{"id":10222,"date":"2019-03-28T18:09:17","date_gmt":"2019-03-28T16:09:17","guid":{"rendered":"http:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/?p=10222"},"modified":"2019-03-28T18:09:17","modified_gmt":"2019-03-28T16:09:17","slug":"zweiter-bildungsweg-lisas-weg-zum-wunschberuf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/?p=10222","title":{"rendered":"Zweiter Bildungsweg: Lisas Weg zum Wunschberuf"},"content":{"rendered":"<p><strong>Lisa S. (28) hat sich entschieden Umwege in Kauf zu nehmen. Um doch noch ihren Traumberuf aus\u00fcben zu k\u00f6nnen, gab sie ihre alte Arbeitsstelle auf, holte ihr Abitur nach und begann ein Studium. In diesem Interview erz\u00e4hlt uns Lisa ihre Geschichte und wie es m\u00f6glich ist, sein Ziel auf dem zweiten Bildungsweg zu erreichen.<\/strong><\/p>\n<p>von&nbsp;Dayra Palacios<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Hallo Lisa, sch\u00f6n, dass Du Dir die Zeit nimmst. Erz\u00e4hl doch mal, was genau studierst Du jetzt? <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich studiere P\u00e4dagogik der Kindheit und bin im f\u00fcnften Semester. Die Regelstudienzeit ist sieben Semester. Ich denke, dass schaffe ich. Das Studium mache ich jetzt auf dem zweiten Bildungsweg. Vorher habe ich das Abitur nachgeholt. In meinem Studium geht es, um alles rund um die Kindheitsp\u00e4dagogik bis zum Alter von 14 Jahren. &nbsp;Der Studieninhalt ist breitgef\u00e4chert, ich erlerne nicht nur p\u00e4dagogische Inhalte, sondern auch Grundlagen der Entwicklungspsychologie, Forschungsmethoden und -praxis, Grundlagen der Managementaufgaben auf Leitungsebene in p\u00e4dagogischen Einrichtungen und vertiefend auch Inhalte zur Beratung. Die Beratung ist der Schwerpunkt, den ich mir gesetzt habe. Ich k\u00f6nnte nach dem Studium zum Beispiel in Kindertageseinrichtungen, Familienzentren oder -bildungsst\u00e4tten, aber auch bei der Jugendgerichtshilfe arbeiten. Ich werde aber versuchen, noch einen Master in Psychosozialer Beratung zu machen, wenn ich einen Platz bekomme und in finanzieller Hinsicht daf\u00fcr eine Weiterf\u00f6rderung bekomme.<\/p>\n<p><strong><em>Was hast Du fr\u00fcher gelernt und weshalb hattest Du Dir diesen Beruf damals ausgesucht?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich bin gelernte staatlich anerkannte Europasekret\u00e4rin. Meinen Abschluss habe ich 2009 gemacht. Ich habe den Beruf gelernt, weil ich Sprachen liebe und dadurch drei Sprachen lernen und erweitern konnte. Es waren Englisch, Franz\u00f6sisch und Spanisch.<\/p>\n<div id=\"attachment_10326\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-10326\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-10326 size-medium\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Abitur.jpg?resize=300%2C200\" alt=\"Abitur\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Abitur.jpg?resize=200%2C133&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Abitur.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Abitur.jpg?resize=400%2C267&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Abitur.jpg?resize=600%2C400&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Abitur.jpg?resize=800%2C533&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Abitur.jpg?fit=960%2C640&amp;ssl=1 960w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-10326\" class=\"wp-caption-text\"><a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/abitur-pr%C3%BCfung-schule-schriftlich-3240408\/\">Quelle: Pixabay<\/a><\/p><\/div>\n<p><strong><em>Wie kam es dazu, dass Du Dich entschieden hast Abitur zu machen um in eine neue berufliche Richtung zu gehen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Mir war langweilig (<em>lacht<\/em>). Ich habe in verschiedenen Unternehmen gearbeitet und immer das Gef\u00fchl gehabt nach anderthalb Jahren, dass ich mich langweile. Es gab keine Herausforderung. Obwohl ich meine Jobs immer geliebt habe, habe ich gemerkt, dass mir irgendetwas fehlt. Aus diesem Grund habe ich mir im Internet was gesucht und bin auf verschiedenen Wegen auf das <a href=\"http:\/\/www.klaere-bloch-schule.de\/\">Abendkolleg Kl\u00e4re-Bloch-Schule<\/a> gekommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Hast Du ein Studium schon fr\u00fcher in Betracht gezogen oder erst nachdem Du Dich entschieden hast das Abitur nachzuholen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Erst nachdem ich beschlossen habe mein Abitur zu machen. Ich wollte nie studieren (<em>kichert<\/em>). Mein Abi ging von 2013-2016.<\/p>\n<p><strong><em>Und wie hast Du die Zeit w\u00e4hrend des Abiturs finanziert?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich habe nebenbei gearbeitet, erst 40 Stunden die Woche und dann 30. Im Januar 2016, vor meinem Abschluss, habe ich gek\u00fcndigt, nur noch bei Kaiser\u00b4s ausgeholfen und Sch\u00fcler-BAf\u00f6G erhalten. Dadurch gab es weniger Druck und mehr Zeit zum Lernen.<\/p>\n<p><strong><em>War es nicht schwer das neben der Arbeit zu machen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ja, es war sehr schwer. Es gab einen strikten Zeitplan, wenig Freizeit und Privat musste ich zur\u00fcckstrecken.<\/p>\n<p><strong><em>Wie waren Deine Mitsch\u00fcler? Und in welchem Alter wart Ihr?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Vom Alter her sehr bunt gemischt. Es gab alles zwischen 18 und 30 Jahren. Die Charaktere sind sehr verschieden gewesen. Es gab keinen Beruf zweimal. Aber die Klasse hat zusammengehalten. Die Lerngruppen gab es vorwiegend bei mir, ich war zu faul woanders hinzugehen (<em>l\u00e4chelt<\/em>).<\/p>\n<p><strong><em>Was war Dein erster Eindruck zu Beginn des Abiturs bzw. des Studiums?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich habe mir keine Sorgen um mein Abitur gemacht. Ich habe mich bewusst daf\u00fcr entschieden. Ich habe lange gebraucht, mich f\u00fcr eine Weiterbildung zu entschieden. Ich wusste es wird schwierig wieder neu anzufangen und wieder zu lernen, aber ich war mir sicher, dass ich es schaffe.<\/p>\n<p>\u00dcber den Studieninhalt habe ich mich wenig informiert und bin ohne Erwartungen rangegangen. Ich habe zum Gl\u00fcck gleich jemanden auf meiner Wellenl\u00e4nge gefunden, mit dem ich mich austauschen kann. Und als ich die Themen gesehen habe, wusste ich gleich, dass es mich interessiert. Es war wie ein Befreiungsschlag etwas zu tun, was Dich wirklich interessiert, etwas Sinnvolles.<\/p>\n<p>Wenn man \u00e4lter ist, hat man einen bewussteren Blick f\u00fcr die Entscheidungen, die man trifft.<\/p>\n<p><strong><em>Hattest Du Schwierigkeiten hinterher zukommen im Abitur bzw. Studium?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>N\u00f6, ich war schon immer eine Streberin. Schwierigkeiten gab es nicht, au\u00dfer in Mathe. Im Studium niemals. Mal ist es etwas stressig wegen der Abgabetermine, aber nie so, dass ich was nachholen muss.<\/p>\n<p><strong><em>Gab es Unterschiede zwischen Dir und Deinen Kommilitonen und Kommilitoninnen, die mit 18 Jahren ihr Abitur gemacht und gleich zum Studium \u00fcbergewechselt haben? Wenn ja welche?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ja, es gab Unterschiede. Die J\u00fcngeren sehen es lockerer. Sie leben mehr und ich sehe das Studium eher als Vollzeitjob. Aber das ist ja auch immer unterschiedlich, mit welcher Intention man ein Studium startet. Ich nehme es sehr ernst, so viel wie m\u00f6glich mitzubekommen. Die Einfachheit des Lebens mit 18 habe ich ja schon hinter mir. Es gibt aber nicht nur junge Studenten, sondern auch eine Altersgruppe die bis zu zwanzig Jahren \u00e4lter ist, ihr Studium mit Kind machen oder nebenher ihren Beruf aus\u00fcben. Das ist kunterbunt gemischt.<\/p>\n<p><strong><em>Glaubst Du, dass es Dir einen Vorteil gegeben hat, Deinen Beruf auf dem zweiten Bildungsweg zu finden?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ja, ich denke schon. Ich wei\u00df zumindest, dass ich meine Chance pers\u00f6nlich bewusster nutze.<\/p>\n<p><strong><em>W\u00fcrdest Du es wieder so machen oder lieber traditionell mit 18 Jahren ein Abitur absolvieren und dann studieren?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde es immer wieder so machen, ich bereue nichts.<\/p>\n<p><strong><em>W\u00fcrdest Du es auch anderen Leuten empfehlen, auf den zweiten Bildungsweg zu gehen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das kommt darauf an in welcher Lebensphase man sich befindet, aber, wenn man mich nach meiner Meinung fragen w\u00fcrde, ja. Es ist immer gut sich weiterzubilden. Man h\u00f6rt nie auf, denke ich. Man muss nur das passende finden, egal ob Studium oder eine Weiterbildungsma\u00dfnahme. Aber ich w\u00fcrde immer die Person ermutigen, etwas Neues auszuprobieren oder sich weiterzubilden.<\/p>\n<p><strong><em>Was m\u00f6chtest Du mit Deinem Studium sp\u00e4ter erreichen? Wie soll deine berufliche Zukunft aussehen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Momentan habe ich einen Nebenjob bei <a href=\"https:\/\/www.vamv-berlin.de\/\">VAMV Verband f\u00fcr alleinerziehende M\u00fctter und V\u00e4ter<\/a> in D\u00fcsseldorf. In der Familienbetreuung fungiere ich als Notmutter, wenn ein Elternteil langfristig krankheitsbedingt ausf\u00e4llt und Hilfe ben\u00f6tigt. Ich betreue die Familie und erledige auch Dinge f\u00fcr die Familie wie kleine Haushaltst\u00e4tigkeiten oder das Einkaufen. Diese Arbeit ist eine wunderbare Grundlage f\u00fcr meinen sp\u00e4teren Beruf. Mit dem Nebenjob kann ich auch behinderte Kinder betreuen oder als Springerkraft in Kitas arbeiten. Diese drei Arbeitsformen kann ich mir aussuchen sowie meine Arbeitsstunden, ich verdiene bis zu 400 Euro. Die Arbeitsangebote kommen t\u00e4glich per E-Mail.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte sp\u00e4ter sehr gerne in der Familienhilfe\/-beratung arbeiten. Ich will Familien in Notlagen unterst\u00fctzen. Damit sie sich nicht hilflos f\u00fchlen, sondern die Unterst\u00fctzung bekommen, die sie brauchen, besonders in bestimmten schwierigen Lebensphasen. Und da kann ich auch aus pers\u00f6nlicher Erfahrung sprechen. Familien wissen oftmals nicht, was es alles gibt, da fehlt es an Aufkl\u00e4rung \u00fcber die angebotene staatliche Unterst\u00fctzung. Dabei gibt es sie und sie sollen die Bed\u00fcrfnisse der Kinder und der Eltern decken. Ich stelle mir immer die Frage, was braucht die Familie, damit das Familienkonstrukt wieder funktioniert. Das Kind steht im Mittelpunkt. Ein Kind hat jede Lebenshilfe verdient.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher habe ich mich f\u00fcr meinen Beruf geopfert. Dieser neue Berufsweg soll mir auch die Kraft geben, eine Balance zwischen Beruf und Privatleben zu bekommen. Das Gute daran ist, dass ich lerne Verantwortung abzugeben. Das hei\u00dft, ich versuche, was ich kann, um die Familie zu unterst\u00fctzen, jedoch muss sie entscheiden, ob sie diesen Weg gehen m\u00f6chte. Diese professionelle Distanz hindert mich nicht daran 100&nbsp;% zu geben, sie sch\u00fctzt mich aber vor der emotionalen \u00dcberforderung.<\/p>\n<p><strong><em>Gab es Menschen denen Deine Entscheidung nicht gepasst hat?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ne, ich habe mein Ding gemacht.<\/p>\n<p><strong><em>Best\u00e4rkt Deine Familie Dich darin?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Sie freuen sich f\u00fcr mich und stehen auch hinter mir, aber aufgrund der positiven Erfahrung ben\u00f6tige ich weniger Best\u00e4rkung, als wenn man unsicher w\u00e4re. Ich hole mir gerne den Rat von meiner Mutter und ihre Meinung ist mir sehr wichtig. Aber Entscheidungen habe ich schon immer selbst getroffen, ich verlasse mich dabei auf mich.<\/p>\n<p><strong><em>Was glaubst Du hat Dich besonders gepr\u00e4gt, diesen Weg einzuschlagen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Meine Mutter ist selbst Erzieherin, sie war schon immer meine Inspiration. Trotz famili\u00e4r bedingter Schwierigkeiten standen wir Kinder immer im Vordergrund. Ich denke, dies hat mich in die P\u00e4dagogik gef\u00fchrt. Menschen, die es so schwer haben sollen jemanden anrufen k\u00f6nnen und Unterst\u00fctzung bekommen, damit sie wissen, dass es jemanden gibt und es auch ok ist, um Hilfe zu bitten. Das Vertrauen hat jeder verdient und wenn ich davon weitegeben kann ist schon viel geschafft.<\/p>\n<p><strong><em>Gibt es auch negative Erfahrungen, die Du im Laufe des zweiten Bildungsweges gemacht hast?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich merke immer wieder das ich an Grenzen komme, das menschliche Verhalten zu verstehen. Man muss sich im Studium viel mit Selbstreflektion besch\u00e4ftigen und dann man stellt das Verhalten von anderen \u00f6fter in Frage als sonst. Ich merke einfach, dass ich manchmal sehr ungeduldig bin und aufgrund meines eigenen Ehrgeizes weniger offen f\u00fcr eine lockere Einstellung zum Schul- oder Studienleben bin. Ich denke, dass mir das manchmal auch im Weg steht, aber f\u00fcr mich ist dieser neue Berufsweg einfach zu wichtig.<\/p>\n<p><strong><em>Wie schaffst Du es, Dich zu finanzieren? Bekommst Du Unterst\u00fctzung?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ja, ich habe ein Vollzeit-Stipendium von der <em><a href=\"https:\/\/www.studienstiftung.de\/studienfoerderung\/\">Studienstiftung des deutschen Volkes<\/a><\/em> bekommen. &nbsp;Ich bekomme eine Grundsicherung, mein Stipendiensatz wird aufgef\u00fcllt mit dem Satz, den ich eigentlich als Baf\u00f6g erhalten w\u00fcrde. Ich m\u00fcsste theoretisch nicht nebenbei arbeiten. Allerdings ist es mir wichtig, mich nebenbei weiterzubilden, Berufserfahrung zu sammeln und auch meine pers\u00f6nlichen Reisen finanzieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong><em>W\u00fcrdest Du es auch ohne Unterst\u00fctzung schaffen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Es w\u00e4re viel, viel schwerer, aber ich w\u00fcrde es irgendwie schaffen, weil ich beim Studium nur 20&nbsp;Stunden Anwesenheitspflicht habe. Die Selbststudienzeit m\u00fcsste ich anders organisieren, es w\u00e4re viel stressiger. Mein Privatleben w\u00fcrde weiterhin darunter leiden.<\/p>\n<p><strong><em>Wie vereinbarst Du Studium, Arbeit und Privatleben?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Gerade befinde ich mich im Praxissemester und mache ein Praktikum. Ich muss viel arbeiten, aber es macht auch viel Spa\u00df. Ich werde unstrukturiert, wenn ich nicht arbeite und bin zufriedener, wenn ich arbeite. Aber so, dass ich es noch schaffe, das mein Privatleben nicht leiden muss.<\/p>\n<div id=\"attachment_10350\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-10350\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-10350\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pictogram-blind1.svg.png?resize=300%2C300\" alt=\"Pictogram-blind\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pictogram-blind1.svg.png?resize=66%2C66&amp;ssl=1 66w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pictogram-blind1.svg.png?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pictogram-blind1.svg.png?resize=200%2C200&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pictogram-blind1.svg.png?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pictogram-blind1.svg.png?resize=400%2C400&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pictogram-blind1.svg.png?resize=600%2C600&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pictogram-blind1.svg.png?resize=800%2C800&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pictogram-blind1.svg.png?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pictogram-blind1.svg.png?resize=1200%2C1200&amp;ssl=1 1200w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pictogram-blind1.svg.png?fit=2000%2C2000&amp;ssl=1 2000w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-10350\" class=\"wp-caption-text\"><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Pictogram-blind1.svg\">Quelle: anatom5 GmbH &amp; NatKo e.V.<\/a><\/p><\/div>\n<p><strong><em>Was f\u00fcr ein Praktikum machst Du?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Mein Praktikum mache ich in der Einrichtung <a href=\"https:\/\/bzbs.hamburg.de\/\"><em>Ganztagsschule f\u00fcr Bildungszentrum f\u00fcr Sehbehinderte und Blinde<\/em><\/a>. Ich betreue zwei Klassen und darf eine Sozialp\u00e4dagogin begleiten. Ich bekomme dabei einen Einblick in den allgemeinen Unterricht, in den Beratungsbereich, in Gespr\u00e4che mit Kooperationspartnern und Hilfestellung durch die Kollegen, wo ich sie noch brauche.<\/p>\n<p><strong><em>Wie sieht Dein Tag im Praktikum aus?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Morgens ab 8:00 Uhr gehe ich in den Klassenraum. 8:30 Uhr beginnt der Unterricht in 90-Minuten-Bl\u00f6cken. Ich begleite im Unterricht die Sch\u00fcler, es sind h\u00f6chstens zw\u00f6lf Sch\u00fcler. Alle haben einen individuellen Entwicklungsstand und m\u00fcssen somit individuell gef\u00f6rdert werden. \u00dcberwiegend liegt der F\u00f6rderbedarf im Bereich Sehen oder Lernen. Ich unterst\u00fctze die Lehrer im schulischen Alltag. Anfangs ist viel Organisatorisches zu erledigen, danach gibt es f\u00fcr jeden Sch\u00fcler entsprechend seiner F\u00e4higkeiten eine individuelle Aufgabenstellung bzw. einen Arbeitsauftrag. Die Unterrichtsmaterialien werden je nach Lernstand f\u00fcr die Sch\u00fcler und die Sch\u00fclerinnen bereitgestellt. Zur Mittagspause begleite ich die Sch\u00fcler gemeinsam mit einem Lehrer und betreue sie auch. Gegen 14 Uhr beginnt das Nachmittagsangebot. Die Schule hat ein wunderbares Angebot f\u00fcr Kurse wie Breakdance, Musik, T\u00f6pfern, Leichtathletik, etc. Auch findet in diesem Zeitraum eine M\u00e4dchen-GTG statt, in der ich auch hospitieren darf. W\u00e4hrend diesem Angebot gibt es Zeit und Raum f\u00fcr einen offenen Austausch oder andere (&#8222;M\u00e4dchen-&#8222;) Aktivit\u00e4ten wie zum Beispiel Spazierg\u00e4nge, Gesellschaftsspiele, eigenen Schmuck zu basteln oder Manik\u00fcre. Unter anderem kommen dabei auch interessante Unterhaltungen zustande. Das finde ich immer besonders spannend. Der Tag endet um 15:45 Uhr. Ich arbeite an vier Tagen in der Woche.<\/p>\n<p><strong><em>Wei\u00dft Du denn schon konkreter, wie und wo es nach dem Studium f\u00fcr Dich weitergehen wird beruflich?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ne, habe ich noch nicht gesucht. Ich habe immer so gelebt, dass ich alles auf mich zukommen lasse. Bis jetzt bin ich noch nicht an einen Punkt gekommen, an dem ich mir was suchen muss. Das lasse ich auch mich zukommen, damit bin ich schon immer gutgefahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Danke f\u00fcr das Gespr\u00e4ch, ich w\u00fcnsche Dir weiterhin viel Erfolg!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr>\n<p><span style=\"color: #003366;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-10285 size-thumbnail alignleft\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Bewerbungsfoto.jpg?resize=150%2C150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Bewerbungsfoto.jpg?resize=66%2C66&amp;ssl=1 66w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Bewerbungsfoto.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Bewerbungsfoto.jpg?zoom=2&amp;resize=150%2C150 300w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Bewerbungsfoto.jpg?zoom=3&amp;resize=150%2C150 450w, https:\/\/i0.wp.com\/userpage.fu-berlin.de\/melab\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Bewerbungsfoto.jpg?fit=517%2C709&amp;ssl=1 517w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><strong> Dayra Palacios<\/strong> studiert im f\u00fcnften Semester Deutsche Philolo<\/span><span style=\"color: #003366;\">gie und Publizistik- und Kommunikationswissenschaft.<\/span><\/p>\n<hr>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lisa S. 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