?resize=200%2C200&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/damun-bastani.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/damun-bastani.jpg?resize=400%2C400&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/damun-bastani.jpg?resize=600%2C600&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/damun-bastani.jpg?resize=800%2C800&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/damun-bastani.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/damun-bastani.jpg?resize=1200%2C1200&amp;ssl=1 1200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/damun-bastani.jpg?w=2200 2200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/damun-bastani.jpg?w=3300 3300w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/damun-bastani.jpg?fit=4475%2C4475&amp;ssl=1 4475w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" data-recalc-dims=\"1\" \/>Damun Bastani&nbsp;<\/strong>(29) Studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, an der FU-Berlin. Damun ist ein Berliner multidisziplin\u00e4rer K\u00fcnstler, der neben dem Studium als Performer, Fotograf und queerer Aktivist t\u00e4tig ist.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<hr>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das queere Mitmenschen im Alltag ein Doppelleben f\u00fchren m\u00fcssen, wird keinem ein Geheimnis sein. Doch wie verh\u00e4lt es sich in der Nacht in der Hauptstadt, die ber\u00fchmtber\u00fcchtigt ist f\u00fcr ihr Nachtleben?<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":11867,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[498,497],"tags":[1036,51,1039,1038,565,988],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/titelbild-quer-durch-den-tag-e1658757438345.jpg?fit=5184%2C3460&ssl=1","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11862"}],"collection":[{"href":"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11862"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11862\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12264,"href":"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11862\/revisions\/12264"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/11867"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11862"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11862"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11862"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}