{"id":11649,"date":"2022-05-27T09:48:04","date_gmt":"2022-05-27T07:48:04","guid":{"rendered":"http:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/?p=11649"},"modified":"2022-06-02T12:59:29","modified_gmt":"2022-06-02T10:59:29","slug":"13-kilo-leichter-vom-kottbusser-tor-bis-zur-warschauer-strasse-vermuellte-ecken-in-friedrichshain-kreuzberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/?p=11649","title":{"rendered":"1,3 Kilo leichter vom Kottbusser Tor bis zur Warschauer Stra\u00dfe: Verm\u00fcllte Ecken in Friedrichshain-Kreuzberg"},"content":{"rendered":"<p><strong>Friedrichshain-Kreuzberg. Der kleinste der 12 Berliner Bezirke, Kulturschwerpunkt, Touristenmagnet, Partyhochburg aber auch Spitzenreiter beim Thema M\u00fcll. Vor allem von M\u00fcll an Ecken, wo er nicht hingeh\u00f6rt. 2020 erzeugte jeder deutsche ca. 476 Kilogramm Haushaltsm\u00fcll pro Jahr, also knapp 1,3 Kilo t\u00e4glich, so die <a href=\"https:\/\/www-genesis.destatis.de\/genesis\/online?operation=abruftabelleBearbeiten&amp;levelindex=1&amp;levelid=1643043933894&amp;auswahloperation=abruftabelleAuspraegungAuswaehlen&amp;auswahlverzeichnis=ordnungsstruktur&amp;auswahlziel=werteabruf&amp;code=32121-0001&amp;auswahltext=&amp;werteabruf=starten#abreadcrumb\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auswertung des statistischen Bundesamtes<\/a>. Spaziert man durch den Kiez, kann man mancherorts den Eindruck erhalten, dass ein Gro\u00dfteil davon einfach auf der Stra\u00dfe von den Menschen abf\u00e4llt.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em>von Nina J\u00fcrgens<\/em><\/p>\n<p>Ein Zustand, \u00fcber den seit Jahren von Politik, Berichterstattung und Anwohner:innen gleicherma\u00dfen diskutiert und geschimpft wird. Man k\u00f6nnte also meinen: Alles gesagt, Problem erkannt, Problem gebannt. Ein Blick ins n\u00e4chste Geb\u00fcsch im Park zeigt schnell, dass das mitnichten der Fall zu sein scheint.<\/p>\n<p>Der erste Gedanke bei dieser Thematik ist nat\u00fcrlich oft: \u201eDa muss die Politik mal mehr machen!\u201c Ist es wirklich so einfach?<\/p>\n<h3>\u201eInsgesamt geht es nicht darum, Entsorgung zu organisieren oder zu lenken, sondern vielmehr um die Reduktion und Vermeidung von Abfall\u201c<\/h3>\n<p>Michael Heihsel ist Co-Fraktionsvorsitzender der FDP im Bezirksparlament: \u201eDie politische Verantwortung f\u00fcr die Sauberkeit in&nbsp;Friedrichshain-Kreuzberg liegt vor allem beim Bezirk. Der Bezirk muss gemeinsam mit dem Ordnungsamt daf\u00fcr sorgen,&nbsp;dass&nbsp;die Verm\u00fcllung sich erst gar nicht etabliert.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnsere Grenzen sind vor allem finanzieller Natur.\u201c schr\u00e4nkt Sara L\u00fchmann, Pressesprecherin des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg, ein. \u201eWir haben in den vergangenen Jahren, vor allem mit dem Landesmitteln \u201eSaubere Stadt\u201c die Reinigungsfrequenz unserer Gr\u00fcnfl\u00e4chen massiv erh\u00f6ht und dort mehr und gr\u00f6\u00dfere M\u00fcllbeh\u00e4lter aufgestellt. Allerdings sind diese Gelder Sondermittel, auf die wir nicht dauerhaft zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen. Aktuell reicht unser Budget f\u00fcr den Gr\u00fcnfl\u00e4chenunterhalt vorn und hinten nicht aus, um gleichzeitig die Gr\u00fcnpflege und regelm\u00e4\u00dfige ad\u00e4quate Reinigung zu finanzieren.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIn der Politik sind auf Bezirksebene zum Thema Verm\u00fcllung keine Grenzen gesetzt. Die einzige Grenze ist der politische&nbsp;Wille.\u201c positioniert sich Michael Heihsel, \u201eWir setzen uns f\u00fcr die Sauberkeit unseres Bezirkes ein, damit sich die Aufenthaltsqualit\u00e4t wieder verbessert und&nbsp;\u00fcberf\u00fcllte M\u00fclleimer und verm\u00fcllte Stra\u00dfen nicht mehr zum Erscheinungsbild von Friedrichshain-Kreuzberg geh\u00f6ren. Doch in den letzten Jahren wurde das Ordnungsamt insofern&nbsp;vernachl\u00e4ssigt, dass&nbsp;die Kapazit\u00e4ten zur Erhaltung der Sauberkeit nicht ausreichen.\u201c<\/p>\n<p>Claudia Schulte ist Bezirksverordnete von B\u00fcndnis90\/Die Gr\u00fcnen und sieht das Problem globaler: \u201eInsgesamt geht es nicht darum, Entsorgung zu organisieren oder zu lenken, sondern vielmehr um die Reduktion und Vermeidung von Abfall. Und das betrifft sowohl Privatpersonen als auch Gewerbetreibende. Der Bezirk kann und soll hier mit allen Akteur:innen zusammenarbeiten bzw. diese einbeziehen. Und auch eine konsequente \u00d6ffentlichkeitsarbeit ist erforderlich.\u201c<\/p>\n<p>\u201ePrivatwirtschaftliche&nbsp;Kooperationen sind bei Bedarf und Interesse auch denkbar, auch die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen&nbsp;Akteuren&nbsp;kann durch gemeinsame Projekte erfolgen.\u201c, stimmt auch Michael Heihsel zu. \u201eInsbesondere gemeinsame Projekte, die auf die Problematik&nbsp;hinweisen und das&nbsp;Bewusstsein f\u00fcr Ordnung und Sauberkeit schaffen, k\u00f6nnen pr\u00e4ventiv wirken.\u201c<\/p>\n<h3>\u201eAuf einer Ebene stehen, das k\u00f6nne soziale Organisationen viel besser leisten\u201c<\/h3>\n<p>Eine dieser zivilgesellschaftlichen Akteur:innen ist <a href=\"https:\/\/wassertor.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wassertor e.V<\/a>. Bereits 2008 wurde der Verband gemeinsam mit Anwohner:innen des Kreuzberger Wassertor-Kiez gegr\u00fcndet und entwickeln seit \u00fcber 10 Jahren ein breites Angebot zur Unterst\u00fctzung, Partizipation und Empowerment von Kindern, Jugendlichen, Familien und \u00c4lteren. Das 2020 gegr\u00fcndete Projekt \u201evoll WERTvoll\u201c organisiert Aktionen rund um Nachhaltigkeit und Sauberkeit f\u00fcr diverse Zielgruppen im Kiez. Ich treffe Projektleiterin Bianca K\u00f6hnen im Mehrgenerationenhaus in Kreuzberg.<\/p>\n<div id=\"attachment_11651\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-11651\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-11651 size-medium\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/mehr-generationenhaus-e1649697531852-300x223.png?resize=300%2C223\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/mehr-generationenhaus-e1649697531852.png?resize=200%2C148&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/mehr-generationenhaus-e1649697531852.png?resize=300%2C223&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/mehr-generationenhaus-e1649697531852.png?resize=400%2C297&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/mehr-generationenhaus-e1649697531852.png?resize=600%2C445&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/mehr-generationenhaus-e1649697531852.png?fit=620%2C460&amp;ssl=1 620w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-11651\" class=\"wp-caption-text\">Im Mehrgenerationenhaus entstehen u.a. Projekte rund um das Thema Nachhaltigkeit. | Foto: <a href=\"https:\/\/wassertor.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wassertor e.V.<\/a><\/p><\/div>\n<p>\u201eN\u00e4he, das ist glaube ich das, was Politik nicht erreichen kann und auch niemals erreichen wird. Wir haben zwar viele Politiker:innen, die ja auch nahbar sein k\u00f6nnen und sein wollen und das auch gut hinbekommen aber trotzdem glauben die B\u00fcrger:innen nat\u00fcrlich meist Politiker:innen kommen weil irgendwas f\u00fcr sie \u201ebei raus springt\u201c, sei es W\u00e4hlerstimmen Akquise, Werbung oder ein gutes Foto. Was nicht hei\u00dfen soll, dass es nicht auch Politiker:innen gibt, die sich gerne mit sozial benachteiligten Menschen auseinandersetzen &#8211; das will ich gar nicht sagen, aber ich glaube diese N\u00e4he und auch dieses auf einer Ebene stehen, das k\u00f6nnen soziale Organisationen viel besser oder sogar ausschlie\u00dflich leisten und nicht die Politik. Wir haben so viele Leute hier als Mitarbeiter:innen die aus dem Kiez kommen, die quasi seit kleinauf hier dieses Haus besuchen oder die Leute seit 20 Jahren kennen. Das wird Politik nicht leisten k\u00f6nnen und das ist auch ok so. Aber es muss halt eine \u00dcbereinstimmung stattfinden &#8211; Hand in Hand gehen.\u201c<\/p>\n<h3>\u201eDie Kreativit\u00e4t, Innovation &#8211; die ist da\u201c<\/h3>\n<p>\u201eWas wir in den letzten 11 Jahren gesehen haben ist, dass in dieser Stadt unheimlich kreatives, innovatives, b\u00fcrgerschaftliches Engagement herrscht.\u201c Sebastian Weise ist Projekt- und B\u00fcroleiter bei <a href=\"https:\/\/wir-berlin.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wirBERLIN<\/a>, einer gemeinn\u00fctzigen Initiative, die sich seit 2010 f\u00fcr eine nachhaltige Stadtgesellschaft und die F\u00f6rderung von Engagement und Umweltbildung einsetzt. Eines ihrer \u201eAnti-Littering\u201c (vom engl. Littering-Verm\u00fcllung) Projekte ist der Park Knigge: \u201eWir bewegen uns oft in einem leeren Raum wo ganz viele Begrifflichkeiten und Normen, Regeln und Vorgaben rumschwirren, die aber gar nicht richtig greifbar und auf die Alltagssituation anwendbar sind. F\u00fcr den Knigge haben wir Verhaltensregeln abgeleitet, sie in sechs Sprachen \u00fcbersetzt, mit Piktogrammen versehen und so schnell und leicht verst\u00e4ndlich gemacht.\u201c<br \/>\nIn dieser \u201eeinfach machen\u201c Mentalit\u00e4t sieht er auch den Vorteil von zivilgesellschaftlichen Akteur:innen: \u201eGro\u00dfe Verwaltungen, Politik oder auch gro\u00dfe Unternehmen k\u00f6nnen nicht so einfach mal schnell eine Sache ausprobieren, wir haben aber den Vorteil, dass wir in solchen Dingen schneller und wendiger agieren k\u00f6nnen. Die Kreativit\u00e4t, Innovation, die ist da und die braucht es in einer Stadtgesellschaft. Das zivilgesellschaftliche, beziehungsweise b\u00fcrgerschaftliche Engagement, schafft niedrigschwellige Angebote und funktioniert oft kurzfristig, ohne lange commitments oder Formalien. Es braucht dieses Engagement, um Gesellschaft voranzubringen und zu entwickeln. Einen Kulturwandel einzuleiten und zu erreichen, das schafft Politik und Verwaltung nicht alleine, hat sie auch noch nie geschafft: Politik und Verwaltung m\u00fcssen vor allem den Rahmen schaffen, innerhalb dessen die Menschen ihren Raum, ihre Stadt selber mitgestalten k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<h3>\u201eEs ist eher eine Frage der Einstellung\u201c<\/h3>\n<p>Bleibt allerdings die Frage: Wenn doch alle eigentlich das Gleiche wollen, wieso sieht das \u00f6ffentliche Stra\u00dfenbild dann so anders aus? Der Weg vom Kottbusser Tor zum G\u00f6rli f\u00fchrt mich an drei M\u00fcllhaufen vorbei, denen ich ausweichen muss &#8211; nicht mitgez\u00e4hlt die einzelnen Packungen und T\u00fcten am Gehwegrand. Eigentlich will ja niemand zwischen Unrat leben, wollen die Menschen also einfach nicht oder wissen sie es vielleicht nicht besser?<\/p>\n<p>\u201eUnabh\u00e4ngig von der individuellen Bildung sollte jedem*jeder B\u00fcrger*in bewusst sein, dass ein leerer Pizzakarton nicht ins Geb\u00fcsch geh\u00f6rt, sondern in den Abfallbeh\u00e4lter.\u201c, stellt Sara L\u00fchmann f\u00fcr das Bezirksamt klar. F\u00fcr Sie ist es eine Frage der Einstellung: \u201eViele scheinen davon auszugehen, dass dieser schon von irgendjemandem wegger\u00e4umt werden wird \u2013 und bedenken dabei nicht, dass die Kosten f\u00fcr diese Reinigung die Allgemeinheit tr\u00e4gt\u201c<\/p>\n<h3>\u201eWir haben in unseren Lehrpl\u00e4nen noch nicht diese Nachhaltigkeitsthemen drin\u201c<\/h3>\n<div id=\"attachment_11653\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-11653\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-11653\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/park-knigge.jpg?resize=300%2C135\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"135\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/park-knigge.jpg?resize=200%2C90&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/park-knigge.jpg?resize=300%2C135&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/park-knigge.jpg?resize=400%2C179&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/park-knigge.jpg?resize=600%2C269&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/park-knigge.jpg?resize=800%2C359&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/park-knigge.jpg?resize=1024%2C459&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/park-knigge.jpg?fit=1170%2C525&amp;ssl=1 1170w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-11653\" class=\"wp-caption-text\">Der Park Knigge zeigt vereinfacht Verhaltensgrunds\u00e4tze auf. | Foto: <a href=\"https:\/\/wir-berlin.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">WIR Berlin<\/a><\/p><\/div>\n<p>Bianca K\u00f6hnen sch\u00e4tzt die Lage hier etwas anders ein: \u201eF\u00fcr mich ist es zu einem sehr gro\u00dfen Teil ein bildungspolitisches Problem. Hierher kommen viele Kinder und Jugendliche, die nicht mal eine Ahnung davon haben: Wie ist die Wertsch\u00f6pfungskette und was ist das, was bedeutet M\u00fcll \u00fcberhaupt, was ist M\u00fcll und was ist vielleicht auch kein M\u00fcll? Ich glaube, wenn das in der Bildung oder auf dem Lehrplan mehr Raum finden k\u00f6nnte, dann w\u00fcrde das schon ganz anderes Bewusstsein von klein auf schaffen. Wenn du mit einem 8-j\u00e4hrigen Kind mal ein Jahr lang sowas besprichst, dann ist das schon anders verankert, als wenn da 16- oder 17-J\u00e4hrige sitzen, die das schon irgendwie seit klein auf anders machen. Denen musst du dann halt auch erstmal verklickern k\u00f6nnen, warum sie jetzt pl\u00f6tzlich ihre Gewohnheiten ablegen sollen, weil sie ja gar keine Dimension dessen haben, was f\u00fcr Auswirkungen das hat. Ich glaube, wenn man das irgendwie im Schulalltag oder sogar schon im Kindergartenalltag ein bisschen besser einbringen k\u00f6nnte, w\u00e4re da auf jeden Fall ein besseres Bewusstsein geschaffen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir haben nat\u00fcrlich in unseren Lehrpl\u00e4nen noch nicht diese Nachhaltigkeitsthemen drin und damit nur sehr wenig Kontakt im schulischen Kontext.\u201c, beobachtet auch Sebastian Weise. \u201cDas wird zwar mehr, aber es wird aktuell \u00fcberwiegend au\u00dfercurricular gel\u00f6st. Die Lehrer:innen und P\u00e4dagog:innen, mit denen wir sprechen, sagen h\u00e4ufig, dass sie nicht genau wissen wie sie auf Kinderfragen altersgerecht antworten k\u00f6nnen: Was ist denn das Klima und was ist denn CO2 Fu\u00dfabdruck, was ist denn Mikroplastik und was ist denn mit dem Delphin in den Weltmeeren?<\/p>\n<p>Es gibt unheimlich viel Wissen, das ist aber meist weit verstreut irgendwo im Netz. Was wir versuchen, ist einerseits den P\u00e4dagog:innen einen leichten, intuitiven Zugang zu diesen Themen zu erm\u00f6glichen und das an einem zentralen Punkt. Damit sie Informationen und Materialien abrufen k\u00f6nnen, mit denen sie dann auch arbeiten k\u00f6nnen und gleichzeitig das aber auch in eine verst\u00e4ndliche kindergerechte Sprache zu \u00fcbersetzen. Wir haben Pakete entwickelt zu 4 Themen, wo wir mit Erkl\u00e4rvideos, Arbeitsheften, usw. spielerisch und kindgerecht Sachverhalte und W\u00f6rter erkl\u00e4ren. Aber eben auch erkl\u00e4ren warum sie das im Alltag betrifft und was sie zuhause vielleicht tun k\u00f6nnten und nicht tun k\u00f6nnten beim Einkauf oder so. Dass es eben auch die Brotbox sein kann und nicht alles in irgendeine Folie gewickelt werden muss.\u201c<\/p>\n<h3>\u201eWer Verpackungen herstellt, mit dem sollte auch \u00fcber Alternativen gesprochen werden\u201c<\/h3>\n<p>Wenn ich mir den M\u00fcll, der mir begegnet, einmal genauer anschaue, wird schnell klar: Ein gro\u00dfer Teil des falsch entsorgten Abfalls entf\u00e4llt tats\u00e4chlich auf die verschiedensten Einwegverpackungen. Leere Plastikboxen von Fertigsalat im Geb\u00fcsch, zerkn\u00fcllte Alufolie vom letzten D\u00f6ner neben der Parkbank. Aber muss es diese Art von Verpackungen \u00fcberhaupt geben?<\/p>\n<p>\u201eDie Verantwortung der Wirtschaft ist hoch, sie hat unumstritten eine gesellschaftliche Verantwortung und Aufgabe.\u201c, findet Sebastian Weise: \u201eGrunds\u00e4tzlich besteht eine Herstellerverantwortung nach dem Verursacherprinzip: Wer z.B. Verpackungen oder Kronkorken herstellt, mit dem sollte auch dar\u00fcber gesprochen werden, wie das in Zukunft ver\u00e4ndert werden kann und welche alternativen L\u00f6sungen m\u00f6glich sind. Und das kann ja auch nur die Wirtschaft forcieren, zusammen mit Forschung und Wissenschaft, aber es sind nat\u00fcrlich die Produzenten, die da umschwenken m\u00fcssen. Die Konsumenten k\u00f6nnen nat\u00fcrlich Druck aufbauen. Es macht schon einen Unterschied, was wir im Einzelhandel kaufen, aber es braucht diese Progressivit\u00e4t und dieses Bewusstsein auch in der Wirtschaft gemeinsam mit allen anderen gesellschaftlichen Kr\u00e4ften, um \u00c4nderungen herbeizuf\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p>\u201eHier braucht es mehr Mehrwegkonzepte, damit der M\u00fcll gar nicht erst entsteht.\u201c<\/p>\n<p>Bianca K\u00f6hnen sieht hier auch Ansatzpunkte in den Rahmenbedingungen, unter denen wirtschaftliche Akteure \u00fcberhaupt erst agieren: \u201eNat\u00fcrlich sind Wirtschaftsbetriebe immer darauf aus, Kosten und Nutzen gegen\u00fcberzustellen und wenn die Plastikverpackung g\u00fcnstiger ist als z.B. Bast wird das genutzt. Daher ist nat\u00fcrlich die Verantwortung irgendwo in der Wirtschaft aber viel eher in der Politik. Wenn gewisse Regularien auferlegt sind, dann bringst du die Wirtschaft gar nicht erst in die Bredouille da \u00fcber was anderes nachzudenken.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_11655\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-11655\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-11655\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/willst-du-einen-sauberen-kiez.jpg?resize=300%2C300\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/willst-du-einen-sauberen-kiez.jpg?resize=66%2C66&amp;ssl=1 66w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/willst-du-einen-sauberen-kiez.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/willst-du-einen-sauberen-kiez.jpg?resize=200%2C200&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/willst-du-einen-sauberen-kiez.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/willst-du-einen-sauberen-kiez.jpg?resize=400%2C400&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/willst-du-einen-sauberen-kiez.jpg?resize=600%2C600&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/willst-du-einen-sauberen-kiez.jpg?resize=800%2C800&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/willst-du-einen-sauberen-kiez.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/willst-du-einen-sauberen-kiez.jpg?fit=1080%2C1080&amp;ssl=1 1080w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-11655\" class=\"wp-caption-text\">Nachhaltigkeit schon in der Schule begreifbar machen mit altersgerechten Lehrmaterialien. | Foto: <a href=\"https:\/\/wir-berlin.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">WIR Berlin<\/a><\/p><\/div>\n<p>\u201eDem Einzelhandel und der Gastronomie kommt eine gro\u00dfe Rolle beim Verkauf von Einwegverpackungen f\u00fcr Speisen und Getr\u00e4nken zu.\u201c, best\u00e4tigt das Bezirksamt Friedrichshain Kreuzberg und sieht auch L\u00f6sungsans\u00e4tze vor allem in der Schaffung von Alternativen: \u201eDie Menge solcher Einweggebinde, die h\u00e4ufig nicht korrekt entsorgt werden und so in unseren Gr\u00fcnanlagen landen, hat in den vergangenen Jahren, teilweise auch pandemiebedingt, massiv zugenommen. Hier braucht es mehr Mehrwegkonzepte, damit der M\u00fcll gar nicht erst entsteht.\u201c<br \/>\nAuch Sebastian Weise sieht darin die Zukunft: \u201eEs wird relativ schnell gehen, dass wir von reiner Gewinnmaximierung wegkommen, und das braucht die Wirtschaft, auch schon aus Eigeninteresse. Irgendwann \u00e4ndern sich einfach auch Kapazit\u00e4ten und Ressourcen auf diesem Planeten. Es braucht nat\u00fcrlich immer auch die Menschen, die Konsument:innen, die die Sachen ja auch kaufen und sie werden dann auch sicherlich in eine gewisse Richtung lenken.\u201c Er ist sich sicher, es wird irgendwann mehr Mehrweg geben und dann weniger dieser Verpackungen.<\/p>\n<h3>\u201eEs ist wichtig, dass die Leute selber was tun\u201c<\/h3>\n<p>Was k\u00f6nnen also ich, meine Nachbar:innen und Kolleg:innen tun, wie k\u00f6nnen wir uns einbringen?<\/p>\n<p>\u201eIch w\u00fcnsche mir die Teilnahme von Leuten, die Lust auf und Interesse an dem Thema Nachhaltigkeit und M\u00fcllvermeidung haben und bis jetzt noch nicht zum Zug gekommen sind\u201c, \u00e4u\u00dfert sich Bianka K\u00f6hnen. \u201eJetzt im Februar, M\u00e4rz haben wir z.B. den Kick Off f\u00fcr unsere Aktionsgruppe. Wir ziehen gemeinsam durch den Kiez, nehmen \u201eProblembereiche\u201c in Bezug auf M\u00fcll auf, sprechen dar\u00fcber und \u00fcber Aktionen, die die Problematik in den Fokus setzen und zur Vermeidung anregen \u2013 zum Beispiel indem wir mit Spr\u00fchkreide den M\u00fcll im Kiez markieren. Wir wollen, dass so visuell nochmal ein bisschen klarer wird wo tats\u00e4chlich \u00fcberall Kippenstummel, Hundehaufen, Verpackungen, oder, oder, oder liegen. Wir wollen dazu \u00fcbergehen, dass es eine feste Projektgruppe gibt, die dann immer wieder Aktionen begleitet aber auch durchf\u00fchrt und bei denen von allen ein bisschen was beigetragen wird und weg davon, dass zwei, drei Projektleiter da sitzen und sagen \u201eSo machen wir das\u201c. Das ist mein Wunsch, dass einfach klar wird: Was brauchen auch die Leute, auf was haben sie Bock.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs ist wichtig, dass die Leute selber etwas tun, sich engagieren und aktiv werden.\u201c, findet auch Sebastian Weise. \u201eSie k\u00f6nnen sich bei uns Anregungen und Tipps holen, wie sie vielleicht selber ein CleanUp organisieren oder einfache Dinge in ihrem Alltag \u00e4ndern k\u00f6nnen, da haben wir viele gute Beispiele.\u201c<\/p>\n<p>Im Rahmen dieses Artikels habe ich mit unterschiedlichsten Menschen aus Politik und zivilb\u00fcrgerschaftlichen Initiativen gesprochen. Die zu Beginn aufgeworfene Frage, ob es hier nur eine Angelegenheit der Politik ist, kann ich f\u00fcr mich zwar deutlich mit Nein beantworten, eine komplett zufriedenstellende Alternative habe ich aber auch nicht gefunden. Wenn f\u00fcr mich beim Schreiben dieses Artikels erneut eines deutlich geworden ist, dann das gesellschaftliche Probleme eben auch genau das sind: Ein Problem der gesamten Gesellschaft. Dazu geh\u00f6ren nat\u00fcrlich Politik und soziale Organisationen, aber eben auch jede:r Einzelne. Ich, du und jede andere Person, die mir w\u00e4hrend meiner Recherche auf der Stra\u00dfe begegnet ist. Ich erwische mich selbst dabei, wie ich nach dem letzten Interview meine Zigarette auf dem Boden austrete. Angesichts des bereits vorhandenen Abfalls um mich rum nichts was gro\u00df ins Gewicht f\u00e4llt, k\u00f6nnte man sagen. Letztendlich geht es aber vielleicht genau darum: Das Bewusstsein, dass jede meiner Entscheidungen Teil des Problems oder der L\u00f6sung sein kann.<\/p>\n<hr>\n<p><span style=\"color: #003366;\"><strong><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-11652\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/nina-juergens--e1646829557147-150x150.jpg?resize=150%2C150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/nina-juergens--e1646829557147.jpg?resize=66%2C66&amp;ssl=1 66w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/nina-juergens--e1646829557147.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/nina-juergens--e1646829557147.jpg?resize=200%2C200&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/nina-juergens--e1646829557147.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/nina-juergens--e1646829557147.jpg?resize=400%2C400&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/nina-juergens--e1646829557147.jpg?resize=600%2C600&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/nina-juergens--e1646829557147.jpg?resize=800%2C800&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/nina-juergens--e1646829557147.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/nina-juergens--e1646829557147.jpg?resize=1200%2C1200&amp;ssl=1 1200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/nina-juergens--e1646829557147.jpg?w=2200 2200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/nina-juergens--e1646829557147.jpg?fit=2944%2C2944&amp;ssl=1 2944w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" data-recalc-dims=\"1\" \/>Nina J\u00fcrgens<\/strong> studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaft mit BWL an der FU Berlin. Sie arbeitet im politischen Bereich im Bezirk und hat sich f\u00fcr diesen Artikel verst\u00e4rkt mit der Rolle von sozialen Organisationen besch\u00e4ftigt. Ihren Zigarettenstummel hat Sie am Ende doch aufgehoben.<\/span><\/p>\n<hr>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Friedrichshain-Kreuzberg. Der kleinste der 12 Berliner Bezirke, Kulturschwerpunkt, Touristenmagnet, Partyhochburg aber auch Spitzenreiter beim Thema M\u00fcll. Vor allem von M\u00fcll an Ecken, wo er nicht hingeh\u00f6rt. 2020 erzeugte jeder deutsche ca. 476 Kilogramm Haushaltsm\u00fcll pro Jahr, also knapp 1,3 Kilo t\u00e4glich, so die Auswertung des statistischen Bundesamtes. 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