€}q(U1http://www.zeit.de/2006/38/Arbeitslos-50?page=allq}q(UpathqhUfileqXÀPdocument.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a1');} document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a2');} Partnersuche Lotto Online-Spiele Tickets Zeit-Shop Premium HÖrbuch Jobs Zeit-Reisen Reiseanzeigen Ferienwohnungen Katalogbestellung Weltkunst Veranstaltungen Kulturanzeigen Sidestep Buch Kliniken WohlfÜhlen Immobilien Recht & Steuern Inserieren markt.de Abonnement Prämienflüge DIE ZEIT im Abonnement DIE ZEIT - PrÄmien DIE ZEIT zur Probe DIE ZEIT fÜr Studenten DIE ZEIT als Geschenk DIE ZEIT im Ausland ZeitWissen im Abonnement DIE ZEIT Geschichte im Abonnement ZEIT Kursbuch nurtext/PDA RSS Newsletter Audio Audio e-paper vor-zeitig pda rezensionen debatte newsletter STARTSEITE » wirtschaft » 50 plus © DIE ZEIT, 14.09.2006 Nr. 38 Bin ich zu alt? Ältere Arbeitnehmer haben keine Chance - das denken alle. Aber nicht das Alter allein entscheidet. Viele Menschen resignieren zu früh Von Kolja Rudzio Viele haben hier schon gewartet, so richtig wohl gefühlt hat sich niemand. Zimmer 209 liegt im zweiten Stock der Agentur für Arbeit des Arbeitsamts in Hamburg-Harburg. Wer hierher kommt, fühlt sich aussortiert. Nutzlos. Hilflos. An der Endstation. In Zimmer 209 werden nur Leute geschickt, die als Problemfall gelten auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Hier landen alle, die älter sind als 50. Deshalb sitzt Regina Schwarze an diesem Morgen in dem kleinen Büro. »Ich weiß nicht, was ich falsch mache«, sagt sie. Seit dreieinhalb Jahren sucht sie eine Stelle. Als Empfangssekretärin würde sie gerne arbeiten, so wie früher, oder in einer Telefonzentrale, auch als einfache Bürohilfe hat sie sich beworben. Einhundert Bewerbungsmappen hat sie im vergangenen halben Jahr losgeschickt. »Aber ich habe nicht einmal eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen.« In Zimmer 209 lächeln zwei Senioren von einem Werbeplakat. »Erfahrung ist Zukunft« steht neben ihren strahlenden Gesichtern und »Alte Werte. Neue Arbeit«. Regina Schwarze muss es wie Hohn erscheinen. »Früher hatte ich nie Probleme, einen Job zu finden«, sagt die 52-Jährige. Ist Regina Schwarze einfach zu alt? Anzeige document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a5');} Politisch scheint die Frage geklärt: »Initiative 50plus« heißt das Programm, mit dem die Große Koalition die Älteren zurück in die Büros und Fabriken holen will. »Rente mit 67« lautet die neue Leitlinie in der Rentenpolitik. Ginge es danach, hätte Regina Schwarze noch 15 Berufsjahre vor sich Zeit für eine ganze Karriere. Klar ist: Die Lebenserwartung steigt, die Bundesbürger bleiben länger gesund, sie könnten mehr Jahre arbeiten und trotzdem noch einen längeren Ruhestand genießen als ihre Eltern und Großeltern. Zudem wird die Tatkraft der Älteren dringend gebraucht. Ohne sie lässt sich die immer größer werdende Zahl der Rentner und ihr immer länger dauernder Lebensabend gar nicht finanzieren. Doch dort, wo sie ihre Fähigkeiten und Kenntnisse einbringen könnten, da will sie niemand haben: am Arbeitsplatz. Zwei von fünf Betrieben beschäftigen gar keinen Mitarbeiter mehr, der mehr als 50 Jahre auf dem Buckel hat. Jedes siebte Unternehmen hierzulande gibt in Umfragen offen zu, grundsätzlich keine Älteren einzustellen. Irgendwo liegt eine unsichtbare Grenze bei 45, 50 oder 55 , ab der man als zu alt gilt für volle Leistung. Franziska Schneider sitzt in Ackermanns Espresso Lounge. Das kleine Café liegt in einer noblen Einkaufspassage im Zentrum Hamburgs. Ein paar Schritte weiter kann man sich einen Saab kaufen, handgefertigten Goldschmuck oder einen neuen Pavillon für den Garten. Franziska Schneider ist genauso arbeitslos wie Regina Schwarze. Und doch ist bei ihr alles anders. Wenn sie über ihre Situation spricht, sagt sie: »In der Branche weiß man, dass ich auf dem Markt bin.« Sie spricht von »neuen Aufgaben« und »Konditionen«, die stimmen müssten. Zweiundzwanzig Jahre lang hat die Diplom-Ingenieurin, die ihren richtigen Namen nicht in der Zeitung sehen möchte, für einen großen Hersteller von Klimatechnik gearbeitet. Klimaanlagen für ganze Gebäudekomplexe verkaufte sie, betreute die Planung und den Bau etwa im Hotel Vier Jahreszeiten, am Hamburger Flughafen oder im Bremer Space-Park-Center. Dann verlor sie vor knapp zwei Jahren ihren Job. Ein Schock. Nicht, weil die 54-Jährige in finanzielle Not gestürzt wäre. Sondern weil ihr die Arbeit fehlte. »Wenn man 16-Stunden-Tage gewohnt ist und dann ins Nichts fällt, ist das hart«, sagt sie. Ein halbes Jahr lang arbeitete sie für einen früheren Geschäftspartner, seit Anfang des Jahres sucht sie eine neue Stelle. Ist sie zu alt? Die Ingenieurin schätzt ihre Chancen selbst so ein: »Mein Kapital sind meine Erfahrung und mein persönliches Netzwerk.« Sie hat an diesem Tag bereits mit zwei Unternehmen Gespräche geführt. »Danach ist man natürlich immer ein bisschen euphorisch«, sagt sie vorsichtig. »Mal sehen, was daraus wird.« Hilfe vom Arbeitsamt hat sie für diese Termine nicht gebraucht, sie kennt ihre Branche ohnehin besser als jeder andere. Und auf die Idee, einen »Eingliederungszuschuss« zu beantragen, ist sie auch nicht gekommen. Dabei könnte sie Geld mitbringen, wenn jemand sie einstellt. Das gibt es beim Arbeitsamt extra für Leute wie sie: für Schwervermittelbare, Behinderte und Menschen ab 50. Sicher hat nicht jeder Ältere so gute Chancen auf einen Job wie Franziska Schneider. Das eigentliche Problem aber ist die Resignation. Auf knapp drei Viertel aller Stellenausschreibungen gehen gar keine Bewerbungen von über 50-Jährigen mehr ein, hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer Untersuchung festgestellt. Dort jedoch, wo die Älteren ihren Hut in den Ring werfen, bekommen sie in der Hälfte aller Fälle den Job. Lutz Bellmann, einer der Verfasser der Studie, glaubt, dass es die Konzerne sind, die das negative öffentliche Bild prägen. Denn sie beschäftigen besonders wenig Ältere. Bei den vielen kleinen und mittleren Betrieben aber hätten sie deutlich bessere Chancen. Es sind nicht allein die Lebensjahre, die entscheiden, wann jemand aus dem Arbeitsleben herausfällt. Viel wichtiger scheinen andere Faktoren: die Ausbildung, das Geschlecht, die Branche. Ältere Akademiker, berechnete das IAB im vergangenen Jahr, sind sogar die Gruppe mit der geringsten Arbeitslosenquote überhaupt: gerade mal 3,5 Prozent. Die höchste Arbeitslosenrate wiesen 35- bis 54-jährige Ungelernte auf mit katastrophalen 26 Prozent. »Allein diese Fakten«, folgern die IAB-Forscher, »widerlegen das Vorurteil, ältere Arbeitnehmer seien in toto Problemgruppen am Arbeitsmarkt.« Die Feststellung passt auch zu dem, was Experten über die Leistungsfähigkeit Älterer wissen. »Mehr als hundert Studien«, so der britische Psychologe Peter Warr, »haben ergeben, dass es keine signifikanten Unterschiede in der Arbeitsleistung Älterer und Jüngerer gibt.« Regelmäßig zeige sich, dass das Leistungsgefälle innerhalb einer Altersgruppe weit größer sei als zwischen den Generationen. Die Ursachen des Jugendwahns sind politischer Natur. Jahrzehntelang hat der Staat mit viel Geld die Ausmusterung Älterer gefördert. Hunderttausende sind im gegenseitigen Einvernehmen von Arbeitgebern, Gewerkschaften, Betriebsräten und Arbeitsämtern mehr oder minder freiwillig nach Hause gegangen. Durch geschicktes Aneinanderfügen von Abfindung, Arbeitslosengeld und Frührente entstanden Abstellgleise, die auf direktem Weg von Anfang 50 an in den Ruhestand führten. Die Kultur der Frühverrentung speiste sich aus dem Glauben, man müsse die Alten nur heimschicken, dann würden ihre Arbeitsplätze für Jüngere frei. Doch so einfach funktioniert es nicht. Länder, in denen sich besonders viele Ältere in Büros und Fabriken tummeln, glänzen oft auch im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit. Dänemark, Großbritannien, Norwegen oder Australien haben in den vergangenen zehn Jahren die Arbeitslosigkeit der Älteren und der Jugendlichen gesenkt. »In Deutschland wird häufig übersehen«, warnt Jens Prager, Arbeitsmarktexperte bei der Bertelsmann Stiftung, »dass es Wachstum kostet, wenn man das Wissen und Können der Älteren vorzeitig stilllegt.« Außerdem erhöhe eine Frühverrentungspolitik die Sozialausgaben, die dann wiederum auf den Arbeitsplätzen lasteten. Immerhin: Ganz langsam wird auch hierzulande umgedacht. Die vorgezogene Rente gibt es heute nicht mehr ohne Abschläge, das Arbeitslosengeld für Ältere nur noch maximal 18 statt 32 Monate lang. Und tatsächlich sind inzwischen schon mehr 55- bis 64-Jährige erwerbstätig als früher: Rund 45 Prozent waren es im vergangenen Jahr, nur 38 Prozent im Jahr 2000. Auch aus den Betrieben verlautet nun etwas häufiger, man habe gar nichts gegen graue Schläfen. Einige Konzerne beschäftigten sich sehr intensiv mit »Age Management«, sagt Walter Jochmann, Chef von Kienbaum Management Consultants. Und Personalexperten diskutieren in Vereinigungen wie dem Demographie Netzwerk oder der Initiative Neue Qualität der Arbeit, wie sie die Fähigkeiten alternder Belegschaften besser fördern und länger erhalten können. Doch allzu häufig fallen Politik und Unternehmen in die alten Verhaltensmuster zurück. Wie Süchtige greifen sie nach den gewohnten Mitteln und beteuern zugleich, bald aufhören zu wollen. Die Deutsche Telekom etwa gehört zum Demographie Netzwerk, das sich dafür einsetzt, Vorruhestandsregeln zu vermeiden. Dennoch ist der Konzern gerade wieder einmal dabei, Scharen älterer Mitarbeiter auszusondern. Sogar mit Unterstützung der Bundesregierung. Berlin hat eigens ein Gesetz auf den Weg gebracht, von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Vermerk »Eilt« versehen, damit die Telekom nicht nur ergraute Angestellte, sondern auch Tausende Beamte vorzeitig außer Dienst stellen kann. Es ginge nicht anders, heißt es bei der Telekom. Man müsse massiv Stellen abbauen. Ein letztes Mal noch sollen deshalb Ältere abgeschoben werden. Auch VW, Allianz und DaimlerChrysler sieben wieder Tausende ältere Mitarbeiter aus. Mit Hilfe von Vorruhestand, Abfindungen und zum Teil mit Geld von der Bundesagentur für Arbeit. Immer versehen mit dem Etikett »sozialverträglich«. Politisch wird das nicht nur in Einzelfällen gefördert, die gesamte Arbeitsmarktpolitik steckt voller Widersprüche. Auf der einen Seite gibt der Staat Millionen aus, um Ältere in Arbeit zu bringen mit Einstellungszuschüssen, einem Kombilohn für Ältere oder einem Bonus bei den Sozialbeiträgen. Auf der anderen Seite spendiert er noch mehr Geld, um Ältere aus der Arbeit herauszusubventionieren etwa durch die »Altersteilzeit« (die kaum als Teilzeit, sondern als Vorruhestand genutzt wird) oder die »58er-Regelung«. Danach können Arbeitslose von ihrem 58. Geburtstag an die Jobsuche einstellen und dennoch Arbeitslosengeld beziehen. Wo das Schwergewicht liegt, zeigen Zahlen, die das IAB ermittelt hat: Rund 100.000 Ältere bekommen Geld, damit sie berufstätig bleiben, etwa eine Million bekommt Geld, damit sie aufhören. Die Masse steckt in den Ausstiegsprogrammen. Daran dürfte auch Münteferings Initiative 50plus nichts ändern. Wie sich die Chancen für Ältere verbessern lassen, zeigt Finnland. Dort war die Situation Mitte der neunziger Jahre noch schlimmer als in Deutschland. Nur jeder dritte Finne im Alter von 55 bis 64 Jahren war erwerbstätig. Doch innerhalb von zehn Jahren wendeten die Skandinavier das Blatt. Heute hat mehr als jeder Zweite dieser Altersgruppe einen Job, Finnland gilt im Rahmen der Europäischen Beschäftigungsstrategie als Beispiel für Best Practice, und das Reformprogramm wird in dieser Woche mit dem Carl Bertelsmann-Preis ausgezeichnet. Das Erfolgsgeheimnis der Finnen beruht nicht auf einem radikalen Schritt, sondern auf geschickt kombinierten Maßnahmen. Einerseits bauten sie Brücken in den Ruhestand ab sie erhöhten die Altersgrenze für die Arbeitslosenrente (die bald ganz abgeschafft wird), führten Abschläge für Frühverrentungen und Zuschläge für längere Berufstätigkeit ein. Andererseits wurde mit Dutzenden Projekten die Beschäftigungsfähigkeit Älterer verbessert durch Weiterbildungs- und Qualifizierungsprogramme, durch die gesundheitsschonende Umgestaltung von Arbeitsplätzen. Und nicht zuletzt durch Kampagnen mit der Botschaft: Ältere sind leistungsfähig, auch eine alternde Gesellschaft kann hochproduktiv sein. Politik, Gewerkschaften und Arbeitgeber zogen dabei an einem Strang. So gelang es, eine Kultur der Frühverrentung in eine Kultur des längeren Erwerbslebens umzuwandeln. Wäre das auch hierzulande möglich? Mit Gewerkschaften, die jede Erhöhung des Rentenalters als Teufelswerk bekämpfen? Mit Unternehmen, die im Zweifelsfall doch ein Vorruhestandsprogramm auflegen? Mit Arbeitnehmern, die ihrerseits mit 50 anfangen, in Richtung Rente zu schielen? Sofern ein Umsteuern wirklich gewollt ist, müssten wenigstens die Kernbotschaften beherzigt werden, die Experten seit Jahren wiederholen. Die wichtigste: »Der politische Kurs muss konsequent sein«, sagt Werner Eichhorst vom Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn. Mit jedem Programm, das die Frühverrentung fördere, würde Weiterbildung entwertet. »Warum soll ein Unternehmen ältere Mitarbeiter schulen, warum soll sich jemand fortbilden«, fragt der Experte, »wenn mit Mitte 50 sowieso Schluss ist?« Erst mit der Aussicht auf längere Berufstätigkeit lohne es sich, dazuzulernen. Gleichzeitig ist Weiterbildung der Schlüssel zur längeren Erwerbstätigkeit schlechthin. Und zwar nicht erst durch Schulungen, wenn jemand arbeitslos geworden ist Hilfe, die hier ansetzt, kommt oft zu spät und bewirkt wenig. Den größten Erfolg verspricht das fortlaufende Training der 40-Jährigen, die mitten im Beruf stehen. Die Verantwortung dafür, dass sie ihr Wissen frisch halten, liegt vor allem bei den Betrieben, bei den Tarifparteien in der Chemieindustrie gibt es schon tarifliche Regeln zur Fortbildung und bei den Beschäftigten selbst. »Investitionen in die eigene Bildung«, sagt IZA-Forscher Eichhorst, »müssen so selbstverständlich sein wie die private Altersvorsorge.« Dennoch werden auch weiterhin Hilfen für Arbeitslose benötigt. Nur raten Experten dabei zu Regeln, die altersneutral sind. Denn sonst verstärken sie womöglich das Stigma der Leistungsschwäche und Gebrechlichkeit. So gehört zur Initiative 50plus, dass das Arbeitsamt bei Älteren künftig bis zu drei Jahre lang den halben Lohn übernimmt. Warum tut es das?, wird sich mancher fragen. Und womöglich denken: »Ah, Initiative Alteisen!« Meistgelesene Artikel des Tages Film: Fußball wie noch nie » Irak-Krieg: George im Phantasialand » Glücksspiel: Lotto-Jackpot nicht geknackt » Beliebteste Galerien WM-Film: Ganz nah dran » Konzert: Zu betrunken zum äh » Ausverkauft: Pearl Jam entfesseln Berlin » Zum Glück denken nicht alle so. Und wahrscheinlich hängt der Wandel in den Köpfen noch mehr davon ab, was jeder Einzelne dafür tut. Wie Gabriele Seligmann. Die 51-Jährige arbeitete viele Jahre lang in einem Hamburger Reisebüro. Doch dann wurden die Arbeitsbedingungen immer schlechter. Ständig sollte sie Überstunden leisten, ohne dafür einen Ausgleich zu bekommen, obwohl sie das extra vertraglich ausgehandelt hatte. »Der Chef dachte, mit mir kann er alles machen, weil ich zu alt bin, um noch woanders anzufangen«, sagt die gelernte Reiseverkehrskauffrau. Doch sie ließ sich das nicht bieten und kündigte vier Wochen vor ihrem 50. Geburtstag. Danach war sie arbeitslos, nutzte die Zeit aber, um ein Abendstudium als medizinische Ernährungsberaterin abzuschließen. Begonnen hatte sie damit schon während ihrer Arbeit im Reisebüro. Seligmann, die ursprünglich einmal als Arzthelferin ihr Geld verdiente, wollte zurück in die Medizin. Dort hat sie jetzt wieder Arbeit gefunden. Sie organisiert im Herzzentrum des Universitätskrankenhauses Eppendorf Operationen und Untersuchungen und arbeitet sich in das nötige Fachvokabular ein. Der Job ist stressig, aber Gabriele Seligmann ist sicher, dass sie es packt. »Ich habe im letzten Jahr viele Aushilfsjobs gemacht, da wurden mir auch schon Stellen angeboten«, sagt sie selbstbewusst. Ihr Fazit: »Die Leute sollen sich bloß nicht einreden lassen, mit 50 sei man zu alt. Das ist alles Quatsch.« Zum Thema Hebel ohne Wirkung: Was die Initiative von Franz Müntefering bewirken soll » Frührente: Eine Chronik » © DIE ZEIT, 14.09.2006 Nr. 38 leser-kommentare (21) » Von Moha Resignieren... Viele ältere Menschen resignieren, aber auch weil ihnen dies von allen Seiten so signalisiert wird. Daher Danke für diesen Artikel. » Von JEGesang Danke KB26919, UND: WIESO VERSCHWINDEN HIER... ständig Beiträge? Meiner jedenfalls ist futsch. » Von kb26919 @JGesang ja ich lebe 9 Monate im Jahr in USA,und habe in D eine Wohnung fuer die anderen 3 Monate.Die Diskriminierung,die aeltere Arbeitnehmer in D. » Kommentar verfassen » | Registrieren » Websuche Top 5 Suchbegriffe (wirtschaft) Visitenkarte, Unternehmensgründung, Werbemittel, Lohnabrechnung, Projektmanagement, fÜr Sie ausgewÄhlt ÖSTERREICH und der Rest der Welt » FOTOGALERIE Artefakt » PLANET ERDE Faszinierende Wesen » ARBEITSRECHT Da staunt der Chef » BUCHMESSE Indische Augenblicke » OCTOPUZZLE Spielen Sie mit! » STARTSEITE » wirtschaft » 50 plus Redaktion Kritik News Deutschland International Wirtschaft Finanzen Wissen Gesundheit Computer Bildung & Beruf Campus Feuilleton Musik Literatur Leben Zuender Reisen Auto Sport Spiele Weblogs Video Newsletter Audio Debatte var sa1 = 'http://de.search.yahoo.com/search'; var sa2 = 'http://www.dwds.de/cgi-bin/zeit/search.py'; function search_set(n){ switch (n){ case 'boo': document.getElementById('searchform').action = sa1; document.getElementById('zq').style.background = "transparent url(/bilder/elemente_01_06/suche/hp-yahoo-suchfeld-62.gif) repeat-y 0 0"; break; case 'woo': document.getElementById('searchform').action = sa2; document.getElementById('zq').style.background = "transparent url(/bilder/elemente_01_06/suche/blank.gif) repeat"; break; } return true; } function submit_search(){ document.getElementById('yp').value = document.getElementById('zq').value; document.getElementById('searchform').submit(); } document.getElementById('searchform').action = sa1; Suche leser-kommentare Eigenen Kommentar verfassen » Registrieren » Anzeige document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a7');} Mr. Check 1.Wort markieren 2.Button anklicken 3.Erklärung erscheint! Wõrter der Woche Nooteboom | Pierer | Katz | Hoffmann | Bush | Klinsmann | Sartorius | DFG | AWI | BenQ | PDS | Linkspartei | GmbH | Vereinten Nationen | Hanser Artikel zum Thema ZEIT 10/2006: Kollegen zweiter Klasse Immer weniger Vollzeitjobs, immer mehr Leiharbeiter und Kleinselbstständige: Der Arbeitsmarkt zerfällt in zwei Klassen - und der Sozialstaat unterstützt nur die Privilegierten » AUS DEM ARCHIV ZEIT 16/2001: Die Alten kehren zurück Jahrelang hat die Wirtschaft dem Jugendwahn gehuldigt und ältere Mitarbeiter in den Vorruhestand geschickt. Das war falsch. Viele dieser Leute haben ihr Berufsleben bei derselben Firma verbracht und haben dort mit der Zeit enormes Wissen und Fähigkeiten erworben. Diese Kenntnisse sind nun gefragt » ZEIT 38/1996: Neue ZEIT-Serie: Die mageren Jahre - Wie die Angst um den Arbeitsplatz die Menschen verändert hat » Anzeige var channel = select_channel('wirtschaft'); createEspottingContentPage(channel, "articleAd.xsl", 3, 1470); SUCHE | ARCHIV | Redaktion | Kritik | News | Deutschland | International | Wirtschaft | Finanzen | Wissen | Gesundheit Computer | Bildung & Beruf | Campus | Feuilleton | Musik | Literatur Leben | Zuender | Reisen | Auto | Sport | Spiele | Weblogs | Video | Newsletter | Audio | Debatte PARTNERVERMITTLUNG | KUNSTMARKT | FOTOGALERIE | PREMIUM | AUS DER ZEIT | IMPRESSUM | ZEIT-VERLAG | MEDIADATEN | PRESSE | HILFE | NEWSFEED | NURTEXT Zum Seitenanfang document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a9');} SERVICE- und WERBEPARTNER VON ZEIT ONLINE Testberichte | Nachrichten zu Aktien | DSL Vergleich | Kredite | Online Marketing | Private Krankenversicherung | Software Downloads | Onlineshop | Kreditkarten kostenlos | TUI | Autoversicherung Vergleich | Preisvergleich | Gesundheit if(typeof(wt_sendinfo) != "undefined")wt_sendinfo();quU'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a1');} document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a2');} Partnersuche Lotto Online-Spiele Tickets Zeit-Shop Premium HÖrbuch Jobs Zeit-Reisen Reiseanzeigen Ferienwohnungen Katalogbestellung Weltkunst Veranstaltungen Kulturanzeigen Sidestep Buch Kliniken WohlfÜhlen Immobilien Recht & Steuern Inserieren markt.de Abonnement Prämienflüge DIE ZEIT im Abonnement DIE ZEIT - PrÄmien DIE ZEIT zur Probe DIE ZEIT fÜr Studenten DIE ZEIT als Geschenk DIE ZEIT im Ausland ZeitWissen im Abonnement DIE ZEIT Geschichte im Abonnement ZEIT Kursbuch nurtext/PDA RSS Newsletter Audio Audio e-paper vor-zeitig pda rezensionen debatte newsletter STARTSEITE » wirtschaft » Arbeitsmarkt © ZEIT online 28.9.2006 - 14:16 Uhr Mehr Jobs Die Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter - der Aufschwung macht's möglich. Immer mehr Stellen werden geschaffen. Für ein Jobwunder reicht es aber nicht Von Karsten Polke-Majewski © Meike Gerstenberg für ZEIT online Der Trend bleibt intakt. Auch im September ist die Zahl der Arbeitslosen deutlich zurückgegangen. 4,238 Millionen Menschen waren in diesem Monat als arbeitslos gemeldet, berichtet die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag. Das entspricht einer Quote von 10,1 Prozent. Im Vergleich zum September vergangenen Jahres sank die Zahl der Jobsuchenden um 409.000. Gleichzeitig ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten abermals gestiegen. Dieser Anstieg sei vor allem "von den unternehmensnahen Dienstleistungen - insbesondere der Arbeitnehmerüberlassung" getragen worden, berichtet die BA weiter. Der Arbeitsmarkt profitiert vom Aufschwung, den Deutschland seit einigen Monaten erlebt. Diese Entwicklung ist schon seit längerem zu beobachten. 2004 nahm die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse nach den Einbrüchen seit 2001 erstmals wieder zu. Seither wächst sie kontinuierlich. Dass dies vor allem Zeitarbeitsfirmen spüren, ist typisch für die frühe Phase eines Aufschwungs. Denn am Anfang trauen die Unternehmen dem zarten Wachstum oft noch nicht. Sie versuchen, die zusätzliche Arbeit zunächst mit Überstunden und Mehrarbeit aufzufangen. Später beschäftigen sie Leiharbeiter und verlängern befristete Verträge. Meistgelesene Artikel des Tages Film: Fußball wie noch nie » Irak-Krieg: George im Phantasialand » Glücksspiel: Lotto-Jackpot nicht geknackt » Beliebteste Galerien WM-Film: Ganz nah dran » Konzert: Zu betrunken zum äh » Ausverkauft: Pearl Jam entfesseln Berlin » Inzwischen aber, sagen Fachleute, hätten sich die Auftragsbücher der Unternehmen so gefüllt, dass die Betriebe ihre Auftragsspitzen nicht mehr mit Sonderschichten abfangen könnten. Also stellen sie ein. Das ist noch kein Grund zum Jubeln, denn immer noch ist die Zahl der Arbeitslosen sehr hoch. Aber der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt setzt sich immerhin fort. So wird es wohl auch im kommenden Jahr weitergehen. Anzeige document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a5');} Denn die Ökonomen sind sich weitgehend darin einig, dass die Mehrwertsteuererhöhung zum Jahresbeginn und die weiteren kostenträchtigen Pläne der Bundesregierung (beispielsweise die Gesundheitsreform), der Konjunktur zwar einen Dämpfer verpassen werden. Einbrechen wird das Wachstum aber wohl nicht, wenn nichts Außergewöhnliches geschieht. Gleiches gilt für die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Auch 2007 werden nach diesen Prognosen weitere voll versicherte reguläre Stellen entstehen und die Zahl der Arbeitslosen wird weiter sinken. Das Problem der Arbeitslosigkeit löst sich auf diese Weise allerdings nicht. Weiterhin wird es nicht genug Stellen für alle geben, die einen Job suchen. Und sobald der gegenwärtige Aufschwung seinen Höhepunkt überschritten hat, wird auch die Arbeitslosenzahl wieder steigen. Zwei Prozent Wachstum, wie sie gegenwärtig gemessen werden, reichen eben nur für neue Jobs, aber nicht für einen grundlegenden Wandel. Dafür müsste die Wirtschaft eine Zeit lang um drei oder vier Prozent wachsen. Arbeitsmarktexperten verlangen deshalb weitere Strukturreformen. Davon allerdings ist die Politik gegenwärtig weit entfernt. Zum Thema Aktive Senioren - Nach neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes gehen viele Rentner arbeiten » Arbeitsmarkt und Politik - Ein Überblick über die aktuellen Reformen » Aktuelles aus der Wirtschaft » Analysen und Hintergründe » © ZEIT online 28.9.2006 - 14:16 Uhr leser-kommentare (5) » Von Fuchsstein Heiliger Orwell! Ist es nicht wunderbar wie unser "Neusprech" funktioniert!? Aus Arbeitsverträgen werden Beschäftigungsverhältnisse, aus suchenden Arbeitnehmern werden Kunden u » Von korfstroem @jayse Statistik als Werkzeug mit Statistiken können Klarheit gewonnen oder Bürger dummgequatscht werden. Im vorliegenden Fall werden die Bundesbürger sogar manipuliert. » Von jayse Arbeitslosenzahlen sind was sie sind....Statistiken einige Leute geben hier zu Unrecht kritische Kommentare ab. » Kommentar verfassen » | Registrieren » Websuche Top 5 Suchbegriffe (wirtschaft) Visitenkarte, Unternehmensgründung, Werbemittel, Lohnabrechnung, Projektmanagement, fÜr Sie ausgewÄhlt ÖSTERREICH und der Rest der Welt » FOTOGALERIE Artefakt » PLANET ERDE Faszinierende Wesen » ARBEITSRECHT Da staunt der Chef » BUCHMESSE Indische Augenblicke » OCTOPUZZLE Spielen Sie mit! » STARTSEITE » wirtschaft » Arbeitsmarkt Redaktion Kritik News Deutschland International Wirtschaft Finanzen Wissen Gesundheit Computer Bildung & Beruf Campus Feuilleton Musik Literatur Leben Zuender Reisen Auto Sport Spiele Weblogs Video Newsletter Audio Debatte var sa1 = 'http://de.search.yahoo.com/search'; var sa2 = 'http://www.dwds.de/cgi-bin/zeit/search.py'; function search_set(n){ switch (n){ case 'boo': document.getElementById('searchform').action = sa1; document.getElementById('zq').style.background = "transparent url(/bilder/elemente_01_06/suche/hp-yahoo-suchfeld-62.gif) repeat-y 0 0"; break; case 'woo': document.getElementById('searchform').action = sa2; document.getElementById('zq').style.background = "transparent url(/bilder/elemente_01_06/suche/blank.gif) repeat"; break; } return true; } function submit_search(){ document.getElementById('yp').value = document.getElementById('zq').value; document.getElementById('searchform').submit(); } document.getElementById('searchform').action = sa1; Suche leser-kommentare Eigenen Kommentar verfassen » Registrieren » Anzeige document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a7');} Mr. Check 1.Wort markieren 2.Button anklicken 3.Erklärung erscheint! Wõrter der Woche Nooteboom | Pierer | Katz | Hoffmann | Bush | Klinsmann | Sartorius | DFG | AWI | BenQ | PDS | Linkspartei | GmbH | Vereinten Nationen | Hanser Artikel zum Thema ZEIT 31/2006: Jobs, Jobs, Jobs Quer durch alle Branchen geht ein Ruck durch Deutschland ein Beschäftigungsruck. Endlich stellen die Firmen wieder mehr Personal ein. Sie suchen Werbeleute oder Unternehmensberater, Elektriker oder Ingenieure » ZEIT online 31/2006: Der Aufschwung ist da Die neuesten Daten der Bundesanstalt für Arbeit belegen eine "Trendwende", so BA-Chef Weise. Ob die Belebung von Dauer ist, muss sich aber noch zeigen. » ZEIT online 18/2006: Später Frühling Die Arbeitslosenzahlen sind im April stärker gesunken als im Vorjahr. Grund ist allerdings nicht der Aufschwung sondern das Wetter. » Anzeige var channel = select_channel('wirtschaft'); createEspottingContentPage(channel, "articleAd.xsl", 3, 1470); SUCHE | ARCHIV | Redaktion | Kritik | News | Deutschland | International | Wirtschaft | Finanzen | Wissen | Gesundheit Computer | Bildung & Beruf | Campus | Feuilleton | Musik | Literatur Leben | Zuender | Reisen | Auto | Sport | Spiele | Weblogs | Video | Newsletter | Audio | Debatte PARTNERVERMITTLUNG | KUNSTMARKT | FOTOGALERIE | PREMIUM | AUS DER ZEIT | IMPRESSUM | ZEIT-VERLAG | MEDIADATEN | PRESSE | HILFE | NEWSFEED | NURTEXT Zum Seitenanfang document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a9');} SERVICE- und WERBEPARTNER VON ZEIT ONLINE Testberichte | Nachrichten zu Aktien | DSL Vergleich | Kredite | Online Marketing | Private Krankenversicherung | Software Downloads | Onlineshop | Kreditkarten kostenlos | TUI | Autoversicherung Vergleich | Preisvergleich | Gesundheit if(typeof(wt_sendinfo) != "undefined")wt_sendinfo();q uU2http://www.zeit.de/2006/41/Siemens-Report?page=allq }q (hh hXGmdocument.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a1');} document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a2');} Partnersuche Lotto Online-Spiele Tickets Zeit-Shop Premium HÖrbuch Jobs Zeit-Reisen Reiseanzeigen Ferienwohnungen Katalogbestellung Weltkunst Veranstaltungen Kulturanzeigen Sidestep Buch Kliniken WohlfÜhlen Immobilien Recht & Steuern Inserieren markt.de Abonnement Prämienflüge DIE ZEIT im Abonnement DIE ZEIT - PrÄmien DIE ZEIT zur Probe DIE ZEIT fÜr Studenten DIE ZEIT als Geschenk DIE ZEIT im Ausland ZeitWissen im Abonnement DIE ZEIT Geschichte im Abonnement ZEIT Kursbuch nurtext/PDA RSS Newsletter Audio Audio e-paper vor-zeitig pda rezensionen debatte newsletter STARTSEITE » wirtschaft » Siemens © DIE ZEIT, 05.10.2006 Nr. 41 Nur Gewinner dürfen bleiben Skandale, Krisen - und neues Wachstum: Die Siemens-Welt wird umgekrempelt. Eine Reise zu den Baustellen des Großkonzerns. Von Dietmar H. Lamparter © Smetek/www.smetek.de für DIE ZEIT Wie ein großer Riegel legt sich das Siemens-Werk Hofmannstraße quer durch den Stadtteil Obersendling im Münchner Süden. In den achtziger Jahren gab das Werk mehr als 25.000 Menschen Arbeit. Hier im »Stammhaus« schlug das Herz des stolzen Fernmeldepioniers Siemens. Lange vorbei. Wo früher Fabriken standen, wächst jetzt Gras. Wo sind all die Menschen geblieben? An andere Standorte umgezogen, ausgegliedert, verlagert, abgefunden, umgeschult, frühpensioniert. Ungefähr 4500 Leute arbeiten noch an der Hofmannstraße. Auch die sollen jetzt raus aus dem Konzern. Ende Juni verkündete Konzernchef Klaus Kleinfeld überraschend den Rückzug von Siemens aus der Kommunikationstechnik, intern Com genannt: Die weltweit 55.000 Beschäftigten der Sparte werden bis Ende Dezember in zwei Gesellschaften ausgegliedert. 37.000 Menschen, die die Telekoms dieser Welt mit Mobilfunk- und Festnetztechnik ausrüsten, sollen in ein 50:50-Joint-Venture mit dem finnischen Wettbewerber Nokia eingebracht werden, ihre 17.000 Kollegen, die sich um Telefonanlagen für Unternehmen kümmern (Enterprise Com), wissen noch nicht, an wen sie verkauft werden. Anzeige document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a5');} Brisanter geht es kaum. Denn der Chef muss um sein Ansehen und das seines Konzerns bangen nachdem die erste große Ausgliederung bei Com gerade zum Desaster geworden ist: Vor einem Jahr hat Kleinfeld die Siemens-Handysparte an das taiwanische Unternehmen BenQ abgegeben und mindestens noch 400 Millionen Euro dazubezahlt. Jetzt lässt BenQ die deutschen Betriebe in die Insolvenz fallen, was mehr als 3000 ehemalige Siemens-Leute den Job kosten könnte. Doch das alles war nur der Auftakt. Und Kleinfeld steht nicht bloß unter dem Druck der Öffentlichkeit, auch die Aktionäre sind unzufrieden. Ohne die Handybauer setzte Com im vergangenen Geschäftsjahr weltweit noch 13 Milliarden Euro um, verdiente aber kaum Geld damit. Siemens insgesamt schaffte 75,4 Milliarden Euro Umsatz und drei Milliarden Euro Gewinn vor Steuern. Das sind vier Prozent Umsatzrendite der amerikanische Rivale General Electric (GE) verdient über 14 Prozent. Kein deutsches Unternehmen beschäftigt weltweit mehr Menschen (475.000, davon 162.000 in Deutschland), keines ist in mehr Ländern aktiv (190). Das 160-jährige Unternehmen gleicht einer riesigen Baustelle. Wie wirkt sich dieser »radikalste Umbruch in der Geschichte des Hauses«, wie es Betriebsrat und IG Metall nennen, auf die Stimmung aus? Was hält den verbleibenden Konzern zusammen? Wie passen Computertomografen, Hörgeräte, Gasturbinen, Windkraftwerke, Transformatoren, Glühlampen, Postsortieranlagen, ICE-Loks, Einspritzpumpen, Maschinensteuerungen, Filteranlagen, IT-Dienste und Sicherheitssysteme für Flughäfen zueinander? Kann der junge Chef den rapiden Vertrauensverlust in der Belegschaft stoppen? Eduardo Montes ist ein stolzer Mann. Grau meliertes Haar, hellblaues Maßhemd, fein gepunktete Krawatte fast zu elegant für sein profanes Chefzimmer in der Hofmannstraße. Der 54-jährige Ingenieur hat die daniederliegende spanische Landesgesellschaft von Siemens zu einem Spitzenunternehmen gemacht und wurde zu Hause zum Manager des Jahres gekürt. Im Mai hat sich für den Spanier dann ein Lebenstraum erfüllt. Er wurde Vorstand bei Siemens, verantwortlich für Com. Er trat an, um das zu schaffen, woran hoch gehandelte Siemens-Manager reihenweise gescheitert waren: die Kommunikationstechnik auf ein wettbewerbsfähiges Renditeniveau zu hieven. Umso ernüchternder klingt seine aktuelle Aufgabenbeschreibung: »Ja, ich arbeite mit ganzer Kraft daran, dass mein Job bis zum 31. Dezember überflüssig wird.« Als er antrat, habe er gewusst, dass man einen Partner brauche, räumt Montes ein.Aber dass es so schnell passieren würde, habe er nicht geahnt. Wohl auch nicht, dass der Sitz des neuen Unternehmens Nokia Siemens Networks in Helsinki sein würde, mit einem Manager und einem Aufsichtsratschef von Nokia an der Spitze. Bei solchen Entscheidungen könne man keine Rücksicht auf Einzelkarrieren nehmen, auch nicht auf die eigene, sagt der Spanier mit preußisch anmutendem Pflichtgefühl. Aber die 37.000 Com-Leute hätten in der neuen Formation viel größere Chancen: »Ich bin sicher, dass Nokia Siemens zum Marktführer wird.« Und wenn dann zehn Prozent der Jobs den Synergieeffekten zum Opfer fallen? »Sie können sagen, zehn Prozent verlieren ihren Job, oder aber: Für 90 Prozent ist der Job gesichert«, erwidert Montes. Und was ist mit den 17.000 Kollegen von Enterprise Com, die noch nicht wissen, wohin die Reise geht? »Wir arbeiten hart daran, die Unsicherheit zu beenden«, verspricht Montes. Ein starker Partner werde bald präsentiert, ganz sicher. Einer der Verunsicherten ist Ernst Fünfbuchen, der eigentlich anders heißt und seine Sicht der Dinge nur außerhalb des Werksgeländes schildert. »Natürlich haben wir gewusst, dass etwas geschehen muss«, sagt der Software-Entwickler mit 20 Jahren Betriebszugehörigkeit. Schließlich tauchten seit Monaten immer wieder Gerüchte auf, wer bei Com einsteige. Und seit Jahren jage ein Restrukturierungsprogramm das andere. Einmal Siemens, immer Siemens? »Lange vorbei«, sagt Fünfbuchen. Vielleicht bringe die Entfesselung von der Konzernbürokratie ja einen Schub für die Com-Truppe, macht sich der Informatiker Mut. Fünfbuchen ist Anfang fünfzig, zu jung, um in Altersteilzeit zu gehen. Außerdem macht ihm seine Arbeit Spaß. Und mit einer schönen Abfindung einen neuen Job suchen? »In meinem Alter?«, fragt der Familienvater zurück. Sein Team arbeite engagiert weiter. Aber die Unsicherheit nagt: »Auch die Kunden fragen schon, wie es weitergeht bei uns.« Und wenn er und seine 17.000 Enterprise-Kollegen bei einem Finanzinvestor landen? Fünfbuchen zuckt mit den Schultern. Georg Nassauer regt sich auf. »Viele Vorstände haben mit der Ausgliederung von Com auch eine ganze Menge ihrer eigenen Geschichte entsorgt«, sagt der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats. Generationen von Managern hätten die einst wahnsinnig hohen Gewinne mit der klassischen Vermittlungstechnik den Blick getrübt, so habe man den aufkommenden Mobilfunk sträflich unterschätzt und später auch das Telefonieren übers Internet verschlafen. Der Betriebsrat mit dem markanten Schnauzbart sitzt am Schreibtisch seines kleinen Büros mit Hinterhofblick in der Münchner Altstadt. Die angesprochenen Herren residieren nur einen Steinwurf entfernt im Palais am Wittelsbacher Platz: der Vorstandsvorsitzende Klaus Kleinfeld, dessen Vorgänger und jetziger Aufsichtsratschef Heinrich v. Pierer, der neue Finanzvorstand Joe Kaeser sie alle haben sich schon mit Com versucht. Die Arbeitnehmervertreter wurden im Fall Nokia Siemens im Aufsichtsrat überstimmt. Dazu will Nassauer als Mitglied des Gremiums nichts sagen. Keinesfalls hätten die IG Metaller die Misere in diesem Bereich aber ignoriert. Bei den mobilen Netzwerken etwa seien Siemens und Nokia in die Klemme geraten, zwischen dem doppelt so großen und hochprofitablen Marktführer Ericsson auf der einen und den Patentbrechern aus China auf der anderen Seite. Dennoch wäre eine Lösung unter Siemens-Führung mit einem anderen Management sinnvoll und möglich gewesen, denn »wenn es ein Wachstumsfeld gibt, dann ist es die Telekommunikation«, sagt der gelernte Stahlformenbauer, der vor 32 Jahren im Berliner Fernschreiberwerk von Siemens angefangen hat. Jetzt denkt Nassauer vorwärts: Betriebsbedingte Kündigungen seien bei den ausgegliederten Betriebsteilen in Deutschland bis 2009 ausgeschlossen, das habe die IG Metall durchgesetzt. Auch Tarifvertrag und Betriebsräte werde es weiter geben. »Ich selbst wechsle am 1. Januar 2007 mit zu Nokia Siemens Networks.« Und die europäische Unternehmenskultur der Finnen passe immerhin viel besser als die von Amerikanern oder Asiaten. Aber warum musste alles so schnell gehen? Das habe nach Ansicht vieler mit den Zielmargen zu tun, die jeder Siemens-Sparte vorgeben wurden, sagt Nassauer. Die gab es zwar auch schon unter v. Pierer. Aber: »Pierer hat nie gesagt, dass er persönlich sich an den Zielmargen messen lasse, Kleinfeld schon.« Bis zum Frühjahr 2007 sollen alle großen Konzernsparten die Renditevorgaben erreicht haben, die sich an den jeweils besten Konkurrenten orientieren. Werner von Siemens, ein genialer Tüftler, gründete 1847 mit dem Feinmechaniker Johann Georg Halske in Berlin die Telegraphen-Bauanstalt von Siemens und Halske, die Keimzelle des heutigen Weltkonzerns. »Ich sehe im Geschäft erst in zweiter Linie ein Geldeswerth Object«, schrieb Werner von Siemens 1887. Wichtiger war es ihm, den technischen Fortschritt voranzutreiben und sein Lebenswerk »ungeschmälert« zu hinterlassen. 900.000 Aktionäre hat das Unternehmen heute. 55 Prozent des Aktienkapitals liegen in ausländischer Hand, bei Fonds und Pensionskassen etwa. »Wir leben in einer finanzgetriebenen Welt«, bedauert Georg Nassauer. Klaus Kleinfeld hat die Welt im Blick. »Viele sagen, ich hätte den schönsten Ausblick ganz Münchens«, sagt der groß gewachsene Manager mit dem jungenhaften Gesicht. Seit Anfang 2005 lenkt er die Geschicke des Siemens-Konzerns vom altrosa getünchten Palais am Wittelsbacher Platz aus. Doch von der Münchner Idylle dürfe man sich nicht täuschen lassen. Auf den Weltmärkten blase ein rauer Wind. Zwei Großaufnahmen der stürmischen See vor Island hängen an der Wand. »Ziel muss es sein, in allen unseren Geschäften eine Führungsposition einzunehmen«, sagt Kleinfeld, »sonst haben wir keine Chance, genug zu verdienen, um zukunftsfähig zu sein.« Und: »Wir hätten es bei Com nicht geschafft, in einer realistischen Zeit auf eine Führungsposition zu kommen.« Selbstverständlich habe ihn dieser Schnitt »emotional berührt«, beteuert der in einem Bremer Arbeiterviertel aufgewachsene Aufsteiger. Dies sei »eine der schwierigsten Entscheidungen seit Jahrzehnten« gewesen. Dann hellt sich die Miene auf: »Mit Nokia kann Networks wieder ganz vorne mitmischen.« Aber warum die Eile? »Jetzt bot sich die einmalige Chance.« Und eine 13-Milliarden-Sparte könne den Konzern ganz schön herunterziehen, sogar als Ganzes gefährden, warnt Kleinfeld. »Ich muss als Vorstandsvorsitzender an das gesamte Unternehmen denken, trage auch die Verantwortung für die 400.000 Mitarbeiter außerhalb von Com.« Denkt der 49-jährige Manager, der für Siemens einst die US-Tochter auf Kurs brachte, nicht schon zu amerikanisch, nur an kurzfristige Kursschübe? Derartige Einordnungen regen ihn zunehmend auf: »Hier geht es nicht um kurzfristige Optimierung«, der Konzern müsse zukunftsfest werden. »Wenn ich versuche, nachhaltig den Unternehmenswert zu erhöhen, bin ich noch lange kein Knecht des Kapitalmarkts«, schimpft Kleinfeld. Honoriert hat die Börse seinen Kraftakt allerdings bislang nicht, die Siemens-Aktie dümpelt bei 65 Euro, um die 85 Euro hatten sich die Strategen erhofft. Zu allem Überfluss drangen Dissonanzen mit Aufsichtsratschef v. Pierer nach draußen. Ohne dessen Plazet wäre Com zwar nicht ausgegliedert worden, sagt ein Pierer-Vertrauter, aber Kleinfelds Hauruck-Stil habe für Verstimmung gesorgt. Umso deutlicher will der jetzt zeigen, dass er kein traditionsloser Geselle ist: Der Gencode von Siemens setze sich zusammen aus »Innovationskraft, Internationalität und Familienunternehmensorientierung«, sagt er. Gerade für die von den Umbauten betroffenen Mitarbeiter setze er sich »maximal« ein. Die konzerninternen Umschulungen seien ein Beispiel dafür. In einigen Einheiten hätten schon 70 Prozent intern oder extern einen neuen Job bekommen. Kleinfeld besteht darauf, dass er auch beim Verkauf der Handysparte an die Mitarbeiter dachte. Es hätte schnellere Lösungen gegeben als die mit BenQ, sagt er. Man habe aber den Menschen die größtmögliche Chance geben wollen und deshalb den Taiwanern erhebliche Finanzmittel mitgegeben. Jetzt sei Kleinfeld entsetzt, heißt es in München. Er greift BenQ scharf an und verspricht, die betroffenen Mitarbeiter »nicht im Regen stehen zu lassen«. Dabei könnte es sein, dass Siemens demnächst mit einigen Erfolgen überrascht. Die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr dürften gut ausfallen, werden aber erst im November offiziell. »Generell bin ich sehr happy«, kann Kleinfeld deshalb nur sagen. Mehr als die Hälfte des Unternehmens spiele heute schon auf »Welt-Topniveau«. Und in schwächeren Bereichen wie der Haustechnik oder der Transportsparte arbeite man wie die Berserker. Bleibt das Sorgenkind SBS, der IT-Dienstleister im Konzern. Dessen früheres Management hat sich mit billig hereingeholten Outsourcing-Aufträgen verhoben. Einige tausend SBS-Jobs werden auf der Strecke bleiben, die Software-Leute werden weniger verdienen. »Aber wir können nicht einfach aussteigen«, dementiert Kleinfeld Spekulationen über den nächsten Rückzug. Wenn die Problemfälle abgearbeitet sind, kann er sich um seine strategische Vision kümmern: die Megatrends nutzen das weltweite Bevölkerungswachstum, die Megacitys, die Alterung der Gesellschaft. Davon könne Siemens kräftig profitieren. »Wir wollen doppelt so schnell wie die Weltwirtschaft wachsen.« Roland Pitz analysiert den Kurs von Siemens genau. Sein Beobachtungsposten liegt im Hochhaus der HypoVereinsbank im Münchner Arabellapark. In 15 Minuten ist der Analyst am Wittelsbacher Platz. Com mit Nokia zu verbinden gefällt Pitz. Bei SBS habe man schon fast die Hälfte des geplanten Abbaus von 5000 Stellen problemlos bewältigt. Kleinfeld sei konsequenter als sein Vorgänger, gestatte keine Ausnahmen mehr, lobt der Analyst. »Die Märkte hätten ihm nicht verziehen, wenn er nicht gehandelt hätte.« Pitz hat als Kursziel 85 Euro ausgegeben. Kaufen, lautet seine Empfehlung, wie die der meisten anderen Bankanalysten. Theo Hornofs Dienste sind gefragt. Der kräftige Mann in kurzen Hosen und T-Shirt testet im Siemens-Werk Forchheim bei Erlangen die Funktionen eines Computertomografen (CT). Da muss alles stimmen, schließlich kostet so ein Großgerät einen Klinikbetreiber bis zu zwei Millionen Euro. Der gelernte Feingeräteelektroniker ist eine jener hoch spezialisierten Fachkräfte, die in modernen High-Tech-Fabriken gebraucht werden. »Es muss alles viel schneller gehen als früher«, beschreibt der 42-Jährige die Konsequenz der Lean Production. Vier Wochen nach Bestelleingang ist so ein technisches Wunderwerk bereits auf dem Weg zur Kundschaft. Vor kurzem erst ist der Franke aus Japan zurückgekehrt, wo er in einer Klinik einen CT aus Forchheim installiert hat. »Wir sind gerade gut ausgelastet.« Das war nicht immer so. Der erfahrene Monteur kann sich noch gut an die Zeit Mitte der Neunziger erinnern, damals verloren mehr als 3000 Kollegen ihren Arbeitsplatz bei der Medizintechnik (Med). Analysten forderten den Siemens-Vorstand auf, die Sparte abzustoßen. Siemens solle sich gefälligst ganz auf das wachstumsträchtige Geschäft mit der Telekommunikation konzentrieren. Anders als jetzt bei Com entschied sich der damalige Vorstand, nochmals kräftig in Med zu investieren. Ein aufstrebender junger Manager namens Klaus Kleinfeld gehörte damals zum Sanierungsteam. Eine gute Idee. »Wir sind heute bei allen unseren wichtigen Geschäften die Nummer eins oder zwei auf der Welt«, sagt der Chef der Siemens-Medizintechnik, Erich Reinhardt, in der Erlanger Med-Zentrale. Der 59-jährige Professor ist einer der Stars bei Siemens. Fast 13 Prozent Umsatzrendite fährt Med ein, obwohl jeder Auftrag gegen GE oder Philips erkämpft werden muss. Dieses Jahr durfte Reinhardt für fünf Milliarden Euro Firmen zukaufen. Der Professor schwärmt vom neuesten CT, der auch gestochen scharfe Bilder eines schnell schlagenden Herzens machen kann. Das kann auf der Welt kein anderer bieten. Die Idee dazu kam aus der Erlanger Entwicklertruppe. Der »Spirit«, der dort herrsche, ziehe gute Leute aus der ganzen Welt an. Mittlerweile ist der Personalstand im Fränkischen wieder auf 8500 Köpfe gestiegen, fast so viel wie vor der Krise. »Der Zuwachs findet künftig vorwiegend im Ausland statt«, baut Reinhardt Illusionen vor. Dort, wo die großen Märkte sind USA, China, Indien. Harminder Singh hat das Wachstum im Visier. »Indien ist kein einfaches Land«, sagt der Manager, dessen Business-Ensemble perfekt auf seinen leuchtend blauen Turban abgestimmt ist. Energie sei knapp, trotzdem gingen allein 30 Prozent beim Stromtransport verloren. Als Ingenieur weiß er: »Die Hälfte des Schwunds liegt an der schlechten Technik.« Klar, wer hier für Abhilfe sorgen kann. Die Produkte liefert die Siemens-Sparte Energieverteilung, für die ist Singh verantwortlich, genauso wie für die Sparte Energieversorgung. Auch da brummt das Geschäft. »Die Regierung will die Kraftwerkskapazitäten verdoppeln.« Überdies ergänzten sich Deutsche und Inder. Einen 500-Millionen-Dollar-Auftrag für die Energie-Infrastruktur in Qatar habe man nur ergattern können, weil teure deutsche Komponenten und günstigere indische Ausrüstungen zu einem Paket geschnürt worden seien. »Beide für sich hatten gegen die Konkurrenz zuvor keine Chance.« Harminder Singh ist gerade auf Visite im Siemens-Werk Kalwa, eine Autostunde nordöstlich von Mumbai. Vier Fabriken produzieren hier in der sattgrünen tropischen Hügellandschaft: Einfache Schaltanlagen für den Elektrikerbedarf, große Schaltschränke für Fabriken, Antriebe für S-Bahnen, eine Transformatorenproduktion wird gerade hochgezogen. Im ältesten Teil machen urtümliche Stanzmaschinen einen Höllenlärm. Die nagelneue Fertigung für S-Bahn-Antriebe braucht dagegen den Vergleich mit den deutschen Siemens-Fabriken nicht zu fürchten. Umgerechnet 150 bis 170 Euro verdiene ein Arbeiter monatlich bei einer 44,5-Stunden-Woche, erzählt der Werksleiter. Dennoch ist gerade hier noch etwas vom Geist der Siemens-Familie zu spüren, den man im Stammland mittlerweile kaum noch findet. Chetan Gokahle etwa, ein hagerer Mittvierziger, der im ganzen Land Schaltanlagen verkauft, erzählt, wie stolz er sei, zur Familie zu gehören. Schon sein Vater habe bei Siemens gearbeitet. Jürgen Schubert redet nicht lange um die Sache herum. Als er vor zehn Jahren in Indien anfing, »war die Landesgesellschaft in einer prekären Lage«, erzählt der 59-jährige Schwabe in seinem Hauptquartier im Geschäftszentrum von Mumbai. Heute ist Indien eine Vorzeigeregion für den Konzern. Genüsslich zählt Schubert die Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres auf: Umsatz plus 66 Prozent, Gewinn plus 46 Prozent, Auftragseingang plus 119 Prozent. Rund 13.000 Menschen sind für Siemens in Indien tätig; 17 Fabriken und zahlreiche Labors und Niederlassungen sind übers ganze Land verteilt. Gut 2000 indische Siemensianer arbeiten bislang für Com. Die werden jetzt auch hier ausgegliedert. Doch der alte Fahrensmann Schubert ist überzeugt, dass das Unternehmen ohne die Telefonleute bestehen kann. »Wenn Siemens ein Tier wäre, dann eines mit sechs Beinen. Wenn eines davon weggebissen wird, kann es immer noch gut laufen.« Im Prinzip besteht Siemens aus elf weltweit tätigen Konzernen, jeder davon mit Milliardenumsätzen. Derartige Mischgebilde wurden zuletzt an der Börse bestraft: Das Ganze ist weniger wert als die Summe der Einzelteile was der Angst vor Heuschrecken Vorschub leistet. Mit gut 60 Milliarden Euro wird der Konzern derzeit an der Börse bewertet. Einzelne Finanzinvestoren haben zehn Milliarden Euro und mehr eingesammelt. Was, wenn nur ein paar von ihnen kooperieren? Auch um zu zeigen, dass sich die unterschiedlichen Konzernsparten zum Wohle des Geschäfts ergänzen, hatte Klaus Kleinfeld das Konzept »Siemens One« forciert. Bei Großprojekten wie Fußballstadien, Kliniken oder Flughäfen treten die Sparten gemeinsam auf, bieten alles aus einer Hand: Beleuchtung, Energie, Sicherheitssysteme, Haustechnik. In indischen Software-Paradies Bangalore etwa stellt der Konzern gemeinsam mit einem einheimischen Bauunternehmen einen kompletten Flughafen auf die grüne Wiese. Da droht durch die Ausgliederung von Com künftig eine Lücke. Natürlich werde man auch mit den bisherigen Com-Bereichen zusammenarbeiten, so wie man es etwa schon mit den Computerleuten von Fujitsu Siemens mache, beschwichtigt Klaus Kleinfeld. Man wird sehen. Martina Buhl zeigt sich flexibel in dieser unsteten Welt. »Ich glaube nicht, dass sich viel ändert, wenn unser Eigentümer Nokia Siemens und nicht mehr Siemens heißt«, sagt die Rationalisierungsexpertin. Direkt vom Studium an der Fachhochschule stieß die junge Wirtschaftsingenieurin zur SRI Radio Systems GmbH im Städtchen Durach im Allgäu. Dem Fabrikflachbau sieht man nicht an, was drinnen produziert wird. Man fertige Basisstationen für den Mobilfunk, klärt Geschäftsführer Matthias Wist auf. Jene mannshohen grauen Blechkästen, die überall auf der Welt in fünf bis sieben Kilometer Abstand aufgestellt werden, damit Milliarden Handynutzer in kein Funkloch geraten. Bei der Wahl zur Fabrik des Jahres hat man Platz zwei belegt, erfülle die Renditeziele des Konzerns. Dennoch wird auch dieses Werk dem Joint Venture mit Nokia zugeschlagen. Meistgelesene Artikel des Tages Film: Fußball wie noch nie » Irak-Krieg: George im Phantasialand » Glücksspiel: Lotto-Jackpot nicht geknackt » Beliebteste Galerien WM-Film: Ganz nah dran » Konzert: Zu betrunken zum äh » Ausverkauft: Pearl Jam entfesseln Berlin » Doch die Stimmung ist alles andere als niedergeschlagen. Peter Detzel, der 49-jährige Betriebsratsvorsitzende, tritt in Dreiviertelhose und T-Shirt auf. Es sei eine Frage der Sichtweise, sagt er. »Jetzt kommen wir endlich in den Verbund eines reinen Kommunikations- unternehmens.« Künftig stehe man im Fokus, sei kein Beigeschäft mehr. »Ich bin ein harter IG Metaller«, sagt Detzel über sich selbst. Und dennoch hat er im Werk Dinge befürwortet, die für die meisten Gewerkschaftskollegen Teufelszeug sind. Auf zwei fest angestellte SRI-Leute kommt mindestens ein Zeitarbeiter. Nur rund 500 von 845 Menschen, die im SRI-Werk arbeiten, sind Angestellte der GmbH. Die zehnköpfige Abteilung Continuous Improvement sucht permanent nach kostensparenden Ideen, Martina Buhl gehört dazu. »Die Arbeitsplätze hier in Deutschland sind net gschenkt«, sagt der Allgäuer Betriebsratschef. Das Werk spuckt täglich 200 bis 300 Mobilfunkstationen aus. Man sei so produktiv, dass man selbst die Niedriglöhne im Shanghaier Schwesterwerk kompensieren könne, betonen Geschäftsführer und Betriebsrat unisono. »Wenn man kein Geld verdient, ist am Ende auch der Arbeitsplatz futsch«, sagt Detzel an die Adresse der Münchner Kollegen.« Nur wenn man wirklich gut sei, brauche man keine Angst zu haben. Die Duracher fühlen sich fit für den Wettbewerb. Die Prozesse in der Fabrik beherrsche man mittlerweile so perfekt, dass man im Prinzip auch ein Produkt aus der Medizintechnik bauen könnte. Das wäre was: die universelle Fabrik als Schutz gegen die unberechenbaren Wendungen von Märkten und Managern. Zum Thema Vorstandsgehälter brachten Klaus Kleinfeld an den Pranger » Rund um die Insolvenz von BenQ Mobile gedeihen Spekulationen und Gerüchte » Aktuelles aus der Wirtschaft » Analysen und Hintergründe » © DIE ZEIT, 05.10.2006 Nr. 41 leser-kommentare Eröffnen Sie die Diskussion! Kommentar verfassen » | Registrieren » Websuche Top 5 Suchbegriffe (wirtschaft) Visitenkarte, Unternehmensgründung, Werbemittel, Lohnabrechnung, Projektmanagement, fÜr Sie ausgewÄhlt ÖSTERREICH und der Rest der Welt » FOTOGALERIE Artefakt » PLANET ERDE Faszinierende Wesen » ARBEITSRECHT Da staunt der Chef » BUCHMESSE Indische Augenblicke » OCTOPUZZLE Spielen Sie mit! » STARTSEITE » wirtschaft » Siemens Redaktion Kritik News Deutschland International Wirtschaft Finanzen Wissen Gesundheit Computer Bildung & Beruf Campus Feuilleton Musik Literatur Leben Zuender Reisen Auto Sport Spiele Weblogs Video Newsletter Audio Debatte var sa1 = 'http://de.search.yahoo.com/search'; var sa2 = 'http://www.dwds.de/cgi-bin/zeit/search.py'; function search_set(n){ switch (n){ case 'boo': document.getElementById('searchform').action = sa1; document.getElementById('zq').style.background = "transparent url(/bilder/elemente_01_06/suche/hp-yahoo-suchfeld-62.gif) repeat-y 0 0"; break; case 'woo': document.getElementById('searchform').action = sa2; document.getElementById('zq').style.background = "transparent url(/bilder/elemente_01_06/suche/blank.gif) repeat"; break; } return true; } function submit_search(){ document.getElementById('yp').value = document.getElementById('zq').value; document.getElementById('searchform').submit(); } document.getElementById('searchform').action = sa1; Suche leser-kommentare Eigenen Kommentar verfassen » Registrieren » Anzeige document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a7');} Mr. Check 1.Wort markieren 2.Button anklicken 3.Erklärung erscheint! Wõrter der Woche Nooteboom | Pierer | Katz | Hoffmann | Bush | Klinsmann | Sartorius | DFG | AWI | BenQ | PDS | Linkspartei | GmbH | Vereinten Nationen | Hanser Artikel zum Thema ZEIT 26/2006: Vom Netz genommen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld lagert die Kommunikationstechnik aus. Für mehr Profit handelt er sich neue Abhängigkeiten ein. » ZEIT online 25/2006: Superfusion Nokia und Siemens fusionieren zum drittgrößten Mobilfunk-Ausrüster der Welt und wollen das profitabelste Unternehmen der Branche schaffen. Die Börse reagiert positiv » ZEIT 05/2006: Gnadenlos freundlich Er macht gewaltig Druck, aber kaum einer nimmt es ihm übel. Seit einem Jahr ist Klaus Kleinfeld Chef von Siemens. In dieser Woche stellt er sich erstmals den Aktionären » Anzeige var channel = select_channel('wirtschaft'); createEspottingContentPage(channel, "articleAd.xsl", 3, 1470); SUCHE | ARCHIV | Redaktion | Kritik | News | Deutschland | International | Wirtschaft | Finanzen | Wissen | Gesundheit Computer | Bildung & Beruf | Campus | Feuilleton | Musik | Literatur Leben | Zuender | Reisen | Auto | Sport | Spiele | Weblogs | Video | Newsletter | Audio | Debatte PARTNERVERMITTLUNG | KUNSTMARKT | FOTOGALERIE | PREMIUM | AUS DER ZEIT | IMPRESSUM | ZEIT-VERLAG | MEDIADATEN | PRESSE | HILFE | NEWSFEED | NURTEXT Zum Seitenanfang document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a9');} SERVICE- und WERBEPARTNER VON ZEIT ONLINE Testberichte | Nachrichten zu Aktien | DSL Vergleich | Kredite | Online Marketing | Private Krankenversicherung | Software Downloads | Onlineshop | Kreditkarten kostenlos | TUI | Autoversicherung Vergleich | Preisvergleich | Gesundheit if(typeof(wt_sendinfo) != "undefined")wt_sendinfo();q uU;http://www.zeit.de/online/2006/40/Airbus-Kommentar?page=allq }q(hh hXW+document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a1');} document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a2');} Partnersuche Lotto Online-Spiele Tickets Zeit-Shop Premium HÖrbuch Jobs Zeit-Reisen Reiseanzeigen Ferienwohnungen Katalogbestellung Weltkunst Veranstaltungen Kulturanzeigen Sidestep Buch Kliniken WohlfÜhlen Immobilien Recht & Steuern Inserieren markt.de Abonnement Prämienflüge DIE ZEIT im Abonnement DIE ZEIT - PrÄmien DIE ZEIT zur Probe DIE ZEIT fÜr Studenten DIE ZEIT als Geschenk DIE ZEIT im Ausland ZeitWissen im Abonnement DIE ZEIT Geschichte im Abonnement ZEIT Kursbuch nurtext/PDA RSS Newsletter Audio Audio e-paper vor-zeitig pda rezensionen debatte newsletter STARTSEITE » wirtschaft » EADS © ZEIT online 4.10.2006 - 15:58 Uhr Zerrissenes Netzwerk Angesichts der Lieferverzögerungen beim A380 stehen bei Airbus gravierende organisatorische Reparaturarbeiten an Von Michael Mönninger Airbus A 380: Ein Jahr Lieferverzögerung © Scott Barbour/Getty Images Selten lässt sich ein technisches Problem so einleuchtend erklären wie die aktuellen Lieferschwierigkeiten von Airbus: Die Verteilung der Produktion auf sechzehn Standorte in den vier Ländern der Airbus-Anteilseigner sowie die Auslagerung von Bauelementen an Hunderte von Zulieferern erfordern eine derart komplexe Logistik, dass selbst kleinste Ausfälle in der Fertigungskette größte Folgeschäden haben. Flügel und Motoren stammen aus Großbritannien, Heck und Leitwerk aus Spanien, Cockpit und Rumpfteile aus Frankreich, Kabine und Innenausbau aus Deutschland da scheint es fast ein Wunder zu sein, dass Airbus bislang alle herkömmlichen Modelle pünktlich und zuverlässig ausliefern konnte. Doch beim Bau des A380, der größten Passagiermaschine aller Zeiten, sind im Netzwerk der Fabriken erstmals schwere Risse aufgetreten. Kein Wunder, dass wieder Forderungen laut werden, die Produktion zu zentralisieren indem die politische Logik, nach der jedes Airbus-Land auch sein Stück vom lukrativen Projekt bekommen möchte, einer industriellen Logik weicht, die die rationellste und kostengünstigste Fertigung an wenigen Orten bevorzugt. Diese Erklärung klingt gut, hat aber einen Nachteil: Sie stimmt nur halb. Fragt man Airbus-Leute in Toulouse, ob das Mosaik der Produktion nicht unbeherrschbar geworden ist, so bekommt man erstaunlich ehrliche Antworten: Nein, denn der Konkurrent Boeing hat seine Produktion sogar auf mehrere Erdteile ausgeweitet und kann selbst mit japanischen Zulieferungen quer über den Pazifik das Produktionstempo halten. Woher rührt also das Desaster, dass der neue A380 über anderthalb Jahre Verspätung hat und 2007 nur ein einziges Mal ausgeliefert werden kann? Warum wird erst 2010 die volle Kapazität von 45 Maschinen jährlich erreicht sein? Und wer soll für die schätzungsweise sechs Milliarden Euro Einbußen durch Umsatzausfall und Entschädigungen aufkommen? Bei Airbus, der schönsten Blüte der europäischen Industrie, wo Milch und Honig flossen bei zuletzt 22 Milliarden Jahresumsatz betrug der Gewinn zwei Milliarden , brennt die Luft. Weitaus verheerender als Abstimmungsprobleme im Patchwork der Produktionsorte sind drei Konflikte: beim Management, dem Kapitalbesitz und durch die Überlastung des Unternehmens, das mitten in einer schweren Wachstumskrise steckt. Erstens: Das permanente Stühlerücken in der Chefetage von Airbus, bei dem nach dem Ausscheiden von Noel Forgeard und Gustav Humbert jetzt mit Christian Streiff der dritte Präsident innerhalb von zwei Jahren berufen wurde, hat schwere Reibungsverluste gekostet. Hinzu kam eine politische Affäre (Clearstream), in die hohe Chargen der Airbus-Holding EADS verwickelt waren und das Unternehmen destabilisierten. Anzeige document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a5');} Zweitens: Auch an der Aktionärsfront hat der Teilausstieg der Gruppe Lagardère sowie dem Motorenhersteller BAE Systems für unklare Mehrheiten gesorgt. Seit über vierzig Prozent der EADS-Anteile in Streubesitz sind und zudem russische Investoren einstiegen, kann man von einer kohärenten Interessenslage der Anteilseigner kaum mehr reden. In Frankreich träumen viele schon wieder von den Glanzzeiten, als ein knallharter Großaktionär wie der verstorbene Jean-Luc Lagardère noch die Zügel in der Hand hielt und auch der Staat kräftig mitmischte. Heute ist der Sohn Arnaud Lagardère kaum noch präsent, und der französische Staat mit 15 Prozent Aktien ist zu einem eher stillen Teilhaber ohne industrielles Know-how geworden. Meistgelesene Artikel des Tages Film: Fußball wie noch nie » Irak-Krieg: George im Phantasialand » Glücksspiel: Lotto-Jackpot nicht geknackt » Beliebteste Galerien WM-Film: Ganz nah dran » Konzert: Zu betrunken zum äh » Ausverkauft: Pearl Jam entfesseln Berlin » Drittens: Mit gleich mehreren Riesenbaustellen dem Militärtransporter M400, dem neu entwickelten Langstreckenflieger A350, der mit dem High-Tech-Erfolg von Boeing namens 787 konkurrieren soll und natürlich dem riesigen A380 hat das Unternehmen mehr auf sich genommen, als es schultern kann. Angesichts der Fehlerdiagnose des neuen Airbus-Chefs Christian Streiff bekommt man fast den Eindruck, als sei da jemand in Straßenschuhen zur Everest-Besteigung aufgebrochen: Uns fehlen einfach die Computer- und Steuerungsprogramme für Entwurf und Fabrikation einer derart komplexen Maschine. Zu trauriger Berühmtheit ist mittlerweile die Verlegung der Kabelbäume im Hamburger Airbus-Werk gekommen. 500 Kilometer Kabel mit 300.000 Verbindungen pro Airbus-Rumpf haben die Hamburger restlos überfordert, so dass immer wieder unvollständige Bauteile nach Toulouse gelangten. Man habe zwar mittlerweile 3-D-Modelle (digital mock-up) auf den Produktionsrechnern installiert, aber leider erst spät: Unsere zuständigen Mitarbeiter sind noch auf der Lernkurve, heißt es in Toulouse. Doch bei den Einsparungen, mit denen Airbus die Ausfälle wettmachen will, wird es auch um Arbeitsplätze gehen. Bislang sorgen sich vor allem mittelständische Zulieferer in der Region Toulouse, dass Airbus ausgegliederte Bauteile wieder integriert und Tausende Stellen entfallen. Aber auch intern will der Flugzeughersteller das Ziel einer dreißigprozentigen Kostenreduzierung mit Personalabbau erreichen: durch Verrentung älterer Mitarbeiter und Streichung von befristeten Arbeitsverträgen. Zahlenangaben zum drohenden Jobverlust macht Airbus noch nicht, und auch die Hypothesen einer Neuverteilung der Standorte bleiben unbestätigt. Denkbar ist eine Spezialisierung der Fertigungsstätten, indem der A380 bald komplett nach Toulouse verlegt wird, während Hamburg den bisherigen Verkaufsschlager A320 selbstständig herstellen wird. Bei allen Nöten bleibt die einzige Hoffnung, dass Krisenmanager Christian Streiff klar sieht und auch so spricht. Schon bei Amtsantritt im Juli schlug er mit ungewohnter Offenheit Töne an, die man sonst nur von Konkurrenten kennt. Streiff sprach von einer ernsten Krise infolge von schlechten Gewohnheiten und mangelnder Bescheidenheit bei den erfolgsverwöhnten Airbus-Leuten. Jetzt bleibt vorerst der schwache Trost, dass Selbsterkenntnis der erste Weg zur Besserung ist. Zum Thema Sparen muss sein – aber nicht nur auf deutsche Kosten » Finanzmärkte straffen Airbus ab » Aktuelles aus der Wirtschaft » Analysen und Hintergründe » © ZEIT online 4.10.2006 - 15:58 Uhr leser-kommentare (6) » Von blaubaer65 sachliche Schwächen unabhängig von der unschönen Situation bei Airbus enthält der Artikel leider einige sachliche Schwächen. 1. » Von mkucher @self22 Richtig. Das funktioniert natuerlich nur, wenn sich der Staat ueberall heraushaelt. » Von afromme So weit, so... ...fein zusammengefasst. Nur faktisch leider nicht immer ganz korrekt. » Kommentar verfassen » | Registrieren » Websuche Top 5 Suchbegriffe (wirtschaft) Visitenkarte, Unternehmensgründung, Werbemittel, Lohnabrechnung, Projektmanagement, fÜr Sie ausgewÄhlt ÖSTERREICH und der Rest der Welt » FOTOGALERIE Artefakt » PLANET ERDE Faszinierende Wesen » ARBEITSRECHT Da staunt der Chef » BUCHMESSE Indische Augenblicke » OCTOPUZZLE Spielen Sie mit! » STARTSEITE » wirtschaft » EADS Redaktion Kritik News Deutschland International Wirtschaft Finanzen Wissen Gesundheit Computer Bildung & Beruf Campus Feuilleton Musik Literatur Leben Zuender Reisen Auto Sport Spiele Weblogs Video Newsletter Audio Debatte var sa1 = 'http://de.search.yahoo.com/search'; var sa2 = 'http://www.dwds.de/cgi-bin/zeit/search.py'; function search_set(n){ switch (n){ case 'boo': document.getElementById('searchform').action = sa1; document.getElementById('zq').style.background = "transparent url(/bilder/elemente_01_06/suche/hp-yahoo-suchfeld-62.gif) repeat-y 0 0"; break; case 'woo': document.getElementById('searchform').action = sa2; document.getElementById('zq').style.background = "transparent url(/bilder/elemente_01_06/suche/blank.gif) repeat"; break; } return true; } function submit_search(){ document.getElementById('yp').value = document.getElementById('zq').value; document.getElementById('searchform').submit(); } document.getElementById('searchform').action = sa1; Suche leser-kommentare Eigenen Kommentar verfassen » Registrieren » Anzeige document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a7');} Mr. Check 1.Wort markieren 2.Button anklicken 3.Erklärung erscheint! Wõrter der Woche Nooteboom | Pierer | Katz | Hoffmann | Bush | Klinsmann | Sartorius | DFG | AWI | BenQ | PDS | Linkspartei | GmbH | Vereinten Nationen | Hanser Artikel zum Thema ZEIT 41/2006: Armer Airbus Sparen muss sein aber nicht nur auf deutsche Kosten. » ZEIT 26/2006: Krise im Rumpf Wie Airbus aus einem normalen technischen Problem beim A380 ein Desaster für den ganzen EADS- Konzern machte. » ZEIT 21/2006: Darf es etwas breiter sein? Bei Airbus bahnt sich eine aufwändige Revision des Langstreckenjets A350 an » Anzeige var channel = select_channel('wirtschaft'); createEspottingContentPage(channel, "articleAd.xsl", 3, 1470); SUCHE | ARCHIV | Redaktion | Kritik | News | Deutschland | International | Wirtschaft | Finanzen | Wissen | Gesundheit Computer | Bildung & Beruf | Campus | Feuilleton | Musik | Literatur Leben | Zuender | Reisen | Auto | Sport | Spiele | Weblogs | Video | Newsletter | Audio | Debatte PARTNERVERMITTLUNG | KUNSTMARKT | FOTOGALERIE | PREMIUM | AUS DER ZEIT | IMPRESSUM | ZEIT-VERLAG | MEDIADATEN | PRESSE | HILFE | NEWSFEED | NURTEXT Zum Seitenanfang document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a9');} SERVICE- und WERBEPARTNER VON ZEIT ONLINE Testberichte | Nachrichten zu Aktien | DSL Vergleich | Kredite | Online Marketing | Private Krankenversicherung | Software Downloads | Onlineshop | Kreditkarten kostenlos | TUI | Autoversicherung Vergleich | Preisvergleich | Gesundheit if(typeof(wt_sendinfo) != "undefined")wt_sendinfo();quU.http://www.zeit.de/online/2006/40/Transparencyq}q(hhhXdocument.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a1');} document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a2');} Partnersuche Lotto Online-Spiele Tickets Zeit-Shop Premium HÖrbuch Jobs Zeit-Reisen Reiseanzeigen Ferienwohnungen Katalogbestellung Weltkunst Veranstaltungen Kulturanzeigen Sidestep Buch Kliniken WohlfÜhlen Immobilien Recht & Steuern Inserieren markt.de Abonnement Prämienflüge DIE ZEIT im Abonnement DIE ZEIT - PrÄmien DIE ZEIT zur Probe DIE ZEIT fÜr Studenten DIE ZEIT als Geschenk DIE ZEIT im Ausland ZeitWissen im Abonnement DIE ZEIT Geschichte im Abonnement ZEIT Kursbuch nurtext/PDA RSS Newsletter Audio Audio e-paper vor-zeitig pda rezensionen debatte newsletter STARTSEITE » wirtschaft » Korruption © ZEIT online 4.10.2006 - 18:28 Uhr Ziemlich korrekt In einer Studie zur Korruption im Außenhandel schneiden deutsche Unternehmen relativ gut ab. Schweizer und Schweden bestechen aber seltener. Korruption ist in allen Industrieländern ein Problem. Besonders betroffen sind Russland, Indien und China. © dpa Man muss nicht Weltmeister im Schmieren sein, um sich als Exportweltmeister zu halten - dieses Fazit zog Hansjörg Elshorst, der Vorsitzende von Transparency Deutschland, am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung des neuen Bribe Payers Index (BPI), einer Statistik, in der die Korruptionsanfälligkeit von Wirtschaftsunternehmen in verschiedenen Industrieländern verglichen wird. Auf der Skala von eins bis zehn liegt die Bundesrepublik bei 7,34 Punkten und damit auf Platz sieben. Den besten Wert erreichte mit 7,81 Punkten die Schweiz, gefolgt von Schweden mit 7,62 Punkten. Ebenfalls vor Deutschland liegen Australien, Österreich, Kanada und Großbritannien. Von den großen Exportnationen mit einem Anteil am Gesamtexport von mehr als vier Prozent ist Deutschland damit am wenigsten korrupt. Wir können mit dem deutschen Abschneiden zufrieden sein. Von einem fairen Handel profitieren am Ende alle, sagte Andreas Dorfmann, Pressesprecher des Deutschen Arbeitgeberverbandes. Für deutsche Unternehmen, die im Ausland aktiv seien, sei Korruption gleichwohl ein riesiges Problem und eine ernsthafte Bedrohung. Vielerorts werde Bestechung erwartet. Das dürfe nicht unterschätzt werden. Auf den letzten Plätzen der Statistik finden sich in diesem Jahr Russland, China und Indien jeweils mit BPI-Werten um fünf. Meistgelesene Artikel des Tages Film: Fußball wie noch nie » Irak-Krieg: George im Phantasialand » Glücksspiel: Lotto-Jackpot nicht geknackt » Beliebteste Galerien WM-Film: Ganz nah dran » Konzert: Zu betrunken zum äh » Ausverkauft: Pearl Jam entfesseln Berlin » Der Index wird aus einer Umfrage unter 11.000 Geschäftsleuten in 125 Ländern errechnet. Dabei wird untersucht, welche Erfahrungen die Probanden mit ihren Handelspartnern machten. Grundsätzlich bemerkten die Forscher dabei eine hohe Bereitschaft zur Korruption. Es sei auffällig, dass es keines der untersuchten Länder in das obere Viertel der Skala geschafft habe, sagt Jörg Elshorst. Der Unterschied zwischen denjenigen Ländern, die eine Übereinkunft der OECD zum Kampf gegen die Korruption unterzeichnet hätten, und den Ländern, die diesen Schritt nicht vollzogen hätten, sei zwar deutlich spürbar, jedoch habe kein Land Grund, wirklich stolz zu sein. »Es gibt Unterschiede, doch keinen wirklichen Gewinner«, betonen die Autoren des Berichtes. Anzeige document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a5');} Transparancy bemängelt auch, dass die Zahl der Verfahren wegen Bestechung im Ausland auch nach der Ratifizierung des OECD-Abkommens lächerlich gering sei. Seither werden deutsche Firmen auch im eigenen Land strafrechtlich verfolgt, wenn sie im Ausland Schmiergeld gezahlt haben. Das Potenzial zur Korruptionsbekämpfung sei jedoch noch nicht ausgeschöpft, da die hiesigen Staatsanwaltschaften zu wenige Hinweise aus dem Ausland erhielten. © ZEIT online 4.10.2006 - 18:28 Uhr leser-kommentare Eröffnen Sie die Diskussion! Kommentar verfassen » | Registrieren » Websuche Top 5 Suchbegriffe (wirtschaft) Visitenkarte, Unternehmensgründung, Werbemittel, Lohnabrechnung, Projektmanagement, fÜr Sie ausgewÄhlt ÖSTERREICH und der Rest der Welt » FOTOGALERIE Artefakt » PLANET ERDE Faszinierende Wesen » ARBEITSRECHT Da staunt der Chef » BUCHMESSE Indische Augenblicke » OCTOPUZZLE Spielen Sie mit! » STARTSEITE » wirtschaft » Korruption Redaktion Kritik News Deutschland International Wirtschaft Finanzen Wissen Gesundheit Computer Bildung & Beruf Campus Feuilleton Musik Literatur Leben Zuender Reisen Auto Sport Spiele Weblogs Video Newsletter Audio Debatte var sa1 = 'http://de.search.yahoo.com/search'; var sa2 = 'http://www.dwds.de/cgi-bin/zeit/search.py'; function search_set(n){ switch (n){ case 'boo': document.getElementById('searchform').action = sa1; document.getElementById('zq').style.background = "transparent url(/bilder/elemente_01_06/suche/hp-yahoo-suchfeld-62.gif) repeat-y 0 0"; break; case 'woo': document.getElementById('searchform').action = sa2; document.getElementById('zq').style.background = "transparent url(/bilder/elemente_01_06/suche/blank.gif) repeat"; break; } return true; } function submit_search(){ document.getElementById('yp').value = document.getElementById('zq').value; document.getElementById('searchform').submit(); } document.getElementById('searchform').action = sa1; Suche leser-kommentare Eigenen Kommentar verfassen » Registrieren » Anzeige document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a7');} Mr. Check 1.Wort markieren 2.Button anklicken 3.Erklärung erscheint! Wõrter der Woche Nooteboom | Pierer | Katz | Hoffmann | Bush | Klinsmann | Sartorius | DFG | AWI | BenQ | PDS | Linkspartei | GmbH | Vereinten Nationen | Hanser Anzeige var channel = select_channel('wirtschaft'); createEspottingContentPage(channel, "articleAd.xsl", 3, 1470); SUCHE | ARCHIV | Redaktion | Kritik | News | Deutschland | International | Wirtschaft | Finanzen | Wissen | Gesundheit Computer | Bildung & Beruf | Campus | Feuilleton | Musik | Literatur Leben | Zuender | Reisen | Auto | Sport | Spiele | Weblogs | Video | Newsletter | Audio | Debatte PARTNERVERMITTLUNG | KUNSTMARKT | FOTOGALERIE | PREMIUM | AUS DER ZEIT | IMPRESSUM | ZEIT-VERLAG | MEDIADATEN | PRESSE | HILFE | NEWSFEED | NURTEXT Zum Seitenanfang document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a9');} SERVICE- und WERBEPARTNER VON ZEIT ONLINE Testberichte | Nachrichten zu Aktien | DSL Vergleich | Kredite | Online Marketing | Private Krankenversicherung | Software Downloads | Onlineshop | Kreditkarten kostenlos | TUI | Autoversicherung Vergleich | Preisvergleich | Gesundheit if(typeof(wt_sendinfo) != "undefined")wt_sendinfo();quU2http://www.zeit.de/2006/40/Zuwanderung-GB?page=allq}q(hhhXÇ9document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a1');} document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a2');} Partnersuche Lotto Online-Spiele Tickets Zeit-Shop Premium HÖrbuch Jobs Zeit-Reisen Reiseanzeigen Ferienwohnungen Katalogbestellung Weltkunst Veranstaltungen Kulturanzeigen Sidestep Buch Kliniken WohlfÜhlen Immobilien Recht & Steuern Inserieren markt.de Abonnement Prämienflüge DIE ZEIT im Abonnement DIE ZEIT - PrÄmien DIE ZEIT zur Probe DIE ZEIT fÜr Studenten DIE ZEIT als Geschenk DIE ZEIT im Ausland ZeitWissen im Abonnement DIE ZEIT Geschichte im Abonnement ZEIT Kursbuch nurtext/PDA RSS Newsletter Audio Audio e-paper vor-zeitig pda rezensionen debatte newsletter STARTSEITE » wirtschaft » Welt in Bewegung © DIE ZEIT, 28.09.2006 Nr. 40 Einmal Westen und zurück Nach der EU-Erweiterung zog es 400.000 Polen nach Großbritannien. Sie waren willkommen. Jetzt aber bekommen die Briten Angst und wollen die Grenze für Bulgaren und Rumänen schließen Von John F. Jungclaussen © ZEIT online Zwei Drucker »für Druckerei in Portsmouth gesucht. Erfahrung im Umgang mit Heidelberger Druckmaschinen wird vorausgesetzt. Jahresgehalt: 25.000 Pfund.« Die Jobausschreibung hängt im Fenster von Angel Human Resources, einer Jobvermittlung in der Shirley Road in Southampton. Die Managerin Joannah Crawford hat sie gleich zweimal ins Fenster gehängt. Auf Augenhöhe sieht man das Angebot auf Polnisch und weit darunter dann auch noch auf Englisch. Die Geschäfte der Jobagentin laufen gut. »Ich profitiere von den Polen«, sagt sie. Und davon gibt es in Southampton mehr als in jeder anderen britischen Stadt. Am 1. Mai 2004 wurde die EU nach Osten erweitert, und Großbritannien, Irland und Schweden öffneten als einzige sofort ihre Grenzen für die zehn neuen EU-Mitglieder. Seither brach der Strom von Immigranten auf Arbeitssuche nicht ab. Die Regierung schätzt, dass in den vergangenen vier Jahren 1,4 Millionen Menschen nach Großbritannien eingewandert sind, davon allein rund 400.000 Menschen aus Polen. In Southampton haben sich etwa 20.000 niedergelassen, was rund zehn Prozent der dortigen Bevölkerung entspricht. Und viele von ihnen wohnen entlang der Shirley Road, einer langen, geraden Ausfallstraße im Westen der Stadt. In den kleinen Kaufmannsläden sind die Regale voll mit polnischen Delikatessen: Piroggen, Borschtsch, eingelegtes Fleisch, Gurken, Rote Beete und sechs verschiedene polnische Biersorten. Und in Anas Polski Fryzier, einem Frisörsalon, schnattern zwei Dutzend polnische Frauen fröhlich gegen den Lärm der Haarföne an. Das alles geschieht längst nicht mehr unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Großbritannien diskutiert über gelungene und kommende Zuwanderung, über nützliche und bedrohliche Immigranten. Es deutet sich ein politischer Klimawandel an. Bauarbeiter, Lkw-Fahrer, Erntehelfer: Fast jeder Pole fand einen Job Anzeige document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a5');} Einige Kommunen haben sich bereits darüber beschwert, dass ihre öffentlichen Einrichtungen überfordert sind. John Denham, Labour-Abgeordneter für Southampton, rechnet vor, dass sich allein im vergangenen Semester 1000 Polen an der Volkshochschule für einen Englischkurs eingeschrieben hätten. »Wenn Arbeitgeber von der billigen Arbeitskraft profitieren, dann sollten sie auch etwas zu ihrer Ausbildung beisteuern«, findet er. Derweil sorgte sich Cheryl Coppell, Kommunalrätin in Slough in Berkshire, um den lokalen Immobilienmarkt. »Seit dem Zuzug von 3000 Polen haben wir keinen Platz mehr«, meint sie. »Teilweise leben sie mit 15 Leuten in einem kleinen Haus.« Es sei an der Regierung, mehr Geld für neuen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Im Großen und Ganzen sind sich die Regierung, die Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände jedoch einig: Die Einwandererwelle hat der britischen Wirtschaft bisher nicht geschadet, im Gegenteil. Denn die Neuankömmlinge auf dem Arbeitsmarkt zeichnen sich vor allem durch drei Eigenschaften aus sie sind jung, gut ausgebildet und flexibel. Einer von ihnen ist Alec Kosniowski. Der 25-jährige Danziger steht vor dem Schaufenster von Angel Human Resources. Er hat zwar schon einen Job, aber er sucht noch einen fürs Wochenende. »Am liebsten in einer Bar oder so«, erklärt er. Nach dem Abitur hat Alec Kosniowski Ingenieurwesen studiert. »Natürlich habe ich in Polen keinen Job gefunden, also bin ich hierher gekommen.« Nach zwei Tagen hatte er einen Job als Lkw-Fahrer. Das war im Februar. Jetzt arbeitet er als Bauarbeiter und verdient 5,35 Pfund in der Stunde, das ist der Mindestlohn. Davon kann er sich ein Zimmer leisten und alle paar Monate etwas Geld nach Hause schicken. Für Alec Kosniowski ist Southampton nur ein Abstecher. »England ist schön, aber ich bin hier, um Geld zu verdienen«, erklärt er. »Karriere mache ich lieber zu Hause, sobald die Aussichten besser sind.« Die meisten Polen denken und handeln wie Alec Kosniowski. 82 Prozent von ihnen sind zwischen 18 und 34 Jahre alt, und egal, mit welcher Ausbildung sie ankommen, sie arbeiten als Busfahrer, Erntehelfer oder Fabrikarbeiter. »Viele von meinen Kumpels sind überqualifiziert für die Jobs, die sie machen«, sagt Kosniowski in fließendem Englisch. »Aber das ist egal, Hauptsache das Geld stimmt.« Die Zugereisten übernehmen aber nicht nur die Jobs, die schwer mit britischen Arbeitern zu besetzen sind. Hier und da können sie sogar einen Mangel an geeigneten Kräften ausgleichen. In Schottland gab es im vergangenen Herbst einen Zahnarztnotstand, der durch eine gezielte Kampagne in Polen behoben werden konnte. Und Joannah Crawford ist fest davon überzeugt, dass die beiden Jobs in der Druckerei »noch vor Mitte der Woche an zwei polnische Facharbeiter gehen. Die sind einfach besser ausgebildet als ihre englischen Kollegen.« Von unqualifizierten Einwanderern profitieren vor allem die Reichen Wie Kosniowski sind die meisten Polen Immigranten auf Zeit. »Innerhalb von zehn Jahren« werde sich der Strom aus Polen »wieder in die andere Richtung bewegen«, glaubt Andrew Green, der Vorsitzende des unabhängigen Forschungsinstituts Migration Watch. Bis dahin zahlen die Polen Steuern und lange bevor sie das Alter erreicht haben, in dem sie das Gesundheitssystem oder den Sozialstaat in Anspruch nehmen, werden sie wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sein. Derzeit nehmen von den geschätzten 400.000 Polen, die irgendwo zwischen Aberdeen und St. Ives angekommen sind, nicht mehr als 700 Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe in Anspruch. Die Mehrheit hat also Geld zum Ausgeben, rund vier Milliarden Pfund im Jahr. So errechnete es das Londoner Centre for Economics and Business Research. Von diesem Geld wollen nun auch die großen Supermarktketten etwas haben. Ihre Regale füllen sie mit polnischen Spezialitäten. Ist also alles in bester Ordnung? Hat sich die Politik der offenen Grenzen ausgezahlt? Eines ist sicher: Die britische Regierung hat das Ausmaß der nach der EU-Erweiterung einsetzenden Wanderung völlig unterschätzt. Im Mai 2004 ging das Innenministerium davon aus, dass »kaum mehr als 13.000 Menschen aus dem ehemaligen Ostblock nach Großbritannien kommen werden«. Als dann klar war, wie absurd niedrig diese Zahl war, dauerte es fast zwei Jahre, bis verlässliche Statistiken aufgestellt wurden und daran schließt sich unmittelbar die Frage: Wie viele werden noch kommen? Die Erweiterung geht in die nächste Runde. Rumänien und Bulgarien werden die nächsten Länder sein, die zur Union stoßen, und Migration Watch schätzt, dass sich in den ersten zwei Jahren nach ihrem Beitritt 620.000 Menschen aus dem Südosten des Kontinents nach Großbritannien aufmachen. Angesichts dieser Zahl ist schon vor dem Ende der langen Sommerpause klar, dass die britische Regierung ihre Einwanderungspolitik ändern wird. »Es wird keine Politik der offenen Tür geben«, sagt Handels- und Industrieminister Alistair Darling. Die Grenzen sollen für Jahre geschlossen bleiben. Gründe dafür gibt es einige, mal gefühlte, mal reale. Richard Lambert, der frisch gewählte Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes CBI, sagte auf seiner ersten Pressekonferenz, die jüngste Immigrationswelle sei die größte, die Großbritannien je erlebt hätte. »Sie hat Auswirkungen auf das soziale Gefüge, auf unseren öffentlichen Dienst, auf alles. Wir brauchen eine Atempause.« Auch der innenpolitische Ausschuss des Parlaments hat die Regierung davor gewarnt, dass »eine unkontrollierte Einwanderung die öffentliche Hand über alle Maßen belasten könnte«. Meistgelesene Artikel des Tages Film: Fußball wie noch nie » Irak-Krieg: George im Phantasialand » Glücksspiel: Lotto-Jackpot nicht geknackt » Beliebteste Galerien WM-Film: Ganz nah dran » Konzert: Zu betrunken zum äh » Ausverkauft: Pearl Jam entfesseln Berlin » Dahinter steckt eine Sorge, die auf der politischen Bühne keiner so richtig laut aussprechen mag. Die beiden neuen Beitrittsländer liegen in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung noch weit hinter Polen zurück. »Aus Rumänien und Bulgarien kämen nicht die gut ausgebildeten Arbeiter wie aus Polen, sondern eher Wirtschaftsflüchtlinge«, erklärt ein Staatssekretär aus dem Innenministerium, der lieber ungenannt bleiben möchte. »Eine solche Belastung für den Steuerzahler kann eine Regierung nur schwer rechtfertigen.« Bisher wurde Einwanderung auch deswegen so unaufgeregt diskutiert, weil es den Briten derzeit relativ gut geht. Es gibt weniger als eine Million Arbeitslose, und die Immobilienpreise steigen. Da beklagt sich keiner. »Aber die nächste Rezession kommt bestimmt«, murmelt der Staatssekretär, »und dann werden Bulgaren und Rumänen zu politischem Dynamit.« Die sozial- und wirtschaftspolitischen Erwägungen gründen auf folgender ökonomischer Erkenntnis: Von einem Überangebot an ungeschulten Arbeitern profitieren am Ende vor allem die oberen Einkommensschichten. Banker, Rechtsanwälte und hoch dotierte Manager bezahlen dann nämlich immer weniger für ihre Putzfrauen und Handwerker. Gleichzeitig steigt aber der Druck auf das Lohnniveau. Arbeitgeber können sich auf den Mindestlohn beschränken oder ihn gar ignorieren. »Je größer das Angebot, desto weniger Spielraum haben Arbeiter, höhere Löhne für sich zu vereinbaren«, sagt Charlie Bean, Chefvolkswirt der Bank of England. Damit hätte die Regierung ein Problem, denn die Einführung des Mindestlohns wird von der Labour-Partei gerne als eine der größten Errungenschaften für ihre Stammwähler gepriesen. Unterdessen hat Alec Kosniowski bei Joannah Crawford nachgefragt, ob sie nicht einen Wochenendjob in einem Pub für ihn hätte er hat kein Glück. »Macht nichts«, sagt er, »dann trink ich heute Abend eben selber. Bis zum nächsten Wochenende hab ich den Job, wetten?« Zum Thema Europa und die Zuwanderung - Reportagen und Analysen » © DIE ZEIT, 28.09.2006 Nr. 40 leser-kommentare (9) » Von HansHeir Überforderte Politik 13.000 polnische Arbeitnehmer wurden in GB erwartet, wohl 400.000, wieviele es wirklich sind, weiß keiner so genau, sind es geworden. » Von kurtvw Alle diese Zuwanderungs- und Multikulti-Idio logen haben einen Denkfehler, mindestens einen. » Von PeterLange Verwertungslogik Zuwanderung ist nach Darstellung dieses Artikels hauptsächlich eine Frage von Arbeitsplätzen, Löhnen, Wohnungen, Sozialleistungen usw.. » Kommentar verfassen » | Registrieren » Websuche Top 5 Suchbegriffe (wirtschaft) Visitenkarte, Unternehmensgründung, Werbemittel, Lohnabrechnung, Projektmanagement, fÜr Sie ausgewÄhlt ÖSTERREICH und der Rest der Welt » FOTOGALERIE Artefakt » PLANET ERDE Faszinierende Wesen » ARBEITSRECHT Da staunt der Chef » BUCHMESSE Indische Augenblicke » OCTOPUZZLE Spielen Sie mit! » STARTSEITE » wirtschaft » Welt in Bewegung Redaktion Kritik News Deutschland International Wirtschaft Finanzen Wissen Gesundheit Computer Bildung & Beruf Campus Feuilleton Musik Literatur Leben Zuender Reisen Auto Sport Spiele Weblogs Video Newsletter Audio Debatte var sa1 = 'http://de.search.yahoo.com/search'; var sa2 = 'http://www.dwds.de/cgi-bin/zeit/search.py'; function search_set(n){ switch (n){ case 'boo': document.getElementById('searchform').action = sa1; document.getElementById('zq').style.background = "transparent url(/bilder/elemente_01_06/suche/hp-yahoo-suchfeld-62.gif) repeat-y 0 0"; break; case 'woo': document.getElementById('searchform').action = sa2; document.getElementById('zq').style.background = "transparent url(/bilder/elemente_01_06/suche/blank.gif) repeat"; break; } return true; } function submit_search(){ document.getElementById('yp').value = document.getElementById('zq').value; document.getElementById('searchform').submit(); } document.getElementById('searchform').action = sa1; Suche leser-kommentare Eigenen Kommentar verfassen » Registrieren » Anzeige document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a7');} Mr. Check 1.Wort markieren 2.Button anklicken 3.Erklärung erscheint! Wõrter der Woche Nooteboom | Pierer | Katz | Hoffmann | Bush | Klinsmann | Sartorius | DFG | AWI | BenQ | PDS | Linkspartei | GmbH | Vereinten Nationen | Hanser AUS DEM ARCHIV ZEIT 35/2004: Verkehrte Angst Die Migrationswelle aus Osteuropa ist kleiner als befürchtet. Polen und Tschechien werden selbst zu Einwanderungsländern. Und in Deutschland wächst eine neue Sorge: Woher sollen die benötigten Fachkräfte kommen? » ZEIT 19/2004: Angst vor den Nachbarn Die EU öffnet sich, doch keiner soll kommen. Zuwanderer werden erstmal ausgeschlossen obwohl sie Wohlstand bringen » Anzeige var channel = select_channel('wirtschaft'); createEspottingContentPage(channel, "articleAd.xsl", 3, 1470); SUCHE | ARCHIV | Redaktion | Kritik | News | Deutschland | International | Wirtschaft | Finanzen | Wissen | Gesundheit Computer | Bildung & Beruf | Campus | Feuilleton | Musik | Literatur Leben | Zuender | Reisen | Auto | Sport | Spiele | Weblogs | Video | Newsletter | Audio | Debatte PARTNERVERMITTLUNG | KUNSTMARKT | FOTOGALERIE | PREMIUM | AUS DER ZEIT | IMPRESSUM | ZEIT-VERLAG | MEDIADATEN | PRESSE | HILFE | NEWSFEED | NURTEXT Zum Seitenanfang document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a9');} SERVICE- und WERBEPARTNER VON ZEIT ONLINE Testberichte | Nachrichten zu Aktien | DSL Vergleich | Kredite | Online Marketing | Private Krankenversicherung | Software Downloads | Onlineshop | Kreditkarten kostenlos | TUI | Autoversicherung Vergleich | Preisvergleich | Gesundheit if(typeof(wt_sendinfo) != "undefined")wt_sendinfo();quU.http://www.zeit.de/2006/40/Editorial-Migrationq}q(hhhX+& Partnersuche Lotto Online-Spiele Tickets Zeit-Shop Premium HÖrbuch Jobs Zeit-Reisen Reiseanzeigen Ferienwohnungen Katalogbestellung Weltkunst Veranstaltungen Kulturanzeigen Sidestep Buch Kliniken WohlfÜhlen Immobilien Recht & Steuern Inserieren markt.de Abonnement Prämienflüge DIE ZEIT im Abonnement DIE ZEIT - PrÄmien DIE ZEIT zur Probe DIE ZEIT fÜr Studenten DIE ZEIT als Geschenk DIE ZEIT im Ausland ZeitWissen im Abonnement DIE ZEIT Geschichte im Abonnement ZEIT Kursbuch nurtext/PDA RSS Newsletter Audio Audio e-paper vor-zeitig pda rezensionen debatte newsletter STARTSEITE » wirtschaft » Migration © DIE ZEIT, 28.09.2006 Nr. 40 Die Welt in Bewegung 200 Millionen Menschen suchen ihr Glück in fremden Ländern. Ein Spezial Von Uwe Jean Heuser © Grafik ZEIT online Menschen wandern: Seit Jahrtausenden begeben sie sich auf die Suche nach dem besseren Leben. Sie fliehen vor Hunger und Gewalt und hoffen auf neuen Wohlstand wenn nicht für sich selbst, dann doch wenigstens für ihre Kinder. Dafür bringen sie enorme Opfer und nehmen in Kauf, dass ihnen von den Einheimischen in den Zielländern Ablehnung, mitunter gar Hass entgegenschlägt. Lange nicht haben so viele das bessere Leben gesucht wie heute. Das ist kein Wunder, ist doch nicht nur die Bevölkerung in den armen Ländern rapide gewachsen, sondern auch der ökonomische Unterschied zwischen dem Norden und dem Süden der Welt. Rund um den Globus leben heute rund 200 Millionen Menschen dauerhaft in einem fremden Land, vor allem in den Industrienationen. In 50 Jahren hat sich ihre Zahl nahezu verdoppelt. Größter Magnet sind die USA, die rund ein Fünftel der Migranten beherbergen. Eine Karte der großen Wanderungs- bewegungen. Klicken Sie auf das Bild © ZEIT Grafik Zwar zählt die Welt immer weniger Menschen, die nach Kriegen und Katastrophen über die Grenzen flüchten zuletzt sogar die wenigsten seit einem Vierteljahrhundert. Doch die Ströme der Wanderer aus wirtschaftlichen Motiven, sozusagen auf der Flucht vor Armut und Chancenlosigkeit, schwellen umso mehr an. Auch das Geschäft der Schlepper nimmt zu, und es globalisiert sich: Regionale Ringe kooperieren miteinander, um die Illegalen in dem einen Land auf die Reise zu schicken und in dem anderen einzuschleusen. Relativ viele Frauen begeben sich Studien zufolge in die Hände der Schlepper nicht bloß Prostituierte aus Osteuropa, sondern auch Putzfrauen von den Philippinen. In der Regel sind es aber gar nicht die Ungelernten, die sich aufmachen, sondern die Studierten und die Facharbeiter. Sie können hoffen, dass sich der Umzug lohnt, und sie haben eher das Geld für die Reise, die Visagebühren oder den gefälschten Pass. Ob polnische Lehrer, die in Großbritannien auf dem Bau arbeiten, oder mexikanische Fachkräfte, die in Kalifornien Wein ernten sie sind bereit, für mehr Geld weit unten anzufangen. Die Zugereisten sind auf vielfältige Weise hungrig. Genau das macht sie in den Augen vieler Bewohner der Industrieländer so bedrohlich. Gleichwohl belegen viele Studien, dass die Einwanderung den reichen Nationen nützt. Ob die Auswanderung den armen Ländern ebenfalls nützt, ist weniger klar. Immerhin überweisen die Migranten heute mindestens 230 Milliarden Dollar jährlich in die Heimat, dreimal so viel wie Ende der neunziger Jahre. Das allermeiste davon geht in Entwicklungsländer. Für Bangladesch machen die Zahlungen fast ein Drittel des Devisenaufkommens aus. Doch die schönen Dollar und Euro haben ihren Preis: Zu Hause fehlen die Leistungsträger. Während kanadische Ärzte in die USA abwandern, öffnet sich Kanada für südafrikanische Mediziner. Kein Problem. Südafrika holt sich dann eben teuer ausgebildete Fachkräfte aus Mosambik. Und Deutschland? Wenn die Migration ein Zeichen für die wirtschaftlichen Aussichten eines Landes ist, sieht es schlecht aus. Es wandern mehr Deutsche aus als aus dem Ausland zurückkommen. Fast die Hälfte der Reisewilligen ist unter 30, und viele werden die alte Heimat so schnell nicht wiedersehen. Gerade junge Forscher. Gerade junge Fachkräfte. Gleichzeitig meldet die deutsche Wirtschaft 18000 freie Ingenieursstellen. Beim Zuzug hoch qualifizierter Ausländer ist Deutschland ebenfalls abgeschlagen unter den Industrieländern. Zwar ist fast jeder fünfte Bewohner und sogar fast jedes dritte Kind im Land ein Erbe der Migration, aber erst seit kurzem versuchen die Deutschen, Zuwanderungspolitik unter ökonomischen Erwägungen zu betreiben. Dabei hat etwa das Green-Card-Programm nicht die erhoffte Flut von Computer-Indern ausgelöst. Vergangenes Jahr kamen nicht mal tausend so genannte Spitzenkräfte ins Land. Gründe gibt es viele: Befristungen, hohe Hürden für Familien, harte Bedingungen für einwandernde Jungunternehmer. Deutsche Arbeitgeber fordern ein Punktesystem für Zuwanderer wie in den USA, um die Bestmöglichen zu bekommen. Aber die Deutschen lernen auch, dass ihr Land nicht so attraktiv wirkt, wie sie vielleicht dachten. Das liegt nicht nur an den Wirtschaftsaussichten, sondern auch daran, dass viele schon hier wohnende Ausländer besser integriert werden müssten. Dafür, auch das zeigt unser Migrations-Spezial, ist nichts so zentral wie Arbeit. Ein Job schafft Hoffnung, Kontakte und den Zwang zum Mitmachen in der Gesellschaft. Einerseits müssen Arbeitsplätze entstehen, andererseits muss der Staat den Migranten auch die richtigen Anreize setzen und darf sie nicht teils durch Verbote, teils durch Geld vom Arbeitsmarkt fern halten. Der weltweite Wettbewerb entscheidet sich eben nicht nur im Handel und am Kapitalmarkt, sondern auch in der Migration. Zum Thema Europa und die Zuwanderung - Reportagen und Analysen » Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven - Geschichten des Auswanderns und aktuelle Ausstellungen » © DIE ZEIT, 28.09.2006 Nr. 40 leser-kommentare (5) » Von kb26919 Illegale Migration Die welt-weite illegale Migration ist doch das eigentliche Problem in der entwickelten Welt. » Von Teiresias Ganz Recht, Gittin 57b Ich bin ganz mit Ihnen einig. Massen-Auswandrung ist nicht die Loesung der Armut in der Dritte Welt. » Von t39group Staatlich verordnete Arbeitsverbote... Zitat: Einerseits müssen Arbeitsplätze entstehen, andererseits muss der Staat den Migranten auch die richtigen Anreize setzen und darf sie nicht – » Kommentar verfassen » | Registrieren » Websuche Top 5 Suchbegriffe (wirtschaft) Visitenkarte, Unternehmensgründung, Werbemittel, Lohnabrechnung, Projektmanagement, fÜr Sie ausgewÄhlt ÖSTERREICH und der Rest der Welt » FOTOGALERIE Artefakt » PLANET ERDE Faszinierende Wesen » ARBEITSRECHT Da staunt der Chef » BUCHMESSE Indische Augenblicke » OCTOPUZZLE Spielen Sie mit! » STARTSEITE » wirtschaft » Migration Redaktion Kritik News Deutschland International Wirtschaft Finanzen Wissen Gesundheit Computer Bildung & Beruf Campus Feuilleton Musik Literatur Leben Zuender Reisen Auto Sport Spiele Weblogs Video Newsletter Audio Debatte var sa1 = 'http://de.search.yahoo.com/search'; var sa2 = 'http://www.dwds.de/cgi-bin/zeit/search.py'; function search_set(n){ switch (n){ case 'boo': document.getElementById('searchform').action = sa1; document.getElementById('zq').style.background = "transparent url(/bilder/elemente_01_06/suche/hp-yahoo-suchfeld-62.gif) repeat-y 0 0"; break; case 'woo': document.getElementById('searchform').action = sa2; document.getElementById('zq').style.background = "transparent url(/bilder/elemente_01_06/suche/blank.gif) repeat"; break; } return true; } function submit_search(){ document.getElementById('yp').value = document.getElementById('zq').value; document.getElementById('searchform').submit(); } document.getElementById('searchform').action = sa1; Suche leser-kommentare Eigenen Kommentar verfassen » Registrieren » Anzeige document.write('<\/script>'); if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a7');} Mr. Check 1.Wort markieren 2.Button anklicken 3.Erklärung erscheint! Wõrter der Woche Nooteboom | Pierer | Katz | Hoffmann | Bush | Klinsmann | Sartorius | DFG | AWI | BenQ | PDS | Linkspartei | GmbH | Vereinten Nationen | Hanser AUS DEM ARCHIV ZEIT 13/2002: Geschlossene Gesellschaft In Deutschland fehlen Köche und Informatiker, Putzkräfte und Ingenieure. Trotzdem gilt Zuwanderung weithin als Gnadenakt - ein teurer Irrtum. Eliten machen im Ausland Karriere, weniger Gebildete schuften dafür, dass es ihren Kindern besser geht. Für die einen existiert ein fast globaler Arbeitsmarkt, die anderen gehen dahin, wo Arbeit ist. Beide helfen sich und ihren Gastgebern » ZEIT 21/2001: 65 Millionen reichen auch Besser leben in Schrumpfgermanien? Wenn die Einwohnerzahl zurückgeht, ist das keine Katastrophe » links zum Thema Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven Geschichten des Auswanderns und aktuelle Ausstellungen » Anzeige var channel = select_channel('wirtschaft'); createEspottingContentPage(channel, "articleAd.xsl", 3, 1470); SUCHE | ARCHIV | Redaktion | Kritik | News | Deutschland | International | Wirtschaft | Finanzen | Wissen | Gesundheit Computer | Bildung & Beruf | Campus | Feuilleton | Musik | Literatur Leben | Zuender | Reisen | Auto | Sport | Spiele | Weblogs | Video | Newsletter | Audio | Debatte PARTNERVERMITTLUNG | KUNSTMARKT | FOTOGALERIE | PREMIUM | AUS DER ZEIT | IMPRESSUM | ZEIT-VERLAG | MEDIADATEN | PRESSE | HILFE | NEWSFEED | NURTEXT Zum Seitenanfang SERVICE- und WERBEPARTNER VON ZEIT ONLINE Testberichte | Nachrichten zu Aktien | DSL Vergleich | Kredite | Online Marketing | Private Krankenversicherung | Software Downloads | Onlineshop | Kreditkarten kostenlos | TUI | Autoversicherung Vergleich | Preisvergleich | Gesundheit if(typeof(wt_sendinfo) != "undefined")wt_sendinfo();quu.