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12.12.2013

Gerhard Simonsohn übergibt NS-Dokumentation an Yad Vashem.


  Gerhard Simonsohn mit Haim Gertner im Goldenen Saal in der Kaiserswerther Straße
Haim Gertner und Gerhard Simonsohn im Goldenen Saal des FU-Präsidialamtes,
Foto und © Bernd Wannenmacher

 
Gerhard Simonsohn (Immatrikulationsakte)
Gerhard Simonsohn, Fotograf unbekannt,
Quelle: Universitätsarchiv der FU,
Studierendenakten, StudA/4480

 
Buch von Gerhard Simonsohn
"Leben im Schatten wachsenden Unheils –
Kindheit und Jugend in Spandau 1925-1945"
von Gerhard Simonsohn
 
  Gerhard Simonsohn (* 23.1.1925 in Berlin, † 29.5.2022 in Berlin)
 
Gerhard Simonsohn wird als Matrikelnummer 4480 im August 1949 zum Physikstudium an der Philoso­phischen Fakultät der FU zugelassen. Er beendet das Studium mit dem Diplom Anfang 1953 und lehrt später bis zu seiner Emeritierung als Physikprofes­sor am Fachbereich Physik der FU.
 
Mehrere seiner Verwandten väterlicherseits fallen der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschi­nerie zum Opfer. Sein Vater stirbt 1943 im Konzen­trationslager Buchenwald, seine beiden Tanten und das einjährige Baby der jüngeren von beiden wer­den nach Auschwitz deportiert und getötet. Gerhard Simonsohn selbst entgeht der Verfolgung. Er kann zwar die Oberschule nicht beenden, kommt aber auf Vermittlung seines Vaters in dem alteingeses­senen Kreuzberger Handwerksbetrieb Reiche & Vogel als Lehrling unter.
 
Gerhard Simonsohn veröffentlicht 1997 das auto­biografische Buch "Leben im Schatten wachsenden Unheils – Kindheit und Jugend in Spandau 1925-1945", in dem das Schicksal seiner Familie in der NS-Zeit beschrieben ist.
 
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