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Juli 1955

Der Professor für Volkswirtschaftslehre, Andreas Paulsen, wird zum Rektor der FU gewählt.

Schwarz-Weiß-Foto von Andreas Paulsen Andreas Paulsen (* 4.3.1899 in Flensburg, † 14.12.1977 in Berlin)
 
Paulsen studiert Volkswirtschaft in Leipzig und Kiel. Er promoviert 1923 mit einer Dissertation über die "Presse der freien Gewerkschaf­ten".
 
Später ist er in der Industrie- und Handelskammer Leipzig beschäftigt und wird Pressereferent und Redakteur der "Mitteldeutschen Han­dels-Rundschau" sowie Geschäftsführer der Handelskammer. Die US-Militäradministration ernennt ihn 1945 zum Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftskammer Leipzig.
 
Von 1946 bis 1947 ist er Dozent in Leipzig, von 1947 bis 1948 Professor in Jena. Da er die politisch einseitigen Vorgaben für Volkswirtschaftslehre ablehnt, gerät er in Konflikte mit SED-Funk­tionären an der Universität Jena und flüchtet 1948 nach West-Berlin.
 
Ab 1949 lehrt er an der FU als Professur für Volkswirtschaft. Seine Veröffentlichungen über die Wirtschaftstheorie von John Maynard Keynes und die Wirtschaftspolitik der Vollbeschäftigung gelten als Grundlagentexte der Konjunkturforschung.
 
Von 1955 bis 1957 ist er der 6. Rektor der FU.
 
Er wird 1967 emeritiert.
FU-Rektor Andreas Paulsen, Fotograf unbekannt,
Quelle: Universitätsarchiv der FU, Foto/10149

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