Selbstregulation

Ralf Schwarzer, 1999

  1. Ich kann mich lange Zeit auf eine Sache konzentrieren, wenn es nötig ist.
  2. Wenn ich von einer Sache abgelenkt werde, komme ich schnell wieder zum Thema zurück
  3. Wenn ich bei einer Tätigkeit zu aufgeregt werde, kann ich mich so beruhigen, daß ich bald wieder weitermachen kann.
  4. Wenn bei einer Tätigkeit eine sachliche Haltung nötig ist, kann ich meine Gefühle unter Kontrolle bringen.
  5. Wenn störende Gedanken auftreten, kann ich sie nur schwer von mir wegschieben. (–)
  6. Ich kann es verhindern, daß die Gedanken ständig von meiner Aufgabe abschweifen.
  7. Wenn ich Sorgen habe, kann ich mich nicht auf eine Tätigkeit konzentrieren. (–)
  8. Nach einer Unterbrechung finde ich problemlos zu einer konzentrierten Arbeitsweise zurück.
  9. Alle möglichen Gedanken oder Gefühle lassen mir einfach keine Ruhe zum Arbeiten. (–)
  10. Ich behalte mein Ziel im Auge und lasse mich nicht vom Weg abbringen.


Anmerkung: mit (–) gekennzeichnete Items müssen umgepolt werden.
            Das Antwortformat ist vierstufig:
(1) stimmt nicht, (2) stimmt kaum, (3) stimmt eher, (4) stimmt genau.

Bei der Skala zur Selbstregulation steht die Tendenz im Vordergrund, schwierige Handlungen auch dann aufrechtzuerhalten, wenn Einflüsse auftreten, die die Motivation und Aufmerksamkeit beeinträchtigen. Die konzeptuellen Grundlagen dieser Skala ist in der Literatur zur Volitionstheorie beschrieben sowie in den folgenden Quellen.

Cronbachs Alpha lag in zwei Stichprobe von N = 285 bzw. N = 275 Personen bei jeweils .82. In einer weiteren Stichprobe von N = 306 Personen betrug die interne Konsistenz .81. Es zeigten sich vor allem Zusammenhänge zur Selbstwirksamkeitserwartung, zur Prokrastination sowie zu Maßen der Streßeinschätzung.

Literatur

    Schwarzer, R. (2000). Streß, Angst und Handlungsregulation (4. überarb. Aufl.). Stuttgart: Kohlhammer.

    Schwarzer, R. (1996). Psychologie des Gesundheitsverhaltens (2. überarb. u. erweit. Aufl.). Göttingen: Hogrefe.