Am Sonntag sind wir wieder nach Manhatten,
um unsere Tour fortzusetzen. Wir waren ja schließlich so schlau und haben uns ein
Ticket gekauft, das für zwei Tage gültig ist. Diesmal fuhren wir bis zur Freiheitsstatue
und mussten auch hier wieder über zwei Stunden Zeit investieren. Danach beendeten wir die
Rundfahrt, gingen noch schnell was essen und fuhren wieder zurück.
Diesmal war es aber schon extrem spät
geworden, sodass wir doch sage und schreibe vier Bands verpassten: Psycho
Charger aus New York, die ohne Bassist spielen
mussten, da dieser nicht erschien; Speed Crazy, die soundmäßig
Richtung Ramones gehen; Hayride to Hell
aus Santa Clara, CA, die von ihrer CD her auch
zu den Bands gehören, die sich noch mal nach nem neuen Sänger umschauen sollten und Cult
of the Psychic Fetus, die nicht nur vom Namen, sondern auch von der Optik
her mehr an eine Gruftieband erinnern, aber Rockabilly
spielen.Gesehen haben wir dann aber doch noch etwas an diesem Abend. Zunächst einmal die
geilen Splattervideos, die über eine große Leinwand und
mehrere Fernseher alle drei Tage in der Halle flimmerten. Das sorgte natürlich für das
richtige Halloween-Feeling.
Nächste Band waren dann Los
Gatos Locos, die noch besser waren als drei Tage vorher im CBGB.
Die Halle kochte, es wurde gewreckt und mitgegröhlt was das Zeug hielt. Im
Programmheft stand: Wenn Du Dich nach dem Festival an nichts mehr erinnerst, an Los
Gatos Locos wirst Du Dich erinnern !. Und so isses. Die vier Jungs aus
Seattle waren mit die beste Band des Festivals.
Nach dem harten
Sound wurde es nun zwar etwas softer, aber keinesfalls weniger wild. Tim
Polecat mit Jet Black Machine als Begleitband. Wie
gewohnt sprang er wie ein Flummi über die Bühne und gab überwiegend Polecats-Songs
zum Besten. Coole Show, coole Songs und wenn man sich nur auf Tim
konzentrierte, hätte man problemlos denken können, dass tatsächlich die Polecats
auf der Bühne stehen.
Schließlich sollte die letzte Band des
Festivals die Bühne erklimmen. Die Nekromantix hatten nun
endlich ihren Auftritt und auch der "Halloween-Scherz" war dabei. Ein starkes
Set in gewohnter Manier und auch sie präsentierten ein paar neue Songs. Ein gelungener
Abschluß eines tollen Festivals, das zwar nicht anders war als eins in Europa,
aber riesig Spaß gemacht hat.
Nach wieder mal knapp 40 Minuten warten
auf den berühmten Schulbus, kamen wir gegen 4:30 Uhr im Hotel an. Am nächsten Morgen war
dann ausschlafen und danach auschecken angesagt. Und um 17:10 Uhr ging der Flieger zurück
nach Deutschland.
Wer Bock auf ein gutes und interessantes
Psychofestival hat und zudem noch New York sehen will und
diese Stadt muß man einfach mal gesehen haben sollte sich schon mal Halloween
2001 vormerken, wenn der Second New York Big Psychobilly Rumble
stattfindet.