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12.5.1958

Verleihung der Ehrendoktorwürde an den türkischen Staatspräsidenten Celâl Bayar

  Schwarz-Weiß-Foto: Gerhard Schenck, Eduard Hirsch, Celâl Bayar, Willy Brandt und Wilhelm Eich
Von links nach rechts: FU-Rektor Gerhard Schenck, Ex-Rektor Ernst Eduard Hirsch,
Celâl Bayar, Willy Brandt und Wilhelm Eich (Dekan der Wirtschafts- und
Sozialwissenschaftlichen Fakultät)
Foto: Richard Kitschigin, Quelle: Universitätsarchiv der FU, Foto/30426
 
  Celâl Bayar (* 16.5.1883 im Umurbey/Türkei, † 22.8.1986 in Istanbul)
 
Nach der Gründung der türkischen Republik 1923 gehört Bayar unter der Präsidentschaft Kemal Pascha Atatürks der Regierung an.
 
Von 1937 bis 1939 ist er türkischer Regierungs­chef. Aus dieser Zeit rührt seine Bekanntschaft mit Ernst Reuter und Ernst Eduard Hirsch her, denen die Türkei Exil gewährt hatte. Nach dem Wahlsieg seiner Demokratischen Partei wird er 1950 zum türki­schen Staatspräsidenten ge­wählt. Bayars zweite Amtsperiode endet im Mai 1960 durch einen Militärputsch.
 
Er wird zum Tode verurteilt. Im Unterschied zu anderen Politikern seiner Regierung wird in sei­nem Fall das Urteil nicht vollstreckt, sondern in eine lebenslängliche Freiheitsstrafe umgewan­delt.
 
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