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Helmut Quaritsch bittet Studenten mit einem Megaphon der Polizei zur Vorlesung. Foto Klaus Mehner, Quelle und ©: Bundesstiftung Aufarbeitung, Mediennr. 00012476 |
Als am 9. Mai mehrere fakultätsfremde Eindringlinge versuchen, Quaritsch aus dem Saal
zu drängen, kommt es zu Auseinandersetzungen mit Studenten des Repetitoriums, die sich
schützend vor Quaritsch stellen. In Reaktion auf den Vorfall erfolgen vor den Eingängen
der Juristischen Fakultät polizeiliche Einlasskontrollen.
Es kommt im Sommersemester immer wieder zu Unterbrechungen des Lehrbetriebs an mehreren Instituten und zu Farbeierwürfen gegen Professoren, die Ordnungsverfahren oder Strafanzeigen wegen Vorlesungsstörungen eingeleitet haben. So werden u. a. der Dekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät Wolfram Fischer und sein Kollege Horst Sanmann mit Farbeiern beworfen, ebenso die Romanistikprofessoren Horst Baader, Erich Loos und Walter Papst sowie Alexander Schwan am Otto-Suhr-Institut, Thomas Nipperdey am Friedrich-Meinecke-Institut, der Direktor des Slavischen Seminars Herbert Bräuer und Roman Herzog an der Juristischen Fakultät. Siehe auch den Eintrag zum 9.2.1970. |