Uyuni

Salar de Uyuni

Dezember 2001


Nirgendwo ist auch ein Ort...

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Fast an der Grenze zu Chile

Wenn es irgendwo ein Nichts geben sollte, dann liegt es bestimmt zwischen Sucre und San Pedro. Hier mag selbst die Bahn von Uyuni nicht mehr fahren...
Aber dieses Nichts ist nicht etwa ganz plötzlich da, suyuniondern entwickelt sich ganz langsam bis es zu einem Nichts wird.


War da vorher noch eine Straße oder ein Fluss ist es dann auf einmal keine Straße mehr und auch kein Fluss sondern alles ist Nichts und nichts ist alles. Die Berge der Anden werden zu keinen Bergen mehr, weil es keine Größe gibt und keinen Vergleich. Da ist kein Baum, kein Bad und kein Gras. Selbst die riesig mahnenden Kakteen, Friedhofskreuzen ähnlich, machen dem weißen Nichts Platz. Der Schnee ist kein Schnee, das Eis kein Eis und die winterliche Landschaft nur Schein.

Alles ist Salz und dieses verändert unmerklich seine Gestalt. Die Landschaft wird immer karger je mehr man nach oben fährt (über 4000 m!) und immer unwirklicher bis man nicht mehr unterscheiden kann, ob man sich etwa auf dem Mond oder in den Tiefen des Ozeans befindet. Denn das erstaunliche an dem Nichts ist, das dieses Nichts sein Gesicht unerwartet verändert und genau dann, wenn nichts mehr ist, ganz urplötzlich mit etwas aufwartet. Eigentlich unbedeutend gewinnt dieses kleine Etwas eine ganz große Bedeutung. Da kristallisieren sich ungewöhnliche Gesteinsformationen die an surrealistische Bilder von Dali erinnern, ungewöhnliche Formen von Steinen (wie etwa Korallen im Meer) und eigenartige Farbkombinationen vom leuchtenden Rot bis grellem Gelb werden künstlerisch durch Mineralien gemischt.

Hier oben gibt es noch aktive Vulkane. Grosse Gasfontänen entweichen aus blubbernden Schlammlöchern und in warmen Thermalquellen kann man sich völlig durchgefroren vom eiskalten Wind aufwärmen. Hier sind wir drei Tage mit einem 4-Wheel-Rover herumgefahren und das nur um die bekannten Anden-Flamingos zu sehen. Diese gibt es hier zahlreich und tausendfach (warum die sich ausgerechnet so einen unwirklichen Ort aussuchen....).

 

 

 

 

 

 

 

 


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