Die Konzeption der Tugend bei Platon und Aristoteles


Historischer Hintergrund: Niedergang der Polis nach dem Peloponnesischen Krieg (431-404 v. Chr.), mehrfache Verfassungsänderung (zwischen 411 und 403 v. Chr.), allgemeiner Sittenverfall, Verurteilung des Sokrates 399 v. Chr.


Platon:


Vernunft Regenten

Tugend Wächter

Leidenschaften/Begierden das gemeine Volk


Die Wächter, die für die Sicherheit der Stadt verantwortlich und damit sehr wichtig sind,

sollten auf privates Glück verzichten und sich allein dem Gemeinwohl widmen (Wächterkommunismus). Ebenso die Regenten... .


Gerechtigkeit innerhalb der Stadt ist, wenn jeder das Seine tut. Damit herrscht eine gewisse Arbeitsteilung. Die Regenten sind zuständig für die Gesetze, sie müssen ermitteln, was das Beste für alle sei; die Wächter sorgen für die Sicherheit und Verteidigung der Stadt nach außen; das gemeine Volk ist für die materielle Versorgung der Stadt zuständig.


Aristoteles:


  1. die distributive Gerechtigkeit (gerechte Verteilung der Güter)

  2. die kommutative Gerechtigkeit (Gerechtigkeit beim Tausch)

  3. die korrektive Gerechtigkeit (gerechte Bestrafung von Vergehen)