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Haim Gertner und Gerhard Simonsohn im Goldenen Saal des FU-Präsidialamtes, Foto und © Bernd Wannenmacher
Gerhard Simonsohn, Fotograf unbekannt, Quelle: Universitätsarchiv der FU, Studierendenakten, StudA/4480
"Leben im Schatten wachsenden Unheils – Kindheit und Jugend in Spandau 1925-1945" von Gerhard Simonsohn |
Gerhard Simonsohn (* 23.1.1925 in Berlin, † 29.5.2022 in Berlin)
Gerhard Simonsohn wird als Matrikelnummer 4480 im August 1949 zum Physikstudium an der Philosophischen Fakultät der FU zugelassen. Er beendet das Studium mit dem Diplom Anfang 1953 und lehrt später bis zu seiner Emeritierung als Physikprofessor am Fachbereich Physik der FU. Mehrere seiner Verwandten väterlicherseits fallen der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie zum Opfer. Sein Vater stirbt 1943 im Konzentrationslager Buchenwald, seine beiden Tanten und das einjährige Baby der jüngeren von beiden werden nach Auschwitz deportiert und getötet. Gerhard Simonsohn selbst entgeht der Verfolgung. Er kann zwar die Oberschule nicht beenden, kommt aber auf Vermittlung seines Vaters in dem alteingesessenen Kreuzberger Handwerksbetrieb Reiche & Vogel als Lehrling unter. Gerhard Simonsohn veröffentlicht 1997 das autobiografische Buch "Leben im Schatten wachsenden Unheils – Kindheit und Jugend in Spandau 1925-1945", in dem das Schicksal seiner Familie in der NS-Zeit beschrieben ist. |