{"id":11069,"date":"2020-08-27T12:26:31","date_gmt":"2020-08-27T10:26:31","guid":{"rendered":"http:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/?p=11069"},"modified":"2020-08-27T12:26:31","modified_gmt":"2020-08-27T10:26:31","slug":"zeitwert-ehrenamt-im-hospiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/?p=11069","title":{"rendered":"Zeitwert \u2013 Ehrenamt im Hospiz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen bilden f\u00fcr viele soziale Einrichtungen einen Grundpfeiler ihres Bestehens. Auch Hospize sind auf diese St\u00fctze angewiesen. Auf Menschen, die etwas von ihrer Zeit abgeben, ohne eine finanzielle Gegenleistung zu erwarten.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em>von Anika G\u00fclcher<\/em><\/p>\n<p>Zu Beginn der Corona-Pandemie wurde die Systemrelevanz von Pflegeberufen immer wieder deutlich. Es wurde \u00fcber Arbeitsbedingungen, Personalmangel und L\u00f6hne debattiert. Daneben fand in der Medienberichterstattung auch freiwilliges Engagement besondere Beachtung. Ehrenamtliche Hilfe f\u00fcr bed\u00fcrftige Menschen oder soziale Einrichtungen war teilweise entscheidend f\u00fcr das Weiterbestehen einzelner Gesch\u00e4fte sowie etablierter Organisationen. Doch auch abseits von Krisensituationen sind medizinische und pflegerische Einrichtungen wie Hospize auf die Unterst\u00fctzung durch ehrenamtliche Mitarbeiter*innen angewiesen. Diese Helfer*innen erbringen freiwillig und unentgeltlich einen Leistungseinsatz, der die Hospizarbeit erst in dem Ma\u00dfe erm\u00f6glicht, sodass sie heute Teil der Regelversorgung sein kann. Trotz der Professionalisierung der rund 260 station\u00e4ren Einrichtungen und ca. 1500 ambulanten Hospizdienste in Deutschland, so die Zahlen des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes e.V. (DHPV), bleibt das Ehrenamt ein wichtiger Pfeiler.<\/p>\n<p>Aber auch dieser wandelt sich und zunehmend j\u00fcngere Menschen mit den verschiedensten Motivationen interessieren sich f\u00fcr eine solche T\u00e4tigkeit, seien das soziales Engagement, Weiterbildung oder die Erf\u00fcllung pers\u00f6nlicher Bed\u00fcrfnisse abseits von finanziellen Anreizen. Wer sich warum f\u00fcr oder gegen ein Ehrenamt im Hospiz entscheidet, hat individuelle Gr\u00fcnde. \u201eMan muss eine Balance finden zwischen dem, was es mir gibt und dem, was es mir nimmt\u201c, findet Leonie Lobes <em>(*Name ge\u00e4ndert)<\/em>. Sie engagiert sich seit sechs Jahren ehrenamtlich im Diakonie-Hospiz Berlin Lichtenberg. \u201eAlles kann. Nichts muss. Das ist kein Hobby. Auch wenn es mit Spa\u00df und Freude zu tun hat, ein Ehrenamt kann auch manchmal Kraft kosten.\u201c<\/p>\n<h3>Tod und Sterben als Tabu<\/h3>\n<p>Fr\u00fcher war der Tod ein allgegenw\u00e4rtiger, zur Normalit\u00e4t geh\u00f6render Aspekt. Heute findet Sterben im Verborgenen statt. In Deutschland versuchen Hospize darum seit Mitte der 1980er das Sterben aus der Isolation zur\u00fcck in die Gesellschaft zu holen, um den Tod nicht als Tabuthema auszuschlie\u00dfen. F\u00fcr den Erfolg dieses Vorhabens spricht die Zunahme hospizlicher und palliativer Dienste in Deutschland \u2013 nach Angaben des DHPVs hat sich die Zahl dieser H\u00e4user seit 1996 mehr als verdreifacht. Als Teil des Gemeinwesens tragen ehrenamtliche Mitarbeiter*innen dazu bei, dass Sterben nicht abseits von der Gesellschaft stattfinden muss, sondern Platz in ihr findet. \u201eBeim Thema Sterben und Tod klatscht keiner in die H\u00e4nde\u201c, sagt Christel Silke. Sie arbeitet seit einem Jahr im Diakonie Hospiz in Berlin-Lichtenberg. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin hatte nie Schwierigkeiten mit dem Tod, doch der ihrer Tochter warf sie aus der Bahn. Bis zum letzten Atemzug sa\u00df sie an ihrem Bett und \u201epl\u00f6tzlich war da der Gedanke, dass ich das auch f\u00fcr andere machen k\u00f6nnte.\u201c Mit ihrer Arbeit tr\u00e4gt sie zur Enttabuisierung und Neugestaltung des Umgangs mit dem Sterben bei. Wie viele ehrenamtliche Mitarbeiter*innen f\u00fchrte sie die pers\u00f6nliche Verbindung zur Hospizarbeit. Doch nicht jeder Mensch m\u00f6chte und kann das.<\/p>\n<h3>Haus des Lebens<\/h3>\n<div id=\"attachment_11073\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-11073\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-11073\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bild-2_Frau-in-Blumen.jpg?resize=400%2C600\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bild-2_Frau-in-Blumen.jpg?resize=200%2C300&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bild-2_Frau-in-Blumen.jpg?resize=400%2C600&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bild-2_Frau-in-Blumen.jpg?resize=600%2C900&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bild-2_Frau-in-Blumen.jpg?resize=683%2C1024&amp;ssl=1 683w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bild-2_Frau-in-Blumen.jpg?resize=800%2C1200&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bild-2_Frau-in-Blumen.jpg?resize=1200%2C1800&amp;ssl=1 1200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bild-2_Frau-in-Blumen.jpg?w=2200 2200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bild-2_Frau-in-Blumen.jpg?w=3300 3300w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bild-2_Frau-in-Blumen.jpg?fit=3648%2C5472&amp;ssl=1 3648w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-11073\" class=\"wp-caption-text\">Im Hospiz soll sich niemand verstecken. Ehrenamtliche k\u00fcmmern sich auch darum, Hospizbewohner*innen am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. Foto: Edu Carvalho<\/p><\/div>\n<p>Das Stichwort Hospiz l\u00f6st schlie\u00dflich die verschiedensten, oft emotionalen Assoziationen aus. Es erinnert an Trauer und Krankheit, vielleicht denkt man an eigene Angeh\u00f6rige oder Bekannte und an die Angst vor dem Verlust. Ins \u201eHaus des Sterbens\u201c gehen schlie\u00dflich schwer kranke oder sterbende Menschen, die nicht mehr am Leben teilhaben k\u00f6nnen, so die skeptische Vorstellung.<\/p>\n<p>Entgegen dieser beklemmenden Sicht begegnen den Menschen dort alle Emotionen: \u201eIm Hospiz wird das Leben genossen, mit viel Lachen und Humor. Es geht nicht nur um Themen wie Sterben und Tod, sondern darum, wie ich den Menschen noch irgendwie eine Freude machen kann\u201c, sagt Fabian Kolditz, Pflegedienstleitung und Koordinator des station\u00e4ren Ehrenamts im Vivantes Hospiz Berlin. Darum vermeidet er die d\u00fcstere Bezeichnung und betrachtet das Hospiz lieber als \u201eHaus des Lebens\u201c. Es geht um eine sch\u00f6ne letzte Lebensphase und um den einzelnen Menschen. Es wird Nichts besch\u00f6nigt, jeder Mensch wird so angenommen, wie er ist. Der Tod soll nicht von der Gesellschaft abgespalten werden, denn: \u201eSolange man nicht tot ist, lebt man\u201c, sagt die ehrenamtliche Mitarbeiterin des Diakonie-Hospizes Berlin, Ute Bucher <em>(*Name ge\u00e4ndert)<\/em>.<\/p>\n<h3>Zwischen Pflege und Familie<\/h3>\n<p>In dieser letzten Lebensphase, der aktiven Sterbephase, leisten Menschen wie sie mit ihrer psychosozialen Betreuung einen wichtigen Beitrag. \u201eHospiz funktioniert nicht ohne Ehrenamt\u201c, betont Fabian Kolditz. Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen k\u00f6nnen sich in den verschiedensten Bereichen engagieren; von Hilfe in der K\u00fcche \u00fcber Gartenarbeit, Sitzwachen am Bett von Patient*innen und Unternehmungen bis hin zu Boteng\u00e4ngen. Sie erf\u00fcllen <em>ehrenvolle<\/em> Aufgaben, werden oft als Bezugsperson ins Vertrauen gezogen und \u00fcbernehmen Funktionen, die sonst Familienangeh\u00f6rigen zugewiesen w\u00fcrden. \u201eDas Ehrenamt steht als Bindeglied zwischen der Pflege und den Angeh\u00f6rigen. Das funktioniert besonders gut, wenn sie sich als stille Teilhaber in den Ablauf eingliedern k\u00f6nnen\u201c, so Kolditz.<\/p>\n<p>\u201eDie Hauptamtlichen k\u00f6nnten das so nicht leisten, sie sind k\u00f6rperlich und psychisch bereits ausgelastet\u201c, stellt Christina Graef <em>(*Name ge\u00e4ndert)<\/em> fest, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des Ricam Hospizes Berlin. Leonie Lobes stimmt zu: \u201eOhne die Bereitschaft, unentgeltlich etwas zu tun, solidarisch zu sein, laufen ganz viele Bereiche unserer Gesellschaft nicht mehr.\u201c Gleichzeitig betont sie, dass diese T\u00e4tigkeit nichts Au\u00dfergew\u00f6hnliches ist. \u201eUnsere Arbeit ist etwas Normales und nichts, wof\u00fcr man Applaus braucht. Man muss das nicht in den Himmel heben, wir sind keine Samariter.\u201c Auch Fabian Kolditz sieht das so: \u201eMan kann sich nicht auf die Fahne schreiben <em>Ich bin der Retter.<\/em>\u201c Das gilt sowohl f\u00fcr die freiwilligen als auch f\u00fcr die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen. Ausschlaggebend f\u00fcr das Funktionieren eines Hospizes ist das Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt. Diese Haltung sch\u00e4tzt Christel Silke: \u201eAm Ehrenamt im Hospiz ist die Gemeinschaft etwas ganz Besonderes. Alle engagieren sich, ob hauptberuflich oder ehrenamtlich f\u00fcr ein Ziel: Sterbende Menschen nicht allein zu lassen.\u201c<\/p>\n<h3>Verschenkte Zeit?<\/h3>\n<div id=\"attachment_11070\" style=\"width: 461px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-11070\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-11070 \" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bild-3_H\u00e4nde-Mann-und-Pflegerin.jpg?resize=451%2C300\" alt=\"\" width=\"451\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bild-3_H\u00e4nde-Mann-und-Pflegerin.jpg?resize=200%2C133&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bild-3_H\u00e4nde-Mann-und-Pflegerin.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bild-3_H\u00e4nde-Mann-und-Pflegerin.jpg?resize=400%2C266&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bild-3_H\u00e4nde-Mann-und-Pflegerin.jpg?resize=600%2C400&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bild-3_H\u00e4nde-Mann-und-Pflegerin.jpg?resize=800%2C533&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bild-3_H\u00e4nde-Mann-und-Pflegerin.jpg?resize=1024%2C682&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bild-3_H\u00e4nde-Mann-und-Pflegerin.jpg?resize=1200%2C799&amp;ssl=1 1200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bild-3_H\u00e4nde-Mann-und-Pflegerin.jpg?fit=1617%2C1077&amp;ssl=1 1617w\" sizes=\"(max-width: 451px) 100vw, 451px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-11070\" class=\"wp-caption-text\">Leonie Lobes ist es wichtig, anderen Menschen etwas von ihrer Zeit abzugeben und eine sinnstiftende Arbeit zu tun. Foto: Matthias Zomer<\/p><\/div>\n<p>Die Begleitung Sterbender beruht auf der Mentalit\u00e4t des Geschenks von Zeit, Daseins und Aushaltens. Sie l\u00e4sst sich nicht erzwingen oder durch einen finanziellen Reiz erzeugen. \u201eIch mache das gerne und daf\u00fcr muss mir niemand Geld geben\u201c, stellt Ute Bucher fest. Dass diese Gesellschaft nichts kostet, ist f\u00fcr viele Hospizbewohner*innen kaum vorstellbar. \u201eZeit schenken\u201c ist dann keine Pflicht, sondern Menschen tun das freiwillig, um f\u00fcr andere in einer Zeit des Loslassens und der Verletzbarkeit da zu sein. Die Kunst der ehrenamtlichen Begleitung liegt auch darin, Patient*innen mit der passenden ehrenamtlichen Unterst\u00fctzung zusammenzubringen.<\/p>\n<p>Doch nicht jeder kann sich so kurzfristig und f\u00fcr einen so knappen Zeitraum auf eine Person einlassen. Patient*in und Ehren\u00e4mtler*in k\u00f6nnen darum jederzeit sagen, was sie m\u00f6chten, und was nicht. Sie entscheiden frei \u00fcber ihre Zeit. Christina Graef antwortet auf die Frage nach der verschenkten Zeit: \u201eVerschenken ist ein sehr gro\u00dfes Wort. Das ist ein Miteinander. Das ist mir die Zeit wert und ich bin sehr gerne im Hospiz. Meine Aufgaben sind nicht spektakul\u00e4r, aber diese Dienste sind n\u00f6tig und das nehme ich den Hauptamtlichen gerne ab.\u201c Auch Leonie Lobes denkt \u00fcber den Wert von Zeit nach: \u201eMan ist man selbst und gibt ein bisschen was ab, was man an Zeit, Energie und Kreativit\u00e4t \u00fcbrighat. Das Abw\u00e4gen zwischen dem Schenken von Zeit und dem Schonen der eigenen Ressourcen ist wichtig und richtig und beides darf seinen Platz haben.\u201c<\/p>\n<h3>\u201eIch kann das, ich will das, ich darf das.\u201c<\/h3>\n<p>Christel Silke erf\u00fcllt ihr Ehrenamt voll und ganz. Sie wei\u00df zu sch\u00e4tzen, was sie erlebt: \u201eIch kann das, ich will das. Ich darf das.\u201c Sie und die anderen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen gehen gerne in das \u201eHaus des Lebens\u201c und versuchen, die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen zu entlasten, den Patient*innen Leidensdruck zu nehmen. Alle teilen ihre Aufmerksamkeit und Energie und erleben im Gegenzug eine ganz spezielle Zeitqualit\u00e4t. Vielleicht ist ein Ehrenamt nicht au\u00dfergew\u00f6hnlich, unnormal oder spektakul\u00e4r \u2013 aber es ist etwas Besonderes. Fabian Kolditz wei\u00df, dass man sich mit einem Ehrenamt nicht f\u00fcr etwas revanchieren oder etwas zur\u00fcckgeben kann. Jedoch kann man f\u00fcr Menschen da sein, pr\u00e4sent sein, wenn sie das m\u00f6chten. Ein Ehrenamt ist nicht uneigenn\u00fctzig und trotzdem nicht unbedingt selbstbezogen. Es ber\u00fchrt und lehrt, es nimmt und gibt.<\/p>\n<hr>\n<p><strong style=\"color: #003366;\"><br \/>\n<\/strong><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-10981 size-thumbnail alignleft\" style=\"color: #003366;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Anika_G\u00fclcher_Profilfoto_MeLab.jpg?resize=150%2C150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\"  data-recalc-dims=\"1\"><strong style=\"color: #003366;\">Annika G\u00fclcher <\/strong><span style=\"color: #003366;\">studiert Deutsche Philologie und Publizistik- und Kommunikationswissenschaft im vierten Semester an der Freien Universit\u00e4t Berlin. Sie hofft, auch in Zukunft von offenen und hilfsbereiten Menschen und Beziehungen berichten zu k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<hr>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen bilden f\u00fcr viele soziale Einrichtungen einen Grundpfeiler ihres Bestehens. 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