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Diethard Küster im Januar 1978 auf dem
Tunix-Kongress im Audimax der TU Berlin,
Quelle: privat
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Einen konkreten Grund für die Festnahme gibt es nicht. Die zahlreichen
DDR-Stempel in Küsters Reisepass, ein Ergebnis der Fahrten auf
der Transitstrecke Berlin-Westdeutschland, erregen vermutlich den Argwohn
der chilenischen Geheimpolizei. Ein weiterer Grund: Küsters
angebliche Ähnlichkeit mit dem international gesuchten Terroristen
"Carlos" alias Illich Ramirez Sánchez.
Diethard Küster (* 1952 in Dortmund) studiert nach dem Abitur
Germanistik und
Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin. Als
Student gehört er zur Sponti-Szene in Berlin und ist 1978 einer
der Veranstalter des Tunix-Kongresses, einer Initialzündung für
die Alternativbewegung.
Küster arbeitet nach dem Studium als Filmemacher. Sein Spielfilm
"Va Banque" aus dem Jahr 1986 wird zu einem
"Berlin-Kultfilm". Neben Winfried Glatzeder und Rolf Zacher treten
darin auch die Musiker Willy DeVille, Rio Reiser, Achim Reichel,
Kevin Coyne, Joy Rider auf sowie in einer Nebenrolle Joschka Fischer
(als Taxifahrer). Küster arbeitet in den folgenden Jahren als
Regisseur für Serienproduktionen von Sat.1, RTL und ARD ("Tatort").
Im Jahr 2002 gehört er zu den Preisträgern des "Deutschen
Fernsehpreises".
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