50. DGPs-Kongress – Exkursion zum Wundthaus

Der 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie in Leipzig erinnert an den Leipziger Hochschullehrer Wilhelm Wundt , der u.a. das erste psychologische Institut der Welt in Leipzig gründete. Im Rahmen des Kongresses organisierten das Institut für Sozialpsychologie zusammen mit dem Förderverein zur Erhaltung des Wundthauses eine Bus-Exkursion für Kongressteilnehmer nach Großbothen.

Die Teilnehmer, die auch den Wilhelm-Ostwald-Park in Großbothen und die Schiffsmühle in Höfgen (zu der die befreundeten Hochschullehrer Ostwald und Wundt jeden Samstag von Großbothen aus gemeinsam hinspazierten) waren erschüttert vom Zustand des Wundthauses an der Grimmaer Straße und entwickelten erste Ideen für ein Nachnutzung des Hauses. Neben der Finanzierung der Erhaltungsmaßnahmen für das Haus ist die wichtigste Aufgabe des Fördervereins, ein Betriebskonzept für das Haus zu entwickeln. Wichtig ist den Akteuren, dass es sowohl eine Lösung gefunden wird, die für die Bevölkerung Großbothens und Grimmas interessant ist, aber auch viele Gäste aus Leipzig und aller Welt nach Großbothen „herauslocken“ könnte.

Eine rege Teilnahme bestätigte den Förderverein in ihrem Vorhaben, sich für den Erhalt des Wundthauses einzusetzen.

Einen ausführlichen Exkursionsbericht der Teilnehmerin Dr. Susanne Guski-Leinwand > finden Sie hier (PDF)

 

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Die Idee

Es gibt in Deutschland noch kein Museum, das über die Geschichte der Psychologie berichtet, nur einige medizinhistorische Sammlungen und Ausstellungen über Psychiatriegeschichte.

Wissenschaftler und Museumspädagogen sollen gemeinsam in die Konzeption für eine neuartige Ausstellung zur Geschichte der Psychologie und ihrer Anwendungsmöglichkeiten in Großbothen eingebunden werden.

Ziel ist es, keine reine wissenschaftshistorische Sammlung zu schaffen, sondern eine lebendige Ausstellungen mit den aktuellen, interaktiven Möglichkeiten der Museumswelt. Besucher sollen mit einem Blick „in die Werkstatt“ der Psychologen eine Vorstellung davon bekommen, was Psychologie ist und was ein Psychologe (und ein Psychotherapie) macht und warum. Kinder und Erwachsende, interessierte Laien, Anwohner und Urlauber der Region Leipzig gleichermaßen sollen Spaß am Thema bekommen. Die verschiedenen Facetten der Psychologie und ihrer Geschichte sollen in den Räumen des Wundthauses umfassenden Ausstellungen lebendig erzählt werden. Es muss viele Möglichkeiten zum Ausprobieren, Mitmachen, Experimentieren und Sich-selbst-Entdecken geben und bewusst soll auf eine reine Bild-Text-Ausstellung verzichtet werden. Ein Zimmer des Hauses wird natürlich nur Wilhelm Wundt, dem wichtigsten deutschen Psychologen, gewidmet werden.

Das Museum muss so bekannt werden, dass es für Leipziger Touristen zum „Pflichtprogramm“ wird, nach Großbothen herauszufahren, um das Museum, den Ostwaldpark und die Stadt Grimma zu besuchen.