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Doktoranden und Doktorandinnen von Prof. Kellner-Heinkele  
 
Pervin Tongay
 
Titel: M.A.  
   
Funktion: Doktorandin, Lehrbeauftragte

Arbeitsschwerpunkt: Moderne Türkische Literatur

Lehrschwerpunkt: Türkische Kinderliteratur:

  • Entwicklungstendenzen
  • Didaktische und geschlechtsspezifische Komponenten in der Modernen Türkischen
  • Kritischer Blick auf Märchen
Kontaktdaten:
Pervin Tongay
Güntzelstr. 9
10717 Berlin
Tel.: 342 57 98
eMail: pervin@zedat.fu-berlin.de

Magisterarbeit: Die europäische Sicht auf den Anderen in den Berichten des 16. Jahrhunderts. Das Bild des feindlichen aztekischen Kriegers sowie der tlaxcaltekischen Verbündeten bei Cortés und Díaz del Castillo und im Vergleich dazu die Darstellung des ganz Europa bedrohenden Türken bei Busbeck und Dernschwam (2001).

 

Promotionsvorhaben

Thema:

Spanische Gesandte an der Hohen Pforte.
Osmanisch-spanische Diplomatiebeziehungen im späten 16. Jahrhunderts

Spanish Envoys at the Sublime Porte.
Ottoman-Spanish Diplomatic Relations in the late 16th Century


Zusammenfassung:


Im Mittelpunkt dieses Projektes stehen Texte und Berichte von Diplomaten und Vermittlern, die in Istanbul zwischen 1577 und 1584 Waffenstillstandsverträge zwischen dem Osmanischen und dem Spanischen Reich ausgehandelt haben. Aufgrund ihrer Reichhaltigkeit an Informationen werden die Schriften von Don Martín de Acuna und Giovanni Margliani, beide Geschäftsträger König Philipps II. (1555-1598) den Ausgangspunkt bilden.

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Frage, wie die spanischen Autoren sich selbst und den Gegner wahrnahmen und wie sie diese Wahrnehmungen und Bilder präsentieren. Da in der Frühen Neuzeit Rituale im politischen und diplomatischen Leben eine wichtige Rolle spielten, werden die Zeremonien der Begegnung und des Verhandelns näher betrachtet. Es ist beabsichtigt, Grundmuster herauszuarbeiten, in denen ritualisierte und zeremoniell geprägte Verhaltensweisen erkennbar sind.

Europäische und osmanische Texte werden in gleicher Weise erschlossen und miteinander verglichen. Der transkulturelle Aspekt des Projektes wird dadurch unterstrichen, dass es sich bei dem einen der Geschäftsträger König Philipps II. (Giovanni Margliani) um einen Italiener handelt. Die Vermittler Sultan Murads III. (1574-1595) hingegen sind Juden und konvertierte Christen.

Es ist zu hoffen, dass diese Studie zu einem tieferen Verständnis der Diplomatie- und Beziehungsgeschichte zwischen Europa und dem Osmanischen Reich beiträgt.

Summary:

Central to this project are texts and reports written by diplomats and intermediaries who negotiated the armistice between the Ottoman and the Spanish empires, in Istanbul, from 1577 to 1584. Because of their extent and richness, the writings of Don Martín de Acuña and Giovanni Margliani, both envoys of King Philip II (1555-1598), will form the starting point.

The research will concentrate on the question, how the Spanish authors perceived both themselves and their counterparts; also, how they presented these perceptions and images. In view of the important role ritual played in political and diplomatic life, the ceremonies of meeting, greeting and negotiating will be looked at closely. It is intended to Aestablish patterns of ritual and ceremonial behaviour.

European and Ottoman texts will be chosen and compared as far as possible. The transcultural aspect is underlined by the fact that one of King Philip’s envoys (Giovanni Margliani) was an Italian, whereas Sultan Murad III. (1574-1595) made use of Jewish mediators and former Christians.

It is hoped that this study will provide further insight into the diplomatic history and the history of the relations between Europe and the Ottoman Empire.