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Ernest Mandel im Oktober 1970, Foto Eric Koch/Anefo, Quelle: Nationaal Archief (Niederlande) |
Ernest Mandel (*5.4.1923 in Frankfurt am Main, † 20.7.1995 in Brüssel)
Ernest Mandel hat in der Résistance gegen die deutschen Besatzer gekämpft und wird nach seiner Verhaftung 1944 in das KZ Flossenbürg deportiert und 1945 von US-Truppen befreit. Der Fachbereichsrat des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft hatte am 19. Januar 1972 mit 13:1:1 Stimmen Mandels Berufung beschlossen. Die Vizepräsidentin der FU, Margherita von Brentano, tritt aus Protest gegen die Entscheidung des Wissenschaftssenators von ihrem Amt zurück. Als Mandel am 28. Februar 1972 zu einer Veranstaltung nach West-Berlin reisen will, wird ihm auf Anordnung von Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) die Weiterreise nach Berlin verweigert. Die DDR beantwortet Mandels Antrag, über den DDR-Flughafen Berlin-Schönefeld nach West-Berlin zu gelangen, abschlägig. Am Abend protestieren im Auditorium maximum der FU etwa 2000 FU-Angehörige gegen die gegen Lefèvre und Mandel verhängten Einstellungsverbote Es werden für das Sommersemester Streiks im gesamten Universitätsbereich angekündigt. Siehe auch den Eintrag zum 21.2.1972. |