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Kniend neben Benno Ohnesorg: die Germanistikstudentin Friederike (Fritzi) Dollinger. Quelle: Stasi-Unterlagen-Archiv
Der Leichenwagen mit Ohnesorg passiert den Grenzübergang Dreilinden-Drewitz. Quelle: Stasi-Unterlagen-Archiv |
Am 8. Juni findet im Auditorium maximum der FU eine Trauerfeier für
Benno Ohnesorg statt, dessen Leichnam anschließend mit einem
Trauerkondukt in seine Heimatstadt Hannover überführt wird. "Auch nach dieser Beerdigung sind die Gegensätze offen. Aber ein Tod verpflichtet zur Versöhnung, das heißt zum Abbau aller Vorurteile und zum sachlichen Gespräch über die Trennungen hinweg, mit dem Ziele friedlichen Zusammenwirkens." Bei der Durchfahrt des Kondukts durch die DDR verzichtet deren Regierung auf die sonst üblichen Grenzkontrollen. Im Anschluss an die Beerdigung von Benno Ohnesorg findet in Hannover ein Kongress mit über 7000 Teilnehmern zu dem Thema "Hochschule und Demokratie" statt. Im Rahmen der Kontroverse um die Bedeutung von Provokationen bei Protesten wirft Jürgen Habermas der Studentenbewegung eine "voluntaristische Ideologie" vor, die er "linken Faschismus" nennen müsse. |
Linkes Bild: Trauerkondukt, Quelle:
Universitätsarchiv der FU,
Bildarchiv der Zeitschrift Colloquium.
Rechtes Bild: Zur Grenze abgesandte
FDJler
stehen Spalier. Quelle: Stasi-Unterlagen-Archiv.