Provokation muß sein und regt zur Diskussion an !:

Übermittelt von Sympathisant bezeichneter Homepage am 5. Juni 2001, 23:52:37:

Das Hohlloch bei Raitenbuch

Sie ist, wie so manche andere Höhle auch, leider, für die gesamte Menschheit gesperrt worden. Es gibt eine Ausnahme. Fledermausschützer muß man halt sein, oder sich wenigsten so nennen, dann ergibt sich vielleicht auch mal wieder die Gelegenheit, eine der großräumigsten und eindrucksvollsten Schachthöhlen des ganzen Gebiets auch einmal kennenzulernen.

Ich bin nur einmal drinnen gewesen, am 20. Mai 1978. Mit dabei war eine gemischte Gruppe aus Mitgliedern des Vereins für Höhlenkunde in München und der FHKF in Nürnberg. Schon damals war ein hoher Gitterzaun außenherum, der jedem sofort auffällt und genau die gesuchte Höhle markiert. Man muß schon ein richtiger Schachthöhlengänger sein, sonst kommt man da gar nicht hinein. Unten große Hallen, Knochen, auch eine sehr eindrucksvolle Lichterscheinung gegen Mittag, wenn die Sonne in die Tiefe des Schachts scheint.

Warum darf da niemand mehr rein? Fledermausschutzgründe werden genannt. Da die Fledermäuse inzwischen eine starke Lobby haben, hofiert man sie, und die, die von ihnen gefressen werden, die "Insekten", wer schützt die eigentlich? Ich stelle mir da einige sehr selten gewordene Schmetterlinge vor, die kurz vor dem Aussterben sind. Da kommt so eine Fledermaus und frißt sie schnell weg, still und lautlos, und weg ist die ganze Gattung dieser Schmetterlinge. Da die keine so laute Interessenvertretung hatten, gibt es sie halt nicht mehr, aber was solls? Dafür haben wir wieder eine gezählte Fledermäuse mehr. Sorry, aber mit "Natur" als einem vom Menschen unabhängigen Regelungssystem hat das alles nichts mehr zu tun.

In der Süddeutschen Zeitung vom 15. März 2001 fand sich folgende Nachricht:

Forscher warnen: Natur nicht tot pflegen
München - Mit einer Resolution "Natur nicht tot pflegen" hat die Münchner Entomologische Gesellschaft (MEG) einen maßvolleren Naturschutz gefordert. Oft werde durch Pflegemaßnahmen mehr geschadet als genützt, sagten die Insektenforscher (Entomologen) in München. Die Entscheidung über die Pflege von Biotopen dürfe nicht nur unter dem Aspekt des Vogelschutzes getroffen werden. Auch Insekten und Spinnen seien schützenswerte Lebewesen. Auf dem 30. Bayerischen Entomologentag appellierte die Gesellschaft deshalb an Kommunen und Naturschutzbehörden, die Natur mehr sich selbst zu überlassen und auf "Pflegeorgien" zu verzichten.

Auszug folgender Homepage:
http://members.aol.com/lindenmayr/hoehle.htm


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