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15.1.1999

Das Institut für Evangelische Theologie wird in "Helmut Gollwitzer Haus" umbenannt.


  Foto von Helmut Gollwitzer
Fotograf unbekannt, Foto/10570, Quelle: Universitätsarchiv der FU
  Helmut Gollwitzer (* 29.12.1908 in Papenheim, † 17.10.1993 in Berlin)
 
Helmut Gollwitzer studiert von 1928 bis 1932 Philo­sophie in München und evangelische Theologie in Erlangen. Nach der nationalsozialistischen Macht­ergreifung schließt er sich der oppositionellen Be­kennenden Kirche an. Er promoviert 1937 in Basel bei Karl Barth, der in die Schweiz emigriert ist. Nach der Inhaftierung von Martin Niemöller über­nimmt Helmut Gollwitzer dessen Pfarrstelle in der Dahlemer Sankt-Annen-Kirche. Er gehört dort zu einer Widerstandsgruppe der Bekennenden Kirche, die Juden mit falschen Pässen ausstattet und zur Flucht aus Deutschland verhilft.
 
Im Zweiten Weltkrieg wird Gollwitzer als Sanitäter zur Wehrmacht eingezogen. An der Ostfront gerät er in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1949 zurückkehrt. Seine Verlobte, die Schauspiele­rin Eva Bildt, begeht 1945 nach Vergewaltigungen durch sowjetische Soldaten Suizid. In Bonn über­nimmt Gollwitzer 1950 als Nachfolger Karl Barths die ordentliche Professur für Systematische Theo­logie. Die Freie Universität beruft ihn 1957 an das Institut für Evangelische Theologie, wo er bis zu seiner Emeritierung 1975 lehrt. Gollwitzer unter­stützt die 68er Studentenbewegung aktiv und ist mit Rudi Dutschke befreundet.
 
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