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4.11.1958

Feier zum 10. Jahrestag der Gründung der FU

  FU-Rektor Gerhard Schenck und Max von Laue
FU-Rektor Gerhard Schenck verleiht dem Physiker und Nobelpreisträger
Max von Laue die Ehrenbürger­würde der FU, Foto Reinhard Friedrich,
Quelle: Universitätsarchiv der FU, Foto RFDia/043-02

 
FU-Rektor Gerhard Schenck und George Shuster
FU-Rektor Gerhard Schenck verleiht dem Präsidenten des Hunter College
George Shuster
die Ehrenbürger­würde der FU, Foto Reinhard Friedrich,
Quelle: Universitätsarchiv der FU, Foto RFDia/005-09
  Max von Laue (* 9.10.1879 in Pfaffendorf, † 24.4.1960 in Berlin)
 
Von 1898 bis 1902 studiert Max von Laue Physik und Mathematik in Straßburg und Göttingen. 1903 kommt er an die Universität Berlin und promoviert bei Max Planck. 1906 beginnt seine enge Freund­schaft mit Albert Einstein und 1910/11 schreibt von Laue die erste zusammenfassende Darstellung über Einsteins Relativitätstheorie.
 
1914 erhält Max von Laue für seine Experimente zur Beugung von Röntgenstrahlen an Kristallen den Nobelpreis für Physik. Nach Pro­fessuren in Zürich und Frankfurt am Main wird er 1919 Profes­sor für Physik an der Universität Berlin.
 
1945 kommt von Laue in britische Gefangenschaft. Nach seiner Frei­lassung 1946 geht er nach Göttin­gen und kommt erst 1951 als Direk­tor des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft wieder nach Berlin.
 
1957 gehört Laue zu den Unterzeichnern der "Göt­tinger Erklärung", mit der führende deutsche Physi­ker vor der atomaren Aufrüstung der Bundeswehr warnen.
 

 
George N. Shuster (* 27.8.1894 in Lancaster/Wisconsin, † 25.1.1977 in South Bend/Indiana)
 
George N. Shuster wächst als Sohn deutscher Aus­wanderer aus dem Saarland in Wisconsin auf. Er promoviert 1940 an der Columbia University in eng­lischer Literatur. Als Pädagoge ist er unter anderem an der Vorbereitung des amerikanischen 'Reeduca­tion Program' beteiligt.
 
Nach Kriegsende kommt er wegen seiner guten Deutschkenntnisse als Vernehmungsoffizier der US-Armee bei der Befragung hochrangiger Kriegs­gefangener zum Einsatz. Von 1950 bis Ende 1951 ist Shuster US-Landeskommissar für Bayern und danach bis 1960 Präsident des Hunter College in New York.
 
George Shuster hat sich in mehreren Gutachten für die Förderung der FU eingesetzt (siehe den Eintrag zu 1956).
 
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