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Andreas Paulsen (* 4.3.1899 in Flensburg, † 14.12.1977 in Berlin)
Paulsen studiert Volkswirtschaft in Leipzig und Kiel.
Er promoviert 1923 mit einer Dissertation über die "Presse
der freien Gewerkschaften".
Später ist er in der Industrie-
und Handelskammer Leipzig beschäftigt und wird Pressereferent
und Redakteur der "Mitteldeutschen Handels-Rundschau" sowie
Geschäftsführer der Handelskammer. Die
US-Militäradministration ernennt ihn 1945 zum
Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftskammer Leipzig.
Von 1946 bis 1947 ist er Dozent in Leipzig, von 1947 bis 1948
Professor in Jena.
Da er die politisch einseitigen Vorgaben für Volkswirtschaftslehre
ablehnt, gerät er in Konflikte mit
SED-Funktionären
an der Universität Jena und flüchtet 1948 nach West-Berlin.
Ab 1949 lehrt er an der FU als Professur für Volkswirtschaft.
Seine Veröffentlichungen über die Wirtschaftstheorie von
John Maynard Keynes und die Wirtschaftspolitik
der Vollbeschäftigung gelten als Grundlagentexte der
Konjunkturforschung.
Von 1955 bis 1957 ist er der 6. Rektor der FU.
Er wird 1967 emeritiert.
FU-Rektor Andreas Paulsen, Fotograf unbekannt,
Quelle: Universitätsarchiv der FU, Foto/10149