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7./8.12.1991

Gedenksymposium für Richard Löwenthal

Schwarz-Weiß-Foto von Richard Löwenthal Richard Löwenthal (* 15.4.1908 in Berlin, † 9.8.1991 ebenda)
 
Richard Löwenthal studiert Nationalökonomie und Soziologie in Berlin und Heidelberg. Als Student tritt er der KPD bei, 1929 schließt er sich der KPD-Opposition an. Unter dem Decknamen Paul Sering arbeitet er nach der nationalsozialistischen Machtergreifung in der Gruppe "Neu Beginnen". Seiner drohenden Verhaftung durch die Gestapo ent­zieht er sich 1935 durch Emigration. Aus dem Exil in Prag, Paris und London setzt er seine oppositionelle Tätigkeit gegen das NS-Regime fort. Er tritt 1945 der SPD bei und arbeitet bis 1958 als poli­tischer Korrespondent für den Observer und Reuters in Bonn.
 
Die FU beruft ihn 1961 als Ordinarius für die Wissenschaft von der Politik und für die Geschichte und Theorie der Auswärtigen Politik an das Otto-Suhr-Institut, wo er bis zu seiner Emeritierung 1974 lehrt. Löwenthal ist außenpolitischer Berater Willy Brandts und stellvertre­tender Vorsitzender der SPD-Grundwertekommission. Obwohl sein 1946 noch unter dem Pseudonym Paul Sering erschienenes Buch "Jenseits des Kapitalismus – Ein Beitrag zur sozialistischen Neu­orientierung" im Rahmen der 68er Bewegung neu entdeckt wird, wendet sich Löwenthal gegen die Studentenrevolte, die er als "rück­wärts gewendete Revolution" kritisiert. Er gehört 1970 zu den Mitbe­gründern des "Bundes Freiheit der Wissenschaft".
Fotograf unbekannt, Foto/10868, Quelle: Universitätsarchiv der FU

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