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Von links nach rechts: Alice Herdan-Zuckmayer, Hans-Joachim Boehm (AStA- Vorsitzender), Carl Zuckmayer und Jürgen Fijalkowski (Kulturreferent des AStA) im Clubhaus der FU, Foto: Gerd-Victor Krau, Quelle: Universitätsarchiv der FU, Foto/30170 |
Carl Zuckmayer (* 27.12.1896 in Nackenheim, † 18.1.1977 in Visp/Schweiz) Carl Zuckmayer wächst in Mainz auf und wird nach einem Notabitur von 1914 bis 1918 als Soldat an der Westfront eingesetzt. Er studiert ab 1920 Jura, Soziologie und Literaturgeschichte in Frankfurt am Main und Heidelberg. Sein Studium schließt er nicht ab. Seit 1922 arbeitet er als Dramaturg in Kiel, München und ab 1924 in Berlin an der Seite von Bertolt Brecht. Seinen großen Durchbruch als Schriftsteller gelingt ihm 1925 mit dem Theaterstück "Der fröhliche Weinberg", das am Theater am Schiffbauerdamm in Berlin uraufgeführt wird und eines der meist gespielten Komödien der 1920er Jahre ist. Es folgt 1931 sein wohl bekanntestes Theaterstück "Der Hauptmann von Köpenick". Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten werden Zuckmayers Werke verboten. Wegen seiner jüdischen Herkunft flieht er über eine Zwischenstation in Österreich in die Schweiz und wandert 1939 in die USA aus, wo er ab und an als Drehbuchautor arbeitet und ansonsten seine Familienfarm in Vermont bewirtschaftet. 1943 verfasst Zuckmayer, der inzwischen amerikanischer Staatsbürger geworden ist, im Auftrag des Auslandsgeheimdienstes der USA 150 exemplarische Porträts über die Haltung von Schrifttellern, Musikern, Verlegern und Journalisten in der Zeit des Nationalsozialismus. Dieser "Geheimreport" erscheint erst 2002 als deutsche Buchausgabe. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrt Zuckmayer nach Deutschland zurück. Er lehnt aber eine Wiedereinbürgerung in sein Geburtsland ab. Sein 1946 in Zürich uraufgeführtes Drama "Des Teufels General" wird auch in der Verfilmung unter der Regie von Helmut Käutner ein großer Publikumserfolg. Quelle: Deutsche Biographie Hans-Joachim Boehm (* 23.10.1920 in Berlin, † 12.10.2019 ebenda) Boehm studiert an der FU Volkswirtschaft und ist 1951 AStA-Vorsitzender. Er hat später verschiedene Positionen in der Berliner CDU inne und wird 1990 als Stadtältester von Berlin geehrt. Jürgen Fijalkowski (*29.8.1928 in Berlin, † 18.9.2014 ebenda) Fijalkowski studiert an der FU Soziologie und Psychologie und ist Mitgründer der Deutsch-Israelischen Studiengruppe. Er promoviert 1958 und habilitiert sich 1970 am OSI. 1971 nimmt er eine Professur an der Pädagogischen Hochschule Berlin an, bevor er 1976 an die FU auf den Lehrstuhl für Politikwissenschaft und Politische Soziologie wechselt. |