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Reinhard Strecker, Bildquelle: Privatarchiv Strecker |
Reinhard Strecker (* 8.9.1930 in Zehden/Oder, † 2.8.2026 in Berlin)
Nach dem Studium an der der École internationale des langues orientales (EILO) in Paris wechselt Reinhard Strecker 1954 zur FU. Er studiert indogermanische Sprachen und ist wissenschaftliche Hilfskraft von Jacob Taubes. Als Mitglied des SDS und der Deutsch-Israelischen Studiengruppe (DIS) organisiert Strecker 1959 die Ausstellung "Ungesühnte Nazijustiz", die auch durch den Liberalen Studentenbund Deutschland (LSD) und die Evangelische Studierendengemeinde (ESG) unterstützt wird (siehe den Eintrag zum 27.11.1959). Die Galerie Springer präsentiert am Berliner Kurfürstendamm im Februar 1960 eine erweiterte Fassung der Ausstellung. Die Veranstalter, der SDS, der Liberale Studentenbund und die DIS mussten dorthin ausweichen, nachdem die Freie und die Technische Universität ihnen auf Druck des Berliner Senats unter Willy Brandt keine Räume zur Verfügung stellten. Der Senator für Wissenschaft und Kunst, Joachim Tiburtius (CDU), hatte das Verbot mit der Behauptung begründet, es handele sich um eine DDR-Kampagne gegen die Bundesrepublik Deutschland. Dem Ausstellungskuratorium gehören unter anderen Margherita von Brentano (Assistentin am FU-Institut für Philosophie) und die FU-Professoren Ossip K. Flechtheim, Helmut Gollwitzer und Wilhelm Weischedel sowie der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Heinz Galinski an. |