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Eva Heilmann, Fotograf unbekannt, Quelle: Universitätsarchiv der FU
Aus der Immatrikulationsakte von Eva Heilmann, Quelle: Universitätsarchiv der FU |
Eva Furth geb. Heilmann (* 16.2.1920 in Berlin, † 28.11.2002 ebenda) Eva Heilmann ist die Tochter des im Konzentrationslager Buchenwald ermordeten Reichstagsabgeordneten Ernst Heilmann (SPD). Wegen der jüdischen Herkunft ihres Vaters wird ihr nach 1939 ein Studienplatz an er Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin verwehrt. Gemeinsam mit ihrer Mutter Magdalena und ihrem Bruder Peter unterstützt sie untergetauchte Juden. Ab März 1946 studiert sie an der Berliner Universität unter den Linden Chemie und engagiert sich in der SPD-Hochschulgruppe. In der Oktoberausgabe des Colloquium Nr. 6/47 ruft Eva Heimann die Studentinnen der Berliner Linden-Universität zur Beteiligung an der Hochschulpolitik auf. Obwohl fast die Hälfte der Studierenden Frauen sind, arbeite nur eine Studentin im Studentenrat mit. In ihrem Artikel führt Eva Heilmann die Zurückhaltung vieler Kommilitoninnen gegenüber einem politischen Engagement auf die "Schulerziehung im Dritten Reich" zurück, die bemüht war, "Frauen auf das zurückzudrängen, was ihr eigentlicher Beruf" sei. Seit Generationen schleppten Frauen anerzogene Minderwertigkeitskomplexe mit sich herum, die es zu überwinden gelte. Es sei wichtig "neue juristische Festlegungen der Rechte der Frauen zu fordern, aber mindestens ebenso wichtig, die Frauen erst einmal dazu zu bringen, die Rechte, die sie schon haben, zu benutzen, sonst ist das ganze Gerede um Gleichberechtigung Unsinn". Eva Heilmann gehört als eine von drei Frauen im Juni 1948 dem "vorbereitende Ausschuss zur Gründung einer freien Universität" an. Am 4. November 1950 wird Eva Heilmann zur Vorsitzenden des Konvents (Studentenparlament) gewählt. |