{"id":1009,"date":"2009-07-31T07:01:00","date_gmt":"2009-07-31T07:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/userpage.fu-berlin.de\/~frers\/cgi-bin\/blosxom.cgi\/socialsci\/090730-erschoepfung_erosion.html"},"modified":"2010-01-22T00:57:20","modified_gmt":"2010-01-21T23:57:20","slug":"erschopfung-und-erosion-eine-phanomenologie-der-handlungsmacht-des-naturlichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/frers\/blog\/?p=1009","title":{"rendered":"Ersch\u00f6pfung und Erosion. Eine Ph\u00e4nomenologie der Handlungsmacht des Nat\u00fcrlichen."},"content":{"rendered":"<p><span xml:lang=\"de\" lang=\"de\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/userpage.fu-berlin.de\/~frers\/blosxom\/data\/erschoepfung_erosion.jpg\" width=\"427\" height=\"320\" alt=\"Bild der ersten Folie meines Vortrags\" style=\"border:1px solid black; margin-right:4px\" \/>Am 18. und 19. Juni konnte ich erfreulicherweise auf der wirklich spannenden gemeinsamen Tagung der Sektionen <em>Wissenschafts- und Technikforschung<\/em> und <em>Umweltsoziologie<\/em> der <abbr title=\"Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Soziologie\">DGS<\/abbr> einen Vortrag halten. Zum Gl\u00fcck habe ich w\u00e4hrend des Vortrags die Verwendung von F\u00fcllw\u00f6rtern wie <q>sozusagen<\/q>,<q>halt<\/q>,<q>eben<\/q> und so weiter einigerma\u00dfen im Griff gehabt, so dass es mir nicht zu unangenehm ist, die Aufnahme des Vortrags hier im Internet zur Verf\u00fcgung zu stellen. (\u00dcblicherweise nutze ich die M\u00f6glichkeit mit meiner Pr\u00e4sentationssoftware, Apples <a href=\"http:\/\/www.apple.com\/de\/iwork\/keynote\/\" title=\"Pr\u00e4sentation der Software auf Apples Webseiten\">Keynote<\/a>, einen Vortrag aufzuzeichnen. Nicht immer ist die Qualit\u00e4t gut genug zur Weitergabe, aber in jedem Fall ist es genauso schmerzhaft wie lehrreich, sich den eigenen Vortrag mit etwas Abstand noch einmal anzuschauen.) Hier jedenfalls das Abstract f\u00fcr den Vortrag und im Anschluss der Verweis zum aufgezeichneten Video.<\/span><\/p>\n<blockquote xml:lang=\"de\" lang=\"de\"><p>Aufbauend auf einer Studie \u00fcber besonders eindrucksvoll gestaltete Aussichts- und Rastpl\u00e4tze auf der Norwegischen Tourismus Route (<a href=\"http:\/\/routes.no\" title=\"Webseite des Forschungsprojekts 'Routes, Roads, and Landscape'\">routes.no<\/a>) will ich in dieser Pr\u00e4sentation die Wirk- oder Handlungsmacht des Nat\u00fcrlichen thematisieren. Im Vordergrund steht dabei weniger eine Diskussion des Nat\u00fcrlichen als Kategorie, sondern vielmehr die <q xml:lang=\"en\" lang=\"en\">agency<\/q>, die sich an diesen Orten entfaltet. Der Norwegische Tourismusverbund und das staatliche Verkehrswesen pr\u00e4sentieren diese Orte als Modellhaft. Hier zeigt sich die norwegische Landschaft in ihrer vollen Pracht &#8211; und zwar gerahmt durch spezifisch skandinavisches Design. Diese Orte sind in der Tat beispielhaft f\u00fcr die Kategorie des Sublimen \u2013 Natur zeigt sich hier genauso sch\u00f6n wie schrecklich. Was bedeutet dies jedoch im Alltag dieser Orte? Im Zentrum der hier pr\u00e4sentierten Untersuchung steht sowohl die langsam zerst\u00f6rende Wirkung der Erosion wie auch der pl\u00f6tzliche Eingriff eines Wetterereignisses. Im Sinne einer Ph\u00e4nomenologie des hier untersuchten Ortes begrenzt sich die Untersuchung des Nat\u00fcrlichen aber nicht auf das Nat\u00fcrliche ausserhalb des eigenen K\u00f6rpers. Die eigene Natur ist mit eingeschlossen und sie ist in sehr konkreter Weise ein entscheidender Anlass f\u00fcr den Halt an einem Ort. Die Ersch\u00f6pfung einer l\u00e4ngeren Reise im Auto, der ordin\u00e4re Druck der Blase \u2013 auch diese nat\u00fcrlich-leiblichen Prozesse treten hier zu Tage und pr\u00e4gen den kreativen Umgang mit der Materialit\u00e4t und sozialen Normung dieser Orte. Anhand von Fotografien, Videomaterial und ethnografischen Aufzeichnungen wird in dieser Pr\u00e4sentation des gro\u00dfe Potential einer offenen Auseinandersetzung mit technisierten R\u00e4umen der Mobilit\u00e4t aufgezeigt \u2013 einer Auseinandersetzung in der die prozesshafte und oft unerwartete Verquickung von Handlungen, Wahrnehmungen, Ereignissen und Routinen in ihrer ganzen Spannungsgeladenheit thematisiert wird.<br \/>\nVideoaufzeichnung des Vortrags (30 min):<br \/><a href=\"\/frers\/materialitaet\/erschoepfung-erosion.ogg\" title=\"rechts klicken, um das Video herunterzuladen\">Ogg Theora Video<\/a> (49.4 MB, abspielen mit <a href=\"http:\/\/www.videolan.org\/\" title=\"Homepage des Open Source Programms VideoLanClient\">VLC<\/a>)<br \/><a href=\"\/frers\/materialitaet\/erschoepfung-erosion.mov\" title=\"rechts klicken, um das Video herunterzuladen\">QuickTime Video<\/a> (62.2 MB, abspielen mit <a href=\"http:\/\/www.apple.com\/quicktime\/\" title=\"Homepage f\u00fcr Apples Medienwiedergabeprogramm\">QuickTime<\/a>)<\/p><\/blockquote>\n<p xml:lang=\"de\" lang=\"de\">Die Tagung lief unter dem vielversprechenden Titel <a href=\"http:\/\/www.ufz.de\/index.php?de=18062\" title=\"Tagungsprogramm auf der Website des Umweltforschungszentrums in Leipzig\">Technik und die Wiederkehr der Natur \u2013 Zur \u00c4sthetik der sch\u00f6pferischen Zerst\u00f6rung<\/a> und wurde am Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Umweltforschung in Leipzig ausgerichtet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 18. und 19. 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