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9.5.1969

Störaktionen gegen das Repetitorium von Helmut Quaritsch

  Schwarz-Weiß-Foto: Helmut Quaritsch bittet Studenten mit einem Megaphon der Polizei zur Vorlesung
Helmut Quaritsch bittet Studenten mit einem Megaphon der Polizei zur Vorlesung.
Foto Klaus Mehner, Quelle und ©: Bundesstiftung Aufarbeitung,
Mediennr. 00012476
  Als am 9. Mai mehrere fakultätsfremde Eindring­linge versuchen, Quaritsch aus dem Saal zu drän­gen, kommt es zu Auseinandersetzungen mit Studenten des Repetitoriums, die sich schützend vor Quaritsch stellen. In Reaktion auf den Vorfall erfolgen vor den Eingängen der Juristischen Fakul­tät polizeiliche Einlasskontrollen.
 
Es kommt im Sommersemester immer wieder zu Unterbrechungen des Lehrbetriebs an mehreren Instituten und zu Farbeierwürfen gegen Professo­ren, die Ordnungsverfahren oder Strafanzeigen wegen Vorlesungsstörungen eingeleitet haben. So werden u. a. der Dekan der Wirtschafts- und Sozial­wissenschaftlichen Fakultät Wolfram Fischer und sein Kollege Horst Sanmann mit Farbeiern beworfen, ebenso die Romanistikprofessoren Horst Baader, Erich Loos und Walter Papst sowie Alexan­der Schwan am Otto-Suhr-Institut, Thomas Nipper­dey am Friedrich-Meinecke-Institut, der Direktor des Slavischen Seminars Herbert Bräuer und Roman Herzog an der Juristischen Fakultät.
 
Siehe auch den Eintrag zum 9.2.1970.
 
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