[an error occurred while processing this directive] 1973

9.6.1973

SPD-Ausschlussverfahren gegen FU-Vizepräsident Uwe Wesel

  Schwarz-Weiß-Foto: Uwe Wesel
Uwe Wesel, Fotograf unbekannt, Quelle: Universitätsarchiv der FU, Foto/11378
  Uwe Wesel legt beim Bonner SPD-Vorstand Wi­derspruch gegen seinen Parteiausschluss ein. Am 28. Juni 1973 tritt er aus Protest gegen die am glei­chen Tag verabschiedete Novelle zum Lehrerbil­dungsgesetz (Löffler-Plan) als FU-Vizepräsident zurück (siehe auch den Eintrag zum 18.1.1973). Mit dem Löffler-Plan wird die Einrichtung eines außeruni­versitären Wissenschaftlichen Landesprü­fungsamtes durch den SPD-Senator Gerd Löffler bezeichnet. Damit wird den Universitäten das bis dahin geltende Prüfungsrecht für Lehramtsstuden­ten entzogen.
 
Am 22. Dezember 1974 bestätigt die Bundes­schiedskommission der SPD im zweiten Anlauf Wesels Parteiausschluss. Zur Begründung des Beschlusses wird ein Vortrag Wesels vor Anhän­gern des maoistischen Studentenverbandes KSV angeführt, in dem Wesel dem KSV angeblich "Ratschläge zur Verbesserung der Effektivität sei­ner Arbeit" gegeben haben soll. Wesels Ansprache an den KSV zur Frage des individuellen Terrors wurde hingegen von ihm mit der Absicht gehalten, die maoistischen Studenten von Übergriffen gegen konservative Professoren abzuhalten.
 
- Uwe Wesel: Ansprache an den KSV
 
[an error occurred while processing this directive]