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Tätigkeitsorte1881 - 1886 Frankfurt a.M.1891 - 1893 Nordrach (im Schwarzwald/Baden), Lungenheilstçtte 1893 - 1916 München, Gabelsberger Str. 20 a 1897 - ? Universitçts-Frauenklinik Art der Tätigkeit1881 - 1886 niedergelassene Ärztin (Gemeinschaftspraxis mit Ehemann) in Frankfurt a.M.1891 - 1893 Gründerin und Leiterin der Lungenheilstçtte in Nordrach/Baden 1893 - 1916 niedergelassene Ärztin in München 1897 - ? Volontçrçrztin an der Universitçts-Frauenklinik bei Franz von Winckel in München Kommentar zur TätigkeitAls Ärztin hatte sie sich in ihrer Ausbildung auf Frauenheilkunde spezialisiert.Über ihre çrztliche Tçtigkeit in München ist wenig bekannt. Anfang 1905 erhielt sie aufgrund des Bundesratsbeschlusses vom 30.06.1904 nach mehrjçhriger Praxis die deutsche Approbation. Sie gehörte der Sozialdemokratie an, und maÃü der Erziehung entsprechende Bedeutung bei. Als Mitarbeiterin der "Sozialistischen Monatshefte" und der "Neuen Zeit" behandelte sie Erziehungs- und Bildungsfragen. Adams-Lehmann war Gründerin einer privat getragenen antiautoritçren Schule in München, die von führenden Münchner Industriellen mitfinanziert wurde. In ihren Veröffentlichungen und in ihrem sozialen Engagement beschçftigte sie sich mit den Problemen der Frauen, war jedoch kein organisiertes Mitglied der Frauenbewegung. In ihrem Aufsatz "Frauenstudium und Frauentauglichkeit" machte sie die Ärzte und die verfehlte Erziehung der Frau für die ihnen zugeschriebene Minderwertigkeit verantwortlich. Neben eigenen Veröffentlichungen übersetzte sie August Bebels "Die Frau und der Sozialismus" ins Englische. Ihr wahrscheinlich 1895 oder 1896 erschienener zweibçndiger speziell für Frauen verfasster çrztlicher Ratgeber wurde in der Dtsch. Medizin. Wschr. von 1896, Nr. 2, ausführlich besprochen. Auf den Vorwurf der reiÃüerischen Reklame und der unsittlichen Abbildung des nackten mçnnlichen Körpers antwortete Adams-Lehmann mit einem Leserbrief, in dem sie sich zu dem wissenschaftlichen Anspruch ihres Buches bekannte. Ihr soziales Engagement in München galt vor allem dem Versuchskindergarten, bzw. der Versuchsschule, und der Errichtung eines Frauenheims als Entbindungsheim insbesondere für unbemittelte Frauen. Der von Adams-Lehmann im Ärztlichen Bezirksverein München am 14.11.1906 vorgebrachte Antrag, ein solchen Frauenheim zu gründen, löste eine Kontroverse mit der mçnnlichen Ärzteschaft aus, die eine geplante Monopolisierung der Geburtshilfe durch weibliche Ärzte befürchtete und den Vorschlag schlieÃülich ablehnte. Der im gleichen Jahr unter führender Beteiligung von Adams-Lehmann gegründete "Verein Frauenheim" verfolgte das Projekt weiter. 1909 meldete Adams-Lehmann als 2. Vorsitzende des Vereins, das der Magistrat ein Grundstück am Nymphenburger Kanal zur Verfügung gestellt habe. In diesem Zusammenhang betonte sie, das der Verein mit dem Frauenheim unter Gewçhrleistung der freien Arztwahl die Möglichkeit zur Entbindung unter hygienisch einwandfreien Bedingungen schaffen wolle. Kurz nach Ausbruch des 1. Weltkrieges ging Adams-Lehmann nach England, um über deutsche Zustçnde aufzuklçren. Mitgliedschaften in VereinenSPD (o.J.)Bund für Mutterschutz (o.J.) Dtsch. Ges. z. Bek. d. Geschlechtskrankheiten Verein Frauenheim München (gegr. 1906, 2. Vorsitzende 1909) |
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