Freie Universität Berlin - Glossar Geschlechterforschung
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Wir über uns
Darstellung der Bereiche
Zur Geschichte des Glossars Geschlechterforschung
Besonderheiten des Projekts
Im Überblick: Die Ziele des Glossars
Projektbeschreibung
Schwerpunkt Frauenförderung
Online-Kooperation
Zur Struktur des Glossars
Im Überblick: Die Vorteile des Internetglossars
... für Studierende
... für DozentInnen
... für Universitäten


Darstellung der Bereiche

Zur Geschichte des Glossars Geschlechterforschung
Die Idee unseres Projekts wurde aus der Not geboren. Noch bis zum Jahr 2003 gab es im Internet so gut wie keine umfassenden Informationen zur Geschlechterforschung. Mit "Glossar Geschlechterforschung - Glossary for Gender Studies" wollten wir etwas ganz Neues schaffen: eine umfangreiche, vielleicht sogar vollständige Internetplattform, die alle Vorteile einer Internetnutzung in sich vereint:
  • expansiv: neue Glossartexte kommen hinzu
  • generativ: neue Texte erweitern das Glossar um neue Begriffsdefinitionen
  • revidierbar: die Texte werden ständig aktualisiert
  • parallel: mehrere Diskurse finden gleichzeitig statt und lassen sich nebeneinander abbilden
  • international: die Publikationsplattform will einen weltweiten Diskurs über Geschlechterfragen anregen


Anfangs war es nicht einfach, die vielen Ideen, Vorschläge und Visionen zur konkreten Ausgestaltung des Glossars unter einen Hut zu bringen. Wir setzten regelmäßige Treffen an, damit die inhaltlichen BetreuerInnen des Projektes durch "Content-ManagerInnen" und TechnikerInnen und das gesamte Projektteam gemeinsam nach sinnvollen Lösungen suchen konnten.
Natürlich wollten wir auch Studierende motivieren, eigene Texte auf der neuen Publikationsplattform zu veröffentlichen.Für Mitte November 2003 führten wir eine Informationsveranstaltung an der Freien Universität Berlin durch. Das Interesse war groß, dennoch bemerkten wir schon im Vorfeld auch Vorbehalte. Sie wurden vor allem von weiblichen Studierenden formuliert, also gerade denjenigen, die wir anzusprechen versuchten. Auf der Informationsveranstaltung bestätigte sich der erste Eindruck: Viele Studentinnen machten ihrer Abneigung gegen die zunehmende Technisierung ihres Lebensalltags Luft. Sie kritisierten die "Informationsflut" im Internet und äußerten ihr Unbehagen, eigene Texte im Web zu veröffentlichen. Sie fühlten sich unsicher, ob sie der wissenschaftlichen Sprache gewachsen wären, und befürchteten, sich der Kritik einer anonymen Öffentlichkeit auszusetzen.
Bei allem Verständnis bestätigten uns diese Reaktionen doch in unserem Vorhaben, den wissenschaftlichen - vor allem weiblichen - Nachwuchs mit Hilfe unseres Projektes zu fördern.


Besonderheiten des Projekts
Das Glossar Geschlechterforschung ist eine Publikationsplattform und betritt damit Neuland. Sie kann etliche Besonderheiten in sich vereinen:
  • Innovativ: Ein Internetglossar, das alle Bereiche der "Geschlechterforschung" abdeckt, gibt es bislang weder auf regionaler noch aufinternationaler Ebene.
  • Nachwuchs- und Frauenförderung: Der Hauptteil der Texte wird von Studierenden, DiplomandInnen oder DoktorandInnen geschrieben. Im Rahmen der Internetplattform können Frauen jenseits der universitären Hierarchien publizieren. Die wissenschaftliche Einbindung soll dem Ausstieg von weiblichen Studierenden und ausgebildeten Akademikerinnen aus der wissenschaftlichen Laufbahn entgegenwirken.
  • Offene Strukturen: Weltweit können WissenschaftlerInnen aller Universitäten am Projekt mitwirken und "Content-ManagerInnen" werden - damit übernehmen sie die inhaltliche Verantwortung für einen Bereich und betreuen darin eigenständig die Veröffentlichung von Artikeln.
  • Interdisziplinarität: Aufgrund ihres fächerübergreifenden Charakters kann die Publikationsplattform Begriffe und Forschungsthemen der Geschlechterforschung aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Auf diese Weise entsteht ein multiperspektivisches und vielschichtiges Bild des Forschungsbereiches.
  • Inhaltliche Dynamik: Aktuelle Theoriediskussionen können umgehend in die Plattform eingebunden werden und stehen den Studierenden undWissenschaftlerInnen sofort zur Verfügung.
  • Transparente Informationstechnologie: Die Funktionen des Internetglossars werden von allen Beteiligten - TechnikerInnen, Content-ManagerInnen, etablierten AkademikerInnen und Studierenden - kooperativ erstellt.
  • Zusammenarbeit/Community-Bildung: Die Arbeit am Internet-Glossar geschieht in einem kollegialen Austausch zwischen etablierten und anstehenden AkademikerInnen, zwischen ForscherInnen aus verschiedenen Disziplinen sowie zwischen TechnikerInnen und WissenschaftlerInnen. Alle Beteiligten entscheiden gleichberechtigt und übernehmen gleichermaßen Verantwortung.
  • Selbstgesteuertes Lernen: Die Inhalte des Glossars lassen sich individuell und flexibel nutzen. Auf diese Weise unterstützt die Plattform das eigenständige und selbstgesteuerte Lernen.
  • Interaktivität/Aufbau eines Netzwerks: Im Rahmen der Plattform wird ein Forum eingerichtet. Hier können die NutzerInnen des Glossars miteinander diskutieren, sich gegenseitig unterstützen und an der zukünftigen Ausgestaltung des Projektes mitwirken.


Im Überblick: Die Ziele des Glossars

  • Nachwuchsförderung
  • Mentoring-Programm: Zusammenarbeit von NachwuchswissenschaftlerInnen und etablierten WissenschaftlerInnen
  • Internationale Zusammenarbeit von WissenschaftlerInnen und TechnikerInnen
  • Aufbau eines internationalen Netzwerks für den Diskurs in den Gender Studies
  • Initiierung von Forschungsvorhaben zur Förderung der Geschlechterforschung
  • Gestaltung des wissenschaftlichen Debatten in den Gender Studies
  • Kompetenzförderung im Umgang mit neuen Medien
  • Aufbau und Förderung einer neuen, universitären Kultur des selbstgesteuerten Lernens.


Projektbeschreibung
In der Geschlechterforschung gibt es rasante Veränderungen auf internationalem Niveau. Printmedien können mit der Geschwindigkeit dieser theoretischen und methodologischen Umstürze und Weiterentwicklungen nicht mehr Schritt halten. Nur das Internet ist ein Medium, das die internationale Diskussion zeitnah abbilden und aktuelle Erkenntnisse sofort integrieren kann. Alte Artikel werden nach ihrer Überarbeitung archiviert und unter Archiv bereitgestellt. Alle Artikel, die archivierten und die aktuellen, können bei der Konzeption von Seminaren oder dem Verfassen eigener wissenschaftlicher Arbeiten helfen. DozentInnen, Studierende und alle Interessierten haben jederzeit Zugriff auf das Internetglossar. Die Glossarartikel sind alphabetisch, nach Bereichen, nach Datum des Eintrages sowie nach den Namen des Autors oder der Autorin strukturiert und können über eine Volltextsuche abgerufen werden. Fragen und Probleme können direkt im Forum diskutiert werden. Um einen internationalen Austausch zu ermöglichen, wird die Plattform sowohl auf deutsch als auch auf englisch angeboten.

Das interdisziplinäre Internetglossar "Glossar Geschlechterforschung" wird von den Fachdisziplinen betreut, die Geschlechterstudien anbieten. Die Koordination liegt in den Händen der Antragstellerin PD Dr. Barbara Drinck am Arbeitsbereich "Geschlechterforschung in der Erziehungswissenschaft" der Freien Universität Berlin.

Schwerpunkt Frauenförderung
Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Idee eines Mentoring-Programms, d.h. sowohl etablierte WissenschaftlerInnen als auch StudentInnen können im Rahmen des Projektes Glossarartikel zu sämtlichen relevanten Aspekten der Geschlechterforschung publizieren. Die Artikel werden auf der Internetplattform veröffentlicht und gelten als reguläre Publikation. Durch die Publikationsplattform erfahren die akademischen Leistungen von Frauen öffentliche Anerkennung. Zugleich können Frauen den wissenschaftlichen Diskurs beeinflussen.
Bislang erhalten Studierende selten die Chance zu einer Publikation. Das Projekt kann dabei helfen, das akademische Studium identitätsstiftend zu gestalten, sodass dem Ausstieg von Studentinnen und ausgebildeten Akademikerinnen aus der wissenschaftlichen Laufbahn entgegengewirkt wird. Die frühzeitige wissenschaftliche Einbindung insbesondere von Frauen ist eine wichtige Aufgabe, die das Projekt wahrnehmen kann und will.


Online-Kooperation
WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Fachbereichen beraten und unterstützen die AutorInnen als "Content-ManagerInnen". Auf diese Weise fördert das Projekt einen kollegialen Austausch zwischen etablierten und anstehenden AkademikerInnen und führt verschiedene Fachdisziplinen zusammen - neue Netzwerke können sich bilden.
Integraler Bestandteil des Konzeptes ist auch die Zusammenarbeit von WissenschaftlerInnen und TechnikerInnen. Studierende und WissenschaftlerInnen können in Trainingsseminaren aus erster Hand lernen, wie Webseiten konzipiert und per HTML programmiert werden. (Später Link 1. zu Cuecards und 2. der Anweisung, wie dort die Texte formatiert werden sollen) Das weckt technische Neugier und schafft Kompetenzen im Umgang mit neuer Technologie.
Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes ist das "Community-Building": Alle Beteiligten entscheiden gleichberechtigt und übernehmen gleichermaßen Verantwortung. Auch die NutzerInnen können sich in das Geschehen einklinken: Das Forum gibt ihnen jederzeit die Möglichkeit, ihre Ansichten öffentlich mitzuteilen und so die Publikationsplattform mitzugestalten.

Zur Struktur des Glossars
Die eine Geschlechterforschung gibt es nicht. Geschlechterforschung ist je nach Fachdisziplin verschieden organisiert. Unser interdisziplinär ausgerichtetes Projekt berücksichtigt diesen Aspekt: Das Glossar gliedert sich zurzeit in die Bereiche: Weitere Bereiche sind vorgesehen und jederzeit integrierbar.
Alle interessierten kooperierenden WissenschaftlerInnen können die Aufgabe eines/einer Content-ManagerIn wahrnehmen. Content-ManagerInnen sind eigenständig für ihren Bereich verantwortlich. Sie geben Anregungen zum Gegenstand der Veröffentlichung, beurteilen Vorschläge, die von angehenden AutorInnen gemacht werden und unterstützen den Prozess des wissenschaftlichen Schreibens.
Die Texte entsprechen sowohl den Kriterien eines Glossars als auch eines Lexikons. Dafür haben wir genaue Manuskriptregeln festgelegt. Artikel umfassen eine Seite - Bilder können integriert werden - und werden mit Hilfe eines Editors in HTML-Code umgewandelt. Danach stehen sie auf der Homepage als Information zur Verfügung.
Einzelne Begriffe im Text können mit der entsprechenden Definition intern verlinkt werden. Links können auch zu relevanten Themen innerhalb des Internetglossars gelegt werden. Wissenschaftlich fundierte Aussagen und die Einhaltung einer einheitlichen amerikanischen Zitation gewährleisten einen wissenschaftlichen Standard. Die vollständigen Literaturangaben erscheinen unter dem Artikel. Eine Druckversion von Text und Bibliographie erleichtert die Nutzung der Plattform. Das Forum (Forum) bietet die Möglichkeit an, sich interaktiv zu beteiligen.

Im Überblick: Die Vorteile des Internetglossars

... für Studierende

Studierenden bietet das Glossar eine Reihe von Vorteilen:

  • Sie sammeln Erfahrungen mit der Publikation ihrer Texte.
  • Sie erhalten durch die Publikation nationale und internationale Anerkennung.
  • Sie können aktiv auf den wissenschaftlichen Diskurs Einfluss nehmen.
  • Sie erhalten Einsicht in das akademische Leben.
  • Sie treten in Austausch mit erfahrenen WissenschaftlerInnen.
  • Sie sammeln internationale Kontakte.
  • Sie können Seminare und Vorlesungen vertiefen.
  • Sie finden Material für eigene Texte.
  • Sie erwerben technische Kompetenzen.


... für DozentInnen

Auch für DozentInnen bietet das Glossar zahlreiche Vorteile:

  • Sie erhalten die Möglichkeit, NachwuchswissenschaftlerInnen zu fördern.
  • Sie erhalten nationale und internationale Anerkennung durch die Publikationen.
  • Sie können aktiv auf den wissenschaftlichen Diskurs Einfluss nehmen.
  • Sie treten in Austausch mit anderen WissenschaftlerInnen.
  • Sie finden Hintergrundinformationen für die Vorbereitung von Seminaren und Vorlesungen.
  • Sie finden Material für eigene Arbeiten.
  • Sie erwerben technische Kompetenzen.


... für Universitäten

Für Universitäten ist das Glossar mit folgenden Vorteilen verbunden:

  • Sie können ihr Renomée durch die Einbindung in das innovative Projekt steigern.
  • Sie berücksichtigen die Relevanz der Geschlechterforschung.
  • Ihnen steht - ohne größere Investitionen - eine hochwertige Ressource zur Verfügung.
  • Sie sammeln internationale Kontakte und fördern den Aufbau eines akademischen Netzwerks.
  • Sie unterstützen ihre Studierenden beim Übergang in wissenschaftliche Berufe.