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Dotschy Reinhardt, Vertreterin des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Foto und © Michael Fahrig |
In langjährigen Untersuchungen kann das für die Grabungen
zuständige Archäologieteam unter Leitung von Susan Pollock
die auf dem Gelände der Ihnestraße 22 gefundenen rund
16 000 sterblichen Überreste mindestens 54 Menschen
zuordnen. Die Knochenfragmente stammen aus den kolonialen Sammlungen
des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Anthropologie, menschliche
Erblehre und Eugenik. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass
ein Teil der aufgefundenen Knochen aus der NS-Zeit stammt.
Die FU, die Max-Planck-Gesellschaft, das Landesdenkmalamt Berlin, der Zentralrat der Juden, der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und weitere Opferverbände kommen überein, dass keine invasiven Untersuchungen der Knochen erfolgen soll. Am 15. Oktober 2024 wird am Otto-Suhr-Institut eine Ausstellung eröffnet, die am Beispiel des KWI für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik die Verbindung von Wissenschaft und Unrecht am historischen Ort dokumentiert. |