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Paul Wandel bei der Wiedereröffnung der Berliner Universität, Foto: Peter Cürlis, Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-R84290 / Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0 |
Paul Wandel (* 16.2.1905 in Mannheim, † 3.6.1995 in Berlin)
Seit 1930 ist Paul Wandel hauptamtlicher KPD-Funktionär. Er kommt 1932 als Mitarbeiter der Kommunistischen Internationale in die Sowjetunion und wird Mitglied der KPdSU. Wandel kehrt am 10. Juni 1945 aus Moskau nach Berlin zurück und übernimmt die Chefredaktion der "Deutschen Volkszeitung", dem damaligen Zentralorgan der KPD. Im Juli 1945 ordnet die Sowjetische Militäradministration die Einrichtung einer Deutschen Zentralverwaltung für Volksbildung an und ernennt Wandel zu deren Präsidenten. Eine seiner ersten Amtshandlungen besteht in der Absetzung des kommissarischen Rektors der Berliner Universität unter den Linden Eduard Spranger und die Ernennung des kooperationswilligen Althistorikers Johannes Stroux zum neuen Rektor. Paul Wandel setzt in der Folgezeit die Unterstellung der Linden-Universität unter seine Zentralverwaltung durch und leitet eine erneute Gleichschaltung des Wissenschafts- und Lehrbetriebs nach kommunistischen Vorstellungen ein. In der ersten DDR-Regierung amtiert er von 1949 bis 1952 als Minister für Volksbildung und leitet danach im Rang eines Ministers die Koordinierungsstelle für Volksbildung und Kultur, verantwortlich für den gesamten Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturbetrieb der DDR. In späteren Jahren ist Wandel u. a. DDR-Botschafter in Peking, stellvertretender DDR-Außenminister und Präsident der Liga für Völkerfreundschaft. Nach dem Ende DDR ist er bis zu seinem Tod Mitglied des "Rates der Alten" in der PDS. |