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Uwe Wesel, Fotograf unbekannt, Quelle: Universitätsarchiv der FU, Foto/11378 |
Uwe Wesel legt beim Bonner
SPD-Vorstand Widerspruch gegen seinen
Parteiausschluss ein. Am 28. Juni 1973 tritt er aus Protest
gegen die am gleichen Tag verabschiedete Novelle zum Lehrerbildungsgesetz
(Löffler-Plan) als FU-Vizepräsident zurück (siehe auch
den Eintrag zum
18.1.1973).
Mit dem Löffler-Plan wird die Einrichtung eines
außeruniversitären Wissenschaftlichen
Landesprüfungsamtes durch den
SPD-Senator Gerd
Löffler bezeichnet. Damit wird den Universitäten das
bis dahin geltende Prüfungsrecht für Lehramtsstudenten entzogen.
Am 22. Dezember 1974 bestätigt die Bundesschiedskommission der SPD im zweiten Anlauf Wesels Parteiausschluss. Zur Begründung des Beschlusses wird ein Vortrag Wesels vor Anhängern des maoistischen Studentenverbandes KSV angeführt, in dem Wesel dem KSV angeblich "Ratschläge zur Verbesserung der Effektivität seiner Arbeit" gegeben haben soll. Wesels Ansprache an den KSV zur Frage des individuellen Terrors wurde hingegen von ihm mit der Absicht gehalten, die maoistischen Studenten von Übergriffen gegen konservative Professoren abzuhalten. - Uwe Wesel: Ansprache an den KSV |