{"id":2755,"date":"2010-05-22T12:01:28","date_gmt":"2010-05-22T10:01:28","guid":{"rendered":"http:\/\/userpage.fu-berlin.de\/frers\/blog\/?p=2755"},"modified":"2010-11-26T15:34:52","modified_gmt":"2010-11-26T14:34:52","slug":"konkrete-abwesenheit-sozialraumliche-wechselspiele-von-widerstand-entzug-und-ermoglichung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/frers\/blog\/?p=2755","title":{"rendered":"<span lang=\"de\">Konkrete Abwesenheit. Sozialr\u00e4umliche Wechselspiele von Widerstand, Entzug und Erm\u00f6glichung.<\/span>"},"content":{"rendered":"<p><span lang=\"de\">Ich freue mich, hier einen neuen Vortrag zum Thema Abwesenheit ank\u00fcndigen zu k\u00f6nnen, den ich im September in Bern halten werde. Die Tagung des Graduiertenprogramms <q>ProDoc: Intermediale \u00c4sthetik. Spiel \u2014 Ritual \u2014 Performanz<\/q> der Universit\u00e4ten Basel und Bern mit dem Titel <em>I prefer not to be. Zeitgen\u00f6ssische Spielarten des K\u00f6rpers<\/em> fokussiert auf das Thema der Abwesenheit \u2013 was sich nat\u00fcrlich hervorragend mit der von Lars Meier, Erika Sigvardsdotter und mir organisierten <a href=\"http:\/\/userpage.fu-berlin.de\/frers\/blog\/?p=995\" title=\"Ank\u00fcndigung der Session hier im Blog\">Doppelsession zum Thema Absenz<\/a> bei der Tagung der Royal Geographical Society erg\u00e4nzt. Hier das Abstract f\u00fcr meinen Baseler Vortrag:<\/span><\/p>\n<blockquote lang=\"de\"><p>Am Ende der als architektonische Errungenschaft inszenierten Aussichtsplattform \u00fcber dem Aurlandsfjord wartet die Leere. Eine massive Glasscheibe h\u00e4lt den sich bewegenden K\u00f6rper auf, doch der Blick kann hinabst\u00fcrzen, hinab bis zur spiegelnden Oberfl\u00e4che des Wassers. Touristen tummeln sich auf der Plattform. Einige gehen nur langsam und vorsichtig voran, wie gegen einen sp\u00fcrbaren Widerstand. Sie machen sich schrittweise vertraut mit der Abwesenheit, \u00fcberwinden so den Widerstand gegen\u00fcber der Leere. Andere zeigen sich wagemutig. Sie lehnen sich gegen die Glasplatte und ihr Spiel mit dem Fall in den Abgrund zeigt den anderen Anwesenden, wie sie sich selbst, ihre Angst und ihren K\u00f6rper beherrschen.<br \/>\n<br \/>Diese und andere Konfigurationen von Dingen und Menschen habe ich im Rahmen eines ethnografischen Forschungsprojekts zu architektonisch aufwendig gestalteten Rastpl\u00e4tzen entlang der Norwegischen Tourismusroute im Detail analysiert. Als empirische Grundlage dienen Videoaufzeichnungen, die von mir und den Touristen selbst angefertigt wurden. Anhand dieses Materials wird in meiner Pr\u00e4sentation die konkrete Rolle des Abwesenden im Wahrnehmungshandeln der Akteure untersucht. Wie wird Abwesenheit strategisch inszeniert, zum Beispiel \u00fcber einen architektonischen Eingriff in r\u00e4umliche Anordnungen? Wie wird Abwesenheit auf der anderen Seite aber auch zum Gegenstand einer Vielzahl von unterschiedlichen Taktiken, in denen die Szene auf eine eigene Weise hervorgebracht wird und sie so f\u00fcr eine bestimmte Zeit einen anderen, vielleicht sogar die Planung durchkreuzenden Charakter erh\u00e4lt? Und schlie\u00dflich: Wie und wie lange kann die Spannung zwischen Pr\u00e4senz und Absenz gehalten werden, bevor sie sich der Aufmerksamkeit entzieht oder die Aufmerksamkeit auf etwas anderes gelenkt wird? In der Beantwortung dieser Fragen wird deutlich werden, dass Abwesenheit prozesshaft hervorgebracht wird und sozialr\u00e4umlich gebunden ist.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich freue mich, hier einen neuen Vortrag zum Thema Abwesenheit ank\u00fcndigen zu k\u00f6nnen, den ich im September in Bern halten werde. Die Tagung des Graduiertenprogramms ProDoc: Intermediale \u00c4sthetik. 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