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9.1.2006

Marcel Reich-Ranicki erhält vom Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften die Ehrendoktorwürde.

Foto: Marcel Reich-Ranicki hält seine Rede Marcel Reich-Ranicki (*2.6.1920 in Wiłocłwek/Polen, † 18.9.2013 in Frankfurt am Main)
 
Der in Polen geborene Jude zieht 1929 mit seiner Familie nach Berlin. Nach dem Abitur 1938 stellt er vergeblich einen Immatrikula­tions­antrag an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin.
 
Im Herbst desselben Jahres wird er nach Polen deportiert und lebt seit 1940 im Warschauer Ghetto, aus dem er 1943 gemeinsam mit seiner Frau Teofila fliehen kann.
 
Ab 1951 betätigt er sich als freier Publizist in Polen.
 
1958 zieht er in die Bundesrepublik Deutschland und wird zu einem der einflussreichsten Literaturkritiker. Dem breiten Publikum ist er als langjähriger Feuilleton-Chef der FAZ und durch die Fernsehsen­dung "Das literarische Quartett" bekannt.
 
Im Jahr 1999 erscheint seine Autobiographie "Mein Leben", die auch verfilmt wird.
Marcel Reich-Ranicki, Foto und © David Ausserhofer

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