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21.2.1972

Berliner Senat lehnt Anstellung von Wolfgang Lefèvre ab.

  Schwarz-Weiß-Foto: Wolfgang Lefèvre
Wolfgang Lefèvre am 17.5.1968 in Schiphol (Niederlande),
Foto Ron Kroon/Anefo, Quelle: Nationaal Archief
(Niederlande)

 
  Wolfgang Lefèvre (*2.2.1941 in Pulsnitz, † 25.12.2025 in Berlin)
 
Nach dem Abitur am katholischen Gymnasium Marianum im nord­rheinwestfälischen Warburg, studiert Lefèvre Philosophie, Soziologie und Geschichte an der FU Berlin. Er ist Mitglied im Argument-Club und im SDS.
 
1965 wird er AStA-Vorsitzender und am 26.10.1965 wegen der Un­terzeichnung des Aufrufs "Frieden für Vietnam" abgewählt (siehe den Eintrag zum 17.8.1965). 1967 wird er Vorsitzender des Konvents (Studentenparlament). Von 1970 bis 1971 ist er führendes Mitglied der maoistischen "Proletarischen Linken/Parteiinitiative" (PL/PI).
 
1971 promoviert Lefèvre bei Jacob Taubes zum Thema "Zum histori­schen Charakter und zur historischen Funktion der Methode bürgerli­cher Soziologie. Untersuchungen am Werk Max Webers". Er habili­tiert 1978 mit einer Studie zur "Naturtheorie und Produktionsweise" und wird danach Außerordentlicher Professor am Fachbereich Philo­sophie- und Sozialwissenschaften der FU.
 
Gemeinsam mit Peter Damerow (2. AStA-Vorsitzender 1965) leitet Lefèvre das Forschungskolloquium "Begriffsentwicklung in den Natur­wissenschaften" als gemeinsames Projekt des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der FU Berlin.
 
Von 1994 bis 2024 ist Lefèvre Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte in Berlin.
 
In Memoriam: Wolfgang Lefèvre (1941-2025)
 
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