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23.3.2023

Beisetzung der auf dem Gelände der Ihnestraße 22 gefundenen menschlichen Überreste

  Dotschy Reinhardt
Dotschy Reinhardt, Vertreterin des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma,
Foto und © Michael Fahrig
  In langjährigen Untersuchungen kann das für die Grabungen zuständige Archäologieteam unter Lei­tung von Susan Pollock die auf dem Gelände der Ihnestraße 22 gefundenen rund 16 000 sterblichen Überreste mindestens 54 Menschen zuordnen. Die Knochenfragmente stammen aus den kolonialen Sammlungen des Kaiser-Wilhelm-Instituts für An­thropologie, menschliche Erblehre und Eugenik. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass ein Teil der aufgefundenen Knochen aus der NS-Zeit stammt.
 
Die FU, die Max-Planck-Gesellschaft, das Landes­denkmalamt Berlin, der Zentralrat der Juden, der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und weitere Opferverbände kommen überein, dass keine inva­siven Untersuchungen der Knochen erfolgen soll.
 
Am 15. Oktober 2024 wird am Otto-Suhr-Institut eine Ausstellung eröffnet, die am Beispiel des KWI für Anthropologie, menschliche Erblehre und Euge­nik die Verbindung von Wissenschaft und Unrecht am historischen Ort dokumentiert.
 
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