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Berliner Zeitung Mittwoch, 22. Februar 2006 |
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BERLIN. Der amerikanische Botschafter in Berlin, William Timken, hat sich gegen Vorwürfe verwahrt, Gefangene in US-Gewahrsam würden systematisch misshandelt. Die Streitkräfte seien verpflichtet, Häftlinge human und im Einklang mit der US-Verfassung zu behandeln, sagte der Diplomat. Wenn es dennoch Übergriffe gebe, würden die Täter bestraft. Timken reagierte auch auf die immer schärfere europäische Kritik an dem Gefangenenlager Guantanamo. Zuletzt hatte die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Bundestag, Herta Däubler-Gmelin (SPD), wegen der "unglaublichen Verletzung rechtsstaatlicher Prinzipien" die Schließung des Lagers gefordert. Timken hielt dagegen: Die Häftlinge würden regelmäßig von einem Militärausschuss überprüft, so dass bei entsprechender Sachlage regelmäßig Entlassungen stattfänden. "Die Häftlinge in Guantanamo erhalten Unterkunft, Lebensmittel, Kleidung, Lesematerial, gesundheitliche Versorgung sowie die Möglichkeit zur Religionsausübung, einschließlich Gebetsperlen, -teppichen und des Korans in ihrer Muttersprache." (ves.) |