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Bahman Nirumand im Auditorium maximum der FU Foto: Bernard Larsson, Quelle: Universitätsarchiv der FU, Foto BL-F/058 |
Bahman Nirumand (* 18.9.1936 in Teheran)
Als Fünfzehnjähriger kommt Bahman Nirumand zum Schulbesuch nach Deutschland. Er studiert nach dem Abitur in München, Tübingen und an der FU Germanistik, Philosophie und Iranistik. 1960 promoviert er in Tübingen mit einer Dissertation zum Thema "Probleme der Verpflanzung des europäischen Dramas in die neupersische Literatur" und kehrt in den Iran zurück. Dort leistet er den Wehrdienst ab, lehrt an der Universität Teheran Literaturwissenschaft und arbeitet als Deutschlehrer am Goethe-Institut. Als ihm wegen seiner Opposition gegen das Schah-Regime die Verhaftung droht, emigriert er 1965 nach Deutschland. Im März 1967 erscheint sein Buch "Persien, Modell eines Entwicklungslandes oder die Diktatur der Freien Welt" mit einem Nachwort seines Förderers Hans Magnus Enzensberger, das im Vorfeld des Schah-Besuchs in hoher Auflage vertrieben wird und zur Mobilisierung der Proteste gegen den Empfang des persischen Kaiserpaares beiträgt. Kurz vor dem Sturz des Schah-Regimes kehrt Nirumand 1979 in sein Heimatland zurück und lehrt erneut an der Universität Teheran. Drei Jahre später muss er als Gegner der Mullah-Diktatur den Iran erneut verlassen. Er lebt seitdem als freier Autor in Frankfurt am Main und Berlin. |