Folien zum Seminar: 3. Sitzung
Wahrnehmung und Bewältigung von Krankheit:
Subjektive Krankheitskonzepte und ihre Implikationen
Seminar 12677Dozentin: Britta Renner
SS 99, Dienstags 14-16 Uhr; JK 26/201
Beginn: 20.04.1999
Studiengänge: Psy, Nf
Meyer, D., Leventhal, H. & Gutmann, M. (1985)
80 % der behandelten Hypertoniker gaben an, daß Menschen es im allgemeinen nicht spüren, wenn ihr Blutdruck erhöht ist.
(People cant tell when their blood pressure is up")
88 % gaben an, daß sie selbst es spüren, wenn ihr Blutdruck erhöht ist.
88 % konnten den Namen ihres Medikaments nennen
94 % konnten die verordnete Einnahmehäufigkeit angeben
92 % konnten die Risiken einer Nichtbefolgung" (noncompliance) nennen

Symmetrie Regel
Leventhal, Meyer & Nerenz, 1980
Given symptoms, an individual will seek a diagnostic label, and given a label, he or she will seek symptoms.
MacDonald, Sackett, Haynes und Taylor (1984) definieren im Zusammenhang mit Blutdruckscreenings die Etikettierung (labeling) folgendermaßen:
"labelling means telling someone that they have hypertension."....The perception that one has been labelled will be called awareness" (S.933).

Anstieg in den Krankheitstagen im Jahr nach dem Screening im Vergleich zum Vorjahr.
Ergebnisse aus der DOFASCO-Studie (Haynes et al., 1978.

Anm.: # = signifikanter Anstieg.

Dauer der Erkrankung
Leventhal, H., Nerenz & Steele (1984)
Akut
Zyklisch
Chronisch
Meyer, D., Leventhal, H. & Gutmann, M. (1985)
Hypertoniker, die sich neu in Behandlung befanden.
Akutes Krankheitskonzept: 58 % brachen die Behandlung ab
Chronisches Krankheitskonzept: 17 % brachen die Behandlung ab
Zusammenhang zwischen Dauer und Ursache
Meyer, D., Leventhal, H. & Gutmann, M. (1985)
Akutes Krankheitsmodell: Streß (70 %)
Zyklisches Krankheitsmodell: Ernährung, Alkoholkonsum (58 %)
Chronisches Krankheitsmodell: Veranlagung (57 %)

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edited by Britta Renner © email: prague@zedat.fu-berlin.de Letzte Änderung: 30. April 1999