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13.12.1951

Carl Zuckmayer zu Gast an der FU

  Schwarz-Weiß-Foto von Carl Zuckmayer und anderen im Clubhaus der FU
Von links nach rechts: Alice Herdan-Zuckmayer, Hans-Joachim Boehm (AStA-
Vorsitzender), Carl Zuckmayer und Jürgen Fijalkowski (Kulturreferent des AStA)
im Clubhaus der FU, Foto: Gerd-Victor Krau,
Quelle: Universitätsarchiv der FU, Foto/30170
  Carl Zuckmayer (* 27.12.1896 in Nackenheim, † 18.1.1977 in Visp/Schweiz)
 
Carl Zuckmayer wächst in Mainz auf und wird nach einem Notabitur von 1914 bis 1918 als Soldat an der Westfront eingesetzt. Er studiert ab 1920 Jura, Soziologie und Literaturgeschichte in Frankfurt am Main und Heidelberg.
 
Sein Studium schließt er nicht ab. Seit 1922 arbei­tet er als Dramaturg in Kiel, München und ab 1924 in Berlin an der Seite von Bertolt Brecht. Seinen großen Durchbruch als Schriftsteller gelingt ihm 1925 mit dem Theaterstück "Der fröhliche Wein­berg", das am Theater am Schiffbauerdamm in Berlin uraufgeführt wird und eines der meist ge­spielten Komödien der 1920er Jahre ist. Es folgt 1931 sein wohl bekanntestes Theaterstück "Der Hauptmann von Köpenick".
 
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten werden Zuckmayers Werke verboten. Wegen sei­ner jüdischen Herkunft flieht er über eine Zwischen­station in Österreich in die Schweiz und wandert 1939 in die USA aus, wo er ab und an als Dreh­buchautor arbeitet und ansonsten seine Familien­farm in Vermont bewirtschaftet.
 
1943 verfasst Zuckmayer, der inzwischen amerika­nischer Staatsbürger geworden ist, im Auftrag des Auslandsgeheimdienstes der USA 150 exemplari­sche Porträts über die Haltung von Schrifttellern, Musikern, Verlegern und Journalisten in der Zeit des Nationalsozialismus. Dieser "Geheimreport" erscheint erst 2002 als deutsche Buchausgabe.
 
Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrt Zuckmayer nach Deutschland zurück. Er lehnt aber eine Wie­dereinbürgerung in sein Ge­burtsland ab. Sein 1946 in Zürich uraufgeführtes Drama "Des Teufels Gene­ral" wird auch in der Ver­filmung unter der Regie von Helmut Käutner ein großer Publikumserfolg.
 
Quelle: Deutsche Biographie
 
Hans-Joachim Boehm (* 23.10.1920 in Berlin, † 12.10.2019 ebenda)
 
Boehm studiert an der FU Volkswirtschaft und ist 1951 AStA-Vorsitzender. Er hat später verschie­dene Positionen in der Berliner CDU inne und wird 1990 als Stadtältester von Berlin geehrt.
 
Jürgen Fijalkowski (*29.8.1928 in Berlin, † 18.9.2014 ebenda)
 
Fijalkowski studiert an der FU Soziologie und Psy­chologie und ist Mitgründer der Deutsch-Israeli­schen Stu­diengruppe. Er promoviert 1958 und ha­bilitiert sich 1970 am OSI. 1971 nimmt er eine Pro­fessur an der Pädagogischen Hochschule Berlin an, bevor er 1976 an die FU auf den Lehrstuhl für Politikwissen­schaft und Politische Soziologie wech­selt.
 
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