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Erfahrungsberichte aus Auswahlgesprächen
von Teilnehmer/innen für künftige Bewerber/innen
Am Freitag, 5. Mai 2000 (10:33:07 Uhr) MEST schrieb Nordsee (eMail: )
, Teilnehmer in "Berlin FU" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Zahnmedizin/ Datum des Gespräches: Sommersemester 1995/
Bei Zahnmedizinern wird großer Wert auf Äußeres gelegt. Ich trug deshalb
einen Anzug (war wohl positiv). Ich wurde nach meiner Motivation gefragt:
habe als Zivi im Krankenhaus gearbeitet, bin Modellbauer (Flugzeuge) und
liebe den Umgang mit Kindern - habe ich dort berichtet. Auf die Frage
"Was würden Sie machen, wenn es nicht klappt?" sagte ich, dass ich unbedingt
einen Studienplatz in Zahnmedizin wollte und alles versuchen würde, irgendwie
an einen Studienplatz, notfalls über Warten, zu kommen. Das ist auch positiv,
denke ich. Viel Erfolg also allen künftigen Bewerbern! Bei mir hats geklappt
und das Studium macht riesig Spass."
Am Montag, 9. Oktober 2000 (11:20:55 Uhr) MEST schrieb Catharina Neßelmann (eMail: cdcc.nesselmann@t-online.de)
, Teilnehmer in "Rostock" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin Datum des Gespräches: 23.09.2000 Als ich
mich zum Auswahlgespräch der Uni Rostock einfand, kamen andere 40 Bewerber
und weitere 40 am Vortag für die noch freien 50 von insgesamt 250 Sudienplätzen,
obwohl man uns dort sagte, wir hätten eine Auswahlchance von 1:3. Der
Prodekan für Studium und Lehre begrüßte uns alle zusammen in einem Hörsaal
und klärte uns über den Ablauf des Tages auf. Wir würden in 5 Achter-Gruppen
aufgeteilt werden und von jeweils zwei Professoren der Fakultät befragt
und unseren Antworten entsprechend benotet werden. Schließlich würden
die "Prüfer" im Anschluss ein ranking festlegen, wer am ehesten und eben
am wenigsten für das Studium geeignet sei. Die Dauer des Gespräches werde
dreißig Minuten dauern. Mit diesen Informationen versehen hielt der Prodekan
jeweils unsere Bewerbungsmappen in die Höhe, rief Namen und Gruppe auf,
und entließ uns im Anschluss mit den uns jeweils mit den zugehörigen Mitbewerbern
und Professoren. Das Auswahlgespräch selbst verlief folgendermassen. Nachdem
wir drei uns nocheinmal persönlich begrüßt hatten, stellte man mir die
Frage nach dem Verlauf meines bisherigen Lebens, anschließend in wieweit
dieser einem Medizinstudium und-beruf angemessen sei. Weitere Fragen wurden
auf konkrete Ereignisse in meinem Leben aufgebaut. Ausserdem hat es die
Professoren interessiert, ob ich mir über die Belastungen in medizinischen
Berufen im Klaren bin. Interessant fand ich die letzten Minuten, die meine
Professoren mir einräumten, ihnen Fragen zu stellen, ausserhalb der Prüfungszeit.
Im Resumee möchte ich betonen, dass es für einen selbst eine grosse Hilfe
ist, sich klare Vorstellungen über die eigene Berechtigung im Bereich
Medizin zu schaffen, aber auch über das Studienfach an sich. Ich persönlich
habe mich auf zwei Punkte zur Stütze festgelegt. Zum ersten: die Verantwortung
und das Hilfeleisten-Können, die der medizinische Beruf mit sich bringt.
Zum zweiten: die Rechtfertigung meiner Zensuren: Ich habe bis jetzt eher
das soziale Fundament gelegt und werde mich im Studium auf den naturwissenschaftlichen
Sektor konzentrieren, denn ich bin noch auf keinen Fall an meine Leistungsgrenzen
gestossen bin. Rat zum Schluss: Bloss nicht über die Fragen wundern. Das
verschwendet Denkzeit und schafft Konzentrationsmängel.
Am Donnerstag, 19. Oktober 2000 (13:39:05 Uhr) MEST schrieb AnBeutner (eMail: AnBeutner@eplus-online.de)
, Teilnehmer in "Gießen" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Hallo, ich hatte dieses Jahr das Vergnügen an einem Auswahlgespräch für
das Studienfach Humanmedizin an der Uni Giessen teilzunehmen. Eine Woche
bevor ich die Absage von der ZVS bekam, erhielt ich ein Schreiben von
der Uni Giessen, daß ich mich bitte dann und dann an der Uni einzufinden
habe. Also bin ich frohen Mutes zu dem entsprechenden Zeit- punkt nach
Giessen gefahren. Es waren ca. 76 Bewerber über drei Tage verteilt, die
jeweils für eine halbe Stunde ins Kreuzverhör genommen wurden. Am Ende
erhielten dann 25 Bewerber einen Studienplatz. Der erste Eindruck nach
dem Gespräch war bei mir, daß die ganze Angelegenheit eigentlich nur ein
reines Glückspiel war. Ich würde jetzt sagen, daß man sich wirklich nicht
auf solch ein Gespräch vorbereiten kann. Vielleicht sollte man sich mal
dieses Buch anschauen und querlesen. Aber eine intensive Vorbereitung
ist schlecht möglich. Mir wurden ganz verschiedene Fragen gestellt. Es
war alles vorhanden. Ich wurde sogar direkt gefragt, ob ich denn überhaupt
Freunde hätte. Ferner wollte man wissen, was man denn studieren würde,
wenn es die Medizin gar nicht gäbe. Natürlich kommt es wohl auch darauf
an, welcher Professor sich mit einem unterhält. Ich hatte einen Virologen
und einen Psychoanalytiker. Dies machte das Gespräch wohl besonders spannend.
Ich würde mal sagen, daß es gar nicht darauf an kommt, viel Fachwissen
zur Schau zustellen sondern eher, wie man im Gespräch reagiert. Inwzischen
habe ich mich mit anderen Leuten unterhalten, die durch solch ein Gespräch
auch einen Platz bekommen haben. Wir wurden teilweise mit Fragen bombadiert,
die man einfach nicht wissen kann. So wurde zum Beispiel nach den genauen
mikrobiologischen Bestandteilen von Knochen gefragt und natürlich über
viele Krankheitsbilder oder über Gentechnik und soweiter. Ich wurde zum
Beispiel auch noch gefragt, ob ich denn vielleicht wüßte wieviel Medikamente
zur Zeit auf dem Markt sind. Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, daß
es wirklich davon abhängig ist, an welchen Professor man gerät und sich
im Prinzip immer offen und ehrlich gibt. Außerdem war es in Giessen so,
daß man vor dem Gespräch auch noch einen Bericht darüber schreiben mußte,
warum man denn gerne Medizin studierne möchte und warum man sich dafür
geeignet hält. Ich fand, dies war der schwerste Teil dieses Auswahlgespräches.
In Giessen war es so, daß in der Auswahl auch noch die Abinote und die
Noten in den Fächern Chemie, Bio, Physik, Mathe und der ersten Fremdsprache
heran gezogen worden sind. Auf alles gab es eine bestimmte Anzahl von
Punkten. Das gleiche gilt für abgeleistete Praktika und entsprechenden
Berufsausbildungen. Dann erhielt man noch eine entsprechende Anzahl an
Punkten durch Gespräch. Die Leute mit den höchsten Punktzahlen insgesamt
erhielten dann also einen Studienplatz. "
Am Freitag, 9. März 2001 ( 1:13:00 Uhr) MET schrieb Kiel (eMail: petraweb@gmx.de) , Teilnehmer
in "Kiel" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin / Datum des Gespräches: 9/97 / Ich habe
erst die Zvs-Ablehnung und dann die Einladung bekommen, erst einmal war
der Schreck also groß! In Kiel wollte man ausgeschriebenen Lebenslauf,
Abizeugnis und Bescheinigungen über Beschäftigungen, die man selbst für
relevant hält. Da hatte ich nicht so viel vorzuweisen: meinen Erste-Hilfe-Schein,
ein Arbeitszeugnis über meine Beschäftigung auf einem Campingplatz auf
Sardinien, von der ich gerade zurück kam und die Bescheinigung eines Zahnarztes
über ein 2-wöchiges Praktikum ( in Wirklichkeit hatte ich in seiner Praxis
nur zum Putzen ausgeholfen). In meinem Lebenslauf habe ich meine LK´s
Bio und Chemie erwähnt und erzählt, daß ich mich besonders für Genetik
interessiere ( stimmt wirklich!). An meinem Termin mußte ich glaube um
08:00 im Sekretariat sein und bekam dann meinen genauen Termin, etwa 1,5
Stunden später genannt. Ich wurde dann in einen Vorraum geholt, in dem
ich noch etwa 5 min gewartet habe, dann wurde ich von einem meiner Prüfer
abgeholt. Es waren ein Gynäkologe und der Chef der Neurologie ; im Prüfungsraum
saßen wir uns an einem Tisch gegenüber. Die Eröffnungsfrage war: Wie entsteht
ein Gewitter ? Ich bin einigermaßen ruhig geblieben und habe etwas von
warmen und kalten Luftschichten die aufeinander stoßen erzählt, darauf
wurde mir dann gesagt das dies falsch sei. Ich habe dann gesagt, daß ich
es nicht weiß, die beiden haben dann den Kopf geschüttelt, gemurmelt und
ganz lange auf ihrem Protokoll herumgekritzelt. Puh, das macht einem am
Anfang doch ein wenig nervös. Dann gings weiter mit vielen Fachfragen
( wie funktioniert Proteinbiosynthese,wie heißen die Basen in der DNA,
Aufbau des Herzens), Ethik ( gen. Eingriff in die Keimbahn, wie verhält
man sich im Krieg, wenn) usw.
Am Sonntag, 1. April 2001 (19:49:27 Uhr) MEST schrieb Michaela (eMail: @) , Teilnehmer in "Tübingen" folgenden
Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin, Datum des Gespräches: 20.9.2000 Mein
Gepräch fand morgens um 9.00 Uhr statt. Ich war gut, aber nicht zu übertrieben
angezogen und ging relativ ruhig in das Gespräch hinein. Der Anfang war
echt locker: Ein Mann und eine Frau trafen leicht zu spät ein und wir
räumten gemeinsam erstmal die Tische und Stühle in dem Zimmer zu einer
zum Gesrächs passenden Ordnung an. Der Mann begann daraufhin seine Fragen
zu stellen, und die Frau sowie er selbst, protokollierten meine Antworten.
Die ganze Zeit über ließ sich der Mann nicht anmerken, welchen Eindruck
meine Antworten auf ihn machten. Gefragt wurde ich als erstes, warum ich
denn Medizin studieren wollte, und ob ich einige Fächer des vorklinischen
Abschnittes aufzählen könnte. Weitere Fragen waren: +ob ich schon wüßte,
in welche Richtung ich mich spezialisieren möchte und warum +der Prüfer
hakte einige Male nach, warum ich mir denn zwei so unterschiedliche Ziele
(Tropenmedizin/Pathologie) vorstellen könnte und er fragte mich auch bohrend,
ob ich mir nicht noch eine andere Richtung vorstellen könnte +nach meinen
Praktikas (die hatte ich im Lebenslauf erwähnt) wurde ich gefragt +ob
ich wüßte wer und wo wissenschaftliche Veröffentlichungen schreibt/geschrieben
werden +ob ich später in einer Praxis oder im Krankenhaus; in Deutschland
oder auch im Ausland arbeiten möchte +ob ich über die aktuelle politische
Situation in der sich die Medizin befindet Bescheid wüsste Durch das Gespräch
bekam ich einen Studienplatz, worüber ich mich echt voll gefreut habe,
und meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass es gut war, offen und ehrlich
zu sein, auch Dinge, die man nicht weiss zuzugeben und zu sagen:"Tut mir
echt leid, das weiss ich nicht." Ich denke es ist am Besten ehrlich zu
sein. Zudem sollte sich jeder vorher grob überlegen, was er sagen will,
und eine klare Meinung und den festen Willen das Medizinstudium durchzuziehen,
herausstellen. Es ist auch immer hilfreich mit jemandem, der schon ein
solches Gespräch hatte oder an der betreffenden Uni studiert zu reden,
oder sich vor dem Gespräch diese Erfahrungsberichte durchzulesen. Viel
Glück! "
Am Donnerstag, 13. September 2001 (13:57:39 Uhr) MEST schrieb Isabelle (eMail: go-isi@t-online.de) , Teilnehmer
in "München U" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Zahnmedizin / Datum des Gespräches: 12.9.2001 / Ich
hatte gestern mein Auswahlgespräch. Am Anfang lief es eigentlich ganz
gut. Ich schilderte, weshalb ich Zahnmedizin studieren möchte, weshalb
ich mich für Anatomie interessiere und wo ich mein Engagement bisher gezeigt
habe. Etwa nach 10 Minuten fingen die beiden Prüfer an, mich über Professor
Kurt Huber zu fragen. Wo war er Professor und für was?Sie fragten mich
dann mit welcher großen Persönlichkeit der Gegenwart oder Vergangenheit
ich ein Gespräch führen möchte. Dann stellten sie noch Fragen zu Hitler
und dem 2. Weltkrieg. Anschließend wurde ich gefragt ob ich von den Terroranschlägen
auf die USA gehört hätte, wer diese Anschläge verübt haben könnten und
wieso. Es folgten noch weitere etwas merkwürdige Fragen, wie: Wo liegt
Pearl Harbour? Wem gehört Palästina? und Wann und von wem wurde Israel
gegründet? Nach etwa 40 Minuten war das Gespräch beendet. Das Ergebnis
bekomme ich erst in 1 bis 2 Wochen. Es ist empfehlenswert, alles über
den Namensgeber der Schule, an der man Abitur gemacht hat, zu wissen und
sich mit aktueller Politik auszukennen. "
Am Dienstag, 25. September 2001 (15:45:28 Uhr) MEST schrieb Hisi (eMail:
mspraul@hotmail.com) , Teilnehmer
in "München U" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Zahnmedizin Datum des Gespräches: 12.09.2001 Ich hatte
mittags um halb 2 mein Gespräch. Ich war bereits um 1 dort und da meine
Vorgängerin nicht erschienen war, kam ich gleich dran. Ich hatte einen
schwarzen Anzug an, stellt einfach mehr dar finde ich. Das Gespräch dauerte
ingesamt gute 30min. Weit mehr als die Hälfte haben wir uns über die aktuellen
Geschehnisse in den USA und ihre Auswirkungen unterhalten. Stellung der
USA in der heutigen Welt und Stellung Chinas in der heutigen Welt. Ich
wurde auch gefragt was ich an Bush's Stelle machen würde. Und mit welcher
bekannten Person aus der Vergangenheit ich gerne eine Konversation halten
würde und warum. Ich nannte hier Albert Einstein weil er mir doch erklären
solle, was es mit der Zeit auf sich hat. Das wurde anscheinend positiv
aufgefasst. Dann musste ich ein Stückchen Draht mit Hilfe einer kleinen
Zange zu einem Quadrat biegen, ohne dass irgendwo etwas übersteht oder
sich ein Spalt bildet. Bei mir fehlten am Schluss ca. 2mm um das Quadrat
perfekt zu machen. Ich habe heute Post bekommen, dass ich angenommen wurde.
Im Rückblick muss ich sagen, dass das Gespräch sehr locker verlief. Auf
die Frage "Warum möchten Sie denn Medizin/Zahnmedizin studieren?" solltet
ihr euch eine gute Antwort zurecht legen. Ich habe z.B gesagt, dass ich
glaube, dass mir der Beruf später einmal Spaß machen wird, weil er sehr
viele Aspekte in sich vereint (Umgang mit Menschen, Hilfe für Menschen,
praktische Anwendungen usw.) Am wichtigsten, so kam es mir jedenfalls
vor, war allerdings, dass man einfach redet und sich nicht jeden Satz
aus der Nase ziehen lässt. Seid locker und verkrampft nicht! Ich wünsche
euch, denen dieses Gespräch noch bevorsteht: Viel Glück! Und keine Angst,
ihr packt das!"
Am Donnerstag, 27. September 2001 (23:35:46 Uhr) MEST schrieb Philipp
(eMail: phil.a@t-online.de) , Teilnehmer
in "München U" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Psychologie / Datum des Gespräches: 13.09.2001/ Nachdem
ich von der ZVS eine Absage erhalten hatte - den NC hatte ich um 0,2 verfehlt
-, war ich sehr unglücklich. Allerdings währte diese Stimmung nicht sehr
lange, weil kurz drauf eine Einladung der LMU München zu einem Auswahlgespräch
ins Haus geflattert kam. Hierfür musste ich einen biografischen Fragebogen
im Umfang von vier Seiten ausfüllen, was sich doch als arbeits- und zeitintensiver
herausstellte, als ich angenommen hatte. Neben Angaben zu meinem bisherigen
Werdegang wurde auf dem Fragebogen besonders Wert auf Hintergrundwissen
und Motivation gelegt. Ich musste beispielsweise beantworten, für welche
Nebenfächer und vor allem aus welchen Gründen ich mich am meisten interessiere,
welche wissenschaftliche psychologische Literatur ich bisher gelesen habe
und weshalb ich Psychologie studieren möchte. In München angekommen suchte
ich zuerst das Zimmer, zu dem ich geladen war. Dort wartete bereits ein
Professor, der mir ausrichten ließ, dass ich noch eine halbe Stunde Kaffee
trinken könne, da seine Kolleginnen, die mein Gespräch leiten sollten,
erst eine halbe Stunde später erscheinen würden. Meine Nervosität stieg
immer mehr an, was sich aber im Nachhinein als völlig unbegründet erwies.
Die beiden Professorinnen waren sehr freundlich und erklärten mir, wie
das Gespräch ablaufe und nach welchen Kriterien die Bewerber ausgewählt
würden. Dann stellten sie mir Fragen und protokollierten meine Antworten.
Ich musste das Wort "Psychologie" definieren, Ziele und Aufbau des Diplomstudiengangs
darstellen und erklären, weshalb ich mich meines Erachtens für einen derart
belastenden Studiengang eigne. Darauf antwortete ich, dass ich bereits
in meiner Jugend mit psychischen Krankheiten zu tun hatte, weil zwei meiner
Freunde unter einer sozialen Phobie bzw. schwersten Depressionen litten.
Ich machte ihnen klar, dass ich es immer schaffte, die notwendige Distanz
aufrechtzuerhalten und meinen Freunden ein Gefühl der Sicherheit und der
Anteilnahme gab, wodurch sie wieder Mut und Hoffnung bekamen. Auch gab
ich vor, dass ich sehr stabil, verantwortungsbewusst und ausdauernd sei,
Kontakt zu Menschen suchte und eine Neigung zu analysierendem, abstrahierendem
Denken und zur Lösung von Lebensproblemen durch gedankliche Arbeit hätte.
Ich musste dann psychologische Fragestellungen formulieren und empirische
Erkenntnisse zu ausgewählten Problemen darstellen. Diese Frage habe ich
wahrscheinlich völlig missverstanden, da die beiden Dozentinnen unentwegt
den Kopf schüttelten. Trotzdem ließ ich mich nicht aus dem Konzept bringen
und verfuhr nach dem Motto "jetzt erst recht"! Zum Schluss wollten sie
noch wissen, wieso ich ausgerechnet in München studieren wolle, wie viel
Aufwand ich für mein Studium erwarte, was mein Berufsziel sei (es kommt
hier wohl auf eine schnelle, spontane Antwort an) und wie ich mein Studium
finanziere. Sie wollen keinesfalls hören, dass man arbeiten müsse, sondern
vielmehr, dass man sich hundertprozentig auf sein Studium konzentrieren
könne. Mein Fazit ist, dass man ruhig Notlügen bringen kann, solange man
glaubwürdig und überzeugend wirkt. Unabdingbar ist jedenfalls, dass man
sich ein breites Basiswissen aneignet, einen Studienführer liest und genauestens
über die Anforderungen Bescheid weiß. Man muss klar zum Ausdruck bringen,
dass man diesen Platz unbedingt will, keine faulen Kompromisse eingehen
und ein anderes Fach studieren würde, wenn man wider allen Erwartens eine
Ablehnung erhielte. Selbstbewusstsein und sicheres Auftreten, kombiniert
mit äußerster Entschlossenheit und Zielstrebigkeit, sind besonders für
einen Studienplatz in Psychologie oder Medizin wesentliche Kriterien für
einen erfolgreichen Eindruck. Die Chemie muss stimmen. Es heißt nicht
umsonst, dass es für den ersten Eindruck keine zweite Chance gibt. Vorvorgestern
erhielt ich endlich die so sehr ersehnte Zusage. Ihr werdet es auch schaffen,
sofern ihr die oben genannten "Bedingungen", die zwar der Brille meiner
Subjektivität entspringen, sich aber dennoch als Garant für meine Zulassung
erwiesen, beherzigt. Toi, toi, toi! Und nicht vergessen: Die anderen müssen
euch erst übertrumpfen. Wenn ihr im Gespräch etwas nicht beantworten könnt,
heißt das nicht zwangsläufig, dass ihr mit dieser Unkenntnis alleine im
Regen steht. Auf keinen Fall dürft ihr euch anmerken lassen, dass ihr
eventuell eingeschüchtert seid, sondern müsst weiterhin Selbstsicherheit
vorgaukeln. Und nochmal: toi, toi, toi!"
Am Samstag, 29. September 2001 ( 1:21:28 Uhr) MEST schrieb Köki (eMail: koeki.k@gmx.de) , Teilnehmer in "München
U" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Psychologie / Datum des Gespräches: 12.09.2001 / 10
Minuten bevor ich zu den beiden Professoren hereingebeten wurde, holten
sie sich meine Unterlagen, um sich schon mal ein Bild zu machen. Die Atmosphäre
war insgesamt äußerst angenehm, die Profs gar nicht "Psycho", sondern
supernett,-interessiert. Das Gespräch wurde anhand des Fragebogens als
Leitfaden geführt. Außerhalb dieses Fragebogens wurden Fragen wie: was
ich unter Psychologie verstehe, welche Fähigkeiten muß man für ein Studium
mitbringen, und ob ich die habe, welche Fächer man im Studium hat, wie
der Sudienablauf ist, ob ich (da ich eher in die therapeutische Richtung
tendiere) darauf gefaßt bin, mit welchen und wie schlimmen Dingen man
konfrontiert wird und fertig werden muß, und ob ich mir das zutraue wie
die finanzielle Absicherung ist(wie finanziert man das Studium).........usw.
Außerdem sollte man die Literatur, die man angibt, auch ganz gut im Kopf
haben, und sich vorher per internet, Bücher, Studienberatung etc. interessiert
gezeigt haben!!! Und es machte bei mir gar nichts, daß ich in manchen
Teilbereichen (wie stellen Sie sich wissenschaftliches Arbeiten in der
Psychologie vor?)keine Ahnung hatte, und das auch zugab. Es interessiert
mich, aber ich hab´s ja noch nicht studiert oder?! Ich bin dort gewesen,
wie ich bin, mit meinen Interessen, Aktivitäten, aber auch mit "Wissenslücken".
Mir hat das Gespräch Spaß gemacht, und denen irgendwie auch, denn Sie
haben mich genommen..."
Am Montag, 2. September 2002 (11:58:31 Uhr) MEST schrieb Christoph
(eMail:christoph.jaeker@gmx.de) , Teilnehmer in "München TU" folgenden Erfahrungsbericht.
Mein Studienfach: Biochemie
Datum des Gespräches: 09.08.2002
Zuerst einmal zur Entspannung: Man muss kein Bio- oder Chemie-Crack sein,
um dieses Auswahlgespräch an der TU zu erfolgreich zu absolvieren!
Zur Vorinformation: Für das Biochemie-Studium an der TU München
muss man bei der Bewerbung auch eine schriftliche Begründung für
die Wahl des Studienganges mitschicken (außerdem die Empfehlung
eines Lehrers). Bei mir hat es sich bezahlt gemacht ganz offen Schwächen
anzusprechen (z.B. seit der 10. Klasse kein Bio mehr gehabt) um diese
dann relativieren zu können und weniger angreifbar zu sein, verschweigen
ist mit Sicherheit die schlechtere Lösung, denn die finden es sowieso
raus, lieber offen und vorbereitet sein.
Als ich in das Büro der Sekretärin kam (Prof. Buchner), durfte
ich erstmal einen anonymen Fragebogen ausfüllen, wie anonym der wirklich
war kann ich natürlich nicht ganz sagen, es stand zumindest drauf
;-). Es ging darum wie ich auf den Studiengang aufmerksam geworden bin,
was ihn von vergleichbaren Studiengängen abhebt und Verbesserungsvorschläge.
Nach ein paar Minuten des Wartens und des Unterhaltens mit seiner übrigens
äußerst netten Sekretärin war es dann soweit, ich wurde
in den Raum gebeten, die Kommission bestand aus Professor Buchner (Biotechnologie),
einem Professor aus der Abteilung in Freising und einem etwas jüngeren
Protokollanten. Nach der Begrüßung ging es direkt los: Warum
ich den Studiengang trotz meines nicht gerade naturwissenschaftlich ausgerichteten
Abis gewählt hätte; warum ich mich jetzt schon bewerben würde,
obwohl ich den Studienplatz wegen meines Zivildienstes erst in einem Jahr
in Anspruch nehmen könnte; ob ich mich außerhalb der Schule
mit Biochemie beschäftigt habe; wie ich mich nach meinem Abschluss
als Biochemiker sehe; und spezielle Fragen, die auf das was ich in der
Begründung geschrieben hatte anspielten (Tipp: sich seine Begründung
genau ansehen und eventuelle Nachfragen antizipieren und schon mal im
Kopf durchgehen). Das dauerte vielleicht 5-10 Minuten, dann ging es zum
fachlichen Teil, dort gab für mich zuerst Fragen zur Stammzellentherapie,
weil ich die auch in der Begründung angegeben hatte, (z.B. Wie funktioniert
die Zell-Differenzierung grob gesehen auf molekularer Ebene?), danach
folgten Fragen, die sich so anhörten, als würden sie jedem,
oder zumindest vielen Bewerbern gestellt (Wie kann man Proteine in 3D
darstellen?; Was ist die Temperaturgrenze für Leben?; etc. Hier empfiehlt
es sich, ganz allgemein etwas über die aktuellen Trends der Biochemie
informiert zu sein (der Wissen-Teil in der "Zeit" reicht völlig)
außerdem sollte man von den Forschungsgebieten der Professoren sowie
der Methoden die sie verwenden eine grobe Vorstellung haben (Uni-Website)
um auf gewisse Fragen Antworten parat zu haben.
Trotz der manchmal doch etwas schwierigeren Fragen keine Panik, die Profs
helfen auch mal mit Tipps, wichtig ist, dass man die sinnvoll verwenden
kann (analytisches Denken). Wie gesagt ich habe das mit Ruhe und leichtem
Kombinieren und der Hilfe der immer freundlichen und hilfsbereiten aber
auch manchmal leicht provozierenden und kritischen Prüfer geschafft
ohne vorher Biologie oder Chemie zu pauken, einfach selbstbewusst in das
Gespräch gehen, sich natürlich geben und Interesse zeigen (Prüfer
ansehen etc). Dieser Teil dauerte so 10-15 Minuten, anschließend
kam Teil 3, meine eigenen Fragen (unbedingt überlegen!), dort ist
es immer nützlich über die Struktur und die Anforderungen des
Studiums Bescheid zu wissen und vielleicht auch ein, zwei Fachfragen einzuwerfen.
Nachdem ich wieder bei der Sekretärin war, gab es noch einen Feeback-Fragebogen
(natürlich wieder anonym ;-))und das war es schon.
Alles in allem lasst euch nicht verrückt machen, sobald man in der
Prüfungssituation ist beruhigt man sich ganz von selbst (vorher war
ich auch extrem nervös), nach 5 Minuten ist man voll drin, das klappt
schon.
Alles Gute für diejenigen denen das noch bevorsteht!
Ach ja, bei mir waren es 150 Bewerber für 50 Plätze, die Noten
der zum Gespräch eingeladenen reichten von 1,0 (16x) bis 2,5, also
wenn man nur Begeisterung und Interesse zeigt hat man anscheinend auch
mit einem schlechteren NC eine Chance, meiner war 1,4. Noch etwas: In
der Definition dieses Gesprächs auf der Biochemie-Website der TU
heißt es, auch die Englisch-Fähigkeiten würden getestet.
Daraufhin habe ich wie verrückt das Gespräch auf Englisch simuliert.
Realität: Kein einziges englisches Wort in der Prüfung!
cu Christoph
Am Dienstag, 17. September 2002 (14:18:24 Uhr) MEST schrieb Lena (eMail:
mandisa82@aol.com) , Teilnehmer in "Mainz" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach:Medizin Datum des Gespräches: 16.09.02 Als erstes wurde
ich gefragt, warum ich Medizin studieren möchte. Der Rest des 30 min.
Gesprächs ging es fast nur noch um Politik. Ich wurde gefragt, was ich
machen würde wenn ich Gesundheitsministerin wäre. Ich habe erst die momentane
Lage des Gesundheitssystems geschildert. Dann wollten die Prüfer ganz
konkrete Vorschläge zur Verbesserung des Gesundheitssystems wissen. Als
nächstes sollte ich die großen Parteien CDU, SPD, FDP und Die Grünen charakterisieren.
Dann war die halbe Stunde auch schon fast rum und ich wurde nur noch gefragt,
warum ich nicht Naturwissenschaften studieren wollte und warum gerade
an der Uni Mainz. Das Gespräch ist recht locker verlaufen, ich hatte das
Gefühl frei reden zu können. Von anderen Bewerbern habe ich gehört, dass
alle zu Politik befragt wurden, nicht nur zur Gesundheitspolitik sondern
auch zur aktuellen Politik (Irak, etc.). "
Am Mittwoch, 18. September 2002 (15:08:58 Uhr) MEST schrieb Lisa (eMail:
snowinsummer01@web.de) , Teilnehmer
in "Berlin FU" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach:Humanmedizin/ Datum des Gespräches:18.09.2002/ Voller
Angst kam ich überpünktlich um 11.15 im Universitätsklinikum Benjamin
Franklin an... Alle anderen waren natürlich schon vor mir eingetroffen.
Meinen Termin bekam ich aber dann als zweite meiner Gruppe um 13.30Uhr.
Klar hatte ich schon die Ehrfahrungsberichte und Interviews dieser Webpage
gelesen und mich mit Hilfe meines Freundes auf das Gespräch vorbereitet,
hatte überlegt wie ich auf komplizierte Fragen reagieren würde auf die
ich keine Antwort habe, mich durch Tageszeitung lesen noch schnell versucht
auf den neusten Politischen stand zu bringen usw. Das fazit: Alles umsonst!
Dieses Gespräch war ausschließlich nur auf meinen persönlichen Erlebnissen
aufebaut - keine Politik-,Ethik-,oder Fachfragen. Alles war total locker
und die Zeit verging wie im Flug. Wahrscheinlich hatte ich aber einfach
nur Glück mit meiner Komission, aber auf jeden Fall habe ich mir viel
zuviele Sorgen gemacht und mein Tip ist: Rechnet mit dem Schlimmsten,dann
seid ihr um so glücklicher, wenns so läuft wie bei mir!!! Die Antwort
werde ich im ca 10Tagen bekommen... Es bleibt also spannend!"
Am Dienstag, 24. September 2002 (12:31:45 Uhr) MEST schrieb Lisa (eMail:
snowinsummer01@web.de) , Teilnehmer
in "Berlin FU" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin / Datum des Gespräches: 18.09.2002/ Ich
erzählte zwei Berichte über mich von meinem Auswahlgespräch und wollte
jetzt einfach nur noch mal das Ergebnis preisgeben: JUHUUUUU, ich hab
gerade den Brief bekommen, dass ich zugelassen wurde!!!"
Am Sonntag, 22. September 2002 (19:01:58 Uhr) MEST schrieb Karo (eMail:
karo.trine@gmx.de) , Teilnehmer in "Magdeburg" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin / Datum des Gespräches: 20.09.2002 / Wir
wurden alle 7.30 Uhr eingeladen und dann auf Gruppen aufgeteilt. Die Gespräche
fanden dann von 8.15 Uhr bis 13.15 Uhr statt. 15.30 Uhr wurde das Ergebnis
bekannt gegeben. Die Gespräche wurden von 3 Personen mit den jeweiligen
Anwärtern geführt. Von 68 Bewerbern wurden 37 angenommen, die sich anschließend
sofort einschreiben konnten. Jedes Gespräch dauerte 30 Minuten. Es ging
um aktuelle Gesundheitspolitik, Irakkonflikt, Studienwahl, Berufsvorstellungen,
ethische Konflikte und ob noch Wissen vom Abitur übrig ist. Es war ein
sehr lockeres und angenehmes Gespräch. "
Mein Studienfach: Humanmedizin/Staatsexamen Datum des Gespräches: 16.09.2002
an der Uni Mainz; meine email: ICHApril@gmx.de
An einem Freitag bekam ich den Ablehnungsbescheid von der ZVS, ich würde
für das Wintersemester 2002/03 keinen Studienplatz für Medizin erhalten.
Am nächsten Tag hatte ich eine Einladung von der Johannes Gutenberg Uni
in Mainz im Briefkasten; also bekam ich noch einmal eine reelle Chance
meinen gewünschten Studienplatz dennoch zu bekommen. Mein Gespräch sollte
an einem Montagmorgen um 10 Uhr in der Klinik für Neuroradiologie stattfinden.
Vorweg muss ich sagen, dass ich ehrlich überrascht war. Von den Prüfern
(ein Arzt und eine Ärztin) und von dem Gespräch an sich. Anfangs führte
die Ärztin fast ausschließlich das Gespräch. Sie wollte viel über mich
wissen, über meine Vorlieben, Hobbies, Familie und oft wirklich nur ganz
alltägliche Dinge. Ich erinnere mich sogar noch an ihre erste Frage“:
Erzählen Sie von sich. Wer Sie sind und über das, was Ihnen wichtig erscheint.
Was schätzen sie selbst an sich? Und letztendlich interessieren wir uns
natürlich auch warum sie Medizin studieren möchten. Nach meiner Ansicht
nach war die Ärztin mehr für den persönlichen Teil zuständig, wohingegen
der Arzt mir eher wissenschaftlichere Fragen stellte. Natürlich kann es
hilfreich sein, wenn ich jede Frage, die Sie mir gestellt hatten jetzt
aufzähle, aber wenn ich ehrlich bin, dann hilft es in dieser Art von Auswahlgespräch
nicht viel. Mir wurden keine schwierigen fachbezogenen Fragen gestellt
oder gar Fragen, die speziell mit dem Thema Medizin zu tun haben. Sie
wollten in der Kürze der Zeit (weniger als 30 min) durch Ihre Fragen ein
Bild von mir als Menschen bekommen. Das mag komisch klingen, aber es ist
so. Ich wurde nach meinen Geschwistern gefragt, nach meinen Tätigkeiten
während der Schulzeit und Sie interessierten sich auch dafür, was ich
in meiner Freizeit mache. Mit dem Arzt habe ich über Forschungen in der
Medizin geredet (beispielsweise über meine Meinung zur Keimzellforschung).Er
wollte auch wissen, ob ich mir vorstellen könnte einmal selbst etwas zur
Verbesserung von derzeit gängigen Behandlungsmethoden beizutragen. Wenn
ich etwas entdecke oder ich auf eine ungeklärte Frage die Antwort finde,
warum denn nicht? Bevor ich nun kein Ende mehr finde vielleicht noch so
viel: Es ist nicht verkehrt sich vorher Gedanken darüber gemacht zu haben,
warum man Medizin studieren möchte. Sicherlich ist es auch von Vorteil,
wenn man schon ein Praktikum (im medizinischen Bereich) absolviert hat.
Ich hatte dieses Jahr mein zweimonatiges Pflegepraktikum fürs Medizinstudium
gemacht. Ich möchte später in dem chirurgischen Fachbereich der Medizin
tätig sein, also hatte ich mich um eine Praktikantenstelle auf einer chirurgischen
Station beworben. Für die Prüfer schien es auch wichtig zu sein, dass
ich mir bewusst bin, was für eine Belastung und Verantwortung der Beruf
mit sich bringt. Ich denke nach einem Dauereinsatz im Krankenhaus bekommt
man schon ein gutes Bild von seinem späteren Beruf. Auf die Frage, was
ich machen würde, wenn ich für das Wintersemester keinen Studienplatz
bekommen würde habe ich gesagt, dass ich mich auf jeden Fall bemühen werde
einen zu bekommen, und wenn es nicht klappt, dann mache ich meinen Rettungssanitäter
und fange zum Sommer an. Einfach offen und ehrlich antworten, nehmt kein
Blatt vor den Mund, steht zu euren Schwächen aber stellt eure Stärken
ganz besonders raus. Verstellt euch nicht, dann habt ihr euren Studienplatz
schon sicher. Das dürft ihr mir ruhig glauben, denn ich bekam wenige Tage
danach meine Zusage. Ich wünsche allen, denen so ein Gespräch noch bevorsteht
alles, alles Gute, viel Glück und Selbstvertrauen!!!
Medizin am 9.9.02 an der HU Berlin (kuehrt@freenet.de):
Am Mittwoch kam die Einladung zum Auswahlgespräch für den kommenden Montag,
dazwischen am Freitag die Absage der ZVS (war mit 1,8 ganz knapp gescheitert).
Also informierte ich mich auf dieser Seite, verschaffte mir einen Überblick
über Geschichte sowie Namensgeber der Uni und bedeutende Absolventen.
Außerdem beantwortete ich mir mögliche Fragen wie: „Warum möchten Sie
Arzt werden?“ und diskutierte in der Familie strittige Themen wie die
Abwahl von Naturwissenschaften auf dem Gymnasium, ein bereits erfolgtes
anderes Studium über 3 Semester und aktuelle Gesundheitspolitik. Ich war
eine halbe Stunde vor dem Termin da. Es warteten nur 5 weitere Bewerber,
die alle zu verschiedenen Zeiten bestellt worden waren. Ehe ich zum Gespräch
gebeten wurde, vergingen aber noch 2 Stunden, weil die Profs statt geplanter
15 Minuten alle Bewerber einzeln etwa 30 Minuten befragten. Ein Kardiologe
bat mich schließlich in das Zimmer und machte mich mit 2 weiteren Professoren
und einer Studentin(war Beisitzerin) bekannt. Zuerst fragte er mich: “Sie
kommen also aus Berlin und möchten deshalb auch hier studieren?“. Ich
betonte jedoch mein besonderes Interesse am Reformstudiengang, der nur
an der Charite angeboten wird. Über diesen Studiengang wurde eine ganze
Weile diskutiert, wobei sich die anwesenden Professoren selbst nicht über
die Vor- und Nachteile einig waren. Dann folgte die obligatorische Frage,
warum es ausgerechnet ein Medizinstudium sein soll. Ich begründete das
mit dem Umgang mit Menschen, dem Wunsch Verantwortung zu tragen, selbstständig
zu arbeiten und helfen zu können. Auf meiner etwas ungeradlinigen Biografie
ritten die Profs zum Glück nicht so sehr herum. Vorteilhaft war auch,
dass ich versucht habe, das Gespräch selbst in die Hand zu nehmen und
einige Themen - wie konkrete Zukunftspläne bzgl. der Fachrichtung und
einem gewünschten Auslandssemester - angesprochen habe. Darauf sind dann
meine Gegenüber gern eingegangen. Danach wurde ich gefragt, ob ich eher
in der Forschung oder in der Praxis tätig werden möchte, wie ich mir mein
Leben in 10 Jahren vorstelle und ob ich die wirtschaftliche Situation
der Ärzte kenne. Zum Schluss wollte man von mir wissen, ob ich selbst
noch Fragen zum Studium habe (hier sollte man sich eine Frage zurechtlegen!)
und warum man gerade mich bei einem Verhältnis von 3:1 zwischen Bewerbern
und Plätzen nehmen sollte. So machte ich die Not zur Tugend und stellte
noch einmal meine hohe Motivation auch aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen
bei dem voran gegangenen Studium heraus. „Mit 22 weiß ich nun sicher,
welchen Weg ich beschreiten will.“ Das Gespräch war schnell vorüber, es
war ruhig und entspannt und keiner stellte unangenehme Fragen. Insgesamt
muss ich die Kommission dann wohl überzeugt haben, denn bereits 5 Tage
später lag die Zulassung im Briefkasten. Ich rate allen Bewerbern selbstbewusst
aufzutreten, klar die Motivation zu begründen und nicht nur zu reagieren,
sondern auch mit eigenen Gedanken das Gespräch aktiv zu gestalten. So
geht die Zeit schnell um und man vermeidet unangenehme Fragen nach biochemischen
Abläufen und Vererbungsregeln (so berichtet von anderen Bewerbern). Viel
Glück allen, die in die Hoffnungsrunde müssen!
Anja
Am Freitag, 13. Dezember 2002 (13:56:47 Uhr) MET schrieb Nanda (eMail:
Roswellskatherine_Izzi@gmx.de)
, Teilnehmer in "Mainz" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach:Zahnmedizin an der Uni Mainz Datum des Gespräches:16.09.02
Also ich möchte allen Lesern erst mal sagen, dass ihr keine Angst vor
dem Gespräch haben müßt! Geht ganz locker rein und lasst euch nicht stressen.
Bei mir war es folgendemaßen: Ich war für 14h bestellt, war aber bereits
um 13h dort. Mein Gespräch fing mit 45 min Verspätung an und hat ca. eine
Stunde gedauert. Es waren zwei Prof., die das Gespräch leiteten, die beide
sehr nett waren.Sie wollten wissen, warum ich ausgerechnet Zahnmedizin
studieren möchte.Was ich vorher gemacht habe. Was ich mir unter diesem
Beruf vorstelle. Eigentlich alles harmlose Fragen, die ich erwartet habe.
Im Anschluß gingen sie dann auf meinen Lebenslauf ein und wollten wissen,
wie ich mit Verantwortung umgehen kann, wie selbstsicher ich bin sowie
ich auf stressige Situationen reagiere. Also nur ganz alltägliche Fragen,
die später für mich wichtig sein werden, da ich als angehender Zahnarzt
oft unter stress stehen werde und sehr schnell reagieren muß und auch
Verantwortung trage. Das Gespräch hat wirklich nur dazu gedient mich einzuschätzen.
Es wurden keine absurden Fragen zu Geschichte, Politik oder anderen Themem
gestellt. Ich habe schließlich einen Studienplatz erhalten und innerhalb
einer Woche hatte ich meine Zusage. Von den Leuten, die auch am selben
Tag ein Auswahlgespräch hatten sind weitere zwei angenommen worden. Es
ist nur wichtig, während des Gespräches man selbst zu sein und Ruhe zu
bewahren. Ich wünsche euch allen viel Glück!"
Am Donnerstag, 6. März 2003 (13:56:18 Uhr) MET schrieb TKKG (eMail: @) , Teilnehmer in "Berlin FU" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Tiermedizin / Datum des Gespräches: 17.09.01 / Hallo
erstmal, mein Gespräch fand an der Fu fuer Tiermed. statt. Hier sind alle
Fragen an die ich mich errinnern kann: Wieso möchten Sie Tiermedizin studieren?
Wie ist das Studium aufgebaut? Wieso sollten wir Sie auswählen? Nennen
Sie alle Geflügel-Schweine-und Rinderkrankheiten die Sie kennen! Wieso
ist Die Hygiene im Stall so wichtig? Was halten Sie von Tierversuchen?
Kennen Sie Alternativverfahren in der Tiermedizin ( Akkupunktur etc.)
Wer war der erste Mediziner ? Was war das erste Haustier und Wann? Was
fuer Berufsfelder gibt es in der Tiermedizin? So...mehr Fragen weiss ich
leider nicht mehr, ich empfehle aber jeden sich sehr gut vorzubereiten.Wünsche
euch viel Erfolg und immer locker bleiben!! "
Am Sonntag, 23. März 2003 (19:35:45 Uhr) MET schrieb Anna (eMail: anna.voelker@web.de) , Teilnehmer
in "Gießen" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: / Humanmedizin Datum des Gespräches: / 18.03.2003 Als
erstes möchte ich sagen, dass dieses Gepräch eine riesen Chance ist und
ihr diese Chance auf jeden Fall nutzen solltet. Ich habe dadurch einen
Platz bekommen. Und wenn ich das geschafft habe, dann ihr auch! Ich wurde
zum Auswahlgespräch eingeladen. Ich sollte mich um 8.30 Uhr beim Dekanat
einfinden und dort wurde mir dann mitgeteil wo und wann ich dran sei.
Ich hatte das Pech erst um 12 Uhr ein Termin zu haben, aber für einen
Studienplatz wartet man natürlich gerne...Als es dann soweit war, wurde
ich dann von einem der beiden Professoren in das herein gebeten. Es war
eigentlich alles ganz entspannt und die Profs waren beide sehr nett. Zuerst
wurde die obligatorische Frage gestellt "Warum möchten sie Medizin studieren?".
Darauf folgten noch ein paar Fragen zu meinem Privatleben, ob ich Geschwister
hätte, was meine Eltern machen würden und was ich in meiner Freizeit tun
würde. Ich wurde dann noch gefragt, warum ich ausgerechnet in GI studieren
möchte und was ich über den Namensgeber meiner Schule wüsste, außerdem
was ich machen würde, wenn es mit dem Studienplatz nicht klappen würde...sagt
auf jeden fall, dass ihr auf einen Studienplatz warten werdet und dass
ihr, was auch immer ihr studieren wollt, euch nicht umorientieren werdet!!
Alles also ganz entspannt!! Versucht einfach ehrlich zu sein und wenn
ihr etwas nicht wisst, dann sagt es ruhig! Ich muss allen, die dieses
Gepräch noch vor sich haben sagen: macht euch nicht verrückt, so wie ich
es getan habe!!! Die Professoren die da voreinem sitzen sind auch nur
Menschen und sie wollen euch nichts böses...sie versuchen euch eine Chance
zu geben!!! Ich wünsche allen die diese Hürde noch vor sich haben viel
Glück..."
Am Samstag, 20. September 2003 (16:50:19 Uhr) MEST schrieb (eMail: @) , Teilnehmer in "Berlin FU" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach:Tiermedizin / Datum des Gespräches:September 2003 /
Mein Gespräch fand um 7:30 an der FU-Berlin statt. Es wurden 50 Teilnehmer
an dem einen und wiederum 50 an einem anderen Tag eingeladen. Um 7:30
erfuhren wir wann unser Gespräch stattfinden wird. Das variierte so zwischen
8-14 Uhr. Das Gespräch dauerte ungefähr eine halbe Stunde und wurde jeweils
von zwei Prüfern/innen durchgeführt. Ich kann mich noch an folgende Fragen
erinnern: Zuerst wurde ich gefragt, warum sie gerade mich auswählen sollten.
Danach sollte ich etwas über den Aufbau des Studiums erzählen und wo man
später überall arbeiten kann. Wo ich speziell arbeiten möchte. Was ich
von Tierversuchen halte, ob ich Alternativen zu Tierversuchen kenne. Warum
ich für den Studiengang geeignet bin. Was ich über BSE weiß und welche
anderen Seuchen ich noch kenne. Das waren soweit die Fragen, an die ich
mich erinnern kann. Dann kamen noch so Anmerkungen von den Prüfern, dass
ich ja ein ganz schön schlechtes Abi gemacht habe und auch sonst saßen
sie die ganze Zeit mit einem Pokergesicht da, so das man seine Antworten
nicht einschätzen konnte. Das Ergebnis wurde uns dann zwei Wochen später
mitgeteilt. Ich wünsche allen viel Erfolg und nicht von komischen Fragen
aus der Ruhe bringen lassen!"
Am Dienstag, 23. September 2003 (17:09:32 Uhr) MEST schrieb der geheimnisvolle
Monchalounge (eMail: @) , Teilnehmer in "Greifswald" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: / Zahnmedizin Datum des Gespräches: /15.09.2003
Morgens um 8.00 Uhr trafen sich alle Teilnehmer des Tages (12) im Flur
der zuständigen Fakultät.Am nächsten Tag sollten noch weitere
12 Bewerber zum Gespräch geladen werden.Nach etwas Wartezeit begrüßte
ein Professor die Aspiranten und teilte jedem einen Termin zu, an dem
er sich wieder in der Fakultät einfinden solle.Ich hatte mein Gespräch
glücklicherweise noch vormittags, so entfiel weitere nervenaufreibende
Warterei.Als es dann soweit war wurde ich vom selben Professor, der uns
auch begrüßt hatte ins Gesprächszimmer geführt.Ich
wurde einem weiteren Professor(?) vorgestellt, der mir auch sogleich meine
mitgebrachten Unterlagen abnahm (biographischer Fragebogen und handschriftlicher(!)
Lebenslauf waren erforderlich) und dann ging es auch schon los. Mir wurden
größtenteils Standardfragen gestellt (z.B. Warum gerade Zahnmedizin?
oder Was glauben sie, wie wird die Zukunft der Zahnmedizin aussehen?)
und das Gespräch verlief ziemlich locker.Ich glaube die Professoren
bemühten sich auch um einen möglichst gelösten Umgang.
Im allgemeinen muss ich sagen, dass ich keine Idealvoraussetzungen mitbrachte,
in der Schule Leistungskurse Deutsch und Englisch, Bio und Chemie schon
in der 10. Klasse abgewählt, keine Arbeit in einer gemeinnützigen
Organisation. Aber, ich war ehrlich und habe auf meine Schwächen
aber natürlich auch auf meine Stärken hingewiesen. Ich glaube
das ist das Wichtigste. Man sollte sich nicht verstellen, das wird sofort
bemerkt.Zum Schluß durfte ich noch Fragen stellen, die ich mir natürlich
schon vorher überlegt hatte.Tja und heute habe ich bescheid gekriegt,
dass ich angenommen wurde.Diese Seite hier hat mir geholfen mich gut auf
das Gespräch vorzubereiten.Übrigens gibt es auch einen "Leitfaden"
der deutschen Wirtschaft, für Gesprächsführer gedacht,
den man sich als .pdf Dokument herunterladen kann. Leider weiß ich
nicht mehr den Link aber wenn ihr das Stern Sonderheft "Campus und Karriere
2003" zur Hand habt schaut mal im Artikel zu den Auswahlgespraechen...dort
ist er zu finden. Der "Leitfaden" hilft euch besser zu verstehen, was
die jeweiligen Gesprächsführer mit ihren Fragen bezwecken wollen
bzw. was von euch in etwa erwartet wird. Also dann viel Glück!! "
Am Mittwoch, 24. September 2003 (14:51:00 Uhr) MEST schrieb onkel otto
(eMail: ceolas@gmx.de) , Teilnehmer in "Gießen" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: / Zahnmedizin Datum des Gespräches: /16.9.2003 Bei
mir lief anscheinend alles anders: Um 8.15 Uhr sollten wir uns den Termin
für unser Gespräch sagen lassen, doch das geschah nicht. Wir wurden einfach
nacheinander aufgerufen, was natürlich sehr lange dauerte. Das Gespräch
war gut, die Fragen waren okay und die Atmosphäre war sehr angenehm. Meine
Voraussetzungen: Bio-Leistung( 10-12Pkt), durchgängig Chemie (10-13Pkt),in
der 13 Schwerpunkt Biochemie, Mitarbeit bei Genetik-AG, Praktikum bei
Zahnarzt. Soziales : Oberstufenkurssprecher, Mitglied in Bürgerinitiative.
Außerdem bastele ich wegen meiner Faszination für Radsport schon seit
Ewigkeiten an Fahrrädern rum und spiele seit dem 13.Lebensjahr Geige<--
kann also mit meinen ganz Händen umgehen. Heute habe ich bei der Uni angerufen
und mir von einer netten Dame sagen lassen, dass ich abgelehnt wurde!
Ich verstehe die Welt nicht mehr!!! Ich weiß absolut nicht, woran es gelegen
hat. Ich lege großen Wert auf mein Äußeres, aber vielleicht haben denen
nur meine langen (aber sehr gepflegten) Haare nicht gefallen. Vielleicht
auch weil ich kein Physik in der Oberstufe hatte??? Mein Erfahrung hat
mir gezeigt, dass das alles für die Füße ist! Denkt bloß nicht, dass es
automatisch besser ist, mit feinen Klamotten aufzutreten, vielleicht hat
das eine gegenteilige Wirkung! Dieses Buch habe ich auch intensiv gelesen
und mich danach gerichtet, na und.? Am besten sollte der Medizinertest
wieder eingeführt werden, denn nur so lässt sich wirklich erkennen, wer
intelligent ist!!!"
Am Donnerstag, 25. September 2003 (16:17:36 Uhr) MEST schrieb Thelisa (eMail: @) , Teilnehmer in "Ulm" folgenden
Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: / Humanmedizin Datum des Gespräches: /16.9.03 Ich wurde
für 10 Uhr bestellt, kam aber schon um 9 an und dann war mein Gespräch
auch gleich um 9.20 Uhr. War also zum Glück keine Zeit mehr für Aufregung.
Ich hatte etwas ganz normales an und nicht wie manch andere Rock...Anzug.
Ich wurde von 2 Professoren befragt und das Gespräch dauerte etwa 35 Minuten.
Die erste Frage war: Erzählen sie etwas über sich selbst. Naja da hab
ich halt eine kurze Biographie von mir gegeben. Danach wurde ich zu meinen
Leistungskursen befragt, teilweise echt Details ("Physikal. und chem.
Eigenschaften von einem Molekül meiner Wahl!!) wo ich dann echt ins schwitzen
kam. Dann relativ viele Fragen zur aktuellen Gesundheitspolitik ("Ist
die medizinische Versorgung in Dtld. noch gewährleistet"; "Unterschied
zwischen Bürgerversicherung und Kopfgeldpauschale";) Zum Glück hatte ich
mich da informiert. Dann sollte ich noch bekannte Mediziner und Nobelpreisträger
nennen, da konnte ich nur einen nennen. Dann: den Begriff "Prävention"
im med. Sinn erklären und mögliche neue Änsätze zur Prävention diskutieren.
Dann natürlich auch soz. Engagement, da konnte ich nur sagen, dass ich
in einem Verein tätig bin. Ich sollte eine positive Eigenschaft von mir
nennen. Dann durfte ich den Professoren noch eine Frage stellen und ein
abschließendes Statement geben. Eine Woche später kam der Brief: Ich bin
genommen worden!!!!!! Seid gelassen und versucht selbstbewusst und zeilstrebig
rüber zu kommen, aber seid auch nicht zu perfekt, sondern ´seid einfach
ehrlich. Und ab und zu auch mal lächeln!!! :-)) "
Am Donnerstag, 25. September 2003 (21:21:05 Uhr) MEST schrieb Sylvia
Götze (eMail: SylviaGoetze@web.de)
, Teilnehmer in "Dresden" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Medizin / Datum des Gespräches: 17.09.2003 / Ich war
in Dresden zum Auswahlgespräch eingeladen. Ich hatte Glück und zwei voll
nette Prof`s gegenüber. Also wer ein solches Gespräch noch vor sich hat:
legt euch ein paar gute Antworten auf die Fragen, wieso ihr das unbedingt
studieren wollt zurecht. Versucht etwas über die Uni herrauszufinden,
den Namensgeber, irgendwas besonders. Das könnt ihr dann als Grund angeben,
wenn die Frage kommt, warum ihr grad da studieren wollt. Mich haben sie
noch allerhand Dinge über die Gesundheitsreform gefragt. Also informiert
euch über aktuelle Themen, lest Zeitung und so. Und am wichtigsten ist:
immer ehrlich antworten und locker bleiben. Hab heut meine Zusage erhalten,
juhu! Und an alle, den dies noch bevorsteht: Viel viel Glück,ist alles
halb so schlimm. "
Am Montag, 6. Oktober 2003 (16:55:39 Uhr) MEST schrieb Monique Lind (eMail:
moniquelind@web.de) , Teilnehmer
in "Gießen" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Veterinärmedizin / Datum des Gespräches:15.09.2003
/ Mein Auswahlgespräch für Tiermedizin an der Universität Gießen fand
dieses Jahr im September statt. Außer mir waren noch 131 weitere Bewerber
geladen. Ich habe mir vorher sehr viele Gedanken über das bevorstehende
Gespräch gemacht und die Erfahrungsberichte anderer haben mir geholfen
mich ein wenig auf das vorzubereiten, was mich erwartete. Deshalb möchte
auch ich nun meine Erfahrungen weitergeben. Hier sind die Fragen, die
mir beim Auswahlgespräch gestellt wurden: Warum möchten sie an dieser
Universität studieren?; Wie ist das Studium aufgebaut?; Welche Fächer
müssen sie belegen?; Welche Berufsfelder gibt es in der Tiermedizin?;
In welchem Bereich möchten Sie später tätig werden?; Was werden Sie tun
wenn sie den Studienplatz nicht bekommen?; Wie funktioniert das Klonen?;
Wie ist die DNA aufgebaut? Für was benötigt man in der Tiermedizin den
Aufbau der DNA und der Proteine?; Was versteht man unter BSE, wie kommt
es zu stande? Ich glaube das waren so ziemlich alle. Auch wenn es hier
jetzt vielleicht so aussieht war das ganze jedoch nicht einfach im Frage
und Antwort Stil aufgebaut sondern ein lockeres Gespräch aus dem sich
die Fragen ergaben und bei dem die Professoren einem auch mal auf die
Sprünge halfen falls die Antwort nicht gleich parat war. Ich hatte mir
das Ganze wesentlich schlimmer vorgestellt als es letztendlich war. Man
sollte jedoch auf jeden Fall über den gewählten Studiengang gut bescheid
wissen und sich ein wenig vorbereiten! Ansonsten einfach die Ruhe bewahren!"
Am Montag, 8. März 2004 (12:02:32 Uhr) MET schrieb "DM",
Teilnehmer in "Gießen" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin Datum des Gespräches: 18.3.2003
Am 3.3.2003 kam für mich erst der Ablehnungsbescheid der ZVS und
dann der Bescheid der Universität Giessen zum Auswahlgespräch.
Die Uni forderte ein Bewerbungsschreiben, indem man seine Motivation offenlegen
soll und beglaubigte Zeugnisse über Fähigkeiten und Tätigkeiten,
da dies ebenfalls in der Endgewichtung der Bewerber eine Rolle spielen
wird. Am 18. März war es dannn soweit. Ich fand mich zur festgelegten
Uhrzeit in Giessen ein und meldete mich im Sekretariat des Klinikums.
Dort standen dann auch promt alle Bewerber in einer Schlange und warteten
darauf, wo und wann sie sich in den verschiedenen Kliniken vorstellen
sollten. Mich verschlug es in die Augenklinik. Dort sollte ich mich dann
mit dem Professor der Augenklinik und einem Professor für Mikrobiologie
zu einem Gespräch einfinden. Nach 3 Stunden des Wartens und furchtbarer
Nervosität war ich dann schliesslich an der Reihe. Ich dachte mir,
da es sich um den späteren Beruf handelt, dass ich doch eine bessere
Garderobe wählen sollte. Daher trug ich ein graues Sakko und Jeans.
Nur für diejenigen unter Euch die unsicher sind. Ich erwähne
dies nicht ohne Zusammenhang, da mich die erste Frage des Professors gleich
wie ein Blitz traf: "Sagen Sie, sind Sie ein sehr religiöser
Mensch?" Ich dachte nur, seh ich etwa aus wie ein Bibelverkäufer?
Nunja, die Frage war als Einstieg natürlich sehr gut. Wie hätte
es besser laufen können. Totale Verunsicherung gleich im ersten Satz
des Gespräches. Bravo! Einigermassen verwirrt nahm ich dann Platz.
Als Einstieg folgten dann die
üblichen Fragen, wie sie auch in anderen Gelegenheiten gestellt werden.
Erzählen Sie uns doch bitte etwas über sich, wo wohnen Sie,
wie leben Sie,
erzählen sie doch bitte etwas über Ihre Familie, was machen
sie in Ihrer
Freizeit, welche Interessen haben Sie...usw.. Nachdem ich dann diverses
aus meinem Leben erzählte, kam dann die wohl typische Frage, warum
möchten Sie Medizin Studieren? Hier kann ich allen nur raten, macht
nicht denselben Fehler wie ich. Geht auf keinen Fall unvorbereitet zu
einem solchen Gespräch! Ich habe auch viel zu diesen Gesprächen
gelesen und da kam oft der Satz, man könne sich auf ein solches Gespräch
nicht vorbereiten. Das ist meiner Meinung nach völliger Blödsinn.
Nichts ist so wichtig wie gute Vorbereitung! Lest am besten alles zu diesen
Gesprächen was Ihr könnt! Nichts ist in diesem Falle so wichtig
wie die richtige Vorbereitung. Gerade auf die Frage warum man denn nun
Medizin studieren möchte, kann ich nur raten, sich einen Text auszudenken,
den man auswendig lernt und am besten 5 Minuten voller Begeisterung referiert.
Ich bin unvorbereitet zu diesem Gespräch erschienen, da ich es oft
gelesen habe, dass eine Vorbereitung nicht nötig sei. Nach heutiger
erfahrung kann ich nur zu einer gründlichen Vorbereitung raten, die
Enttäuschung ist sonst einfach zu gross! Nunja, ich antwortete auf
die Frage mit den verschiedenen Erfahrungen die ich während des Zivildienstes
machte und das diese mich dann auf den Weg brachten. Ich erwähnte,
dass ich in der Ambulanz eines Unfallkrankenhauses hospitierte und auch
des öfteren im OP zuschaute und das mich dies dann letztendlich zur
Medizin und zum Berufswunsch Arzt brachte. Daraufhin folgte dann gleich
die Frage, ob dies auch wirklich das Richtige für mich sei, ob ich
mir nichts
anderes in der Medizin vorstellen könnte, neben operativen Fächern.
Ich
antwortete auf diese Frage, dass ich nicht sicher sei, da mir ein weiterer
Einblick in die Bereiche fehle und ich ja nur Fachbereiche meines
Krankenhauses kennen würde. Ich denke dies wurde als Unsicherheit
ausgelegt. Im Nachhinein bin ich mir da recht sicher. Ich würde heute
vermuten es ist besser dort mit direkten Wünschen zu Fachrichtungen
aufzutauchen, wenn man diesen weg der Argumentation geht.
Es folgten dann noch Fragen zum Aufbau des Studiums und was ich mir unter
einem solchen Studium vorstellen würde. Was ich hierauf antwortete
kann ich heute nicht mehr sagen. Ich sollte daraufhin noch die Eigenschaften
eines guten Arztes aufzählen. Hierbei kann ich nur den Tipp geben,
Menschlichkeit und soziale Kompetenz zu erwähnen. Ich tat es nicht.
Ich wurde auch zu Büchern befragt, die ich über das Studium
bereits gelesen hatte. Ich hatte drei gelesen, den "Studienführer",
"Erfolgreich Medizin Studieren" und den "Berufsplaner Arzt".
Als die Frage dann kam, ob ich ein Buch gelesen hätte sagte, ich
einfach nein. Als ich dann aus dem Raum kam dachte ich nur, wie blöd
kann man denn bitte sein? Ich denke hier kann man meinen Geisteszustand
während des Gespräches feststellen. Ich denke ich war einfach
zu nervös, dies war dann wohl auch der Grund warum es neben der schlechten
Vorbereitung nicht geklappt hat. Ich kann wie gesagt nur immer wieder
darauf hinweisen, sich wirklich gut auf dieses Gespräch vorzubereiten.
Ich tat es nicht und muss nun wahrscheinlich 7 Semester warten, bis ich
eine Zulassung bekomme. Also, denjenigen die jetzt ein Auswahlgespräch
haben wünsche ich viel Erfolg und ich hoffe ich konnte etwas dazu
beitragen!
Am Montag, 22. März 2004 (14:48:03 Uhr) MET schrieb Inga (eMail: Inga@web.de) , Teilnehmer in "Gießen" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach:Humanmedizin / Datum des Gespräches: 18.03.04 / Also
mein Auswahlgespräch fand vor einer Woche in Gießen statt. Ich war vorher
mindestens genauso aufgeregt wie ihr auch und habe mich deshalb auf alle
möglichen Gesprächsthemen vorbereitet. Letzendlich war das ein ganz lockeres
Gespräch in dem wir uns erstmal über die wichtigste aller Fragen ("warum
möchten sie Medizin studieren?")und dann über Interessen und Hobbys. Danach
kamen allerdings Fragen zum Beispiel zu Freud oder zu einer speziellen
Krankheit, über die ich mich schon mal genauer informiert hätte. Auf keiner
dieser Fragen hatte ich eine Anständige Antwort, sodass ich nach dem Gespräch
ein ganz schön blödes Gefühl hatte. Warum sollten die gerade mich aus
100 weitern auswählen? Am Samstag habe ich allerdings eine Zusage von
der Uni Gießen bekommen und war einfach überglücklich. Mein Tip an euch
die auch die Chance eines solchen Gesprächs haben: So ruhig und locker
in das Gespräch reingehen, sich auch nicht durch das nicht beant- worten
können einer Frage aus der Ruhe bringen lassen. Nachher kommt es nicht
auf euer Wissen sondern euer Auftreten und eure Motivation an! Nutzt die
Chance! Viel Glück!"
Am Montag, 22. März 2004 (17:05:21 Uhr) MET schrieb deer (eMail: deer@fastrun.at) , Teilnehmer
in "Ulm" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Zahnmedizin Datum des Gespräches: 17.3.2004 Hallo!
Auch ich war in der glücklichen Lage, über den nc keinen Studienplatz
bekommen zu haben, jedoch ein Auswahlgespräch. Wie das anscheinend bei
sowas immer ist war ich eineinhalb Stunden zu früh da und konnte mir die
Sonne im Innenhof auf den Pelz scheinen lassen. Kurz vor dem Termin dann
noch ein kurzer Plausch mit einem anderen Anwärter auf einen Studienplatz,
dann kamen auch schon die beiden Profs, die das Gespräch führten und es
ging los: Auf jeden Fall große Enttäuschung hinterher, keienn einzige
Frage zum bekanntesten Ulmer überhaupt, Albert Einstein, über denich mich
extra nochmal eingehend informiert hatte. Das Gespräch selber war einfach
eine nette Unterhaltung mit den zwei Herren, vor allem drehte es sich
um -Kosten einer Selbständigkeit(Praxis, Kredite,...) -meinen Lebenslauf(klar!)
-Aufbau des Studiums(naturwissenschaftliche Fächer als Hürde im Vorphysikum)
-aktuelle Gesundheitspolitik -Fächerwahl in der Schule(wieso kein Bio-LK?)
Aber zu keiner Zeit wurde ich gefragt wieso ich ZM studieren will und
wieso mein Abischnitt nicht ausgereicht hat um direkt reinzukommen. Und
nach 20min. wars vorbei, morgen krieg ich hoffentlich Becheid, ob ich
einen Studienplatz hab oder nicht. Also, locker bleiben und das beste
hoffen. "
Am Montag, 29. März 2004 schrieb Charlotte (eMail: charlotte_privat@gmx.de)
, Fach: Zahnmedizin in Mainz folgenden Erfahrungsbericht.
Datum des Gespräches:8 März 2004
Hallo ihr lieben Leute da draussen! Auch ich hatte die Ehre zu einem Auswahlgespräch
eingeladen zu werden! Ich hatte knapp eine Woche um mich auf das Gespräch
intensiv vorzubereiten. Ich habe echt viel gemacht, habe mir sogar das
Buch "Erfolg im Auswahlgespräch" gekauft und es von vorne
bis hinter durchgeackert, mich über den Studiengang und die aktuelle
Gesundheitsreform genaustens informiert! Ich kann mir heute mit ruhigem
Gewissen sagen, dass ich alles getan habe, was ich hätte tun können.
So ging ich also ziemlich gelassen zu dem Gesträch (schick gekleidet
im Anzug)!! Leider traf ich sehr freudige und lebenslustige Person auf
zwei völlig unmotivierte Profs! Ich hatte das Pech, dass ich eine
der letzten Teilnehmerin des Tages war...Die Profs saßen von Anfang
an total gelangweilt da (Hand auf Kopf gestützt), nach dem Motto
"müssen Sie
uns unsere doch so kostbare Zeit rauben?" Die erste Frage "
Frau .... sicherlich haben Sie damit gerechnet, dass Sie gefragt werden,
warum Sie ZM studieren möchten, dann erzählen Sie doch mal..."
Ich habe rational und sachlich und vor allem ausführlich auf diese
doch sehr wichtige Frage geantwortet! Anschliessend haben die Profs mir
nur noch Fragen zu meinem Lebenslauf gestellt...z.B was für Erfahrungen
ich während meinen Aufenthalten in England und in Amerika gesammelt
habe. Desweiteren musste ich den Herrschaften erklären wie ein Ebay-
Handel funktioniert und was man tun kann, um nicht zu erröten! Ich
blieb die ganze Zeit über echt locker und ließ mich von ihnen
nicht aus der Ruhe bringen. Ich hatte auf meinem Lebenslauf erwähnt,
dass ich über einen längeren Zeitraum in einer chirurgischen
Praxis gearbeitet habe, dass hat die Profs komischerweise nicht interessiert
und danach haben sie erst gar nicht gefragt (aber nach Ebay ect!!!!) Mein
Wunsch ist es, später einmal ins Ausland zu gehen und in einem sozialen
Programm (Ärzte ohne Grenzen) zu arbeiten, dass habe ich Ihnen natürlich
auch gesagt, um meine Motivation und mein Ziel zu verdeutlichen! Leider
braucht man sozial engagierte Menschen heute nicht mehr!! Ich habe leider
keine Zusage bekommen, obwohl ich ein gutes Gefühl hatte, ich denke
dort, wo ich zum Thema gefragt wurden bin habe ich gut geantwortet und
meine Meinung vertreten! Die Absage besagte " dieser Bescheid sagt
nicht aus, dass Sie nicht die Motivation und die Eignung für ein
solches Studium besitzen!" In dem Buch welches ich über das
Auswahlgespräch gelesen habe steht, das die Profs einen auf Motivation
und Eignung prüfen, aber warum dann eine Absage, wenn ich motiviert
sowie geeignet bin??? Der eine Prof hat mich noch zwischendurch gefragt
warum es denn mit meinem Abitur nicht geklappt hat?- Komisch, ich dachte
Sinn und Zweck eines solchen Gespräches ist es, denen einen reelle
Chance zu geben, welche nicht den Besten NC erreichen konnten! So, dass
war meine leider nicht sehr amüsante Geschichte, Mein Tipp: bereitet
euch auf jeden Fall gut vor, zieht euch was Ordendliches an, somit habt
Ihr alles getan was Ihr tuen könnt und müsst euch bei einem
Fehlschlag keine Vorwürfe machen! Ich drück euch auf jeden Fall
beide Daumen, denen Die einen Platz bekommen haben gratuliere ich ! Ich
wünsch euch viele sympatische Profs und Mut,
auch für diejenigen, die es nicht schaffen geht trotzdem euren Weg,
ich weiss wir werden unser Ziel auch ohne die schaffen, nun hab ich persönlich
einen weiteren Ansporn, in Jahren, nach meinem Staatsxamen werde ich die
beiden netten Herren nochmal besuchen und sie auf mich und meine Kosten
zu einem Glässchen Champus einladen!(: lg Lotte bei Fragen bitte
mailen!
Ort: Gießen, Jana (eMail)
Mein Studienfach: Zahnmedizin/Sommersemester 2004
Datum des Gespräches: 16.03.04
eigentlich hatte ich schlechte voraussetzungen für das auswahlverfahren
an der uni gießen: chemie und bio in der 11. abgewählt, physik
als grundkurs mit nur 7 punkten, leistungskurse französisch/musik,
außerdem noch nie ein praktikum gemacht, geschweigedenn eine ausbildung...für
alles das gibt es schon im vorfeld des gespräches punkte. man muss
in gießen ein paar tage vor gesprächstermin einen lebenslauf,
eine möglichst überzeugende begründung für den studienwunsch
und ein datenblatt mit schulnoten in verschiedenen fächern und angaben
über etwaige praktika, ausbildung etc. abgeben. so gut es ging habe
ich meine unterlagen zusammengestellt und bin dann brav am genannten datum,
pünktlich eine viertel stunde vor dem verteiltermin - in schicker
aber lockerer garderobe - in der zahnklinik angetreten. ich dachte, ich
lasse es auf mich zukommen und gebe mich so, wie ich bin, denn, wenn ich
großartig was auswendig lerne, bringt mir das nicht viel, weil ich
mich im endeffekt verstelle. und den professoren geht es ja darum, MICH
kennenzulernen. ich hatte also nicht dieses buch gelesen. wir waren insgesamt
6 bewerber an diesem vormittag. im prinzip sind wir alle nacheinander
aufgerufen worden. ich war die erste und sah mich da mit 2 ziemlich strengen
profs konfrontiert. zuerst kamen standardfragen:
warum gerade zahnmedizin, ob ich mich den handwerklichen forderungen
gewachsen sehe, wie das studium aufgebaut sei, was es für fachgebiete
der zahnmedizin gebe usw. etwas unangenehm war es mir, dass sie so auf
meine noten in den naturwissenschaften eingegangen sind. dann die frage,
warum denn gerade gießen. hierbei habe ich es sogar geschafft, die
beiden zum lachen zu bringen, als ich sagte, ich komme aus heidelberg
und wolle in gießen studieren, weil ich die stadt liebe. (ich hatte
schon 1 semester fremdsprachen in gießen studiert). dann hat mich
der eine prof gefragt, was ich gerne für bücher lese. ich zählte
ein paar autoren auf, und wir unterhielten uns angeregt über thomas
mann. später wurde noch auf meine interessen, fotografie und basteln,
eingegangen. außerdem wurde ich gefragt, ob ich im ausland gewesen
sei. ich glaube, dass meine teilnahme an schulaustauschen und mein 3monatiger
frankreichaufenthalt positive wirkung hatten. eine frage war auch, was
ich denn täte, wenn ich jetzt keinen studienplatz bekomme. ich sagte,
dass ich auf jeden fall zahnmedizin studieren wolle und mir dachte, es
sei sinnvoll, die wartezeit für eine ausbildung zur zahntechnikerin
zu nutzen. diese komme mir dann auch im studium zugute. die letzte frage:
was ich denke, was ich den anderen bewerbern voraus habe, das mich für
das studium der zahnmedizin prädestiniere. ich antwortete, dass ich
die anderen bewerber nicht kenne und somit keine antwort auf diese frage
geben könne. also sagte ich, was für mich wichtig ist: der umgang
mit menschen im beruf und
meine handwerklichen fähigkeiten dazu einzusetzen, um menschen zu
helfen. ehrlich gesagt hatte ich das gefühl, dass die 2 mich garnicht
richtig ernst genommen haben. ich hatte ja keinerlei praktische erfahrungen
auf dem gebiet der zahnmedizin oder medizin. der eine hat
ständig in seinen akten geblättert, während ich geredet
habe, und der andere wirkte etwas müde und schlecht gelaunt. als
ich dann den ZULASSUNGSGESCHEID bekam, war ich schon sehr perplex. ganz
wichtig für alle Interessenten ist: es kommt nicht primär auf
eure schulnoten, praktika etc. an, sondern darauf, wie ihr euch im gespräch
präsentiert. ich denke, dass die Zahnmediziner viel wert auf einen
standfesten, wachen charakter und verantwortungsbewusstsein legen. auch
allgemeinbildung ist wichtig. im endeffekt kann ich nur sagen, dass es überhaupt nichts bringt, sich großartig auf das gespräch
vorzubereiten, denn es kommt 1. alles anders und 2. als man denkt. ihr
solltet allenfalls wissen, wie das studium aufgebaut ist, was man im groben
für fächer hat und welche fachgebiete es in der zahnmedizin
gibt. wer weiß, was er will, sich motiviert, selbstbewusst - aber
nicht arrogant - und interessiert rüberbringt und sich vor allem
von den fangfragen der profs nicht unterkriegen lässt, der kann eigentlich
nur punkten. Nutz auf jeden fall die chance!
Am Donnerstag, 20. Mai 2004 (23:40:21 Uhr) MEST schrieb (eMail: @)
, Teilnehmer in "Gießen" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach:Humanmedizin / Datum des Gespräches:17.03.04 / Vor ungefähr
2 Monaten hab ich genau so wie ihr jetzt vor diesen Artikeln gesessen,
und hab jeden einzelnen in mich hineingeschlungen. Ich hatte total Panik,
als ich gelesen habe wie schrecklich das Auswahlgespräch hier in Giessen
abläuft. Ich habe gedacht, dass meine Chancen bei etwa 0.1% liegen würden!!
Aber ich habe mich geirrt! Was ich euch damit sagen will ist, dass jedes
Auswahlgespräch anders abläuft!! Es sind so gut wie nie die gleichen Prüfer
.... Und wenn schon, die wollen euch alle nichts böses, sie wollen euch
eine Chance auf einen Studienplatz geben den ihr ansonsten nicht bekommen
würdet!!! Mein Auswahlgespräch war sehr nett; bis auf das ich schon um
8 Uhr in Giesen sein musste. Wir sind alle erst mal zu einem Büro, wo
man uns dann erzählt hat wie es weiter geht!! Ich habe einen kleinen Zettel
bekommen wo der Ort meines Auswahlgespräches und auch die Profs genannt
wurden!! Ich hatte zwei Profs der Chemie.... wo ich doch gar keine Ahnung
von Chemie habe!! Ich hab mich super verrückt gemacht ... und habe mir
vorgestellt was sie mich denn alles so Fragen könnten.... nach dem Motto
wie ist eine Biomembran aufgebaut!! Aber ich hab mich ganz um sonst verrückt
gemacht!! Die zwei Herren waren sehr nett!! Und das Gespräch verlief auch
sehr gut. Sie haben mich viel über meine Jugendarbeit ausgefragt (so ein
bisschen Soziales ist - glaub ich - immer ganz gut). Dann haben sie natürlich
auch Standard-Fragen gestellt wie: - Warum ich Medizin studieren möchte.
- Was ein guter Arzt alles an Fähigkeiten braucht - wie das Gesundheitssystem
so funktioniert... was gut und was schlecht ist,.. vor allem die Gesundheitsreform
..."
Am Dienstag, 7. September 2004 (16:41:40 Uhr) MEST schrieb Katha84 (eMail: @Katharina.Maucher@gmx.de)
, Teilnehmer in "Mainz" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin / Datum des Gespräches: 07.09.2004 / Heute
vormittag, um 11:10 fand mein Auswahlgesräch in der Mainzer Uniklinik
für den Studiengang Humanmedizin statt. Also, der Reihe nach: Ich war
ca. 20 Minuten vor Termin da. Eine Bewerberin befand sich schon im Gespräch.
Sonst war niemand da. Als sie rauskam, sagte sie nur kurz ich solle mir
keine Gedanken machen. Es sei alles voll easy, sie wurde nicht nach der
aktuellen Gesundheitspolitik oder Nach Fachwissen gefragt. Es sei eher
ein persönliches Gespräch. Sie ging und zwei Minuten später ging die Tür
auf und eine nette Frau bat mich in ihr Büro. Dort saß noch ein Mann (Namen
vergessen) und er klärte mich erstmal bezüglich meiner Person auf. Wie
die Chancen stehen usw... . Dann kamen die ersten Fragen: Warum gehörst
du deiner Meinung nach zu den 24%, die wir in diesem Verfahren zulassen?
Warum willst du Medizin studieren? Hast du schon Klinikerfahrung? Ist
in deiner Familie ein Arzt? Es war also in keiner Weise ein Prüfungsgespräch,
sondern eher eine nette Unterhaltung über meine Zukunftswünsche. Am Ende
fragte man mich, ob ich noch Fragen hätte und dann gaben die zwei netten
Menschen mir noch ein paar gute Wünsche auf den Weg und damit war mein
Gespräch nach ca. einer halben Stunde beendet! Habt keine Angst, alles
wird gut!!"
Studienfach: Humanmedizin am 7.9.2004 in Berlin
Mein Gespräch fand im Hochhaus der Charité statt, nach einer
Stunde Verspätung wurde auch ich in den Seminarraum geholt. Dort
traf ich auf einen Onkologe, eine Gynäkologin und einen Psychologen.
Sie wirkten alle sehr freundlich, gaben mir die Hand zur Begrüßung
und ließen mich auf dem Stuhl vor Ihnen Platz nehmen. Die erste
Frage war: Wieso wollen sie Medizin studieren und wieso gerade hier? Ich
antwortete ähnlich wie in meiner schriftlichen Erklärung, die
ich bereits abgegeben hatte (sie musste zusammen mit meinem Lebenslauf
bei der Kommission abgegeben werden). Dass ich mich schon immer für
Menschen, Verhalten, soziales Umfeld interessiert habe. Es folgten Fragen
zu meinem Hobby Theater, da sich einer der Anwesenden scheinbar näher
damit beschäftigte. Sie wollte wissen, ob es ein Unterschied sei,
wenn ein Arzt oder eine Ärztin einen alten Mann untersuchen. Ich
habe geantwortet, dass es auf die Art der Behandlung ankäme (in ihrem
Berufsfeld zum Beispiel auf jeden Fall).
Ich wurde über Frau und Karriere, Familienplanung, aber auch über
Probleme in der heutigen Medizin und die größte Errungenschaft
(Impfung) der Medizin befragt. Außerdem wollten sie wissen, wie
ich mit einer schlimmen Diagnose (baldiger Tod z.B.) umgehen würde,
und ob ich mich der Frage mit dem Tod aussetzen würde. Sie wollten
wissen, was der Name Charité bedeutet und was der Unterschied zw.
Barmherzigkeit und Mitleid sei. Außerdem machte der Psychologe einen
Schnelltest: ich sollte Sätze à la "Ich bin..., ich will...,
ich möchte nicht..." vervollständigen, schnell
und kurz. Sie fragten mich auch, da wir beim Thema Aids waren, was man
dagegen forscht... Alles in allem zeigte das Gespräch deutlich, dass
sie mich wie mit Sensoren"abtasten" wollten, mir etliche Themen
vorhielten und mich testen wollten, wie ich darauf reagiere. Sie schienen
mit kurzen Antworten zufrieden zu sein und unterbrachen mich oftmals um
ein neues Thema anzuschneiden. Das war ein wenig ätzend, nach dem
Gespräch war ich auch ein bisschen wuschig. Man kann also sagen,
dass man sich auf zwei Schwerpunkte vorbereiten kan: Wieso will ich das
studieren und wieso bin ich dafür geeignet, habe ich mich mit dem
Beruf auseinandergesetzt? Der Rest ist eh spontan und nicht absehbar,
es sind Fragen, die man beantworten kann, aber auch mit einem "darüber
weiß ich nicht sehr viel" abschlagen kann. Seid nicht zu überzeugt
von euch, aber auch nicht schüchtern, lasst euch nicht aus der Ruhe
bringen, wenn es etwas konfus zugeht und bleibt bei euch... Ich habe mein
bestes gegeben und werde nächste Woche erfahren, ob es ausgereicht
hat.
Am Freitag, 10. September 2004 (19:27:11 Uhr) MEST schrieb thomthom (eMail: thomasrose@gmx.de) , Teilnehmer
in "Berlin HU" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin Datum des Gespräches: 9.9.04 Es war ein
sehr entpanntes Gespräch, mußte allerdings ein und ne halbe Stunde warten,
was die Aufregung natürlich nach oben schiebt, aber dies war dann unbegründet.
Besonders empfehelnswert ist private ERfahrung von Verantwortung zu erzählen
z.B. Rettungsschwimmer, Vereinsarbeit etc. Es wurden keine fiesen Fragen
gestellt, allerdings sollte man bei der Wahrheit bleiben, denn nur dann
wirkt es auch authentisch. Außerdem selbstbewußt über seine ERfahrungen
sprechen, ruhig mal ne Pause zu überlegen nehmen. Reformstudiengang sollte
man kennen, aber nicht unbedingt als den favorisierten Studiengang ansehen.
Ich habe zum Beispiel für den Regelstudiengang plädiert, was, wie ich
hörte Einzelcharakter hatte :-) Bisschen aus der Reihe tanzen, positiv
bitte und schon hat man ein kleines plus. Ruhig mal Sachen erzählen, die
aussergewöhnlich sind, sind sie auch klein, bitte nicht das Tatoo auf
dem Rücken hervorholen:-) Seid ihr selbst und es wird alles von selbst
laufen. Gruß Thomas P.S. Gepflegtes Äußeres, nicht overdressed und auch
bitte nicht mit FlipFlops reinhopsen. Ein Anzug mag ja nett aussehen,
aber lauft ihr sonst auch wie der zukünftige Chefarzt perönlich herum? "
Am Samstag, 11. September 2004 (13:14:59 Uhr) MEST schrieb Thi (eMail:
Haithi@gmx.de) , Teilnehmer in "Berlin
HU" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: /Humanmedizin Datum des Gespräches: /06.09.2004 Ich
habe gerade den Zulassungsbescheid bekommen und bin überglücklich. Da
ich den Tips die euch in den obigen Erfahrungsberichten gegeben wurden
nichts wesentliches hinzuzufügen hab, will ich besonders denjenigen, die
sich entschieden haben, an der Charité - Universitätsmedizin Berlin zu
studieren einen link empfehlen: www.fu-berlin.de/studienberatung/ texte/medizin-auswahlgespraeche.pdf
Wenn es nicht klappt, tippt einfach bei google "auswahlgespräche" und
"Charite" ein. Auf der Seite stehen die Regelungen der Auswahlgespräche
seitens der Kommissionen. Was wird gefragt? Was darf nicht gefragt werden?
Wie werden die Auswahlgespräche bewertet? Auf all diese Fragen findet
ihr dort eine Anwort. Ihr könnt mir auch mailen, ich helf euch gern mit
meiner Erfahrung vom Montag. Alles Gute! Thi"
Am Samstag, 18. September 2004 (17:47:34 Uhr) MEST schrieb Marie (eMail:
marigirgis@yahoo.com) , Teilnehmer
in "Magdeburg" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizim / Datum des Gespräches: 17.September 2004
/ um halb 8 morgens fanden sich alle in einem hörsaal ein und wurden über
die richtlinien des gesprächs aufgeklärt und in gruppen aufgeteilt. wir
waren etwas über hundert und 33% wurden aufgenommen. ich war gegen 9 uhr
dran und wurde von drei ärzte saßen bereits an einem kleinem tisch in
einem netten büro. es wurden 50 punkte für das gespräch vergeben. der
vorsitzende betonte noch einmal, das dies keine prüfung sondern eine art
vorstellungsgespräch sei. das hat mich wirklich beruhigt. es wurden fragen
über studienablauf, einige fächer , gesundheitspolitik , studienmotivation,
berufswahl und einige ethik fragen wie "was würden sie tun, wenn sie 5
patienten hätten und nur lebenswichtige medikamente für 3, wenn 2 der
patienten kinder sind?" u.ä. ihr müsst dann neutral bleiben. dann kamen
fragen über otto den großen über magdeburg über otto von guericke (name
der uni) oder nach dem namensgeber meiner schule gestellt. die atmosphäre
im gespräch war angenehm und man konnte auch diskussionen führen. alles
in allem, waren die "prüfer" sehr nett. nach einer halben stunde wurde
ich nach draußen geschickt, musste 5-10 minuten warten und bekam dann
meine punkte angesagt: 48!!!. ich musste dann mit den anderen bewerbern
noch recht lange (6 stunden!!!) darauf warten das alle durch waren und
noch 3 stunden bis die auswertung zuende war. aber ich hab eine ZULASSUNG!!!!
ich wünsch euch allen viel glück, bereitet euch auf jeden fall vor! insbesondere
über studium u. beruf und ein bisschen ethik usw. drück eich die daumen!
und danke an die macher dieser seite, marie ps: besorgt euch am besten
dieses buch über auswahlgespräche, es hat geholfen!"
Am Montag, 20. September 2004 (13:17:14 Uhr) MEST schrieb Tina (eMail:
Tina_Abi_2004@web.de) , Teilnehmer
in "Dresden" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Zahnmedizin Datum des Gespräches: 17.09.2004 Ich sollte
um 7.30 im Dekanatsgebäude des Uniklinikums sein und ich war sehr froh,
dass ich den Tag zuvor mir schon einmal die Örtlichkeiten angesehen habe,
denn sonst hätte ich mich auf diesem riesigen Areal nie pünktlich dort
einfinden können. Es ist also empfehlenswert sich vorher zu informieren,
wie man dort hinkommt. Wir wurden dann, fünf an der Zahl, in einen Raum
geführt. Dort wurde ausgelost, in welcher Reihenfolge die Gespräche stattfinden.
Ich war gott-sei-dank gleich die erste. Um 8.30 wurde ich dann in den
kleinen Konferenzraum geführt von den beiden Profs. Der eine hieß Dr.
Hoffmann und von der Professorin den Namen habe ich vergessen. Es war
ein sehr angenehmes Gespräch. Zunächst sollte ich mich vorstellen. Ich
wurde gefragt, warum ich Zahnärztin werden und warum ich in Dresden studieren
möchte. Ob ich schonmal im Ausland war, welche Hobbies ich habe und wie
ich mit Niederlagen umgehe ...usw. Da ich in der 12. Klasse meine Facharbeit
über Karies geschrieben habe, haben sie mich gefragt, wie es entsteht,
wie es verhindert werden kann und aus welchen Gründen Zähne noch ausfallen
können. Insgesammt ging es eine dreiviertel Stunde - die übrigens wie
im Flug verging. Am Freitag -eine Woche später - bekomme ich den Bescheid
und ich hoffe, dass es eine Zusage ist, denn ich habe ein sehr gutes Gefühl.
Viel Glück denen, die so ein Gespräch noch vor sich haben."
Am Montag, 20. September 2004 (14:37:42 Uhr) MEST schrieb Caro (eMail:
Caro.Wendt@lycos.de) , Teilnehmer
in "Berlin HU" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: /Humanmedizin Datum des Gespräches: /6.9.04 Hallo Ihr
Lieben, ich weiß genau wie Ihr Euch fühlt, wenn Ihr hier sitzt und diese
ganzen Berichte lest. Ihr werdet schrecklich nervös und bekommt tierische
Angst. Mir ging es nämlich genauso. Ich wusste bis zu dem Brief von der
UNI gar nicht das es solche Gespräche gibt... Also habe ich mich auf alles
vorbereitet: Gesundheitsreform, alle Minister gelernt usw. Letzlich habe
ich nichts davon gebraucht. Ich bin total aufgeregt zur Charité gefahren.
Dort saß bereits ein Mädchen aus Bonn die ebenfalls ein Gespräch hatte.
Nachdem wir uns ein bisschen unterhalten hatten, wurde mein Name ausgerufen.
Dann bin ich rein und vor mir saßen drei Männer-vor lauter Aufregung habe
ich total vergessen was es für Ärtze waren. Wieder aller Erwartungen war
das Gespräch sehr sehr nett. Ich habe erst erzählt wrum ich Medizin studieren
will und warum in Berlin. Dann haben sie mich nach meinem Hobbys (vorallem
nach dem Skifahren) befragt. Ich konnte nach kurzer zeit richtig offen
reden und die Aufregung war wie weggeblasen. Also macht Euch nicht so
einen Stress vorher... (Klingt leichter gesagt als getan, ich weiß) Sie
wollen Euch alle nichts böses... Bei mir hat es ein Glück geklappt und
ich bin jetzt stolze Medizinstudentin... Habt Ihr mehr Fragen schreibt
mir einfach eine Mail...Eure Caro "
Am Mittwoch, 22. September 2004 (17:58:29 Uhr) MEST schrieb TCS (eMail:
medi_guy@gmx.de) , Teilnehmer in "Leipzig" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin / Datum des Gespräches: 13.09.2004 / Das
Gespräch fand in einem Raum in der Radiologie statt. Ich war eine reichliche
halbe Stunde vor meinem Termin um 13.30 Uhr da und war dann auch pünktlich
dran. In dem Gang wartete nur noch ein Mitbewerber, mit dem ich mich nur
ganz kurz unterhalten konnte, weil er dann 13.00 Uhr dran war. Er hatte
wie ich einen Anzug an. Das hat mich dann etwas beruhigt, denn ich war
mir bis zuletzt nicht so ganz sicher. Aber es war in jedem Fall angemessen
und die richtige Wahl. Also stand ich ne halbe Stunde allein in dem Gang
rum bis ich dann reingerufen wurde. Meine Gesprächspartner waren zwei
Professoren, einer aus der Radiologie und der andere aus der Inneren.
Die waren beide recht freundlich und haben einen entspannten und symphatischen
Eindruck gemacht. Das Gespräch fing natürlich mit der obligatorischen
Frage an "Warum möchten Sie Medizin studieren und was haben Sie für ein
Bild vom Arztberuf?". Da habe ich auf meine vielschichtige Motivation
hingewiesen, den Zivildienst angesprochen und denen gesagt, dass ich mir
lange Zeit fundiert einen Überblick über den Beruf geschaffen habe und
mir jetzt ganz sicher bin und dahinter stehe. Dann kamen Fragen wie "Wie
muss ein guter Arzt sein?" und Fragen über die Schulzeit und eben Themen,
die ich auf dem Lebenslauf erwähnt habe, den ich vorher hinschicken musste.
Eigentlich alles kein Problem und auch relevant für die Einschätzung ob
ich einen guten Studenten und Arzt abgeben würde. Die Profs haben zwar
hin und wieder gelächelt und genickt, aber sonst ein "Pokerface" aufgelegt.
Dann ging’s weiter mit Fragen über meine Meinung zur ethischen Vertretbarkeit
der Genforschung, für welches Fachgebiet ich mich interessiere, welche
Richtung ich später einschlagen möchte (Patientenbetreuung, Forschung
oder med. Technik / Schreiben für Fachzeitschriften). Auch haben die gefragt
woran denn z.Z. am meisten geforscht wird. Ich hab gesagt, dass Sepsisforschung
und Krebsforschung allgemein einen großen Teil der internat. Forschung
einnehmen. Das Offensichtlichste (Genforschung) ist mir in dem Moment
nicht eingefallen, da mussten mich die Profs ein bisschen drauf stoßen.
Dann haben sie weiter gefragt, was denn meiner Meinung nach in der westlichen
Gesellschaft die häufigsten Erkrankungen sind, die zum Tode führen. Da
habe ich den Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Beispiel Herzinfarkt
genannt und mit Stress, Luftverschmutzung und ungesunder Ernährung begründet.
Der eine Prof hat dann noch Bewegungsmangel hinzugefügt und dann sollte
ich Luftverschmutzung noch genauer definieren. Bis dahin war das Gespräch
ganz ok und die Fragen waren interessant und in meinen Augen auch relevant.
Die Profs schienen auch interessiert an dem was ich sagte. Aber plötzlich
haben sie das Tempo erhöht und Fragen gestellt wie: Welche berühmte Leute
verbinden Sie mit Leipzig? Welche berühmte Ärzte hat Leipzig hervorgebracht?
Was würden Sie einen Touristen über Leipzig erzählen und wo würden Sie
ihn hinführen? Was würden Sie einen musisch interessierten Touristen zeigen
und über Leipzig erzählen? Wofür ist Leipzig bekannt? Und denen haben
dann nicht "normale" Antworten wie das Völkerschlachtdenkmal, die Oper,
Bach und Goethe gereicht. Die wollten dann immer ganz bestimmt Antworten
hören, z.B. dass es in Leipzig einmal über 1500 Buchdruckereien gab und
das Leipzig eben dafür bekannt ist. Ich bin dadurch ziemlich ins Schlittern
gekommen und hab mich dummerweise verunsichern lassen. Aber die Profs
haben nicht irgendwie schnippisch oder patzig gefragt und kommentiert,
aber die haben einen das Gefühl gegeben, als müsste das jeder normal intelligente
Mensch unbedingt wissen, hab mich ziemlich dumm gefühlt in dem Moment.
Auch als es um berühmte Ärzte ging, die was mit Leipzig zu tun haben,
ist mir so auf die Schnelle keiner eingefallen. Klar kenn ich Semmelweiß
und Koch und so, aber ich hab keine Ahnung dass die was mit Leipzig zu
tun hätten. Ich habe Sauerbruch genannt und dass der 1907 in Leipzig promoviert
hat nachdem er einige Zeit hier studierte (hatte ich am Vorabend gelesen).
Da meinte der eine Prof : "Nein, das glaube ich aber nicht, dass das der
in Leipzig war.". Und ich wollte keinem Prof widersprechen, der zu entscheiden
hat, ob ich einen Studienplatz bekomme. Danach kamen nur noch wenige Fragen,
was ich machen würde wenn ich den Platz nicht bekomme und so was in der
Weise. Dummerweise war ich da immer noch ein wenig angeschlagen. Und dann
war’s auch vorbei, hatte insgesamt eine halbe Stunde gedauert. Die Fragen
die mich so ins Schlingern gebracht hatten, haben etwa 10 Minuten in Anspruch
genommen, so dass ich das Gefühl hatte, dass es wohl eher nicht geklappt
hat. Aber eine reichliche Woche später hatte ich die Zusage im Briefkasten!!!
Da sind mir dann die Steine von den Schultern gefallen und das Warten
und Zweifeln war vorbei! Ich vermute diese seltsamen Fragen waren eher
dazu zu testen wie der Bewerber sich verhält, wenn er keine Antwort hat.
So eine Art Belastungs- und Reaktionstest halt, denn richtig relevant
um den Bewerber als Studenten und späteren Arzt einzuschätzen ist Detailwissen
über Leipzig ja nun wirklich nicht... ;) Ganz wichtig: - gut vorbereiten
auf die wichtigsten Fragen (warum Medizin, warum diese Uni, Meinung über
ethische Fragen, Interesse an welchem Fachgebiet, Studienfinanzierung,
...) - Informieren was auf einem im Studium / im Arztberuf zukommt - selbstsicheres
(aber nicht überhebliches!) Auftreten - immer gelassen und ruhig bleiben,
sich nicht von seltsamen Fragen raus bringen lassen! IMMER DRAN DENKEN:
Die wollen euch nur testen um zu sehen wie ihr reagiert, niemand versucht
euch auszutricksen oder hinters Licht zu führen, die wollen bloß die Besten
und Besonnensten auswählen Ich wünsch Allen die es noch vor sich haben
viel Erfolg! Bleibt ruhig und seid ihr selbst, die Wahrheit ist immer
das entwaffnenste Argument! Ihr packt das! Ich freu mich jetzt aufs Studium
und hoffe ich konnte etwas weiter helfen bei der Vorbereitung auf eure
Gespräche! Wenn’s noch Fragen gibt einfach mailen an : medi_guy@gmx.de
! "
Mein Studienfach: Psychologie (Diplom)
Datum des Gespräches: 16.09.2004 an der LMU München
Mir hat der Erfahrungsbericht von Philipp (2001) bei meinem Gespräch sehr
geholfen, deswegen will ich meine Erfahrungen auch hier mit euch teilen.
Ich hatte einen Durchschnitt von 1,9, der Grenzwert lag 2004 bei 1,7.
Logischerweise wurde ich im "normalen" Verfahren der ZVS abgelehnt, wurde
dann aber glücklicherweise an der LMU zu einem Auswahlgespräch eingeladen.
Man bekommt mit der Zulassung zum Auswahlgespräch einen mehrseitigen Fragebogen,
den man ausgefüllt und mit Photo versehen mitbringen soll.
Der Fragebogen beinhaltet:
- Persönliche Daten
- Schullaufbahn
- Sprachkenntnisse Englisch und wer will auch andere Sprachen,
Eigene Einschätzung auf einer Skala von 1-7
- Angaben zu persönlichen Interessen, Berufserfahrung, Praktika, Auslandsaufenthalte,
Zivildienst/Wehrdienst etc., falls man da was angeben kann
Bei mir wars eher weniger, weil ich nur meinen Zivildienst gemacht habe
und dann gleich studieren wollte
- "Welche Fragestellungen in der Psychologie interessieren Sie ganz
besonders?"
4 Angaben mit Begründung, jeweils in Stichworten
- "Welche Literatur haben Sie bereits gelesen? Was war besonders interessant?"
3 Felder
- "Warum wollen Sie Psychologie studieren?"
Da muss man selbst einen Text formulieren
- Lebenslauf
Das Abiturzeugnis muss man in kopierter (aber nicht beglaubigter!) Form
auch mitbringen, wer mag kann Belege als Kopie für die sonstigen Angaben
auch mitbringen - für meine Bescheinigungen von Sprachreisen etc. hat sich
allerdings keiner interessiert... :)
Mir haben besonders die "Fragestellungen" und "Warum Psychologie?" ein bisschen
Angst gemacht, ersteres vor allem wegen der Formulierung. 2 Beispiele, die
ich verwendet habe: "Prinzipien und Problemfelder der zwischenmenschlichen
Kommunikation" und "Ursachen und Auslöser der Schizophrenie und anderer
Störungen". Bei der Frage, warum man Psychologie studieren will müsst ihr
euch natürlich selbst 'was einfallen lassen.
Ich habe dann noch relativ viel inhaltlich gelernt - das wurde zwar dann
nicht "abgeprüft", aber hat mein Gefühl erheblich verbessert. Deswegen rate
ich allen: Lernt noch etwas inhaltlich, aber tut um Himmels willen nicht
zuviel. Fachwissen wird bei solchen Auswahlgesprächen nicht geprüft. Ein
Überblick über die Themen, die einen interessieren ist auf jeden Fall gut.
Das Auswahlgespräch selbst war mit nicht mal 20 Minuten kürzer als die Vorgabe
von ca. 30 Minuten. Ich wurde von 2 älteren Herren geprüft, wobei der eine
hauptsächlich Protokoll geführt hat. Ich weiß von anderen "Prüflingen",
dass in der Regel bei weiblichen Bewerbern mindestens ein Prüfer eine Frau
ist.
Gefragt wurde unter anderem folgendes:
- Wie würde ich einem Laien erklären, was Psychologie ist und womit
sich die Teilgebiete beschäftigen
- Wie ist der Diplomstudiengang aufgebaut?
Vielleicht fragen Sie auch nach den Zielen des Studiengangs -> Studienordnung
- Was muss ein Student im allgemeinen und ein Student der Psychologie
im speziellen für Fähigkeiten haben?
Bei mir sind sie auf meine Antworten noch eingegangen und haben gefragt,
warum ich diese Eigenschaften meiner Meinung nach besitze
- Generell kommen dann noch Fragen zu den im Fragebogen angegebenen
"Fragestellungen" und der Literatur. Diese Fragen sind natürlich schwer
vorhersehbar, aber ich kann sagen, dass sie auf jeden Fall sehr oberflächlich
waren, also keine Panik. Selbst wenn man das eine oder andere Buch nicht
ganz gelesen hat, kriegt man das hin :)
- Vielleicht fragen sie auch nach empirischen Erkenntnissen,
d.h. nach Erkenntnissen, die sich durch Experimente ergeben haben. Da
kann man ja ein oder zwei Beispiele lernen; zu den Themen, die man angegeben
hat versteht sich
- Warum soll es ausgerechnet München sein?
- Mit welchem zeitlichen Aufwand rechnet man?
(Ein bisschen mehr kann nicht schaden)
- Was ist das Berufsziel?
- Wie finanziert man sein Studium?
Hier scheint es wichtig zu sein, dass man sich gut auf sein Studium
konzentrieren kann.
- Was macht man, wenn man den Studienplatz in München nicht bekommt?
Hier haben sie sich nicht mit "Ich will unbedingt hier Psychologie studieren"
abspeisen, sondern wollen eine differenziertere Antwort, z.B. Auslandsstudium
Was ich immer noch nicht weiß, ist, nach welchen Kriterien man bewertet
wird und ob Fragebogen oder Gespräch mehr wiegt. Vielleicht soll das Gespräch
nur das Interesse beweisen und sicherstellen, dass man nicht Psychologie
studieren will, weil man sich keine Therapie leiste kann :)).
Das Gespräch war auf jeden Fall sehr locker, nicht so sehr Prüfung. Generell
sind auch die "kleinen Dinge" wichtig, z.B. Augenkontakt, normal sprechen,
halbwegs aufrechte Haltung. Aber das macht man ja meistens von selbst.
Ach ja, wenn man sich vorher mal eine Vorlesung angehört hat oder mit
einem Mitarbeiter an der Uni/Professor gesprochen hat, ist as sicher auch
von Vorteil.
Man muss keine Angst vor dem Gespräch haben, und Aufregung ist wohl normal.
Es ist auch kein Problem, wenn man auf eine Frage keine Antwort hat oder
schon selbst das Gefühl hat, die Frage nicht richtig beantwortet zu haben.
Auf jeden Fall wünsche ich jedem von Euch viel Glück fürs Gespräch, und
dass ihr auch so einen Freudensprung machen könnt wie ich, wenn knapp
eine Woche später die Zulassung ins Haus flattert. Viel Erfolg!
Am Freitag, 24. September 2004 (18:24:24 Uhr) MEST schrieb anneguenzel (eMail: @gmx.net) , Teilnehmer in "Dresden" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: / Humanmedizin Datum des Gespräches: /15.9.04 Ich war
also zum Auswahlgespräch an der TU eingeladen worden, was mich sehr freute,
weil ich ja mit 1,7 nich von der ZVS ne Absage erhalten hatte. Waren so
16 Leute da und wir wurden halt unseren Gesprächsgruppen zugelost. Ich
hatte zwei sehr nette Professoren erwischt, die haben halt sehr viel persönlches
gefragt, so Zeug wie soziales Engagement und Sachen zum Pflegepraktikum.
Dann ging es um viele aktuelle Dinge Gesundheitsreform und Gentechnik(is
also sehr gut , wenn man da viel Ahnung hat und sich über aktuelle Dinge
viel informiert, auch was die Stadt Dresden betrifft, ging nämlich bei
ner anderen Bewerberin um das Weltkulturerbe). Dann gings auch um Tierversuche
und Menschenversuche, um Rechtsmedizin und besonders ums Problemorientierte
Lernen, darauf sind sie ganz besonders stolz(Zurecht übrigens). Also guckt
euch auch noch ma an was so neues an der Hochschule vorgeht und auch wer
Carl-Gustav-Carus war. Ich war am Joliot-Curie Gymn. über den haben sie
mich also auch gefragt. Die halbe Stunde war sehr schnell vorbei und heute
kam dann der Zulassungsbescheid!!!! HURRA HURRA! Also nur Mut Leute ihr
schafft das, so schlimm ist das Gespräch nicht. "
Mein Studienfach: Humanmedizin /
Datum des Gespräches:21.09.2004 /
So nervös wie vor diesem Gespräch war ich noch nie in meinem
Leben. Nicht einmal vor dem mündlichen Abitur. Ich hatte mich auf
alles vorbereitet, und dennoch hat es mich nicht wirklich beruhigen können.
Aber die Vorbereitung hat sich gelohnt! Hätte ich nichts getan, wäre
ich ziemlich blank gewesen. Die Professoren (2) waren glücklicherweise
sehr nett. Zunächst musste ich Einzelheiten aus meinem Lebenslauf
näher erläutern. Da kann ich nur empfehlen auch wirklich zu
REDEN. Die Professoren möchten selten ein Frage- Antwort-Spiel. Ich
hatte nicht den Eindruck, dass mein Redefluss sie irritiert hätte,
eher im Gegenteil. Sie fragten mich anschliessend, was die Gesundheitsreform
für Neuerungen gebracht hätte. Aufgrund meiner Recherchen konnte
ich einiges dazu erzählen. Anschliessend wurde ich über meine
Meinung über die angedachte Bürgerversicherung (Überlegung
private Versicherungen nun auch in den gesetzl Topf zahlen zu lassen)
gefragt. Um sich darüber eine Meinung bilden zu können ist es
wichtig zu wissen wie die jetzigen Versicherungstypen funktionieren und
interagieren. Sie wollten dann wissen ob ich später, wenn ich mal
ne Praxis haben sollte, damit leben könnte, dass die Kassen immer
weniger zahlen. Ich sagte Ihnen, dass ich nicht die Differenz erleben
würde was Ärzte früher in "guten Zeiten" verdient
haben sondern mit dem Status quo der nach meinem Studium sein wird einfach
leben müsste, und das nicht die erste Geige bei meiner Berufswahl
spielen würde.
Dann kam die Frage was ich machen würde wenn ich den Studienplatz
nicht bekäme. Ich sagte, dass ich einen Quereinstieg riskieren würde
um hineinzukommen und nichts anderes studieren wollte. Ausserdem wollten
sie noch wissen was ein EKG sei. Ich weiss, das bei anderen noch der Blutkreislauf
im groben Überblick gefragt wurde. Vielleicht sollte man sich grob
über das was im Körper passiert und wofür welches Organ
gut ist ein Bild machen. Die Professoren wollen sicher kein Referat über
die Leber o ä hören, aber man sollte wissen warum sie nicht
wegzudenken ist. Dann wurde ich noch gefragt was im Studium an Fächern
und Prüfungen auf mich zukäme.
Alles in allem kann ich sagen, dass es absolut leichtsinnig ist sich gar
nicht auf dieses Gespräch vorzubereiten. Wenn es an einfachen Fragen
scheitert, über die man sich hätte informieren können ärgert
man sich im Nachhinein zu Tode! Ausserdem finde ich dass wenn man das
wirklich studieren will von selbst ein Interesse da sein muss sich über
alles was helfen könnte zu informieren! Schaden kann es nicht. Ich
habe meine Antworte beileibe nicht auswendig gelernt aber ich habe mir
Werkzeug angelesen, das ich beim Beantworten verwenden konnte. Das Buch
"Erfolg im Auswahlgespräch" ist übrigens sehr zu empfehlen.
Ich wünsche euch allen viel Glück, und macht das beste aus eurer
Chance!
Ort: Leipzig
Studienfach: Zahnmedizin
Datum des Gesprächs: 16.09.04
Pseudonym: Susann
E-Mail: SusannGrychtol@web.de
Ich weiß nicht genau, wie vielen Bewerbern ich gegenüberstand,
aber ich bin am 16.09.04 9.45 Uhr in mein Auto gestiegen im schwarzen
Blazer und war um 10 an der Zahnmedizinischen Fakultät angekommen.
Dort habe ich dann vor dem vermeindlichen Raum gewartet, es war niemand
da, außer ein paar Ärzten, die die ganze Zeit total geschäftig
an mir vorbei rauschten. Ich war ziemlich aufgeregt, hatte mich aber auf
das Gespräch ausgiebig vorbereitet, hab mir die Gesundheitsreform
und alle Informationen über Hartz IV zu Gemüte geführt
und habe besonders lang über die bestimmt erste Frage Warum
möchten Sie Zahnmedizin studieren nachgedacht. So stand ich
dann 30 Minuten da und habe mich beruhigt, die Bewerberin vor mir war
nicht erschienen und punkt 10.30 Uhr zum ausgemachten Termin öffnete
der Dekan der zahnmedizinischen Fakultät die Tür und bat mich
in den Raum. Dort war dann noch ein anderer Prof und ich wurde gebeten,
mich zu setzen. Das Gespräch begann nach der Begrüßung
natürlich mit der Frage nach meinen Beweggründen, Zahnmedizin
zu studieren. Ich schilderte den Herrschaften, dass ich den Beruf sehr
faszinierend finde, dass er mehrere Herausforderungen in sich vereint,
das Handwerk, den täglichen Umgang mit Patienten, Psychologe, da
viele Menschen Angst vorm Zahnarzt hätten, dass ich Biologie Leistungskurs
war und mich insbesondere der praktische Teil mit Exkursionen interessiert
hätte. Ich könne sehr gut basteln und bin ein Frau, die ihr
Fahrrad selbst reparieren kann usw. Es kam dann die Frage nach meinen
sozialen Engagements und da ich auch im biografischen Fragebogen angegeben
hatte, dass ich Mitglied im Jugendstadtrat war, haben wir dann darüber
gesprochen, ich sollte ein paar Stichworte zur Gesundheitsreform sagen,
welchen anderen Beruf ich ausüben würde, wenn es mit Zahnmedizin
nicht klappen sollte, ich habe dann gesagt, dass ich mir absolut keinen
anderen Beruf vorstellen könnte. Ob ich mich so diszipliniert einschätzen
würde, dass ich dieses Handwerk mein Leben lang praktizieren kann.
Natürlich bin ich das.
Ich habe dann noch von der neuen Implantattechnik erzählt, die ich
in einer Fernsehsendung gesehen habe und sollte noch die Fachrichtungen
der Zahnmedizin nennen (Facharzt für Oralchirurgie, Facharzt für
Kieferorthopädie und Facharzt im öffentlichen Gesundheitswesen)
und den Studienverlauf charakterisieren...
Also alles in allem ein sehr anstrengendes Gespräch über 45
Minuten, bei dem man sehr selbstbewusst und motiviert sein sollte.
Ich habe heute die Zulassung bekommen und bin überglücklich!
Ich wünsche allen, die zu einem Auswahlgespräch eingeladen
sind viel Erfolg und schaut den Profs immer in die Augen, niemals schüchtern
sein und auf den Boden gucken!
Studienort: Giessen,
Studienfach:Humanmedizin,
Datum des Gespräches:21.09.2004, Cantamus12@aol.com
Ich glaube, es ist vollkommen normal, wenn man vor so einem Auswahlgespräch
nervös ist. Mir hat das Lesen dieser Erfahrungsberichte sehr geholfen,
da vor allem die Berichte über Giessen in Humanmedizin alle sehr
unterschiedlich waren. Mehr, als das Lesen dieser Seite habe ich mich
auch schon kaum vorbereitet. Ich dachte mir, dass ich zu der Motivation
schon was sagen könnte, für fachliche Fragen im biologischen
Sektor hab ich meine alten Biounterlagen noch mal überflogen und
ansonsten habe ich nur noch die Fächer im Vorklinikum auswendig gelernt.
Das Gespräch fand in der Bibliothek der Pathologie statt und mir
sassen eine halbe Stunde lang zwei sehr nette Professoren gegenüber.
Als Einstieg gab es natürlich die Frage, warum ich denn Medizin studieren
wolle. Die nächste viertel Stunde lang wurde ich dann über die
eingereichten Unterlagen ausgefragt: Indienaufenthalt, Jugendarbeit, kirchliche
Aktivitäten, warum zuvor nur Schwerpunkt Pädagogik und nicht
Naturwissenschaften, Sport und Lesen. Danach ging es dann zu "Fachfragen"
über. Es ging um die Bereiche Gesundtheitssystem Deutschland, Bürgerversicherung,
Studiumaufbau, Herz-Kreislauf-System des Menschen und genaue Beschreibung
von Krankheiten, die ich kenne.
Die erste Halbzeit des Gespräches war richitg locker, weil ich einfach
nur Tatsachen erzählen musste und den Grundstock für die Fragen
schon in dem zuvor eingesandten Motivationsschreiben geliefert hatte.
Allerdings ging es dann mit den Fragen los, von denen ich nicht die geringste
Ahnung hatte. Noch nicht einmal das Herz-Kreislauf-System konnte ich annähernd
richtig beschreiben. Meine Standardantwort lautete: Es tut mir leid, das
weiss ich nicht so genau. Nach ein paar Ansätzen habe ich es dann
immer aufgegeben, eine Antwort zu suchen. Als das Gespräch zu Ende
war, ging es mir relativ schlecht, weil ich dachte, dass das nichts werden
würde. Ich hatte keine Ahung von Naturwissenschaften, keine Praktika
in der Richtung und als Motivation angegeben, dass ich mich in Indien
plötzlich dazu berufen gefühlt habe. Allerdings kam drei Tage
später die Zusage.
Ich kann euch nur raten, euch nicht verunsichern zu lassen und ehrlich
zu sein.Wenn ihr eine Motivation für das Studium habt, die nicht
gerade auf einen reichen Arzt und Ansehen im späteren Beruf abzielt,
sondern wirklich Medizin studieren wollt, weil euch der Mensch am Herzen
liegt und sympathisch und belastbar erscheint, schafft ihr das.
Ich drück euch die Daumen, Julia
Am Donnerstag, 30. September 2004 ( 8:32:03 Uhr) MEST schrieb Caro (eMail: caromi@gmx.de) , Teilnehmer in "Magdeburg" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: /Humanmedizin Datum des Gespräches: /17.9.04 Das meißte
hat schon Marie geschrieben, ich war allerdings in einer anderen Gruppe.
Meine Fragen: Wieso ich Medizin studieren möchte, wieso in MAgdeburg,
was es mit dem Namensgeber meiner SChule auf sich hat, was meine Meinung
zu Tierversuchen ist, was ich von Genmanipulation halte, wie das Gesundheitssystem
funktioniert, welche Fächer in der Vorklinik drankommen, was ich so im
Schülerrat gemacht habe, was ich während meines Auslandsaufenthaltes gelernt
habe. ich konnte alle Fragen beantworten und hatte 42 von 50 punkten bekommen.
Die meisten hatten so zwischen 40 und 47 punkten. ich dachte, ich hatte
den Profs gut vermittelt, dass ich unbedingt Medizin studieren möchte
und nichts anderes. Es hatte nicht gereicht. Als die Ergebnisse um 17.30
statt um 16.00 verkündet wurden, war mein NAme nicht auf der Liste. Der
Brief mit der ABsage kam dann aber erst gestern. ich hatte mich dann aber
sowieso für ein englischsprachiges Programm in Polen entschieden, welches
am Montag anfängt."
Am Freitag, 11. März 2005 (16:12:38 Uhr) MET schrieb MP1984 (eMail: @Zahnmedi1984@gmx.de) , Teilnehmer in "Ulm" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: /Zahnmedizin Datum des Gespräches: /09.03.2005 Seid gegrüsst, Mein Auswahlgespräch fand vor 2 Tagen statt und ich bin froh, dass ich es hinter mir gebracht habe, da ich mir im vornherein viel Gedanken gemacht habe, was mich wohl erwartet. Das Gespräch an sich verlief am Anfang sehr locker.. Es folgte die Bitte mich in 5 bis 10 Minuten zu präsentieren, um die Profs davon zu überzeugen, dass ich der geeignete Zahnmedizinstudent bin. Habe mich im vornherein auf diese Frage vorbereitet und all meine Gedanken gesammelt und im stillen Kämmerlein durchgesprochen.Das Wichtigste ist,dass man sich permanent mit dem Inhalt und den sprachlichen Mitteln beschäftigt, um seine Erläuterungen in Emotionen einfliessen zu lassen. Es folgten Fragen warum ich in Ulm studieren will...was ich mir vom Studium verspreche im Hinblick auf Lernengagement und Lernaufwand...was wohl wäre wenn es keine Arbeitsplätze nach dem Studium gibt...wer die Gesundheitsministerin ist... was denn so in der Gesundheitspolitik geschehen ist... In meinen Augen alles Fragen auf die Ihr euch gezielt drauf vorbereiten könnt... Wünsche euch allen viel Glück Mfg MP84"
Am Sonntag, 13. März 2005 (12:19:43 Uhr) MET schrieb Hans Entzian (eMail: d-s-i-e@gmx.net) , Teilnehmer in "Berlin HU" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin Datum des Gespräches: 10. März 2005 Schön das es so eine Seite hier gibt. Hat mir sehr geholfen. Ich hab wahrscheinlich, wie die meisten hier, alles verschlungen in der Hoffnung keine Überraschungen bei dem Auswahlgespräch zu erleben. Das wird aber nicht immer klappen... Meine Voraussetzungen für eine Zulassung war denkbar ungünstig. Kein Chemie und Physik seid der 10 Klasse. Ein noch laufender Zividienst und noch sonst keine weitere Erfahrung oder Praktika. Deswegen habe ich mich 3 Tage auf dieses Gespräch vorbereitet und ich kann nur jedem empfehlen das selbe zu tun. Auf alles kann man sich natürlich nicht vorbereiten, aber man ist doch wesentlich ruhiger und wird nicht von den „fiesen“ Fragen –die auch kommen werden- überrumpelt. Ich war der letzte an dem Donnerstag, bestellt um 14.30 Uhr. Da war ich aber schon gegen 11.00 Uhr, da ich von weiter weg komme. Konnt ich noch ein bisschen Berlin kennen lernen und mich weiter verrückt machen, wie ich auf die „Warum Medizin?“-Frage antworte. Die erste Frage, die mir dann gestellt wurde war: „Welcher berühmte Musiker wurde denn in der Nähe ihrer Heimatstadt geboren?“ Da guckt man erst mal nicht schlecht, zumal mich Biografien und v.a. die von Musikern überhaupt nicht interessieren. Der Prof. wollte aber nicht von der Frage ab, obwohl ich mehrmals gesagt hab, dass ich keine Ahnung hab. Er hat mir dann immer mehr Hinweise gegeben... Ich hab dann Goethe getippt, aber Wagner wars :) War aber nicht weiter schlimm, da die Stimmung ziemlich locker war. Man sollte also v.a. am Anfang auf so was gefasst sein, aber weiter an sich glauben. Also bleibt selbstbewusst, die wollen euch erst mal testen, wie ihr in so ner Situation reagiert. Nach dem Einstieg kam die berüchtigte Standartfrage „Warum Medizin?“. Dann haben sie mich gefragt, woran sie erkennen könnten, dass ich ehrgeizig bin (hatte ich mit als Antwort genannt). Irgendwann kam natürlich auch die Frage „Warum Berlin?“ Ein Tipp: Sagt nicht wegen der Kultur, wenn ihr die Kultur von Berlin nicht kennt ;) Die vor mir dran waren, haben das bestimmt gemacht – das ist ein Fehler ;) Dann kamen natürlich noch einige andere Fragen, die man aber so im Nachhinein nicht mehr alle aufzählen kann, da sie aus dem Zusammenhang kamen. Ich erinnere mich noch an: Wo ich mich in 20 Jahren sehe, welche Fachrichtung ich anstrebe (wie lange der Facharzt dauert!), wirts. Lage der Ärzte,...? Tretet selbstbewusst auf, aber nicht arrogant. Seid zielstrebig und entschlossen, und wenn ihr gefragt werdet, solltet ihr nicht sagen, dass ihr auch n anderes Studium im Auge habt. Am besten man geht mit der Einstellung rein, das man nichts zu verlieren hat. Hat bei mir geholfen, denn eigentlich wollte ich nicht zum SS und schon gar nicht so weit weg nach Berlin. Aber wenn man angenommen wird, warum nicht :) Man sollte sich auf Diskussionen einlassen und man brauch nicht immer die selbe Meinung wie die Profs zu haben. Ich hab dem Prof. für Biochemie einmal widersprochen bzgl. der Frage, was man unter Forschung versteht (kommt natürlich auch stark darauf an, was für ein Typ von Prof vor euch sitzt). Daraus entstand dann ne schöne Diskussion, die bestimmt auch ein paar Pluspunkte gebracht hat. Ich hatte mein Auswahlgespräch an einem Donnerstag – am Sonnabend war die Zulassung da :) Ging also ziemlich schnell. Hab mich auch wahnsinnig gefreut, aber es auch mit nem weinenden Auge gesehen. Alle die es noch vor sich haben, wünsch ich viel Erfolg und hoffe ich konnt euch etwas helfen. PS: Hier noch ein paar Fakten, die ihr euch vllt. im Vorfeld anschauen solltet: Arbeitsmarkt in D (www.uni-magazin.de) Infos über Bachelor und Master / Ranking Liste (www.wege-ins-studium.de) (www.stern.de) Infos über Durchschnitte des letzten Semesters (www.zvs.de) Infos über Tätigkeit/Einsatzorte/... nach Studium Aufbau des Studiums! (www.arbeitsagentur.de) ->Berufenetz Infos über Gesundheitsreform + Verbessungsvorschläge sehr gutes Forum für Fragen, die schnell beantwortet werden, aber auch guter Suchfunktion (www.medi-learn.de) ... Am Ende hat man vllt noch die Mgl. selbst Fragen zu stellen – da sollte man sich vorher schon was überlegen. PPS: Zu der Wahl der Kleidung. Das ist ja auch so ein Punkt wo sich die Meinungen teilen. Ich war im Anzug da und es war definitiv kein Fehler. Die 2 vor mir hatten Pullover oä. und hatten –anders als ich- beide ein schlechtes Gefühl als sie rauskamen ;) Bei weiteren Fragen: d-s-i-e@gmx.net "
Am Samstag, 19. März 2005 (20:11:18 Uhr) MET schrieb se_dony (eMail: se_dony@web.de) , Teilnehmer in "Tübingen" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin Datum des Gespräches: 17.03.2005 nachdem mir die hier "abgedruckten" erfahrungsberichte schon ein gewisses mass an sicherheit gegeben haben, will ich nun versuchen damit auch jemandem zu helfen. ich hatte mich nicht sooo super "vorbereitet" (man kann das ja sowieso nur zu einem gewissen grad) und hatte deshalb schon ein bisschen ein unsicheres gefuehl, vor allem weil kaum erfahrungsberichte aus tuebingen vorliegen. bei mir waren es, wie bei fast allen anderen auch, 2 profs, die mir fragen gestellt haben. sie hatten einen leitfaden nach dem sie sich richten sollten. das taten sie aber nicht wirklich stark in meinem fall. ich habe versucht in meinen antworten auf die ersten fragen einige haken auszuwerfen und da haben sie auch prompt angebissen. das ganze gespraech war dann eher auf persoenliche dinge und erfahrungen aus meinem leben bezogen. ich wurde nicht einmal direkt gefragt "warum" ich denn medizin studieren will. insgesamt kam es zu einer netten konversation ueber werte, gerechtiggeit im gesundheitssystem, ... es wurde jedoch keine einzige wissensfrage gestellt z.b. ueber das gesundheitssystem oder ueber die uni. deshalb war ich mir im anschluss auch nicht ganz sicher, ob das gespraech jetzt eher gut oder schlecht gelaufen ist. als letztes durfte ich noch ein kurzes statement formulieren, was mir ziemlich schwer viel. ich versuchte also noch mal meine vorzuege heraus zu stellen und anhand von beispielen meine vielschichtige motivation zu begruenden... insgesamt war es eine nette atmosphaere. es kam nicht zu einem frage antwort spiel sonder die profs waren wirklich interessiert an mir. ich glaube das ist auch mit einer der groessten schluessel zum erfolg. man muss es schaffen, dass die sich fuer einen interessieren. auch mal was "komisches" sagen. ich hab z.b. gesagt, dass ich stutzig wurde, als wirklich jeder ohne ausnahme gesagt hat: "oh du willst medizin machen, ist ja toll!" warum sehen die leute medizin denn so positiv? (hab ich z.b. gefragt). es ist wichtig, dass man aus der masse heraussticht. wenn man dann seine argumente ueberzeugend rueber bringt, kann kaum noch was schief gehen. hier noch mal die wichtigsten infos, die mir geholfen haetten, haette ich sie gewusst: - die profs haben in tuebingen einen vorgegebenen leitfaden, den sie mehr oder weniger beachten - interesse an sich selbst wecken ist mit das wichtigste - zeigen, dass man auch allgemein anerkannten "sachverhalten" kritisch gegenueber steht - ein gewisses mass an selbstreflexion mitbringt - auch einmal sagen trauen: "das weiss ich leider nicht!" oder "da habe ich mir ehrlich gesagt noch keine gedanken drueber gemacht..." - laecheln ;-) - positive grundeinstellung vertreten - genau ueberlegen, warum ihr ausgerechnet in tuebingen studieren wollt (da haben sie bei mir ein bisschen drauf rumgehackt) - vielleicht ein kleines schlussstatement vorbereiten ich wuensche allen viel erfolg! bei mir kam heute der bescheid, dass ich genommen wurde. juhuuuu :) lg se_dony"
Am Mittwoch, 6. April 2005 (19:00:55 Uhr) MEST schrieb (eMail: @) , Teilnehmer in "Ulm" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin Datum des Gespräches: September 2004 Ich wurde im September 2004 zu einem Auswahlgespräch in Ulm eingeladen, nachdem ich die "normale Zulassung" knapp verfehlt hatte. Dort, im Gebäude für Halbleiterphysik, erhielt ich einen Termin um 13:40 Uhr und wartete anschliessend mit etwa 190 weiteren "Medizin-Ambitionierten". Um etwa 13:30 Uhr kam einer der Professoren und holte sich von mir einen kurzen tabellarischen Lebenslauf ab, der in der Einladung zum Auswahlgespräch mitgeschickt worden war (und desse Ausfühlen auf jeden Fall obligatorisch war, auch wenn es nicht so auf dem Bogen selbst stand..). Wenige Minuten später wurde ich aufgefordert in einen geräumigen Saal einzutreten, an dessen Ende zwei Professoren saßen, die sich mir sogleich vorstellten. Beide waren sehr nett, aber bestimmt und stets sachlich. Dort wurde ich dann zunächst nach den Gründen für mein Interesse an einem Medizinstudium gefragt. Weitere Fragen erstreckten sich über die Formen meines sozialen Engagements (glücklicherweise bin ich in einigen Vereinen tätig), meine Interessen und wichtige Schulfächer, sowie Inhalte des Lehrplanes meiner Leistungskurse. Auch wurde ich gefragt wie lange ich Chemie und Biologie in der Schule gehabt hätte (beides glücklicherweise bis zum Abitur). Der offenkundige Höhepunkt war die Frage mich zur embryonalen Stammzellenforschung dialektisch zu äußern, wobei ich einen Zettel, Stift und lediglich zwei Minuten Zeit hatte einen Standpunkt zu beziehen und argumentativ zu verteidigen. Abschliessend wurde ich noch gefragt, weshalb denn ausgerechnet ich ausgewählt werden sollte. Dann wurde ich vor die Türe gebeten und die Professoren werteten offenbar inzwischen ihre Notizen aus. Als ich wieder herein gebeten wurde vermittelten mir die Professoren in Form eines kurzen Briefings ihre Meinungen zu dem Gespräch, wobei sie auch hier sehr freundlich waren. Ich hatte nach dem Gespräch einen sehr positiven Eindruck vom gesamten Procedere und war sehr optimistisch bezüglich meiner Annahme - und, erfreulicherweise, erhielt ich schon bald darauf meine Zusage. Meine Empfehlungen: -zuvor unbedingt alle Erfahrungsberichte auf "www.auswahlgespraeche.de" durchlesen -Informationen über gegenwärtige Diskussionen in der Medizin organisieren und sich dazu eine eigene Meinung bilden -irgendeine Form sozialer Tätigkeit ist auf jedenfall empfehlenswert (und wenn es nur ein Teamsport ist) -man muss bei der Frage nach dem Grund für das Interesse an Medizin nicht unbedingt ungläubwürdigerweise äußern, dass man einen Drang zur "Mutter Theresa" verspürt; "Interesse an Naturwissenschaften" oder "Interesse an einem sehr breitgefächerten Studium" klingt teilweise glaubwürdiger -natürliches Verhalten und das Bestreben eine "normale Unterhaltung" in Gang zu bringen wird honoriert -leicht gehobene Kleidung (z.B. Jackett mit Hemd und dunkler Jeans (ohne Krawatte)) Viel Glück also! "
Am Mittwoch, 8. März 2006 (17:31:54 Uhr) MET schrieb Anna (eMail: annasuomessa@web.de) , Teilnehmer in "Berlin HU" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Medizin Datum des Gespräches: 8.3.2006 Also erst mal wurde ich gefragt, warum ich denn Medizin studieren möchte. Das ging ja noch, aber dann wurde ich gefragt, warum ich denn nicht Orthopädietechniker werden möchte, wenn mich die Orthopädie interessiert??? Na weil es doch was ganz anderes ist!? Rihcitg fies war es als man mich fragte, wie denn Proteine gebildet werden. hatte Glück, dass ich die Pbs noch sehr gut konnte. Aber überall wurde immer gesagt, dass es keine fachlichen Fragen gäbe!!! Dann haben sie mich zu Smptomen beim Herzinfarkt gefragt und auch wie man die beheben könnte. Des weiteren wodurch Rückenschmerzen ausgelöst werden können. Dann wurde noch gefragt, ob ich irgendswelche Alternativen hätte? Habe natürlich gesagt, ich werde warten und eine AUbsildung machen. Und was anderes studieren geht ja nicht und es gibt halt keinen anderen Studeingang außer Medizin mit dem man Ärztin werden kann. Dann meinte der eine, dann werden Sie doch Tierärztin. Und der andere dann, na ja, dass will sie doch nicht, sie möchte mit Menschen zusammen arbeiten. Der hatte mich voll vera****, nur weil ich gesagt habe, dass die Orthotechnik doch eher in der Werkstatt abläuft und man als Orthopäde viel mehr mit den patienten im Kontakt sei. DAnn kam noch die Frage, ob ich es mir vorstellen könnte 80h die Woche zu arbeiten. Da wurde dann auch ziemlich nachgehakt. Und dann meinte dieser eine "miese" Prof noch, was denn "guter und "schlechter" Stress sei. Ich solle ihm das mal definieren. Blöd war auch, dass sie mich über meine Familienplanung gefragt haben. Das geht sie doch nichts an, ich will ja nicht dort arbeiten und finde das viel zu persönlich. Man kann sagen, dass ich mit meiner Komission echt Pech hatte und es schade finde, dass so einer jetzt über meine zukunft entscheidet. Ich habe einfach gemerkt, dass ich mit dem Professor nicht auf einer Ebene war. Habe ihn nicht verstanden, denn er hat die Fragen einfach nicht konkret gestellt, sondern so super schwammig. Ich will euch jetzt keine Angst machen und die anderen fanden ihre Gespräche echt gut. Also meine Komission muss wohl eine Ausnahme gewesen sein. Habe zwar noch nicht den Ablehnungsbescheid bekommen, aber ich denke mal, dass es einer werden wird."
Am Montag, 13. März 2006 (12:20:03 Uhr) MET schrieb kia (eMail: saskia.85@web.de) , Teilnehmer in "Berlin HU" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin / Datum des Gespräches: 8.märz.2006 / hallo auswahlgesprächsbewerber, kurz: bereitet euch intensiv auf das gespräch vor! lang: im gegensatz zu den vorjahren, in denen hauptsächlich persönliche fragen gestellt wurden, lag der schwerpunkt in diesem jahr auf fachfragen. das bestätigten nicht alle teilnehmer, aber der großteil wurde mit medizinisch/biologischen fragen bombardiert. der anfang meines gespräches war eher unspannend. es wurden die üblich fragen wie begründung für den studienwunsch, warum charité ... nach dem warmwerden durfte ich einen kleinen exkurse in die gentechnik machen. dazu den vorgang an tomaten erklären, vor u.- nachteile, unterschiede zwischen züchtung und gentechnik, stammzelltherapie, arten von stammzellen mit eigenschaften, klonen am beispiel dolly erläutern und stellungnahme zu ethischen aspekten. dann sollte ich die zentren der charité benennen. am herzzentrum haben sie sich dann festgebissen. ich musste die probleme, die vor/bei/nach einer transplantation auftreten, näher erläutern. abstoßreaktion etc. weiter ging es mit ausdauersport, da ich als hobby laufen angegeben habe. hier ging es um laufpläne und physische probleme. außerdem gab mir ein prüfer eine fiktive trainigssituation, deren asuwirkungen ich erklären sollte. dabei ging es um die veränderung des blutbildes bei höhentraining. in diesem zusammenhang kamen auch fragen zum dopin. speziell zum nachweis - mit biologischen hintergründen. als kranheitsbild musste ich die scheuermannsche kranheit beschreiben ( keine angst, ich heiße scheuermann und da lag die frage nah. also, wenn ihr einen namen tragt, der in einen medizinischen oder uninahen zusammenhang gebracht werden kann, erkundigt euch darüber.) insgesamt habe ich mich in der gesprächsrunde wohl und nicht ungerecht behandelt gefühlt, aber als kaffeeklatsch (wie von einigen berichtet) würde ich es nicht bezeichnen. man hat jedoch gemerkt, dass man von den prüfern durch die fragestellungen unter druck gesetzt wird und auch im details nachgefragt wird. und noch was zu den schriftlichen begründungen für den studienwunsch: schreibt komprimiert. weniger ist mehr! ich habe eine halbe seite geschreiben und es hat ausgereicht. allgemein ist eine seite ausreichend. der gute mann vor mir schob den prüfern 3 seiten zu. das liest sich niemand durch. viel glück!"
Am Montag, 13. März 2006 (12:31:46 Uhr) MET schrieb raf (eMail: menelik@gmx.de) , Teilnehmer in "Berlin HU" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Medizin / Datum des Gespräches: 8. 03. 2006 / Mein Gespräch hat gezeigt, dass es keine zwei gleichen Auswahlgespräche gibt. Noch während ich draußen wartete, bekam ich einiges mit, was die anderen gefragt wurden. Nachdem bei mir alles vorbei war, was ich sehr verdutzt. Ich hatte keine spezifischen biologischen oder medizinischen Fragen gestellt bekommen. Keine „fiesen“ Ethikfragen. Nichts. Die Standardfrage „Warum möchten sie denn Medizin studieren“ kam selbstverständlich ganz am Anfang, dann haben wir uns einfach über alles Mögliche unterhalten: Über die Gesundheitsreformen, über die Geschichte der Charité, über Ferdinand Sauerbruch… Sie waren auch neugierig, warum ich zuerst Politikwissenschaften studiert habe, und nun doch Arzt werden möchte. Alles in allem einfach ein sehr nettes Gespräch und, wie es sich vor 2 Tagen zeigte, ein erfolgreiches! Wenn mich jemand fragen würde, ob ich irgendwelche Tipps hätte, würde ich sagen, dass man sich erstens nicht verstellen sollte, nicht versuchen sollte der Kommission mit Superantworten zu imponieren (so läuft man Gefahr, dass dann eben eine „fiese“ Frage gestellt wird). Und zweitens – das gelegentliche Ablenken, stellen eigener Fragen wird belohnt – sie kriegen dann mit, dass man nicht einfach die eigene Studienwunschbegründung auswendig gelernt hat, sondern dass man flexibel auf die Situation reagieren kann. Man sollte auch nicht aggressiv auf die Fragen reagieren, sondern versuchen, sie so gut wie möglich zu beantworten. Wenn man etwas nicht weiß, kann man es auch sagen, womöglich einfach eine Gegenfrage stellen."
Am Mittwoch, 15. März 2006 (10:50:36 Uhr) MET schrieb banu (eMail: Banu2@gmx.de) , Teilnehmer in "Berlin FU" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin / Datum des Gespräches: 08.03.2006 / Ich glaube inzwischen persönlich, dass man sich nicht auf diese Gespräche wirklich vorbereiten kann.Man kann sich zwar einen Überblick verschaffen darüber,was andere für Erfahrungen gesammelt haben,aber es werden dann doch andere Fragen gestellt! Also mein Gespräch fing mit der Frage an warum ich Medizin studieren möchte (darauf kann man sich natürlich vorbereiten).Meine Antwort war,dass ich es sehr interessant finde,weil man Menschen hilft,aber trotzdem die Wissenschaft eine große Rolle spielt.Der Prüfer empfand das nicht so und meinte,das könne man nicht so sagen!Es fing also schon mal nicht so gut an.Ein anderer Prüfer (es waren insgesamt 4) fragte dann, da ich aus Frankfurt am Main komme, ob ich wüßte welche Ausstellung in einem bestimmten Kunstmuseum ausgestellt ist und warum dieses Museum so heißt!Da war ich erst einmal baff!Ich hatte alles über Gesunheitspolitik,-reform gelernt aber über die kulturellen Ereignisse in meiner Stadt wußte ich nicht so viel.Dann wurde ich gefragt,welches mein Lieblingsmuseum ist und warum.Einer der Prüfer sah, dass ich Nachhilfe in Latein gegeben hatte und fragte,welcher Autor denn mein Lieblingsautor sei!Damit hatte ich mich auch nicht wirklich auseinander gesetzt.Und wie die Aneis von von Vergil beginne (erste Seite).Daran konnte ich mich nur noch verschwomen erinnern.Es wurde auch gefragt auf welchem Tabellenplatz die Eintracht Frankfurt steht (das wußte ich zufällig), warum ich in Berlin studieren möchte,wo ich mich in 20 Jahren sehe,was die wichtigsten Bereiche der Klink sind,wann die charite gegründet wurde,welche bekannten Ärzte dort studiert hätten,was Robert Koch erfunden hat,ob es in Europa noch eine Charite gibt,was ich mache,wenn sie mich nicht nehmen,ob ich mir vorstellen könnte in der Fachschaft zu arbeiten und welche anderen bekannten Ärzte ich kenne. Alles in Allem war das Gespräch nicht so toll.Ich empfand manche Fragen als sehr unangenehm,aber habe versucht einen klaren Kopf zu behalten.Die Prüfer waren mir auch nicht besonders sympathisch und ich ihnen auch nicht besonders.Es hat mich gewundert,dass so viele Bereiche abgefragt wurden, die mit der Medizin nichs zu tun haben.Naja ich bin wenig zuversichtlich was die Zusage betrifft.Aber ich werde trotzdem nicht aufgeben.Das würde ich auch jedem anderen raten,denn wer sind diese Leute schon,die behaupten,sie wüßten,ob wir für diesen Beruf geeignet sind oder nicht.In einer halben Stunde kann man das sicher nicht feststellen. Ich wünsch euch allen viel Glück bei euren Gesprächen! "
Am Mittwoch, 15. März 2006 (15:14:04 Uhr) MET schrieb lisa (eMail: @) , Teilnehmer in "Keine Stadt angegeben" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: / Datum des Gespräches: / Darf ich die Schreiber der letzten Berichte fragen, mit welchem NC sie zu einem Auswahlgespräch eingeladen wurden??? Danke im vorraus, dass würde uns anderen sehr weiterhelfen! "
Am Donnerstag, 16. März 2006 (19:09:32 Uhr) MET schrieb banu (eMail: Banu2@gmx.de) , Teilnehmer in "Keine Stadt angegeben" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
ich hatte einen schnitt von 1,7"
Am Samstag, 15. April 2006 (17:58:04 Uhr) MEST schrieb pons (eMail: @) , Teilnehmer in "Keine Stadt angegeben" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: / Humanmedizin Datum des Gespräches: / Mich würde interessieren, ob jemand nach seinen Noten gefrat wurde z.B. warum man in Chemie nur eine 3 hat oder so. Wurde auch jemand mit einem Schnitt von 2,4 eingeladen, kann man überhaupt mit so einem Schnitt eingeladen werden?"
Am Samstag, 3. Juni 2006 ( 1:46:28 Uhr) MEST schrieb NOCH-keine-studentin (eMail: @xxx) , Teilnehmer in "Keine Stadt angegeben" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: / irgendwann medizin:) Datum des Gespräches: /irgendwann nach 2006 :) Hi, leute! können bitte diejenigen, die einen erfahrungsbericht geschrieben haben, ihre durchschnittsnoten und auch das ergebnis des auswahlgespräches uns mitteilen, also ob sie zugelassen worden sind oder nicht. das wäre echt nett! allen, die es geschafft haben: VIEL ERFOLG IM STUDIUM! und allen, die es nicht geschafft haben: NICHT AUFGEBEN! "
Am Sonntag, 27. August 2006 (19:33:13 Uhr) MEST schrieb Marleen (eMail: @) , Teilnehmer in "Keine Stadt angegeben" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin / Berlin HU Datum des Gespräches: o6. September 2006 / Also ich habe mein Auswahlgespräch an der Charite noch vor mir und muss zugeben, dass ich extrem aufgeregt bin. Vor allem weil ich mit einem Abidurchschnitt von 1,4 nicht direkt reingekommen bin. Naja, ich beuge mich natürlich meinem Schicksal!! Die Erfahrungsberichte sind sehr hilfreich z.T. sehr beruhigend. Weiter so! Bis dann :) I´ll be back! "
Am Montag, 28. August 2006 (08:33:13 Uhr) MEST schrieb Friederike Schlumm (eMail: fschlumm@gmx.de) , Teilnehmer in "Heidelberg" folgenden Erfahrungsbericht.
Mein Studienfach: Biologie (Bachelor)
Datum des Gespräches: 11.8.06
in vorbereitung auf das gespräch hatte ich mir hier ein paar berichte durchgelesen und mit einer bekannten gesprochen, die ein jahr zuvor an der uni heidelberg zum gespräch eingeladen worden war. ich informierte mich über die stadt, die uni und das studienfach, um gemeinen fragen vorzubeugen. auch verinnerlichte ich den motivationsbericht, den ich bei der bewerbung einschicken musste, falls es im gespräch thema sein sollte. letztendlich habe ich mich nicht wirklich intensiv vorbereitet und das wäre auch nicht nötig (und nicht möglich) gewesen. es gab über 900 bewerber für den studiengang (auf etwa 90 plätze). nach einer vorauswahl nach den eingesendeten unterlagen (zeugnis, lebenslauf, motivationsbericht, etc.) wurden etwa 200 leute verteilt auf drei tage zum gespräch eingeladen. nach einer kleinen begrüßung am morgen, erhielten wir die gesprächstermine. jeder bewerber hatte 2 gespräche mit je einem professor. jedes gespräch dauerte etwa 15 bis 20 minuten. nach den ersten gesprächen am vormittag gab es eine mittagspause, in der uns die studenten aus der fachschaft biologie mit kaffee und kuchen versorgten und eine kleine führung über das uni-gelände organisierten. wie jedes gespräch verlief, hing stark vom gesprächspartner ab und war reine glückssache (oder auch pech..). mein erstes gespräch war sehr locker, weil der prof die ganze zeit redete und ich nur intessiert zuhören musste ;o) allerdings weiß ich nicht, wie er mich mit den paar fragen einschätzen konnte... im zweiten gespräch wurden mir umso mehr fragen gestellt. er wollte wissen, warum ich mich für die uni heidelberg entschieden habe? warum biologie? was man in den medien so über die biowissenschaften hört? was man dagegen tun kann, dass die menschen der gentechnik so skeptisch gegenüber stehen? was ich in meiner freizeit mache?
ob ich es mir zutraue, einen vortrag auf englisch zu halten? was das bedeutendste war, was die evolution geschaffen hat? usw.. danach hatte ich kein schlechtes aber auch kein gutes gefühl. mir sind natürlich noch viele sachen eingefallen, die ich hätte erzählen können. im prinzip hatte ich glück. anderen wurden richtig biologische fragen gestellt. letztendlich ist alles super gelaufen. eine woche später kam die zulassung. allen, die so etwas noch vor sich haben, kann ich nur raten, sich deshalb nicht verrückt zu machen. seid einfach entspannt und natürlich. wenn ihr eine frage nicht beantworten könnt, dann gebt das ruhig zu. das macht sicher einen besseren eindruck, als wenn ihr euch irgendeinen mist aus den fingern saugt. viel erfolg!
Am Mittwoch, 30. August 2006 (15:06:15 Uhr) MEST schrieb flo (eMail: florian.becht@tele2.de) , Teilnehmer in "Keine Stadt angegeben" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin / Datum des Gespräches: 11/12/13.09 / Ich bekomme meinen Termin diese Woche gesagt. Die Seite ist sehr hilffreich und ich hoffe , dass ich mich mit ihr gut vorbereiten kann. Wünsche allen viel Glück. Wichtigste Regeln: 1. Ruhe bewahren 2. Alles ist oder wird gut Tschöhö"
Am Samstag, 9. September 2006 (18:28:22 Uhr) MEST schrieb Steffi (eMail: stef-clown@web.de) , Teilnehmer in "Berlin HU" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin / Datum des Gespräches: 06.09.2006 / Mein Auswahlgespräch an der Charite verlief -nach meinem Empfinden- alles andere als erfolgreich. Doch schon einmal vorweg, sie haben mich trotzdem genommen. Des Weiteren betrug mein Abiturdurchschnitt auch nur 1,6. Dafür habe ich aber viele Naturwissenschaften belegt (auch als Leistungskurse). Ich hatte am Tag zuvor schon ein Auswahlgespräch an der Uni in Rostock gehabt und muss sagen, dass ich mich dort sehr wohl gefühlt habe. Die Professoren sind überaus nett gewesen und auch auf das, was ich gesagt habe eingegangen. Im Vergleich dazu ist das Gespräch in der Charite geradezu schrecklich verlaufen. Es ist ziemlich verkrampft gewesen, da die Profs auch nicht auf meine Antworten eingegangen sind und nach jeder Antwort von mir eine kurze Pause entstand. So als wenn sie erwarteten, dass ich noch mehr sagen würde. Sie haben aber auch die Standardfragen wissen wollen. Warum ich in Berlin studieren möchte, warum Medizin, Hobbys, sonstige außerschulsche Aktivitäten, evtl. absolvierte Praktika, aktuelle Gesundheitspolitik etc.. Im Nachhinein habe ich mich noch mit einigen anderen Mitbewerbern unterhalten und viele erzählten, dass ihnen auch fachspezifische Fragen gestelt wurden sowie auch Fragen zum Uniklinikum Charite. Da hatte ich Glück, aber ich würde jedem Raten sich über so etwas zu informieren (vor allem über den Aufbau des Studiums). Man braucht nicht sonderlich aufgeregt sein, denn wie ein Prof zu mir meinte: "Es ist kein Staatsexamen!" Dementsprechend war ich auch gekleidet. Ich trug zwar eine schwarze Hose, doch sonst lediglich Turnschuhe und einen hübschen grauen Pullover. Nicht zu over-dressed ankommen. Einfach ein paar Sachen, in denen man sich wohl fühlt und die ordentlich sind. Heute am 09.09.2006 war dann ein großer, brauner Umschlag der Charite im Briefkasten. Mit dieser Zusage hätte ich nach so einem seltsamen Gespräch wirklich nicht gerechnet. Jetzt bin ich überglücklich bei meiner Familie, Freunden und meiner Stadt Berlin bleiben zu dürfen."
Am Donnerstag, 14. September 2006 (23:59:18 Uhr) MEST schrieb Kurt (eMail: ) , Teilnehmer in "Mainz" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin / Datum des Gespräches: 05. September 2006 / Meine Abinote: 1,4 Nun nachdem ich mir vor meinem Auswahlgespräch so einige Erfahrungsberichte hier durchgelesen hatte, möchte auch ich einen Erfahrungsbericht schreiben. Ich wurde zu einem Auswahlgespräch an der Johannes-Gutenberg-Universität-Mainz eingeladen. Mindestvorrausetzungen hierfür für das WS 2006/07 war ein Abischnitt von 1,4 und eine Ortspräferenz an dritter Stelle. Beides war bei mir gerade so gegeben. Als wir vor dem Warteraum saßen, sahen wir einige Mitbewerber, die ihr Gespräch schon hinter sich hatten. Z.T. sahen sie sehr fertig aus. Dann kam ich dran. Das Gespräch wurde von zwei Professoren geleitet. Man sagte mir, dass man vor allem meine Belastbarkeit testen wolle und es sein könnte, dass ich am Ende den Raum schluchzend verlassen würde. Die nun folgenden Fragen und Anmerkungen waren auch wirklich hart. Aber keine Frage war fachspezifischer Art, sie zielten eher darauf ab, den vor ihnen sitzenden Bewerber auf psychischer Art zu testen. Nachdem ich z.B. ihnen sagte, warum ich Medizin studieren wollte, kam z.B. die Anmerkung „Sie wissen schon, dass das ungefähr 90% der Bewerber hier antworten, damit heben Sie sich nicht ab.“ Doch ich hatte mir, nachdem ich gesehen hatte, wie verzweifelt meine Vorgänger zum Teil den Raum verlassen hatten, vorgenommen, immer gegen die Anmerkungen der Profs zu kontern. Dieses habe ich auch geschafft. Im Nachhinein dachte ich mir, dass ich vielleicht zu stark gekontern hätte, aber die Profs konnten mich auf jeden Fall nicht klein kriegen. Am Ende des Gespräches habe ich ihnen auch noch mal strahlend ins Gesicht gelächelt, bevor ich raus ging, obwohl ich keine Ahnung hatte, wie es nun wirklich gelaufen ist. Das Kontern fiel mir allerdings auch nicht schwer, da es mir nicht so vorkam, dass die Profs trotz ihrer Bemühungen böse Menschen sind. Sie kamen mir eher als schlechte Schauspieler vor, die versuchten, böse Menschen zu spielen. Ich dachte mir sogar während des Gespräches, dass diese Profs in den Vorlesungen bestimmt recht nette und lustige Personen sein würden. Nun ja und heute kam dann ein Informationsschreiben von der Uni. Das Gespräch war bei mir erfolgreich. Also mein Tipp an alle: Bleibt cool. Zeigt eure Stärken. Versucht keinen Nervenzusammenbruch zu bekommen. Wenn die Prüfer fiese Fragen stellen, dann kontert selbstbewusst und vielleicht ein wenig ironisch mit fiesen Antworten zurück. Aber übertreibt es natürlich auch nicht. "
Am Dienstag, 3. Oktober 2006 (16:27:16 Uhr) MEST schrieb Christine (eMail: @) , Teilnehmer in "Rostock" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Medizin / Datum des Gespräches: 06.09.2006 / Ich war bei meinem Auswahlgespräch sehr nervös, aber dafür war gar nicht viel Zeit,weil ich gleich els erste meiner Gruppe von 4 Leuten an der Reihe war. Das Gespräch fand im Büro des einen Prüfers (Kinderarzt) statt, nachdem er uns seine Klinik gezeigt hatte. Ich empfand die Frageweise der beiden Prüfer sehr merkwürdig. Das Gespräch wirkte sehr aggressiv und die Fragen waren sehr provokant formuliert. Außerdem hatte man das Gefühl einer sei der "gute" und einer der "böse" Professor. Sie fingen an mit der Frage warum ich noch nie im Ausland gewesen sei, es ging weiter mit ob ich schonmal körperlich gearbeitet hätte, ob ich schon mal einen toten oder schwerkranken Menschen gesehen hätte, was ich als letztes gelesen habe, ob ich Ärzte in der Familie hätte und warum ich meine Klavierprüfung nur mit gut abgeschlossen hätte. Außerdem wurde ich noch nach einer Schlacht Napoleons in meiner Heimatstadt gefragt, die es nie gab. Also auch ein paar Fangfragen. Das Gespräch verlief so eine halbe Stunde lang und danach hatte ich das Gefühl der schlechteste und unsozialste Mensch zu sein. Aber siehe da! Sie nehmen mich trotzdem und in 2 Wochen gehts los. Also bloß den Kopf nicht hängen lassen, immer ehrlich mit einem Lächeln im Gesicht und fester Stimme antworten. Hauptsache das ganze selbstbewusst angehen... "
Mein Studienfach: Medizin /
Datum des Gespräches: 06.09.06 /
Vorweg: ich wurde genommen.
Mit 1,4 und wenigen naturwissenschaftlichen Fächern hatte ich gerade so die Punktzahl erreicht, um zur Charite eingeladen zu werden http://www.charite.de/studium/doc/mitteilungen_bewerber.pdf
Meine Vorbereitung bestand daraus, mir diese Seite anzusehen und am Tag des Gesprächs eine Berliner Tageszeitung zu lesen. Außerdem habe ich den 2-seitigen Fragebogen sehr sorgfältig ausgefüllt. Wir sollten auch ein Motivationsschreiben verfassen. Meines war nur eine knappe halbe Seite lang, aber ich habe mir gut überlegt, was ich da reinschreibe und auf die äußere Form geachtet (Betreff, sehr geehrte..., mit freundlichen Grüßen usw.).
Auf den Fragebogen wurde Bezug genommen. Glücklicherweise auf eine Belegarbeit aus der 10.Klasse zu einem medizinischen Thema. Also füllt den Fragebogen bis zum Rand mit Themen, zu denen ihr auch was erzählen könnt.
9 Uhr mussten wir im Hörsaal des Bettenhochhauses sein und bekamen einen Termin und ein Zimmer für das Gaspräch genannt. Einige waren sofort dran, ich sollte bis 12 Uhr warten. Die Zeit verging sehr schnell, da man mit den anderen Bewerbern sehr schnell ins Gespräch kam. Leute, die das Gespräch dann hinter sich hatten, konnten keine brauchbaren Tips geben.
Wir hatten ordentliche Sachen an, aber es war nicht übertrieben. Da nicht die Gesprächspartner über deine Annahme entscheiden, lohnt sich auch nicht ein extrem tiefer Ausschnitt oder so.
Es war eine Art Klassenzimmer: schlicht, mit Tafel und Tisch. An diesem saßen 2 Professoren und ein Medizinstudent (alle im Anzug). Wir begrüßten uns und stellten uns vor. Wichtig ist, viel zu erzählen und sich von bekloppten Fragen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Natürlich kamen Fragen wie: warum Medizin, warum hier, was machen Sie wenn es nicht klappt,...aber wenn man sich mit anderen Bewerbern unterhält, kann wirklich ALLES gefragt werden. Cool bleiben, beantworten was ihr wisst, sonst zugeben, dass ihr es nicht wisst oder auf ein anderes Thema ausweichen.
Einer der Professoren machte sich Notizen. Insgesamt war es entpannt und die 30 Minuten gingen schnell vorbei.
Wichtig: Die Vorbereitung auf das Gespräch ist eine gute Möglichekeit, euch zu überlegen, ob ihr WIRKLICH Medizin studieren wollt und ob ihr nicht falsche Vorstellunge darüber habt (wie ich).
Nina
Am Mittwoch, 28. März 2007 (17:03:01 Uhr) MEST schrieb sunny (eMail: @) , Teilnehmer in "Göttingen" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Zahnmedizin Datum des Gespräches: 05.03.2007 Mein Gespräch in Göttingen verlief gut. Ich war am Tag davor angereist und hab mir dann schon mal angeschaut, wo ich am nächsten Tag hinmusste. Das Gespräch ging eine halbe Stunde. Die beiden Professoren waren nett, haben mich zuerst gebeten mich vorzustellen und über meine Hobbies und Interessen zu sprechen. Einer von beiden hat hauptsächlich die Fragen gestellt, der andere saß meistens da und hat mich beobachtet. Etwas unangenehm, aber es ging. Ich bin einfach ruhig geblieben und hab mich auf die Fragen konzentriert. Über meine Praktikas im Krankenhaus und in einer Zahnarztpraxis haben sie mich nichts gefragt. Die schwierigeren Fragen waren Sachen wie" Definieren Sie Kultur", "Definieren Sie Wissenschaft", "Setzen Sie dies in einen Zusammenhang" und "Definieren Sie Ethik". Da sitzt man dann da und saugt sich was aus den Fingern, aber anscheinend ging es ganz gut und zum Schluss hat der eine Prof es zusammengefasst und mit seinen Worten wiedergegeben, natürlich viel schöner als meine Version;). Insgesamt kann ich sagen, dass die beiden Professoren eher aus der Wissenschaft stammten, denn sie stellten viele Fragen in der Richtung wie "wie können Sie in einem höherem Fachsemester für die Uni wichtig sein?" oder "wie funktioniert wissenschaftliches Arbeiten?". Praxisbeszogen stellten sie keine Fragen, da war dann eher wichtig was man als letztes gelesen hatte, was der Autor von Beruf war und was das Buch einem sagen könnte. Eine Frage, bei der ich gut punkten konnte, war was ich denn von Göttingen wisse. Auf eine derartige Frage hab ich mich gut vorbereitet, das haben sie dann auch gesagt. Insgesamt lief das Gespräch gut, muss ich sagen, die Profs haben auch zwischendurch gelacht, es war also nicht besonders verkrampft. Nervös war ich erstaunlicherweise sehr wenig. Hingegangen bin ich übrigens im schwarzen Anzug. Ich muss einen guten Eindruch hinterlassen haben, denn heute kam der Zulassungsbescheid, allerdings für Mainz, wo ich auch bei einem Gespräch war, aber auf dem Ablehnungsbescheid stand, dass ich in Göttingen im Auswahlgespräch Rang 3 belegt habe. Hat mich ziemlich gefreut:)! Viel glück allen, denen ein Gespräch noch bevorsteht! Das Wichtigste ist wirklich dass man unverkrampft dorthin geht und sich durch die teilweise merkwürdigen Fragen nicht aus der Ruhe bringen lässt!"
Am Mittwoch, 28. März 2007 (17:23:14 Uhr) MEST schrieb sunny (eMail: @) , Teilnehmer in "Mainz" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Zahnmedizin Datum des Gespräches: 06.03.2007 Tags darauf hatte ich ein Auswahlgespräch in Mainz! Ich hatte echt Glück, dass beide Gespräche nicht an einem Tag stattgefunden haben. Wie schon gesagt, habe ich heute für Mainz einen Zulassungsbescheid bekommen. Das Gespräch in Mainz war nur 15 Minuten, was mich sehr gewundert hat. Auch dort bin ich im schwarzen Anzug erschienen, viel zu früh, sodass ich draußen noch warten musste. Man sollte um halb acht da sein, das Gespräch fing um kurz nach acht an, da ich ziemlich früh da war und so einer der ersten Gespräche bekam. Die Profs haben direkt mit der Frage angefangen, warum ich denn Zahnmedizin studieren wolle. Dies habe ich dann dargestellt, im folgenden haben sie mich über meine Praktikas ausgefragt, vor allem das beim Zahnarzt. Insgesamt waren sie viel praxisbezogener und haben gefragt, ob ich mir den Stress zutrauen würde und solche Fragen. Was es für Berufskrankheiten gäbe. Was ich über das Studium wisse (haben sie im Göttingen übrigens nicht gefragt)und was der Unterschied des Zahnmedizinstudiums in Mainz im Gegenteil zu anderen Städten ist. diese Frage konnte ich leider nicht so richtig beantworten, aber die Antwort ist jedenfalls, dass die Klinik weit weg vom restlichen Teil der Uni liegt und man erstmals im klinischen Teil dorthin gehen würde. Auch die beiden Professoren waren sehr nett, der eine hat die meisten Fragen gestellt, der andere beobachtete mich und schrieb mit. Nach 10 min waren beide mit ihren Fragen durch und ich sollte noch etwas über mich erzählen, Hobbies, Interessen, schulisches Engagement, das ließen sie mir frei. Es wurde nur eine einzige Fangfrage gestellt:"was mich im Gegensatz zu den anderen Bewerbern besonders hervorhebe für dieses Studium". Ich antwortete, dass ich nur von mir ausgehen könnte, da ich die anderen Bewerber nicht kenne und stellte meine Motivation noch einmal dar. Sie bemerkten auch direkt, dass ich die Fangfrage erkannt hatte und grinsten sich zu, es wurde auch keine weitere derartige Frage gestellt. Wichtig fand ich auch, dass ich den Eindruck vermittle, dass ich unbedingt Zahnmedizin studieren möchte und unbedingt in dieser Stadt. Obwohl sie mich auch fragten, ob ich mich woanders beworben hätte, darauf antwortete ich wahrheitsgemäß und nannte noch die weiteren Städte. Als ich rausging, war ich sehr erstaunt, dass das Gespräch so einfach gewesen war und dass es nur so kurz dauerte, aber das hat anscheinend nichts Schlechtes bedeutet. Auf jeden Fall, hab ich heute den Zulassungsbescheid von Mainz bekommen und bin super happy! Euch allen viel Glück! schöne Grüße"
Am Mittwoch, 28. März 2007 (23:58:51 Uhr) MEST schrieb Flowi (eMail: @) , Teilnehmer in "Göttingen" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Zahnmedizin Datum des Gespräches: 02.03.2007 Hallo, ich hatte mein Auswahlgespräch an der G.-A.-Universität Göttingen! Ich hatte bereits morgens um 9.30 h meinen Termin und als ich kam, wartete schon ein Junge vor dem Prüfungsraum, der auch noch vor mir an der Reihe war! Es kamen dann noch zwei Mädchen, aber ansonsten habe ich keine Bewerber mehr gesehen. Später am Ende des Gespräches haben die Professoren dann auch gesagt, dass die Auswahlgespräche an zwei Tagen stattfinden würden und um die zwanzig Bewerber eingeladen wären, wovon dann die Hälfte genommen würde! Ich war ein bisschen überrascht, dass es nicht mehr Bewerber waren... Naja, ein bisschen aufgeregt war ich schon.., aber wenn man dann dran ist, ist das ganz schnell weg - also keine Angst haben :)!!!! Naja, also ich hatte zwei Profs (einer aus dem Bereich Prothetik, der andere aus dem Bereich Kieferorthopädie) und das Gespräch dauerte eine halbe Stunde. Als erstes musste ich mich ausweisen und anschließend sollte ich dann erstmal meinen bisherigen Lebenslauf darstellen und wie es sich entwickelt hätte, dass ich Zahnmedizin studieren möchte. Ich schilderte dann meine Interessen, warum ich mich dafür entschieden habe und das ich z.B. ein Zahntechniker-Praktikum (in Vorbereitung auf das Studium und um schon mal einen Einblick zu bekommen) gemacht hätte, was mir sehr viel Spaß gemacht hätte und dass ich dort bereits auch einiges selber machen dürfte. Der Professor hat dann gefragt, was ich denn gemacht hätte und wie es mir gefallen hätte! Weitere Fragen waren dann: - Können Sie uns ein paar Fächer des vorklinischen Abschnittes nennen - Sie haben gesagt, dass Sie ein Praktikum gemacht hätten! Haben Sie sonst noch handwerkliche Fähigkeiten? (--> war bei mir jetzt noch, dass ich ein Musikinstrument spiele (Querflöte), gut zeichnen könnte und gerne Modelle baue!) - Haben Sie sich schon mal beworben und wo? Hatten Sie dabei Göttingen an erster Stelle gesetzt? - Warum möchten Sie in Göttingen studieren? Was gibt es hier besonderes (für Sie)? - Wo haben Sie sich informiert? (Studienführer Medizin, Homepage der Uni und der Fachschaft der Zahnis) - Haben sie schon einmal etwas von sogenannten Studienrankings gehört? Ja, hatte ich... Dann speziell, ob ich schon etwas vom CHE-Ranking gehört hätte? --> Hatte ich aber nicht! Er meinte, dass das ja nicht so schlimm wäre... naja :/.... Aber man kann ja auch nicht alles wissen ;)! - Wovon ist der NC abhängig? - Wissen Sie, wo noch Auswahlgespräche stattfinden? Wenn Münster (ist näher als Göttingen für mich) dieses Jahr eines angeboten hätte, hätten Sie sich dann dort an erster Stelle beworben? Ich habe gesagt, dass ich mich auch dann für Göttingen entschieden hätte!!! - Haben Sie schon persönlichen Kontakt z.B. mit der Fachschaft aufgenommen? - Haben sie Geschwister? - Sie haben geschrieben, dass sie später gerne Familie und Beruf kombinieren möchten! Ich finde es gut, dass sie da schon soweit gedacht haben!!! Wie sind Sie darauf gekommen bzw. wie könnte das dann später aussehen? - Was haben Sie zuletzt gelesen? ... Und davor? ... - Welchen Film haben Sie zuletzt gesehen? - Wie heißt der Regisseur von „Das Leben der Anderen“? (--> Die Oskar-Verleihung war grade und der Film wurde mit einem Oskar ausgezeichnet! Ich habe ihnen dann auch noch erzählt, dass eine Frau aus meiner Stadt dort beteiligt war ;)!!! Ich denke auch, dass es gut ist, wenn man mehrere Buchtitel bzw. Filme nennen kann und nicht nur eins/einen!) - Sie haben uns hier ja einige Zeichnungen geschickt Warum haben Sie gerade diese Auswahl getroffen? - Was verstehen sie unter Ethik? --> Ich bin dann als Beispiel auf die Gen- und Stammzellforschung eingegangen. Dann kam die Frage: Sollte man an Embryonen / Stammzellen forschen, wenn man dadurch vielleicht anderen Menschen helfen kann? ... Denken sie, dass dieser Prozess noch aufzuhalten ist? - Was verstehen sie unter Wissenschaft? Was bedeutet Kultur? Was der Begriff der Kultur bezogen auf die Wissenschaft bedeutet (Wissenschaftskultur)? - Was denken sie, wo wird viel geforscht und wo wenig? Womit hängt das zusammen? Dann waren wir schon fast am Ende des Gesprächs! Zwischendurch hatte der eine Prof mich auch noch gefragt, weil ich aus ... kommen würde, ob ich den Ort ... kennen würde!? Er hätte dort in den 70ern mal Praxisvertretung gemacht! Ich wurde dann noch gefragt, ob ich Fragen an die beiden hätte und habe sie dann nach ihrer Meinung und bisherigen Erfahrungen über die Auswahlgespräche gefragt! (Sie meinten "Sehr viel!" und das sie auch am liebsten mehr als nur die Hälfte nehmen würden!!!! Es wäre jetzt erst das zweite Mal, dass sie solche Gespräche führen würden und es wäre auch mit ein bisschen Arbeit verbunden, aber man würde merken, dass es sich lohnen würde! Man hätte beim letzten Mal schon gemerkt, dass der Jahrgang besser / leistungsstärker war, wo auch einige Bewerber durch so ein Gespräch einen Platz bekommen haben, aber das man eben auch die Note mit einbeziehen müsste!!! Bei einem früheren Verfahren wäre nur das Gespräch ohne die Abi-Note entscheidend gewesen und da war das Ergebnis im Nachhinein auch nicht so gut, vllt. sogar eher schlechter!!!) Dann haben Sie mir noch den Ablauf des weiteren Verfahrens erklärt (also was in die Bewertung des Gesprächs eingeht (50% Abiturnote, 50% Gespräch), dass Sie ein Ranking von allen Bewerbern aufstellen, dies dann zur ZVS geschickt wird und man dann von der ZVS Bescheid kriegt) und dann war das Gespräch beendet. Ich hatte soweit auch auf alles eine Antwort (bis auf die CHE-Ranking-Frage). Auf der einen Seite habe ich kein schlechtes Gefühl... Aber auf der anderen Seite kann ich es auch echt nicht einschätzen! Die beiden hatten echt ein Pokerface aufgelegt und ließen sich absolut nichts anmerken!!!! :/ Ich hatte mit einem Mädchen die E-Mail-Adressen ausgetauscht und sie wurde teilweise auch dasselbe gefragt! Ich glaube, mit am wichtigsten ist, dass man deutlich macht, warum man Zahnmedizin studieren möchte, dass man an dieser Uni studieren möchte und warum!!!! Aber man sollte auch wissen, was so "um einen herum" los ist und sich auch für das, was in der Welt passiert, interessieren! Vorbereiten kann man sich meiner Meinung nach nur begrenzt! Ich habe das Buch "Erfolg im Auswahlgespräch" gelesen und fand es auch hilfreich, da man schon auf einiges hingewiesen wird (Vorbereitung, mögliche Themen, Verhalten im Gespräch etc.) Ansonsten kann man sich über die Studieninhalte des Studienfaches, die Uni, Besonderheiten der Uni und zu aktuellen Themen (z.B. Politik --> Gesundheitsreform (darüber hatte ich mich auch informiert, wurde aber gar nicht danach gefragt) informieren, aber viel ist eben auch individuell und spontan!!! Außerdem hängt es auch ein bisschen davon ab, ob man z.B. schon ein Praktikum, eine Ausbildung, etc. ... vorweisen kann! Man bekommt ja Punkte..... z.B. für die Abi-Note, bestimmte außerschulische Qualifikationen usw. .... Naja.. aber das Gespräch im Nachhinein einzuschätzen, ist eben wie gesagt schwierig!!!! Ich habe heute meine Zusage im Briefkasten gehabt :)!!!! Auch das andere Mädchen wurde genommen!!! Allen, die noch für so ein Gespräch ausgewählt werden, drücke ich ganz fest die Daumen und wünsche euch viel Erfolg :)!!! Liebe Grüße!"
Am Donnerstag, 5. Juli 2007 (13:46:19 Uhr) MEST schrieb SaSa (eMail: sa.-kleine@web.de) , Teilnehmer in "Hannover" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin/ Datum des Gespräches: Anfang September 2006 / Okay, also, wir wurden ungefähr eine Woche oder zwei WOchen vorher zum Gespräch eingeladen. Es wurden ca 200 Leute eingeladen, zu mehreren Terminen. Von denen wurde die Hälfte später auch genommen. Ich war zu ca. 14Uhr eingeladen. Und war ungefähr eine Viertel Stunde nach dem Termin schon dran. Themen im Gespräch (es war ein Gespräch, kein reines Ausfragen) waren bei mir vor allem medizinisch-ethische. Also, meine Haltung zur Stammzellforschung, Meinungen zu Patientenverfügungen/ Umgang mit dem Tod. Ich denke, die Antwort an sich ist nicht das Entscheidende, sondern die Begründung, die man liefert. Also, ob pro oder contra war glaub ich eher egal, hauptsächlich ging es um die Meinung, die man damit vertritt und wie gut man das kann. Sie wollten wohl auch wissen, ob und wie man vor fremden Menschen redet und ob man zB auch Empathie besitzt. Achja, die Anwesenden waren eine klinische Ärztin und eine Ärztin aus der Lehre. In anderen Gesprächen ging es auch um die Meinung zum Gesundheitssystem und anderen medizinisch- relevanten aktuellen Themen. Die Atmosphäre war sehr entspannt, ich fühlte mich nicht unter Druck gesetzt. Und es ging ihnen vor allem darum, dass man sich selbst darstellt. Also, man muss also nicht im Anzug erscheinen und so tun, als hätte man schon jahrelang studiert. Ich bin zwar ordentlich gekleidet, aber nicht im schwarz-weißen Kostüm erschienen. Und auch die Ärztinnen hatten sich ganz normal gekleidet, allerdings mit Kittel. (Wir waren ja schließlich auf dem Klinikgelände.) Angst braucht man an der MHH vor den Gesprächen nicht haben. Klar, die Atmosphäre ist schon ungewohnt. Aber niemand will etwas Böses. :) Also, versuchts ruhig. Es ist echt total an der MHH. Und sie geben auch denen eine Chance, die nicht das 1,3 Abi haben. :) Vielleicht bis bald"
Am Mittwoch, 12. September 2007 (11:38:37 Uhr) MEST schrieb Julia Götze (eMail: julia-goetze@gmx.de) , Teilnehmer in "Dresden" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach:Humanmedizin/ Datum des Gespräches:11.September 2007 16.00 Uhr/ Ich hatte mein Gespräch am 11.September um 16 Uhr in Dresden. Ich war schon einige Tage vorher sehr nervös, da diese Uni mein Favorit ist. Vorbereitet habe ich mich, indem ich viele Berichte über Auswahlverfahren gelesen (Jetzt will ich euch mit meinem helfen!), Informationen zur TU Dresden und die Stadt gesucht, aktuelle Nachrichten verfolgt und auf mein Glück gehofft habe. Am besagten Tag war ich pünktlich im Studiendekant, wo man sofort von zwei netten Mädchen aufgenommen und zum Gesprächsort geführt wurde. Die Beiden haben uns nochmal Tipps gegeben, wie das Gespräch abläuft und was für Fragen kommen könnten. Dann habe ich ungefähr eine dreiviertel Stunde vor meinem Gesprächszimmer gewartet und wurde immer nervöser. Schließlich bin ich dann von einem sehr netten Arzt (Chef der Kardiologie) reingebeten wurden. Der andere Arzt hat mich auch gleich sehr freundlich begrüßt, er war Neurochirurg. Nach dem sich beide vorgestellt hatten, sollte ich mich vorstellen. Was ich dann gemacht habe. Habe dann auch gleich miterzählt, warum ich Medizin studieren will. So, danach kamen Fragen wie: Was sind ihre Hobbies?, Was lesen sie?, Haben sie Geschwister?, Spielen sie ein Instrument?, Wie gehen sie mit Streß um?, Wie reagieren sie auf den Tod?, Sind sie ein Führertyp? usw. Also überhaupt nicht Schlimmes und nichts Fachliches. Ich muss sagen, das ich mich mit den beiden Ärzten sehr nett unterhalten habe und mit einem positiven Gefühl aus dem Gespräch gegangen bin. Hab lustiger Weise zwischen den beiden Ärzten eine Diskussion entfacht, als es darum ging, wie das Auswahlverfahren überhaupt abläuft. Der eine dachte, das viel weniger letztendlich genommen werden usw. Jedenfalls saß ich dann da und habe die beiden beim Diskutieren beobachtet, war sehr lustig. Am Ende sollte ich noch eine Frage stellen und da habe ich nach ihrer Meinung zum DIPOL-Projekt gefragt und da gings los. Sie meinten, ich wäre auf zwei Kritiker gestoßen und dann haben sie sich erstmal ausgelassen. Sehr witzig. Ich habe sehr viel gelacht mit den beiden Herren. Im Großen und Ganzen war ich sehr zufireden mit meinem Gespräch und meine ganze Vorbereitung war eigentlich nicht nötig. Schließlich haben sie ja nur Dinge über meine Person gefragt, die man ja eigentlich beantworten können sollte. Nunja, ich hoffe, dass das alles positive Zeichen sind und ich in zwei Wochen meinen Bescheid in der Hand halte. :)"
Name: Becca , Fach: Humanmedizin, Ort: Göttingen, Datum: 29.02.2008/ 9 Uhr
Ca. 10 Minuten vor meinem Gespräch fand ich mich vor der in der Einladung angegebenen Örtlichkeit ein. Ein Arzt war schon da, hatte den Hörsaal vorbereitet und mich begrüßt und mich gefragt(außerhalb der Räumlichkeiten), ob ich schonmal hier gewesen wäre. Darauf antwortete ich, dass ich am Tag zuvor das erste Mal in Göttingen war, um mir anzuschauen, wo ich hinmüsste und mir ein kleines Bild vom Klinikum zu verschaffen. Wir einigten uns dann auf den 2. Gesprächspartner zu warten, den er anpiepste und der auch kurz darauf, ca 5 Minuten nach 9, der ursprünglich vereinbarten Zeit, eintrief. Auch er begrüßte mich kurz und die 2 verschwanden noch kurz zu zweit im Hörsaal, um sich abzusprechen. Aufgeregt wra ich, aber es hielt sich doch in Grenzen. Außer mir warteten noch 2 Mädels, von denen eine parallel in einem anderen Saal befragt wurde und die andere nach uns dran war.
Kurz nach 9 gings also los. Nochmal begrüßten wir uns, mir wurde ein Stuhl angeboten und etwas zu trinken, da ich gut gefrühstückt hatte, lehnte ich letzteres mit genannter Begründung ab. Mein Gegenüber waren 2 Herren, ganz nette, aufgeschlossene Ãrzte, die mich zuallererst beglückwünschten, unter 80 Interviewkandidaten zu sein, von denen ca 40 einen Platz erhalten würden. Sie erklärten mir, dass ich stolz auf mich sein köne deswegen. Außerdem nannten sie mir die Punkte des Bewerberbogens,nach denen alle bewertet werden und, dass sie es schön fanden, dass ich in allen Sparten was vorzuweisen hatte.
Erste Frage: wie Sind Sie zu dem Entschluss gekommen Medizin zu studieren. Ich fing an zu erzählen. Man hat mich bestimmt erstmal 5 Minuten reden lassen und dann fingen Sie an kleine Zwischenfragen zu stellen, die jeweils auf mein Gesagtes bezogen waren (individuell also). Dann kam die Frage warum Göttingen? (zum Bespiel im Vergleich zu Greifswald, wo ich ein Praktikum absolviert hatte). Daraufhin kam die Frage zum ärztlichen Beruf, wie ich sicher wäre, dass es das ist. In diesem Zusammenhang wurden die Themen Praktika und Assitentenausbildung angesprochen. Thema war auch die psychische wie auch physische Belastung im Arztberuf. Eine weitere Frage war,ob ich wüsste, in welche Richtung ich gehen würde. Das hab ich, wenn auch nicht 100%ig festgelegt, aber eine grobe Richtung jedenfalls. Können Sie Blut sehen, fragte man mich, was mich zum Lachen brachte un die Interviewer auch. Dann kam eine Frage zum Namenspatronen meiner Schule, zu der Seminarfacharbeit, die wir in der 11. schreiben mussten (nichts fachliches, nur grober Inhalt) . Dann wolten sie wissen, wie ich eine Urkunde für besonderes Engagement in einem Jugendblasorchester bekommen hab, ob ich lieber allein musizier oder in der Gruppe, ob ich nie an Jugend musiziert teilgenommen hätte, warum und welches Instrument ich spiele, was auf Zuspruch traf, da einer der Prüfer selbiges spielt. (die Reihenfolge der Fragen entspricht nicht der tatsächlichen, nach und nach fällt mir hier und da was ein). Fragen kamen zum Auslandsaufenthalt, warum 2 Jahre? was mach ich, wenn ich den Platz erhalte, was, wenn nicht? welches LKs und warum?
Ich glaub das wars. Ich konnte am Ende noch Fragen stellen bzw noch was sagen, was ich dächte, wäre wichtig, dass sie das über mich wissen.
Ich hätte mich noch Stunden mit denen unterhalten können.
Es war ein sehr lockeres Gespräch, man hat das Gefühl, die wissen genau, dass man den Platz will und wirken sehr verständnisvoll.
In Vorbereitung hab ich mich mit einigen medizinspezifischen Themen wie Stammzellforschung auseinandergesetzt, die aber nicht angesprochen wurden. Habe außerdem das Buch Erfolg im Auswahlgespräch gelesen und mir die Protokolle hier genauer angeschaut.
Obs was geworden is, werd ich in 4 Wochen wissen.
Allen Kandidaten wünsche ich viel Erfolg!
Am Montag, 4. August 2008 ( 0:53:09 Uhr) MEST schrieb samu (eMail: ) , Teilnehmer in "Keine Stadt angegeben" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: ESB, deutsch-englischer Zweig / Datum des Gespräches: 08.07.2008 / So, nachdem ich auf der Suche nach Tipps für ein BWL-Auswahlgespräch auf diese Seite gestoßen bin, und feststellen musste, dass hier ja (fast) ausnahmslos nur Bewerbergespräche für (Zahn)medizinische Studiengänge geschildert werden, dachte ich, dass ich meine Erfahrungen zu einem BWL-Aufnahmegespräch doch auch einmal beisteuere. Ich hatte mich für den ESB-Studiengang Deutsch-Englisch an der FH Reutlingen beworben und wurde dort dann auch zu einem Auswahlverfahren (bestehend aus schriftlichem Test, psychologischem Profil, mündlichem Sprachtest und eben einem Auswahlgespräch) am 08.07. eingeladen. Wie die meisten Bewerber hatte ich mich recht schick angezogen, mit anständigen Schuhen, einer feinen Jeans, einem weißen T-Shirt und darüber eine Anzugjacke. Es gab aber auch Leute, die komplett im Anzug gekommen sind. Die Aufnahmegespräche wurden immer von zwei Personen durchgeführt, wobei einer Professor an der ESB war und der andere aus der Wirtschaft. Ich hatte das Glück, zwei sehr freundliche "Gesprächspartner" erwischt zu haben. Da ich einen Schnitt von 1,0 hatte, wurde ich mit dem Kommentar begrüßt, "da haben Sie ja einen Homerun hingelegt". Danach sollte ich dann darlegen, was denn ein Homerun eigentlich sei. Nachdem ich diesen Begriff erfolgreich erklärt hatte, wandte sich das Gespräch wirtschaftspolitischen Themen zu. Ich sollte dazu Stellung beziehen, was passieren würde, wenn die Linke an die Macht käme. Da habe ich dann erst mal geschildert, dass, wenn sie den Spitzensteuersatz und die Unternehmenssteuer deutlich anheben würden (so wie sie es ja wollen) Führungskräfte und Unternehmen ins Ausland abwandern würden. Gleichzeitig würde durch stark erhöhte Sozialausgaben die Bereitschaft der Menschen, sich Arbeit zu suchen, sinken und die Bundesrepublik würde so langfristig gesehen nicht mehr wettbewerbsfähig sein und es würden nur noch mehr Menschen in die Armut abgleiten. So deutlich habe ich das erst gemacht, nachdem klar wurde, dass meine beiden Gesprächspartner der Linken nicht grade positiv gegenüberstanden, und sie haben dann meinen Schilderungen auch zugestimmt. Danach wurde ich gefragt, welche Institution denn in der Bundesrepublik dafür zuständig sei, dass keine zu starken Monopole aufkämen. Leider ist mir der Begriff "Kartellamt" da nicht in den Sinn gekommen... Danach sollte ich erklären, warum der letzte Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst (spezifisch Müllmänner) deutlich über dem lag, der für Metallarbeiter in der Industrie erzielt wurde, und dann wurde noch darüber diskutiert, warum das Kartellamt eigentlich nur die Unternehmen, nicht aber die Gewerkschaften, die ja auch eine Monopolstellung haben, kontrolliere. Dann hat einer der Interviewer gesehen, dass in in Afrika geboren bin, und mich zu der Situation am afrikanischen Kontinent befragt und darüber, warum es dem denn insgesamt noch so schlecht ginge. Zum Schluss wandte sich das Gespräch dann noch den Wahlen in Zimbabwe zu. Da habe ich dann auch ganz klar gesagt, wie sehr mich das diplomatische Gehabe teilweise anwidert. Da werden Menschen getötet und die ganze Bevölkerung terrorisiert, um sie daran zu hindern, eine andere Partei als die von Mugabe zu wählen, und die Politik sagt, sie fände es nicht gut. Ich glaube, das hat den Interviewern gefallen, dass ich da meine Meinung so klar gesagt habe, sie meinten in jedem Fall, sie könnten es gut verstehen. Naja, auf jeden Fall habe ich mittlerweile meinen Zulassungsbescheid bekommen, und freue mich schon sehr darauf, mein Studium in Lancaster in England diesen September zu beginnen. Ich möchte noch darauf hinweisen, dass aber jedes Auswahlgespräch komplett anders verläuft. Also eine Freundin von mir wurde zum Beispiel im Gespräch gebeten, doch mal bitte die Olympischen Spiele 2012 in Stuttgart zu organisieren, andere wurden anscheinend gefragt, was sie machen würden, wenn auf einmal alle Fensterscheiben auf der Welt schwarz werden würden. Wieder andere mussten Matheaufgaben im Gespräch lösen, dann gab es auch eine, die sich glaube ich für den deutsch-irischen Studiengang beworben hatte und dann die Hauptstadt von Paraguay nennen sollte sowie deren wichtigste Exportprodukte. Es gab schon einige, die nach dem Gespräch ziemlich fertig waren, aber ich glaube nicht, dass die wirklich von einem erwarten, dass man das alles weiß. Es geht viel mehr darum, herauszufinden wie man unter Stress reagiert, und ob jemand eloquent ist und so weiter. Ich habe auch während des ganzen Gesprächs darauf geachtet, gerade zu sitzen und beide Interviewer beim Reden immer wieder anzuschauen. Das ist glaube ich auch ganz wichtig. Naja, ich hoffe mal, dass das einigen etwas hilft. Letztendlich lässt sich natürlich nie vorhersagen, wie so ein Gespräch abläuft, aber ich glaube, dass der erste Eindruck schon ganz wichtig ist. Ich wünsche allen auf jeden Fall viel Erfolg!!!"
Am Donnerstag, 14. August 2008 (20:44:33 Uhr) MEST schrieb Miri (eMail: ) , Teilnehmer in "Dresden" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin / Datum des Gespräches: September /2007 Mein Auswahlgespräch in Dresden fande ich wirklich sehr gut. Alles war super organisiert, man ging zu einem zentralen Treffpunkt und wurde dann zu seinem Raum gebracht. Die "Jury" machte mit mir ein nettes Gespräch, in welches sie die Fragen "einbauten". Sie wirkte sehr interessiert und sympathisch. Fragen, die an mich gerichtet wurden: Warum möchte ich Medizin studieren? Warum gerade in Dresden? Warum habe ich mich nicht an anderen Uni's mit Reformstundenplan beworben? Welche Eigenschaften benötigt ein Arzt? Welche guten bzw. schlechten Eigenschaften habe ich? Habe ich mir schon Gedanken über meine Fachrichtung gemacht und ob ich mal in einer Praxis arbeiten möchte? Wo war ich zuletzt im Urlaub und was gab es dort zu sehen? Welche Perspektiven habe ich, wenn es nicht klappt? Wie habe ich die Zeit bis jetzt verbracht (FSJ, Praktikum, Lehre,...)? Trotz meines nicht ganz so berauschenden Durchschnitts von 1,8 hat es bei mir geklappt (JUHU!!!) und bisher konnte ich das Studium auch gut meistern. Also viel Erfolg und habt nicht zu große Angst vor dem Gespräch, aber ein bisschen Nervosität schadet auch nicht ;-))!! P.S.: Denkt daran euch ein bisschen ordentlich anzuziehen. Man muss es nicht übertreiben, aber auch der erste eindruck zählt!"
Am Samstag, 6. September 2008 (17:38:01 Uhr) MEST schrieb TS (eMail: @) , Teilnehmer in "Essen" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Medizin / Datum des Gespräches: / Mein Auswahlgespräch fand an der Uni Essen-Duisburg statt. Nachdem ich bei auswahlgespräche.de einige erschreckende Berichte gelesen hatte, hab ich mich dann doch etwas auf das Auswahlgespräch in Bezug auf Gesundheitspolitik vorbereitet. Das war auch ganz gut so. Im Allgemeinen kann man sagen, dass ich wahrscheinlich Glück mit meinem Prüfungsteam hatte: Der Professor war sympathisch und hat zwischendurch ab und zu auch mal gelacht und einen Witz gemacht. Das hat die Stimmung aufgelockert und dem Gespräch die Angespanntheit genommen. Die zweite Professorin hatte einen leichten Akkzent und deswegen kamen ihren Fragen nicht prüfend herüber… Jedenfalls hatten weder die Fragen noch die Prüfungssituation Ähnlichkeit mit den Berichten, die ich gelesen hatte (um ein paar Leuten hier mal die Angst zu nehmen!) Die Fragen, die mir gestellt worden sind, waren: Warum wollen Sie Medizin studieren? Warum in Duisburg-Essen? Wie ist Medizinstudium genau aufgebaut? Welche Fächer werden im Physikum abgeprüft (und sie wollten fast alle Fächer wissen!) Was haben Sie bei ihrem Praktikum in der Pädiatrie genau ausgeführt? Was finden Sie am Beruf des Mediziners interessant? Welche Spezialisierung wollen Sie einschlagen? In welchen Bereichen können Mediziner noch arbeiten (außer Klinik und Praxis)? Über was sprechen Sie mit ihren Freunden? Smalltalk? Diskutieren Sie über Politik? Was sehen Sie für Probleme in der deutschen Gesundheitspolitik der letzten zwei Jahre? Wie könnte man die Situation der Ärzte in Bezug auf die übermäßige Bürokratie verbessern? Erzählen Sie uns kurz was ihre Facharbeit beinhaltete (medizinisches Thema)? Was qualifiziert ausgerechnet Sie – mehr als alle anderen Bewerber – einen Medizinstudienplatz zu erhalten? Die letzte Frage war auch die Abschlussfrage, mit denen Sie das Bewerbungsgespräch beendet haben. Ich habe im Verlauf des Gespräches zwei Mal sagen müssen, dass ich es nicht wüsste. Allerdings haben die beiden Professoren mir dann Tipps gegeben, sodass ich auf die richtige Antwort alleine gekommen bin. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mir dies negativ angerechnet wurde oder dass Sie Fragen gestellt haben, um mich zu verunsichern. Bezüglich der Kleidung haben sowohl mein Freund, als auch ich uns völlig normal gekleidet: Jeans, Halbschuhe und T-Shirt/ Hemd. Als Frau sollte man vielleicht noch darauf achten einen nicht zu weit ausgeschnittenes Dekolte zu zeigen. Das kann einem schnell negativ angerechnet werden. Ich kann Euch nur empfehlen ganz natürlich aufzutreten und vor allem ehrlich zu sein! Damit kommt man am Weitesten! Dinge, die eventuell nicht positiv angerechnet werden könnten, sollte man vielleicht nicht erwähnen. Aber wenn man konkret danach gefragt wird, würde ich auf jeden Fall die Wahrheit sagen! Ehrlichkeit und Natürlichkeit kommen meiner Meinung nach am Besten an. Ich weiß noch nicht, ob ich den Studienplatz bekommen habe, aber ich habe ein gutes Gefühl. Ich wünsche Euch allen viel Erfolg und ruhige Nerven!! :) "
Am Mittwoch, 26. August 2009 (19:24:11 Uhr) schrieb Nina (eMail: nm-nyx@web.de)
, Teilnehmer in "Essen" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: / Medizin
Datum des Gespräches: /26.08.09
tja also mein auswahlgespräch fand heute in essen statt, im uni klinikum, und als ich endlich den richtigen raum und die richtige professorin gefunden hatte (es hat so seine zeit gedauert) wurde ich sehr freundlich begrüßt und konnte mich in ruhe vorstellen. die erste frage war warum ich medizin studieren möchte und warum ich glaube dass es das richtige für mcih ist. dann haben sihc im laufe meiner antwort neue fragen ergeben, zum beispiel wie ich mich innerhlab der schule und auch außerhalb auf mein studium vorbereitet hätte und wie ich mir die zukunft der medizin vorstellen würde ( ich hab da den demographischen wandel in deutschland eingebracht und denke dass das der komission ziemlich gut gefallen hat) und ob ich mir schon gedanken gemacht habe in welchem bereich ich nach meinen studium arbeiten möchte, zb praxis, klinik oder in der forschung und warum cih mich so entschieden habe, was die unterscheide zwischen einem städtischen udn einem uni klinikum wäre und ob ihc blut sehen kann wurde ich auch gefragt. obwohl ich während des gesprächs fast durchgehen mit fragen bommbardiert wurde hatte ich nie das gefühl regelrecht verhört zu werden, beide professoren haben die situationen mit eigenen erfahrungen und kleinen witzen aufgelockert und alles inallem war es nihct unangenehm. dann konnte ich noch zu einem gesundheitspolitischen thema meiner wahl (schweine grippe und kürzungen im gesundheitssystem) äußern und wie ich mir den studienverlauf vorstellen würde. die letzte frage war dann was ein nephrologe sei ( einer der professoren sagte er sei einer und wüprde diese frage ganz gerne am ende immer stellen obwohl noch nie jemand die antwort sagen konnte-sie ist nieren und harnspzezialist) und dann wurde ihc auch schon nach ziemlich genau einer halben stunde sehr herzlich entlassen. zum schluss möchte ich noch einmal allen die angst vor diesem gespräch nehmen, wenn man sich im voraus ein wenig gedanken über wahrscheinliche fragen macht und angemessen dort auftritt ist es wirklich ganz locker, auch wenn es wahrscheinlich schoin ein wenig von der komission abhängt. ich wünsche allen viel erfolg, drückt mir die daumen ;-)"
Am Samstag, 12. September 2009 (17:32:32 Uhr) schrieb Lillan (eMail: @)
, Teilnehmer in "Greifswald" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Zahnmedizin /
Datum des Gespräches: 1. September 2009 /
Am 21.8. flatterte bei mir die Einladung zum Auswahlgespräch ein. Mitbringen sollte ich ein kurzes Motivationsschreiben, einen Lebenslauf mit Lichtbild und eine Erklärung, dass ich nicht mit irgendnem Prof an der Uni verwand, verschwägert oder bekannt sei. Die zwei letzteren Sachen wurden als Vordrucke schon mitgeschickt. Das Motivationsschreiben habe ich, nach einiger Recherche, dann ähnlich einem Bewerbungsschreiben verfasst. Da eine Freundin zufälligerweise auch in Greifswald Zahnmedizin studiert und sie dieses ganze Prozedere schon durchlaufen hat, konnte sie mir einige Tips geben, was für Fragen gestellt werden könnten.
Der große Tag kam also, ich fühlte mich recht gut vorbereitet, hatte grundlegene Kenntnisse aus der Physik, Chemie und Biologie wieder aufgefrischt (um Gottes Willen nicht alles wieder explizit lernen, man sollte nur ne gewisse Allgemeinbildung vorweisen können) und so kam ich da um 8:15 mit etwa 15 anderen Leuten an. Man musste sich ausweisen, seine Mappe abgeben und dann wurde nach Alphabet nacheinander aufgerufen. Ein Gespräch dauerte immer zwischen 20 und 30 Minuten und ich kam natürlich ales allerletzte drann....gegen 12:30 :-)
Nun gut, genug Zeit noch nen Käffchen trinken zu gehen und die anderen ordentlich auszuquetschen. Natürlich wurde mir etwas mulmig als manche berichteten (also eigentlich waren alle ziemlich verhalten, wollten wohl die Chancen von uns Wartenden nich verbessern.....)na jedenfalls berichteten manche von Fragen nach dem Aufbau der Zelle, Unterschieden zwischen einzelner Zellen, alkoholische Gärung, Physik & Mathe-Fragen, Lateinvokabeln usw. Durch die Bank weg hatten aber alle ein SUPER-Gefühl!!!
Als ich dann endlich hereingebeten wurde, saßen die netten beiden Herren (beides recht hohe Tiere im Fachbereich, der eine Chef der MKG-Klinik und ehemaliger Rektor, der andere Chef der KFO) einer links von mir und einer rechts und begrüßten mich. Es gab eine Schüssel mit Keksen oder sowas, welche ich natürlich nich anrührte vor Aufregung.
Sie fingen damit an, mir zu erklären, dass sie mit mir Punkte sammeln wollen (hatte ich schon in der Satzung gelesen man kann 0-90 Pkte erreichen) und dass ich bitte diese 0-8-15-Fragen: "Warum Zahnmedizin, warum Greifswald und warum ausgerechnet ich" beanworten solle. Auf diese Fragen bereitet man sich ja alleine durch das Motivationsschreinen ausreichen vor, daher war diese erste Hürde kein Problem. Da die Profs. auf beiden Seiten von mir saßen bemühte ich mich immer auch den, der keine Fragen gestellt hatte, mit einzubeziehen (ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die mit Absicht so saßen...naja hab dann eben den Schwenkkopf gemacht)
So, dann kamen die anspruchsvolleren Fragen nach der physikalischen Formel von Kraft (hatte ich vorher nachgeschlagen, wurde meine Freundin 3 Jahre vorher nämlich auch schon gefragt ;)dann nach der Trägheitskraft. Ich hatte keinen Schimmer, hab ihnen auch ganz ehrlich gesagt, dass ich das nichmehr so genau im Kopf hätte. Sie meinten ich solle mal überlegen. Ich hab mir dann was aus den Fingern gesaugt, was, was ich im nachhinein herausfand, garnich völlig daneben war :D
Naja aber es ging dann gleich weiter mit Bio über den Aufbau der Zelle. Das ging ja noch, doch als ich dann eine Hautzelle mit einer Knorpelzelle vergleichen sollte, war ich total überfragt. Eine Hautzelle konnte ich ja noch erklären, aber zu Knorpel gabs nur ein riesen Fragezeichen. Na der eine Prof. erklärte mir das dann, als ich mit meinen Spekulationen zu denen sie mich ja aufgefordert hatten, in die völlig falsche Richtung marschierte. Bei der Frage nach Fettzellen, ihren Aufgaben und ob sie extra- oder intrazellulär spreichern, wusste ich dann auch wieder Bescheid.
Naja nun gings aber gleich weiter mit dem deutschen Gesundheitswesen. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt war gefragt (wusste ich und sie sagten, mit meiner Ulla wäre ich unter den lucky 30%, wissen wohl nich so viele) und in welchen Ländern am Wochenende Landtagswahlen waren (Sachsen und Thüringen hatte ich ja noch im Kopf, versuchte mich mit einer Anekdote über die SPD zu retten und sie halfen mir dann mit dem Saarland auf die Sprünge - na das kleinste Bundesland)
So dann fragten sie noch, ob ich irgendwas ganz Wichtiges loswerden wolle und ich zeigte ihnen ein paar zahntechnische Arbeiten, die ich in einem Praktikum, dass ich derzeit mache, fabriziert hab. Auch bei der Frage, wo ich mich in 10 Jahren sehe, hab ich ganz unverblümt gesagt, dass mich viele Gebiete der Zahnmedizin faszinieren, man aber sehen müsse wo es einen hinverschlägt, da für mich als Frau ja auch irgendwann der Kinderwunsch anstünde. Dann fragten sie mich noch nach einem Buch was mich sehr bewegt hätte (habe vor kurzem den Medicus gelesen und hab dann ein bisschen über die Stellen berichtet, die ich besonders gut fand - heimliche verbotene Sektion von Leichen aus Wissensdurst usw). Bei der Frage nach einem guten Film, war ich erst überfragt. Hatte vorher hier gelesen, dass man nach Büchern gefragt werden könne aber nach Filmen?!?!? Na habe dann von Apocalypto erzählt, der mich 2 Tage vorher im Fernseher positiv überrascht hatte :)(Ausserdem is der über Inka oder Maya und alles nur mit Untertiteln, das kommt gebildeter rüber als American Pie)
Sie nickten oft beifällig und lobten mich, dass ich mich ganz wacker geschlagen hätte. Und zur Krönung meinte der MKG-Chef auch noch, dass se sich bei mir ganz sicher sind, dass ich in ein paar Jahren Zahnärztin sein werde. Da hab ich mich natürlich gefreut wie ein Honigkuchenpferd. Nach ein paar organisatorischen Dingen, wann ich Bescheid kriege, dass auch bei einer Ablehnung noch Chancen im Nachrückverfahren bestünden usw. wurde ich dann mit freundlichem Händedruck entlassen.
Ich wünsche euch viel Glück und die beißen euch schon nich den Kopf ab!
Ich bekomme am Montag Bescheid und kann es kaum noch abwarten :)"
Am Freitag, 18. September 2009 (12:30:39 Uhr) schrieb juwolke (eMail: @juliawilke90@googlemail.com)
, Teilnehmer in "Rostock" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin /
Datum des Gespr�ches: 8. September 2009
Die Uni Rostock hatte in diesem Jahr, also 2009, ca. 135 Bewerber eingeladen. Nur 45 davon sollten einen Studienplatz bekommen. Diese Gespräche fanden dann an 2 verschiedenen Tagen statt. Zu Beginn musste man sich erst einmal sozusagen registrieren, d.h. Einladung und Personalausweis vorzeigen. Dann hat man einen Zettel gezogen, auf dem dann die Gruppe, also bei welchen 2 Professoren und einem/r Student/in man das Gespräch hat, und die Zeit drauf stand. Danach wurden wir alle in einen Hörsaal geführt und uns wurden dort noch einmal ein paar allgemeingültige Sachen zur Vergabe gesagt sowie dort auch der Dekan der medizinischen Fakultät uns noch einmal Mut gemacht hat, dass wir dieses Gespräch als Chance nutzen sollen. Letztendlich kamen dann auch alle Professoren rein, der Dekan hat sie vorgestellt und dann sind wir mit „unseren“ Professoren zu dem Ort des Gesprächs, d.h. zu einem der Büros der Professoren, gegangen. Und dann gingen die Gespräche los. Wer noch länger zu warten hatte, durfte noch einmal gehen und etwas anderes machen. Man musste nur wieder pünktlich zu seinem Termin da sein.
Ich glaube, es gab keinen, der zu diesem Zeitpunkt nicht nervös war. Ich habe dann mit ein paar anderen Bewerbern aus meiner Gruppe geredet, solange ich warten musste. Einige hatten sich etwas auf dieses Gespräch vorbereitet, andere aber wiederum nicht. Ich selber hatte mich auf dies Gespräch vorbereitet, z.B. auf Themen wie Sterbehilfe, Gesundheitspolitik, Organspenderegelungen oder auch das Herz-Kreislaufsystem. Zusätzlich habe ich mir noch einmal verschiedene Krankheiten, die ich in der Schule kennen gelernt habe, und auch meinen Bio-Hefter angeschaut.
Irgendwann war dann auch ich dran (ich war die letzte!) und wurde dann freundlich in das Büro gebeten.
An meinem Auswahlgespräch waren ein Professoren für Anatomie und ein Herzchirurg sowie eine Studentin (stand kurz vor ihrem Hammerexamen) beteiligt. Zunächst einmal wurde ich freundlich begrüßt und mir wurde etwas zum Trinken angeboten. Dann sollte ich einfach mal etwas über mich und meinen Lebenslauf erzählen. Während des Erzählens wurden mir dann immer verschiedene Zwischenfragen gestellt, z.B. warum etwas so und so war. Diese Zwischenfragen waren ein wenig nervig, weil sie einem aus dem Konzept gebracht haben. Aber wenn man dadurch nicht alles aus seinem mitgebrachten Lebenslauf erzählt hat, hat das die Professoren nicht sehr gestört. Sie haben dann einfach am Ende noch mal nachgefragt. Ich habe dann auch etwas von meinem Pflegepraktikum erzählt und dabei verschiedene Fachbegriffe benutzt. Daraufhin hat mich dann auch der eine Professor (Herzchirurg) gefragt, was dieser Fachbegriff denn bedeutet, aber sonst wurde noch kein spezifisches Wissen abgefragt.
Als ich dann mit meinem Lebenslauf fertig war haben sie mich halt noch so Fragen gestellt, wie: Warum Medizin? Warum gerade in Rostock? Wie stellen sie sich ihr Leben nach dem Studium vor? Welche guten und schlechten Eigenschaften haben sie? Wie wollen Sie die große Belastung, die durch ein Medizinstudium auf sie zukommt, bewältigen? Wie ist das Medizinstudium aufgebaut? Sie waren bei der Frage ganz begeistert als ich ihnen dann sämtliche Fächer der Vorklinik aufzählen konnte.
Und dann war das Gespräch eigentlich schon fast rum. Ich wurde dann noch gefragt, ob ich Fragen hätte und da habe ich einfach mal spontan gefragt, warum sie Medizin studiert haben.
Zum Abschluss hat man mir dann noch gesagt, dass sie bei mir ein ganz gutes Gefühl haben.
Bis jetzt kann ich euch leider noch nicht sagen, ob das Gespräch erfolgreich war, weil erst in einer Woche die Zusagen rausgeschickt werden.
Aber ich drücke euch auf jeden Fall die Daumen, dass ihr genauso nette Professoren beim Gespräch habt wie ich und dass ihr natürlich einen der begehrten Studienplätze erhaltet.
/"
Am Dienstag, 3. August 2010 (11:35:06 Uhr) schrieb Anna Warncke (eMail: @)
, Teilnehmer in "Göttingen" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin /
Datum des Gespräches: 01.09.09 /
Vorweg Infos zu meiner Person:
Abischnitt: 2,6
2005-2008 Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin
seit 01.08.2008 berufstätig als Gesundheits- und Krankenpflegerin auf einer operativen Intensivstation
In Göttingen ist es Usus, die Bewerber ein Motivationsschreiben verfassen zu lassen (Download auf der Homepage), dass zum WS bis zum 15.07. abgesendet werden muss. Danach werden alle Infos ausgewertet und es wird entschieden, wer zum Gespräch eingeladen wird.
Meine Einladung erhielt ich kurz vor der ZVS-Absage Mitte Auggust und meldete mich verbindlich an.
Am Gesprächstag fand ich mich sehr rechtzeitig vor den Gesprächsräumen ein, um vielleicht noch ein paar Informationen aus Leidensgenoosen herauszubekommen.
Schließlich würde ich hineingebeten:
Meine Gegenüber waren zwei ältere Profs, die nach kurzem Höflichkeitsgeplänkel gleich auf den Punkt kamen:
„Mal angenommen, Sie hätten die Position und die Möglichkeiten einer Ulla Schmidt – was würden Sie tun, um das Gesundheitssystem zu verbessern?“ (- Oh Gott. Politik. G e n a u mein Ding...! *würg*)
Ich hab mich auf eine Reportage vom Vortag bezogen (Intuition - hatte der eine Prof auch gesehen, kam ganz gut an, denke ich), dann irgendwie ‘rumgeiert - und die Sache schließlich mit „Tut mir leid, ich weiß es nicht.“ abgeschlossen (nur bisschen hübscher formuliert).
Leider ging’s noch weiter mit Gesundheitspolitik, ob das Problem denn eher strukturell oder finanziell sei, und was ich im Klinikalltag erlebt hätte, ob z.B. Hysterektomien, Tonsillektomien, Arthroskopien in mehr als nur den notwendigen Fällen vorgenommen würden, um das Geld in der Kasse klingeln zu lassen. Ob private Krankenkassen abgeschafft werden sollten, was IGeL ist (ganz viele große Ääääh’s im Gesicht…), ob ich mich gegen die Schweinegrippe impfen lassen werde… aber dann haben wir uns zum Glück anderen Themen zugewandt: Interessenkonflikte zwischen Ärzten und Pflegepersonal bei uns (wozu mir nicht furchtbar viel eingefallen ist – gutes Zeichen für das Ärzte-Schwestern-Verhältnis bei uns, würde ich mal sagen) und, und, und.
Das einzige Mal, dass ich bei den beiden so was wie eine positive Reaktion erkennen konnte, war als ich ein bisschen von meinen Hobbys (Bratsche, Geige, Volleyball) plauderte.
Ende September kam die Nachricht, dass es bei mir nicht gereicht hatte.
Tja. Die Politik & ich...
"
Am Sonntag, 19. September 2010 (18:40:50 Uhr) schrieb sas89 (eMail: @sascha89diehl@googlemail.con)
, Teilnehmer in "Greifswald" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: / Humanmedizin
Datum des Gespräches: /10.09.2010
ich hatte mein gespräch in greifswald. insgesamt wurden wohl so um die 270 bewerber eingeladen und sie haben ein drittel genommen. greifswald achtet besonders auf berufserfahrung und auf leistungskurse in der oberstufe. ihr müsst einen bestimmten punktwert erreichen, um zu einem begehrten auswahlgespräch eingeladen zu werden. diesen könnt ihr im internet errechnen.
das gespräch an sich, sollte man nicht als prüfungssituation sehen, sondern als chance auf einen der begehrtesten studienplätze in deutschland. wenn ihr eine einladung in der hand haltet, habt ihr von vornherein eine realistische chance von 33% den platz zu bekommen.
ich wurde, wie alle anderen auch, zu 12 uhr nach greifswald gebeten und dort wurden wir erstmal empfangen. die gespräche laufen eine ganze woche lang. wir waren alle sehr aufgeregt, trotzdem aber richtig nett zueinander. vergleicht euch bloß nicht miteinander, das hat keinen sinn :)
wir alle wurden auf 5 kommissionen aufgeteilt und haben dann eine uhrzeit genannt bekommen, wann wir wieder zum gespräch erscheinen sollten. ich musste fast 4h warten und hab mit die zeit in der stadt vertrieben.
dann gings auch schon los: meine beide professoren waren wirklich nett und haben es mir nicht unnötig schwer gemacht. ich habe mich sehr gut vorbereitet und das solltet ihr auch tun. das gibt sicherheit!
die erste frage war, warum ich medizin studieren möchte und warum in greifswald. ich wurde nach meinen stärken und schwächen gefragt, nach der gesundheitspolitik und sie stellten spezifische fragen zu meinem lebenslauf. ihr solltet euch auch viel mühe beim schreiben eures motivationsschreiben geben. sie versuchten mich teilweise aus dem konzept zu bringen, aber man muss ruhig bleiben und den blickkontakt halten und trotzdem lächeln. es wurde kein fachwissen abgefragt. man möchte euch ja auch nichts böses, sondern möchte testen, wie motiviert ihr seid und ob ihr für dieses studium geeignet seid. desweiteren wurde ich gefragt, was ich mache, wenn es hier nicht klappt und ob ich mir vorstellen kann in die forschung zu gehen. zum schluss durfte ich noch eine frage stellen. ihr solltet immer ehrlich antworten und euch auf keinen fall verstellen. das klappt nicht!
bereitet euch einfach gut vor. macht praktika, füllt den lebenslauf ausführlich aus, gebt euch beim motivationsschreiben (per hand) mühe, zieht euch einigermaßen vernünftig an, übt das gespräch mit freunden oder familie, legt euch antworten zurecht und seid einfach interessiert. wenn ihr wirklich und ehrlich medizin studieren wollt, dann merken das die professoren auch. keiner will euch was böses.
ich hab den studienplatz bekommen und hab dafür wirklich hart gekämpft. in ein paar wochen geht es los und ich kann es kaum erwarten!
also ich wünsche euch viel glück, wenn ihr in einer ähnlichen situation seid, wie ich es vor ein paar tagen noch war. eine sehr aufregende zeit. vorbereitung ist alles^^"
Am Donnerstag, 28. Oktober 2010 (23:33:40 Uhr) schrieb Julió (eMail: @)
, Teilnehmer in "Rostock" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin /
Datum des Gespräches: 08.09.2010 /
Hallo!
Ihr werdet das jetzt hier sicherlich mit großer aufmerksamkeit, etwas furcht dem gespräch gegenüber und dem nötigen mut, es endlich anzupacken, lesen. eines vorab:freut euch und feiert erstmal, dass ihr die einladung zum gespäch bekommen habt, es liegt wirklich nur noch in eurer hand!(auch wenn ich das erst nicht glauben wollte=))
wichtig ist nur eines: die vorbereitung, aber denkt stets daran, es ist keine prüfung.
themen, die ihr euch gründlich überlegen solltet: MOTIVATION! für medizin allgemein, für den jeweiligen studienort,wie das studium aufgebaut ist,was für eine richtung ihr toll findet und warum, was ihr für hobbys habt und was genau ihr da macht,etwas über die uni,die belastung während des studiums,was die forschung eigentlich ist,gesundheitspolitik und das wars.
aber lernt das keinesfalls, sondern übt lieber sprechen vor einem spiegel und das laut und deutlich.
immer ein lächeln parat haben und nicht abgehackt sprechen und grummeln. seht den dingen positiv entgegen und seid nicht so verkrampft, schließlich will keiner später mal so einen arzt vor sich stehen haben, der mies drauf ist und stottert und so weiter...
mein gespräch war ziemlich sachlich, es ging um die oben genannten punkte, 20 minuten genau hat es gedauert...danch musste ich noch zweieinhalb wochen im unwissenden warten und siehe da, ich habe den gottverdammten platz bekommen =)
nein ganz ehrlich, alle waren super nett und keiner will euch was böses, schließlich haben sie euch ja eingeladen. also zieht was ordentliches an, verhaltet euch nicht wie eine graue maus, packt die gelegenheit beim schopf und holt euch einen der wohl begehrtesten studienplätze...
VIEL ERFOLG!"
Am Dienstag, 13. September 2011 (14:28:59 Uhr) schrieb Marla (eMail: marlaeph@gmx.de)
, Teilnehmer in "Essen" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: / Humanmedizin
Datum des Gespräches: /8.09.2011
Die Vorbereitung: Ich persönlich habe mich sehr ausführlich auf mein Auswahlgespräch vorbereitet. Dabei haben mir sehr diese Protokolle hier geholfen (weshalb ich jetzt selbst eins ausfülle^^), Gespräche mit Ärtzen und Studenten, ein Praktikum im Krankenhaus und das Internet (Infos über die Uni, medizinische Themen, ect). Ich habe die sechs von der Uni gestellten Fragen im Vorhinein zu Hause ausführlich beantwortet und auch aufgeschrieben. Insgesammt habe ich mich ca. zehn Tage lang vorbereitet. Gekleidet habe ich mich wie für ein Bewerbungsgespräch (schicke Hose/Rock und eine Bluse), allerdings gab es auch welche, die in Jeans und Bluse bzw. Hemd dort waren, was auch ausreichend gewesen wäre.
Das Gespräch: Im Gespräch wurde absolut keine "gemeinen" Fragen gestellt. Im Großen und Ganzen wurden die 6 Fragen aus der Satzung gestellt. Zu der 5. Frage nach der Gesundheitspolitik konnte man ziemlich frei antworten, was mich gewundert hat. Der Professor hat mich in etwa gefragt, was ich denn so über die Gesundheitspolitik der letzten Monate und Wochen wüsste. Ich habe bei meiner Antwort das Stichwort "Stammzellen" erwähnt und durfte darüber noch etwas sagen. Zwei Fragen, die noch zusätzlich gestellt worden sind, waren: Warum hast du dich bei der Uni Duisburg-Essen beworben? und Warum sollten wir gerade dich auswählen? Diese Fragen habe ich allerdings auch erwartet, da sie ja relativ typische Bewerbungsgesprächfragen sind. Trotzdem empfand ich die Atmosphäre nicht als besonders locker und oder gar freundschaftlich. Ich war nicht nervös, aber leicht angespannt.
Auch bei einer Freundin, die dieses Gespräch vor mir hatte, wurden keine Fachfragen o.Ä. gestellt. Im Großen und Ganzen wurden die Fragen aus der Satzung gestellt. Was sie gewundert hat, war, dass man gefragt hat, was denn schlecht am Beruf des Arztes sein könnte.
Mein Fazit: Aus meiner Sicht war das Auswahlgespräch an der Uni Duisburg-Essen sehr fair und man konnte sich gut darauf vorbereiten. Die Professoren wollen "einem nichts Böses", sondern den potenziellen, neuen Studenten kennen lernen und ein bisschen auf Herz und Nieren prüfen :)
Mein Tipp: Pünktlich sein, immer freundlich bleiben, lächeln nicht vergessen, aber auch nicht schleimen oder flunkern und bei seiner Überzeugung Medizin studieren zu wollen bleiben.
Toi, toi, toi! "
Am Dienstag, 13. September 2011 (22:39:06 Uhr) schrieb ManekiNeko (eMail: juliettadonkraft@googlemail.com)
, Teilnehmer in "Rostock" folgenden Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrungen:
"Mein Studienfach: Humanmedizin /
Datum des Gespräches: 8.9.2011 /
Ich hatte mir hier alle Berichte durchgelesen und so gut wie alles gelernt was es rund um die Medizin zu Wissen gibt(Gesundheitswesen,Forschung,Meilensteine,Ethische Grundsätze,Stammzelen,Multiple Sklerose,Krebs,Biomaterial,Diabetes and many more...) UMSONST. Es kamen nur die Standartfragen ala wie ist das Studium aufgebaut, Warum Medizin studieren, Warum im jeweiligen Ort, Fragen zu Hobbies und weswegen es einen Ärztemangel gibt. Und schaut euch die Partnerunis eurer Wunschuni an, auf die Frage konnte ich nicht antworten ;) Seid nicht aufgeregt, ist alle schnell vorbei und alles nicht so schlimm "
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