SPAM-FAQ > Lokale Filter einrichten • Stand: 2009-03-20

Lokale SPAM-Filter einrichten

Das Kleingedruckte:
Dies ist eine private Webseite von Robert Schüttler <rober@zedat.fu-berlin.de>. Die Informationen auf dieser Seite stellen keine offiziellen Hinweise der FU-Berlin oder der ZEDAT dar. Alle Angaben sind zwar mit größtmöglicher Sorgfalt zusammengestellt aber dennoch ohne Gewähr. Disclaimer.

Eine vom Mailclient unabhängige Möglichkeit, SPAM direkt beim Herunterladen vom POP-Server zu erkennen, bieten lokale SPAM-Filter. Diese sind schnell installiert und recht effektiv. Es handelt sich bei den lokalen SPAM-Filtern um kleine Programme, die auf dem lokalen Rechner (d.h. am Arbeitsplatz oder zu Hause) zwischen Mailclient und Mailserver geschaltet werden und alle vom Mailserver kommenden Mails zunächst auf ihren potentiellen SPAM-Gehalt prüfen, bevor diese an das Mailprogramm weitergeliefert werden.

Zur Veranschaulichung hier der Weg beim Empfang von Mail vom Mailserver zum E-Mail Programm (Mailclient) ohne und mit lokalem SPAM-Filter:

Herkömmlicher Weg der Mail vom Mailserver zum Mailclient
Mailclient auf dem lokalen Rechner
SPAM und normale Mails landen gemeinsam im Posteingangskorb
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Client sendet Anfrage an den Mailserver
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Mailserver
(mail.zedat.fu-berlin.de)
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Server liefert wartende Mails an den Mailclient
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Weg der Mail vom Mailserver über den lokalen Filter zum Mailclient
Mailclient auf dem lokalen Rechner
potentieller SPAM wird markiert und kann in einem extra Ordner gefiltert werden
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Client sendet Anfrage an das Filterprogramm
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Filterprogramm sendet Anfrage an den Mailserver
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Mailserver
(mail.zedat.fu-berlin.de)
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Filterprogramm bewertet den SPAM-Gehalt und liefert Mails an den Mailclient
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Server liefert wartende Mails an das Filterprogramm
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Der lokale SPAM-Filter arbeitet also zwischen dem gewohnten Mailprogramm und dem Mailserver. Darum müssen beim Einrichten des Filters zum einen die Konfiguration des Mailprogramms angepasst werden (die Mail wird nicht mehr vom Mailserver direkt, sondern vom Filterprogramm "abgeholt"), zum anderen muss das Filterprogramm eingerichtet werden (das Filterprogramm holt die Mail vom Server ab und braucht dazu den Servernamen, den Benutzernamen und das Passwort). Diese Anpassungen sind aber im Normalfall schnell gemacht.

Jede Mail, die durch den lokalen Filter geht, wird auf ihren SPAM-Gehalt überprüft. Dazu kann das Filterprogramm auf lokale Einstellungen und/oder auf externe Datenbanken im Internet zugreifen, in denen Bewertungskriterien für SPAM immer auf den neusten Stand gehalten werden. Wenn eine Mail als potentieller SPAM identifiziert wird, dann wird diese Mail als solcher markiert, d.h. die Betreffzeile wird geändert (z.B. von "Tolles Angebot" in "***SPAM *** Tolles Angebot") und/oder eine spezielle Meta-Information wird in eine definierte Kopfzeile (z.B. "X-Spam-Status:") der Mail geschrieben. Mit einem passenden Filter, kann das Mailprogramm dann alle so markierten potentiellen SPAM-Mails in einen eigenen Ordner "entsorgen".

Die Trefferquote variiert je nach eingesetzten SPAM-Filter, persönlichen Einstellungen und Art des SPAMs, der im Postfach landet. Kein SPAM-Filter ist perfekt, daher wird es wohl immer einige falsch-positive (d.h. Mails, die eigentlich kein SPAM sind, aber als solcher identifiziert werden) und falsch-negative (d.h. Mails, die eigentlich SPAM sind, aber nicht als solcher erkannt werden) Mails geben. Die große Masse des SPAMs und der Frust-Effekt, täglich "per Hand" SPAM entsorgen zu müssen, lassen sich durch einen lokalen SPAM-Filter aber erheblich reduzieren.

Lokale SPAM-Filter für Windows (und andere Betriebssysteme):

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